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Ausbildung Aufbereitungsmechaniker/in Fachrichtung Naturstein
Ausbildung: Aus Rohgestein wird Naturstein
Faszinieren dich große Maschinen und die Verwandlung von rohem Gestein in edlen Naturstein? Dann ist die Ausbildung zum/zur Aufbereitungsmechaniker/in in der Fachrichtung Naturstein vielleicht genau richtig für dich. Du arbeitest in einem modernen Industrieumfeld. Du bedienst und überwachst Anlagen, die Gesteinsblöcke brechen, sortieren, sägen und schleifen. Am Ende steht Naturstein für Bauwerke und Gärten. Du brauchst technisches Verständnis, eine genaue Arbeitsweise und Verantwortungsbewusstsein. Hier erfährst du, was du im Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Aufbereitungsmechaniker/in Fachrichtung Naturstein auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1992 hieß er Aufbereiter/in im Bergbau.
- bis 1992Aufbereiter/
in im Bergbau - seit 1992Aufbereitungsmechaniker/
in Naturstein
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Aufbereitungsmechaniker/in Naturstein?
Du bist Maschinenführer/in, Techniker/in, Qualitätsprüfer/in und Logistiker/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Rohsteine annehmen: Du überwachst die Entladung der Gesteinsblöcke aus dem Steinbruch, erfasst die Mengen und prüfst erste Qualitätsmerkmale. Danach führst du das Gestein dem Brechen oder Zerkleinern zu.
- Trennen und Sortieren: Du bedienst Sieb- und Sortieranlagen. Du trennst das Material nach Korngröße, entfernst leichte Verunreinigungen per Windsichtung oder sortierst von Hand.
- Waschen und Entwässern: Du befreist das Material in Waschanlagen von Lehm, Ton und Staub. Danach reduzierst du in Entwässerungsanlagen den Wassergehalt.
- Formen und Veredeln: Du sägst, schleifst, polierst oder flammst das Gestein. So entstehen Oberflächen von hochglänzend bis rau und rutschfest in der passenden Form und Größe.
- Qualität prüfen: Du nimmst regelmäßig Proben und prüfst im Labor Festigkeit, Dichte, Frostbeständigkeit, Farbe und Oberfläche. Die Ergebnisse dokumentierst du genau.
- Anlagen steuern: Vom Leitstand aus kontrollierst du am Computer die Prozesse, reagierst auf Störungen und verbesserst die Abläufe.
- Warten und Instandhaltung: Du erkennst Verschleiß früh und reparierst kleinere Schäden an Sägen, Schleifmaschinen, Förderbändern und Brechern.
- Umwelt und Sicherheit: Du bereitest Prozesswasser auf, reduzierst Staub und hältst strenge Sicherheitsregeln ein.
Wo arbeitest du als Aufbereitungsmechaniker/in Naturstein?
Deinen Arbeitsplatz findest du in großen Natursteinwerken, in Steinbrüchen oder in Recyclinganlagen für Baustoffe. Du arbeitest oft im Freien. Manchmal arbeitest du im Schichtdienst. Der Arbeitsbereich kann staubig und laut sein.
Dein Material landet später als Bodenbelag, Fassade, Arbeitsplatte oder Gartenobjekt. Damit hat deine Arbeit direkten Bezug zu Bau, Landschaftsgestaltung und Denkmalpflege.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Aufbereitungsmechaniker/in Naturstein ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Die Theorie lernst du in der Berufsschule, oft im Blockunterricht. Die Praxis lernst du in einem Natursteinwerk oder Steinbruchbetrieb.
Das lernst du unter anderem:
- Verfahrenstechnik: Brechen, Sieben, Waschen, Sortieren, Sägen, Schleifen, Polieren und Flammen
- Maschinen und Anlagen: Aufbau, Funktion und Bedienung von Brechern, Siebmaschinen, Gatter- und Kreissägen, Schleifstraßen, Förderanlagen und Pumpen
- Geologie und Mineralogie: Eigenschaften und Entstehung von Granit, Marmor, Sandstein und Basalt
- Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik: Leitsysteme, Sensoren und Steuerelemente
- Qualitätssicherung und Labor: Proben nehmen, Dichte und Wasseraufnahme bestimmen, Ergebnisse dokumentieren
- Umweltschutz: Wasseraufbereitung, Staubreduzierung und Rekultivierung von Abbauflächen
- Arbeitssicherheit: sicherer Umgang mit Maschinen, scharfkantigem Material und im Steinbruch
- Wartung: Pflege, Inspektion und Fehlersuche an Maschinen und Anlagen
Welche Voraussetzungen brauchst du als Aufbereitungsmechaniker/in Naturstein?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- Interesse an physikalischen Prozessen und natürlichen Materialien
- eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise
- Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
- Lust auf Arbeit im Freien und an großen Maschinen
- Teamfähigkeit
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 996 € bis 1.150 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.150 € bis 1.250 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.250 € bis 1.423 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Aufbereitungsmechaniker/in Naturstein zu dir?
Du willst sehen, wie aus Rohgestein ein fertiges Produkt wird? Dann schau dir diesen Beruf genauer an. Das spricht für die Ausbildung:
- Interesse an Stein: Du begeisterst dich für die Verarbeitung von Naturstein.
- Handwerkliches Geschick: Du arbeitest genau mit Werkzeugen und Maschinen.
- Sichtbare Ergebnisse: Du stellst hochwertige Steinprodukte für ganz unterschiedliche Projekte her.
- Vielfalt: Naturstein wird in der Bauindustrie, in der Denkmalpflege und in der Gestaltung gebraucht.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Aufbereitungsmechaniker/in Naturstein?
Was du als Aufbereitungsmechaniker/in Naturstein jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer beim Wandern besondere Steine aufhebt, im Kunstunterricht Speckstein schleift oder im Garten eine Mauer mit aufschichtet, zeigt Betrieben Gespür für Material und Geschick. Wer dazu bei jedem Wetter im Verein trainiert, beweist Ausdauer für die Arbeit im Freien. Wenn du Stein lieber kunstvoll bearbeitest, schau dir Steinmetz/in & Steinbildhauer/in an. Für das Bearbeiten an großen Maschinen passt Naturwerksteinmechaniker/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- beim Wandern besondere Steine sammelst Neugier
- im Kunstunterricht Speckstein schleifst und polierst Sorgfalt
- im Garten Mauern oder Wege mit baust Geschick
- bei jedem Wetter im Verein trainierst Ausdauer
- beim THW oder Naturschutzeinsatz mit anpackst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 2 · Meiste Betriebe im Bereich
Rund 3.600 Betriebe bilden diesen Beruf aus. Das sind die meisten im Bereich Industrie.
2 von 2 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Du bist ein wichtiger Teil der Natursteinindustrie. Wenn du engagiert und zuverlässig bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:
- in Natursteinwerken und Steinbrüchen
- bei Herstellern von Natursteinprodukten wie Fliesen, Platten und Pflastersteinen
- in der Denkmalpflege und Restaurierung bei Steinmetzbetrieben
- im Garten- und Landschaftsbau bei größeren Betrieben mit eigener Steinbearbeitung
- bei Herstellern von Aufbereitungsmaschinen im Service und in der Wartung
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Automatisierung, Qualitätsmanagement, die Wartung von Säge- und Schleifmaschinen oder neue Oberflächentechnik
- Industriemeister/in: für leitende Aufgaben in der Produktion, als Schichtführer/in oder in der Ausbildung
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in: zum Beispiel in Natursteintechnik, Bautechnik, Verfahrenstechnik oder Maschinentechnik
- Studium: Mit Fachabitur, Abitur oder Meistertitel kannst du Georessourcenmanagement, Verfahrenstechnik, Bauingenieurwesen oder Maschinenbau studieren.
- Anlagenfahrer/in Leitstand: Du steuerst ganze Produktionslinien von der Leitwarte aus.
- Qualitätsprüfer/in oder Laborleiter/in: Du übernimmst die Qualitätskontrolle der Natursteinprodukte.
Fazit: Technik trifft Naturstein
Als Aufbereitungsmechaniker/in in der Fachrichtung Naturstein verbindest du Technik mit einem natürlichen Material. Du steuerst große Anlagen und sorgst dafür, dass Naturstein in guter Qualität bereitsteht. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.
Neugierig geworden? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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