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Ausbildung Aufberei­tungs­me­chaniker/in Fachrichtung Naturstein

Ausbildung: Aus Rohgestein wird Naturstein

Symbolbild: Ausbildung Aufbereitungsmechaniker/in Fachrichtung Naturstein

Faszinieren dich große Maschinen und die Verwandlung von rohem Gestein in edlen Naturstein? Dann ist die Ausbildung zum/zur Aufberei­tungs­me­chaniker/in in der Fachrichtung Naturstein vielleicht genau richtig für dich. Du arbeitest in einem modernen Industrie­umfeld. Du bedienst und überwachst Anlagen, die Gesteins­blöcke brechen, sortieren, sägen und schleifen. Am Ende steht Naturstein für Bauwerke und Gärten. Du brauchst technisches Verständnis, eine genaue Arbeitsweise und Verant­wor­tungs­be­wusstsein. Hier erfährst du, was du im Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Aufberei­tungs­me­chaniker/in Fachrichtung Naturstein auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr996 € bis 1.150 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1992 hieß er Aufbereiter/in im Bergbau.

  1. bis 1992Aufbereiter/in im Bergbau
  2. seit 1992Auf­be­rei­tungs­me­cha­ni­ker/in Naturstein

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949.

Was macht ein/e Aufberei­tungs­me­chaniker/in Naturstein?

Du bist Maschi­nen­führer/in, Techniker/in, Qualitäts­prüfer/in und Logistiker/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Rohsteine annehmen: Du überwachst die Entladung der Gesteinsblöcke aus dem Steinbruch, erfasst die Mengen und prüfst erste Qualitätsmerkmale. Danach führst du das Gestein dem Brechen oder Zerkleinern zu.
  • Trennen und Sortieren: Du bedienst Sieb- und Sortieranlagen. Du trennst das Material nach Korngröße, entfernst leichte Verunreinigungen per Windsichtung oder sortierst von Hand.
  • Waschen und Entwässern: Du befreist das Material in Waschanlagen von Lehm, Ton und Staub. Danach reduzierst du in Entwässerungsanlagen den Wassergehalt.
  • Formen und Veredeln: Du sägst, schleifst, polierst oder flammst das Gestein. So entstehen Oberflächen von hochglänzend bis rau und rutschfest in der passenden Form und Größe.
  • Qualität prüfen: Du nimmst regelmäßig Proben und prüfst im Labor Festigkeit, Dichte, Frostbeständigkeit, Farbe und Oberfläche. Die Ergebnisse dokumentierst du genau.
  • Anlagen steuern: Vom Leitstand aus kontrollierst du am Computer die Prozesse, reagierst auf Störungen und verbesserst die Abläufe.
  • Warten und Instandhaltung: Du erkennst Verschleiß früh und reparierst kleinere Schäden an Sägen, Schleifmaschinen, Förderbändern und Brechern.
  • Umwelt und Sicherheit: Du bereitest Prozesswasser auf, reduzierst Staub und hältst strenge Sicherheitsregeln ein.
steinmetz

Wo arbeitest du als Aufberei­tungs­me­chaniker/in Naturstein?

Deinen Arbeitsplatz findest du in großen Naturstein­werken, in Steinbrüchen oder in Recycling­anlagen für Baustoffe. Du arbeitest oft im Freien. Manchmal arbeitest du im Schicht­dienst. Der Arbeits­bereich kann staubig und laut sein.

Dein Material landet später als Bodenbelag, Fassade, Arbeits­platte oder Garten­objekt. Damit hat deine Arbeit direkten Bezug zu Bau, Landschafts­ge­staltung und Denkmal­pflege.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Aufberei­tungs­me­chaniker/in Naturstein ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Die Theorie lernst du in der Berufs­schule, oft im Blockun­terricht. Die Praxis lernst du in einem Natursteinwerk oder Steinbruch­betrieb.

Das lernst du unter anderem:

  • Verfahrenstechnik: Brechen, Sieben, Waschen, Sortieren, Sägen, Schleifen, Polieren und Flammen
  • Maschinen und Anlagen: Aufbau, Funktion und Bedienung von Brechern, Siebmaschinen, Gatter- und Kreissägen, Schleifstraßen, Förderanlagen und Pumpen
  • Geologie und Mineralogie: Eigenschaften und Entstehung von Granit, Marmor, Sandstein und Basalt
  • Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik: Leitsysteme, Sensoren und Steuerelemente
  • Qualitätssicherung und Labor: Proben nehmen, Dichte und Wasseraufnahme bestimmen, Ergebnisse dokumentieren
  • Umweltschutz: Wasseraufbereitung, Staubreduzierung und Rekultivierung von Abbauflächen
  • Arbeitssicherheit: sicherer Umgang mit Maschinen, scharfkantigem Material und im Steinbruch
  • Wartung: Pflege, Inspektion und Fehlersuche an Maschinen und Anlagen

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Aufberei­tungs­me­chaniker/in Naturstein?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss
  • technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
  • Interesse an physikalischen Prozessen und natürlichen Materialien
  • eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise
  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
  • Lust auf Arbeit im Freien und an großen Maschinen
  • Teamfähigkeit

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 996 € bis 1.150 €
2. Ausbildungsjahr 1.150 € bis 1.250 €
3. Ausbildungsjahr 1.250 € bis 1.423 €

Passt die Ausbildung zum/zur Aufberei­tungs­me­chaniker/in Naturstein zu dir?

Du willst sehen, wie aus Rohgestein ein fertiges Produkt wird? Dann schau dir diesen Beruf genauer an. Das spricht für die Ausbildung:

  • Interesse an Stein: Du begeisterst dich für die Verarbeitung von Naturstein.
  • Handwerkliches Geschick: Du arbeitest genau mit Werkzeugen und Maschinen.
  • Sichtbare Ergebnisse: Du stellst hochwertige Steinprodukte für ganz unterschiedliche Projekte her.
  • Vielfalt: Naturstein wird in der Bauindustrie, in der Denkmalpflege und in der Gestaltung gebraucht.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Aufberei­tungs­me­chaniker/in Naturstein?

Was du als Aufberei­tungs­me­chaniker/in Naturstein jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer beim Wandern besondere Steine aufhebt, im Kunstun­terricht Speckstein schleift oder im Garten eine Mauer mit aufschichtet, zeigt Betrieben Gespür für Material und Geschick. Wer dazu bei jedem Wetter im Verein trainiert, beweist Ausdauer für die Arbeit im Freien. Wenn du Stein lieber kunstvoll bearbeitest, schau dir Steinmetz/in & Steinbildhauer/in an. Für das Bearbeiten an großen Maschinen passt Naturwerk­stein­me­chaniker/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • beim Wandern besondere Steine sammelst Neugier
  • im Kunstunterricht Speckstein schleifst und polierst Sorgfalt
  • im Garten Mauern oder Wege mit baust Geschick
  • bei jedem Wetter im Verein trainierst Ausdauer
  • beim THW oder Naturschutzeinsatz mit anpackst Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 2 · Meiste Betriebe im Bereich

    Industrie­me­chaniker/in

    Rund 3.600 Betriebe bilden diesen Beruf aus. Das sind die meisten im Bereich Industrie.

  • 2 von 2 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Du bist ein wichtiger Teil der Naturstein­in­dustrie. Wenn du engagiert und zuverlässig bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:

  • in Natursteinwerken und Steinbrüchen
  • bei Herstellern von Natursteinprodukten wie Fliesen, Platten und Pflastersteinen
  • in der Denkmalpflege und Restaurierung bei Steinmetzbetrieben
  • im Garten- und Landschaftsbau bei größeren Betrieben mit eigener Steinbearbeitung
  • bei Herstellern von Aufbereitungsmaschinen im Service und in der Wartung

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Automatisierung, Qualitätsmanagement, die Wartung von Säge- und Schleifmaschinen oder neue Oberflächentechnik
  • Industriemeister/in: für leitende Aufgaben in der Produktion, als Schichtführer/in oder in der Ausbildung
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in: zum Beispiel in Natursteintechnik, Bautechnik, Verfahrenstechnik oder Maschinentechnik
  • Studium: Mit Fachabitur, Abitur oder Meistertitel kannst du Georessourcenmanagement, Verfahrenstechnik, Bauingenieurwesen oder Maschinenbau studieren.
  • Anlagenfahrer/in Leitstand: Du steuerst ganze Produktionslinien von der Leitwarte aus.
  • Qualitätsprüfer/in oder Laborleiter/in: Du übernimmst die Qualitätskontrolle der Natursteinprodukte.

Fazit: Technik trifft Naturstein

Als Aufberei­tungs­me­chaniker/in in der Fachrichtung Naturstein verbindest du Technik mit einem natürlichen Material. Du steuerst große Anlagen und sorgst dafür, dass Naturstein in guter Qualität bereitsteht. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.

Neugierig geworden? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Aufbereitungsmechaniker/in Fachrichtung Naturstein als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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