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Ausbildung Änderungs­schneider/in

Ausbildung: Damit Kleidung wieder richtig sitzt

Symbolbild: Ausbildung Änderungsschneider/in

Du hast schon mal eine Hose gekürzt oder einen Riss geflickt? Dann könnte die Ausbildung zum/zur Änderungs­schneider/in gut zu dir passen. In diesem Beruf änderst, reparierst und passt du Kleidungs­stücke und Heimtex­tilien an. Du arbeitest mit Nadel, Faden, Stoffen und Nähmaschine. Du hast direkten Kontakt mit Kund/innen. Du nimmst Maße, steckst Kleidung ab und nähst die Änderungen ein. Am Ende sitzt alles gut, und die Kundin oder der Kunde geht zufrieden nach Hause. Hier erfährst du, was du als Änderungs­schneider/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Änderungs­schneider/in auf einen Blick

Dauer2 Jahre
Ausbildungdual, Mode, Textil & Leder
1. Jahr940 € bis 1.120 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Was macht ein/e Änderungs­schneider/in?

Du arbeitest vor allem mit Kleidung, Stoffen und Nähmaschinen. Du sorgst dafür, dass vorhandene Kleidungs­stücke wieder passen, repariert werden oder eine neue Form bekommen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Maßnehmen: Du misst Kund/innen aus und prüfst, welche Änderungen nötig sind.
  • Abstecken: Du steckst Hosen, Röcke, Kleider und Jacken so ab, dass sie später richtig sitzen.
  • Ändern: Du kürzt Hosen, lässt Säume aus und machst Kleidungsstücke enger oder weiter.
  • Reparieren: Du tauschst Reißverschlüsse aus, reparierst Risse und besserst Nähte aus.
  • Heimtextilien ändern: Du bearbeitest zum Beispiel Gardinen und Vorhänge.
  • Bügeln und Fertigstellen: Nach der Änderung bügelst du die Teile und bereitest sie zur Abholung vor.
  • Beratung: Du erklärst Kund/innen, was möglich ist, wie lange es dauert und was es kostet.
aenderungsschneiderei

Warum ist der Beruf so wichtig?

Du hilfst Menschen dabei, ihre Kleidung weiter­zu­tragen, statt sie wegzuwerfen. Die Lieblingshose passt wieder, die Jacke hat einen neuen Reißver­schluss. Das macht deinen Beruf nachhaltig.

Deine Arbeit ist praktisch, genau und kreativ. Du brauchst ein gutes Auge für Passform, saubere Nähte und Stoffe. Oft machen schon kleine Änderungen einen großen Unterschied. Außerdem sprichst du viel mit Menschen, denn Beratung ist ein wichtiger Teil deiner Arbeit.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Änderungs­schneider/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 2 Jahre und ist dual. Du lernst im Betrieb und in der Berufs­schule. Ausbil­dungs­be­triebe sind zum Beispiel Änderungs­schnei­dereien, Maßschnei­dereien und Beklei­dungs­häuser mit Änderungs­dienst.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Maß nehmen und Passformen beurteilen
  • Kleidungsstücke abstecken und ändern
  • mit der Maschine und von Hand nähen
  • Stoffe, Garne und Zubehör auswählen
  • Reißverschlüsse, Knöpfe und Futter verarbeiten
  • Heimtextilien ändern
  • Bügelarbeiten ausführen
  • Kund/innen beraten
  • Arbeitsabläufe planen
  • Nähmaschinen und Werkzeuge pflegen

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Änderungs­schneider/in?

Was solltest du mitbringen?

  • Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. Betriebe achten vor allem auf Sorgfalt, Geschick und Interesse an Textilien.
  • handwerkliches Geschick
  • ein gutes Augenmaß
  • Sorgfalt und Geduld
  • Interesse an Kleidung und Stoffen
  • Kreativität
  • Freundlichkeit im Umgang mit Kund/innen
  • Grundkenntnisse in Mathe für Maße und Materialbedarf

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 940 € bis 1.120 €
2. Ausbildungsjahr 1.000 € bis 1.250 €

Passt die Ausbildung zum/zur Änderungs­schneider/in zu dir?

Du magst Mode, nähst gern und arbeitest sorgfältig? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Kreativ und praktisch: Du siehst direkt, was du geschafft hast.
  • Hilfe im Alltag: Kleidung sitzt besser, wird repariert und länger getragen.
  • Genauigkeit zählt: Kleine Änderungen machen einen großen Unterschied.
  • Kontakt zu Menschen: Beratung gehört fest zum Beruf dazu.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Änderungs­schneider/in?

Was du als Änderungs­schneider/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer die eigene Jeans kürzt, aus alten Shirts neue Teile näht oder Freund/innen beim Flicken hilft, zeigt Betrieben Geschick, Geduld und ein gutes Augenmaß. Ein Nebenjob im Laden zeigt dazu, dass du freundlich mit Kund/innen umgehst. Wenn dich das Entwerfen neuer Kleidung reizt, schau dir Textil- und Modeschneider/in an. Für Kleidung, die von Anfang an nach Maß entsteht, passt Maßschneider/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • deine Jeans selbst kürzt oder Risse flickst Geschick
  • aus alten Shirts neue Sachen nähst Kreativität
  • strickst oder häkelst, Masche für Masche Geduld
  • in einem Laden oder Café jobbst Freundlichkeit
  • deine Freund/innen beim Outfit ehrlich berätst Kommunikation

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo bilden Betriebe Änderungs­schneider/in aus?

  • Wie häufig?

    rund 20

    Betriebe bilden aus

    Platz 264 von 349 Berufen.

Alle Bundes­länder mit Kreisen und Bezirken. Antippen zeigt, wo es um die Ecke Betriebe gibt.

  1. 1Nordrhein-Westfalen4

    In Nordrhein-Westfalen kennen wir 4 Betriebe, die Änderungs­schneider/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 245 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Nordrhein-Westfalen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  2. 2Schleswig-Holstein4

    In Schleswig-Holstein kennen wir 4 Betriebe, die Änderungs­schneider/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 148 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Schleswig-Holstein: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  3. 3Bayern3

    In Bayern kennen wir 3 Betriebe, die Änderungs­schneider/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 251 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Bayern: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  4. 4Mecklenburg-Vorpommern2

    In Mecklenburg-Vorpommern kennen wir 2 Betriebe, die Änderungs­schneider/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 157 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  5. 5Brandenburg1

    In Brandenburg kennen wir 1 Betrieb, die Änderungs­schneider/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 202 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Brandenburg: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  6. 6Hessen1

    In Hessen kennen wir 1 Betrieb, die Änderungs­schneider/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 236 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Hessen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  7. 7Niedersachsen1

    In Nieder­sachsen kennen wir 1 Betrieb, die Änderungs­schneider/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 244 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Nieder­sachsen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  8. 8Rheinland-Pfalz1

    In Rheinland-Pfalz kennen wir 1 Betrieb, die Änderungs­schneider/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 223 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Rheinland-Pfalz: Regionen, Berufs­schulen, Karte

Stand: 4. November 2026. Gezählt sind die Betriebe, die wir auf dein-ausbil­dungsplatz.de mit diesem Beruf kennen. Es können mehr sein. Platz = Rang des Berufs unter allen Ausbil­dungs­berufen in der Region, nach Zahl der Betriebe.

  • Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Nach der Ausbildung kannst du in verschiedenen Betrieben arbeiten. Hier findest du deinen Platz:

  • in Änderungsschneidereien
  • in Maßschneidereien
  • in Schneiderateliers
  • in Bekleidungshäusern mit Änderungsdienst
  • in Textilbetrieben

Mit Erfahrung kannst du dich selbst­ständig machen. Auch eine anschließende Ausbildung zum/zur Maßschneider/in ist möglich.

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Maßschneider/in
  • Schneidermeister/in
  • Textil- und Modeschneider/in
  • Gestalter/in im Handwerk
  • Spezialisierung auf Schnitttechnik, Änderungsarbeiten oder Kundenberatung

Fazit: Passt, sitzt, hält

Als Änderungs­schneider/in verbindest du Liebe zu Stoffen mit handwerk­lichem Geschick. Du änderst und reparierst Kleidung, damit Menschen sie länger tragen können. Die Ausbildung dauert 2 Jahre und ist dual. Danach kannst du Maßschneider/in oder Schnei­der­meister/in werden oder dich selbst­ständig machen.

Lust auf Nadel und Faden? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Mode, Textil und Leder.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Änderungsschneider/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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