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Ausbildung Ausbaufacharbeiter/in
Ausbildung: Aus dem Rohbau wird ein Zuhause
Du willst am Ende des Tages sehen, was du mit deinen Händen geschafft hast? Dann kann die Ausbildung zum/zur Ausbaufacharbeiter/in gut zu dir passen. Du bist auf Baustellen unterwegs und baust Gebäude innen aus. Du stellst Wände, Böden, Decken, Dämmungen und Holzkonstruktionen her. So werden Innenräume nutzbar, stabil und wohnlich. Du brauchst handwerkliches Geschick, ein Auge für Details und Interesse an verschiedenen Materialien. Hier erfährst du, was du als Ausbaufacharbeiter/in machst, welche Schwerpunkte es gibt, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Ausbaufacharbeiter/in auf einen Blick
Was macht ein/e Ausbaufacharbeiter/in?
Du arbeitest mit unterschiedlichen Baustoffen, Werkzeugen und Maschinen. Je nach Schwerpunkt geht es um Trockenbau, Fliesen, Estrich, Stuck, Dämmung oder Holz. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Baustellen vorbereiten: Du richtest Arbeitsplätze ein, sicherst Bereiche und bereitest Material vor.
- Untergründe prüfen: Du kontrollierst Wände, Böden und Decken, bevor es weitergeht.
- Bauteile herstellen: Du baust Wände, Decken, Böden, Verkleidungen und Holzkonstruktionen.
- Baustoffe verarbeiten: Du arbeitest mit Gipsplatten, Estrich, Fliesen, Dämmstoffen, Holz und Putz.
- Dämmen und schützen: Du setzt Maßnahmen für Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz um.
- Qualität prüfen: Du kontrollierst Maße, Oberflächen und Ergebnisse.
Welche Schwerpunkte gibt es?
In der Ausbildung wählst du einen Schwerpunkt. Diese sechs gibt es:
- Zimmerarbeiten: Du arbeitest vor allem mit Holz. Du stellst Holzkonstruktionen für Dächer, Decken, Fachwerk und Holzrahmenbau her und baust Türen, Treppen und Unterkonstruktionen ein. Zur Fachrichtung Zimmerarbeiten
- Stuckateurarbeiten: Es geht um Putz, Stuck, Fassaden und Innenwände. Du bereitest Untergründe vor, stellst Putze her und setzt gestalterische Elemente um. Auch Trockenbau und Dämmung können dazugehören. Zur Fachrichtung Stuckateurarbeiten
- Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten: Du verlegst Fliesen, Platten und Mosaike an Böden, Wänden und Treppen. Du teilst Flächen ein und achtest auf saubere Fugen. Zur Fachrichtung Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten
- Estricharbeiten: Du stellst Estriche und Bodenaufbauten her. Du baust Dämmungen ein und bringst Estrich von Hand oder mit Maschinen ein. So entsteht die Grundlage für belastbare Böden. Zur Fachrichtung Estricharbeiten
- Wärme-, Kälte- und Schallschutzarbeiten: Du dämmst Rohrleitungen, Behälter, Wände und Decken. Du schützt Gebäude und Anlagen vor Wärmeverlust, Kälte, Lärm und Brandgefahren. Zur Fachrichtung Wärme-, Kälte- und Schallschutzarbeiten
- Trockenbauarbeiten: Du baust Wände, Decken und Verkleidungen ohne Mörtel oder Beton. Du montierst Unterkonstruktionen, bringst Platten an und baust Dämmstoffe ein. Zur Fachrichtung Trockenbauarbeiten
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Ausbaufacharbeiter/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert 2 Jahre und ist dual. Du lernst in der Berufsschule und in deinem Ausbildungsbetrieb. Die Ausbildung ist die gemeinsame Grundlage für mehrere Berufe im Ausbau.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Baustoffkunde: Gipsplatten, Dämmstoffe, Putze, Estriche und Kleber
- Baukonstruktion: Aufbau von Innenwänden, Decken und Böden und die Befestigung von Bauteilen
- Dämmtechnik: Grundlagen von Wärme-, Kälte- und Schallschutz
- Trockenbau: Unterkonstruktionen und Montage von Platten für Wände und Decken
- Putz und Spachtel: verschiedene Putztechniken und sauberes Verspachteln
- Estrich: Herstellen und Einbringen von Estrich als Untergrund für Bodenbeläge
- Technisches Zeichnen: Baupläne lesen und einfache Skizzen anfertigen
- Arbeitssicherheit: sicheres Arbeiten auf der Baustelle
- Werkzeuge und Maschinen: sicherer Umgang mit Bohrmaschinen, Sägen und Spachteln
Welche Voraussetzungen brauchst du als Ausbaufacharbeiter/in?
Was solltest du mitbringen?
- ESA/Hauptschulabschluss
- handwerkliches Geschick
- technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen
- eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise
- körperliche Belastbarkeit und Ausdauer
- Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
- Teamfähigkeit
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.122 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.351 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Ausbaufacharbeiter/in zu dir?
Du packst gern an und willst Räume mitgestalten? Dann schau dir diese Ausbildung genauer an. Das spricht für den Beruf:
- Gestalten: Du hast Freude an Räumen, Farben und Materialien.
- Handwerk: Du arbeitest mit vielen verschiedenen Materialien und Werkzeugen.
- Abwechslung: Jede Baustelle ist ein neues Projekt.
- Zufriedene Kund/innen: Du sorgst dafür, dass sich Menschen in ihren Räumen wohlfühlen.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Ausbaufacharbeiter/in?
Was du als Ausbaufacharbeiter/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer beim Renovieren zu Hause Wände spachtelt, im Werkunterricht Holz sägt oder Nachbar/innen beim Möbelaufbau hilft, zeigt Betrieben Geschick und einen Blick für saubere Kanten. Wer dazu im Verein Handball oder Basketball spielt, beweist Teamgeist, denn auf der Baustelle arbeitet ihr Hand in Hand. Wenn dich Wände und Decken aus Platten reizen, schau dir Trockenbaumonteur/in an. Wenn du lieber mit Fliesen und Mustern arbeitest, passt Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- beim Renovieren zu Hause mit anpackst Geschick
- im Werkunterricht Holz misst und sägst Genauigkeit
- deinen Nachbar/innen beim Möbelaufbau hilfst Hilfsbereitschaft
- im Verein Handball oder Basketball spielst Teamgeist
- regelmäßig joggst oder lange Radtouren fährst Ausdauer
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 3 · Wie häufig?
rund 20
Betriebe bilden aus
Platz 235 von 340 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Sachsen5
- Bayern3
- Mecklenburg-Vorpommern3
Die meisten Betriebe: Landkreis Vorpommern-Greifswald, Gera, Kreis Warendorf
3 von 3 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Du sorgst dafür, dass Gebäude stabil, wohnlich, funktional und energieeffizient werden. Wenn du engagiert und qualitätsbewusst bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:
- in Ausbau- und Sanierungsunternehmen
- in Trockenbaufirmen
- bei Maler- und Lackiererbetrieben, die auch Putzarbeiten anbieten
- in Zimmereibetrieben mit Fokus auf Innenausbau
- bei Estrichlegebetrieben und Fliesenlegerbetrieben
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Weiteres Ausbildungsjahr: Du kannst in einem weiteren Jahr Trockenbaumonteur/in, Estrichleger/in, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in, Stuckateur/in oder Zimmerer/Zimmerin werden und den Gesellenbrief erwerben.
- Vorarbeiter/in oder Werkpolier/in: Du führst kleine Teams auf der Baustelle und koordinierst die Abläufe.
- Meister/in: Mit einem Gesellenbrief in einem Ausbaugewerk kannst du die Meisterprüfung ablegen. Dann übernimmst du Leitung, bildest aus und kannst dich selbstständig machen.
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in für Bautechnik: für Arbeitsvorbereitung, Planung und Bauleitung
Fazit: Der Einstieg in den Ausbau
Als Ausbaufacharbeiter/in lernst du die Grundlagen für viele Berufe im Ausbau. Du baust Wände, Böden, Decken und Dämmungen und siehst jeden Tag, was du geschafft hast. Die Ausbildung dauert 2 Jahre und ist dual. Danach kannst du in einem weiteren Jahr einen Gesellenbrief machen und später Meister/in werden.
Lust auf Baustelle? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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