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Ausbildung Ausbau­fach­ar­beiter/in

Ausbildung: Aus dem Rohbau wird ein Zuhause

Symbolbild: Ausbildung Ausbaufacharbeiter/in

Du willst am Ende des Tages sehen, was du mit deinen Händen geschafft hast? Dann kann die Ausbildung zum/zur Ausbau­fach­ar­beiter/in gut zu dir passen. Du bist auf Baustellen unterwegs und baust Gebäude innen aus. Du stellst Wände, Böden, Decken, Dämmungen und Holzkon­struk­tionen her. So werden Innenräume nutzbar, stabil und wohnlich. Du brauchst handwerk­liches Geschick, ein Auge für Details und Interesse an verschiedenen Materialien. Hier erfährst du, was du als Ausbau­fach­ar­beiter/in machst, welche Schwer­punkte es gibt, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Ausbau­fach­ar­beiter/in auf einen Blick

Dauer2 Jahre
Ausbildungdual, Handwerk und Bau
1. Jahr1.122 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Was macht ein/e Ausbau­fach­ar­beiter/in?

Du arbeitest mit unterschied­lichen Baustoffen, Werkzeugen und Maschinen. Je nach Schwerpunkt geht es um Trockenbau, Fliesen, Estrich, Stuck, Dämmung oder Holz. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Baustellen vorbereiten: Du richtest Arbeitsplätze ein, sicherst Bereiche und bereitest Material vor.
  • Untergründe prüfen: Du kontrollierst Wände, Böden und Decken, bevor es weitergeht.
  • Bauteile herstellen: Du baust Wände, Decken, Böden, Verkleidungen und Holzkonstruktionen.
  • Baustoffe verarbeiten: Du arbeitest mit Gipsplatten, Estrich, Fliesen, Dämmstoffen, Holz und Putz.
  • Dämmen und schützen: Du setzt Maßnahmen für Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz um.
  • Qualität prüfen: Du kontrollierst Maße, Oberflächen und Ergebnisse.
renovieren

Welche Schwer­punkte gibt es?

In der Ausbildung wählst du einen Schwerpunkt. Diese sechs gibt es:

  • Zimmerarbeiten: Du arbeitest vor allem mit Holz. Du stellst Holzkonstruktionen für Dächer, Decken, Fachwerk und Holzrahmenbau her und baust Türen, Treppen und Unterkonstruktionen ein. Zur Fachrichtung Zimmer­ar­beiten
  • Stuckateurarbeiten: Es geht um Putz, Stuck, Fassaden und Innenwände. Du bereitest Untergründe vor, stellst Putze her und setzt gestalterische Elemente um. Auch Trockenbau und Dämmung können dazugehören. Zur Fachrichtung Stucka­teur­ar­beiten
  • Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten: Du verlegst Fliesen, Platten und Mosaike an Böden, Wänden und Treppen. Du teilst Flächen ein und achtest auf saubere Fugen. Zur Fachrichtung Fliesen-, Platten- und Mosaik­ar­beiten
  • Estricharbeiten: Du stellst Estriche und Bodenaufbauten her. Du baust Dämmungen ein und bringst Estrich von Hand oder mit Maschinen ein. So entsteht die Grundlage für belastbare Böden. Zur Fachrichtung Estrich­ar­beiten
  • Wärme-, Kälte- und Schallschutzarbeiten: Du dämmst Rohrleitungen, Behälter, Wände und Decken. Du schützt Gebäude und Anlagen vor Wärmeverlust, Kälte, Lärm und Brandgefahren. Zur Fachrichtung Wärme-, Kälte- und Schall­schutz­ar­beiten
  • Trockenbauarbeiten: Du baust Wände, Decken und Verkleidungen ohne Mörtel oder Beton. Du montierst Unterkonstruktionen, bringst Platten an und baust Dämmstoffe ein. Zur Fachrichtung Trocken­bau­ar­beiten

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Ausbau­fach­ar­beiter/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 2 Jahre und ist dual. Du lernst in der Berufs­schule und in deinem Ausbil­dungs­betrieb. Die Ausbildung ist die gemeinsame Grundlage für mehrere Berufe im Ausbau.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Baustoffkunde: Gipsplatten, Dämmstoffe, Putze, Estriche und Kleber
  • Baukonstruktion: Aufbau von Innenwänden, Decken und Böden und die Befestigung von Bauteilen
  • Dämmtechnik: Grundlagen von Wärme-, Kälte- und Schallschutz
  • Trockenbau: Unterkonstruktionen und Montage von Platten für Wände und Decken
  • Putz und Spachtel: verschiedene Putztechniken und sauberes Verspachteln
  • Estrich: Herstellen und Einbringen von Estrich als Untergrund für Bodenbeläge
  • Technisches Zeichnen: Baupläne lesen und einfache Skizzen anfertigen
  • Arbeitssicherheit: sicheres Arbeiten auf der Baustelle
  • Werkzeuge und Maschinen: sicherer Umgang mit Bohrmaschinen, Sägen und Spachteln

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Ausbau­fach­ar­beiter/in?

Was solltest du mitbringen?

  • ESA/Hauptschulabschluss
  • handwerkliches Geschick
  • technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen
  • eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise
  • körperliche Belastbarkeit und Ausdauer
  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
  • Teamfähigkeit

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.122 €
2. Ausbildungsjahr 1.351 €

Passt die Ausbildung zum/zur Ausbau­fach­ar­beiter/in zu dir?

Du packst gern an und willst Räume mitgestalten? Dann schau dir diese Ausbildung genauer an. Das spricht für den Beruf:

  • Gestalten: Du hast Freude an Räumen, Farben und Materialien.
  • Handwerk: Du arbeitest mit vielen verschiedenen Materialien und Werkzeugen.
  • Abwechslung: Jede Baustelle ist ein neues Projekt.
  • Zufriedene Kund/innen: Du sorgst dafür, dass sich Menschen in ihren Räumen wohlfühlen.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Ausbau­fach­ar­beiter/in?

Was du als Ausbau­fach­ar­beiter/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer beim Renovieren zu Hause Wände spachtelt, im Werkun­terricht Holz sägt oder Nachbar/innen beim Möbelaufbau hilft, zeigt Betrieben Geschick und einen Blick für saubere Kanten. Wer dazu im Verein Handball oder Basketball spielt, beweist Teamgeist, denn auf der Baustelle arbeitet ihr Hand in Hand. Wenn dich Wände und Decken aus Platten reizen, schau dir Trocken­bau­monteur/in an. Wenn du lieber mit Fliesen und Mustern arbeitest, passt Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • beim Renovieren zu Hause mit anpackst Geschick
  • im Werkunterricht Holz misst und sägst Genauigkeit
  • deinen Nachbar/innen beim Möbelaufbau hilfst Hilfsbereitschaft
  • im Verein Handball oder Basketball spielst Teamgeist
  • regelmäßig joggst oder lange Radtouren fährst Ausdauer

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 3 · Wie häufig?

    rund 20

    Betriebe bilden aus

    Platz 235 von 340 Berufen.

  • 2 von 3 · Wo?

    • Sachsen5
    • Bayern3
    • Mecklenburg-Vorpommern3
  • 3 von 3 · Um die Ecke

    Wer bildet bei dir aus?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Du sorgst dafür, dass Gebäude stabil, wohnlich, funktional und energie­ef­fizient werden. Wenn du engagiert und qualitäts­bewusst bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:

  • in Ausbau- und Sanierungsunternehmen
  • in Trockenbaufirmen
  • bei Maler- und Lackiererbetrieben, die auch Putzarbeiten anbieten
  • in Zimmereibetrieben mit Fokus auf Innenausbau
  • bei Estrichlegebetrieben und Fliesenlegerbetrieben

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Weiteres Ausbildungsjahr: Du kannst in einem weiteren Jahr Trockenbaumonteur/in, Estrichleger/in, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in, Stuckateur/in oder Zimmerer/Zimmerin werden und den Gesellenbrief erwerben.
  • Vorarbeiter/in oder Werkpolier/in: Du führst kleine Teams auf der Baustelle und koordinierst die Abläufe.
  • Meister/in: Mit einem Gesellenbrief in einem Ausbaugewerk kannst du die Meisterprüfung ablegen. Dann übernimmst du Leitung, bildest aus und kannst dich selbstständig machen.
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in für Bautechnik: für Arbeitsvorbereitung, Planung und Bauleitung

Fazit: Der Einstieg in den Ausbau

Als Ausbau­fach­ar­beiter/in lernst du die Grundlagen für viele Berufe im Ausbau. Du baust Wände, Böden, Decken und Dämmungen und siehst jeden Tag, was du geschafft hast. Die Ausbildung dauert 2 Jahre und ist dual. Danach kannst du in einem weiteren Jahr einen Gesellenbrief machen und später Meister/in werden.

Lust auf Baustelle? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Ausbaufacharbeiter/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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