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Ausbildung Automatenfachmann/frau
Ausbildung: Technik, Service und Kaufmännisches in einem
Kaffeeautomat, Snackspender oder Geldwechsler: Wer sorgt eigentlich dafür, dass sie laufen? Genau das lernst du in der Ausbildung zum Automatenfachmann oder zur Automatenfachfrau. Du installierst und wartest technische Geräte und sorgst dafür, dass sie immer gefüllt sind. Du findest Fehler, reparierst Bauteile und kümmerst dich um Abrechnung und Kund/innen. Du brauchst technisches Verständnis, eine genaue Arbeitsweise und Verantwortungsbewusstsein. Hier erfährst du, was du als Automatenfachmann/frau machst, welche Fachrichtungen es gibt, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Früher hieß dieser Beruf Fachkraft Automatenservice.
Auf einen Blick
Automatenfachmann/frau auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Diese Bezeichnungen gab es früher für den Beruf.
- 2008 bis 2015Automatenfachmann/frau (ohne Fachrichtungen)
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Automatenfachmann/frau?
Du bist Techniker/in, Kaufmann/frau, Logistiker/in und Kundenbetreuer/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Automaten aufstellen: Du transportierst neue Geräte, schließt sie an Strom und Wasser an und richtest sie ein. Das kann ein Kaffeevollautomat, ein Snackautomat oder ein Spielautomat sein.
- Warten und pflegen: Du reinigst die Automaten, füllst Waren auf, prüfst Verschleißteile und reparierst Kleinigkeiten, bevor etwas ausfällt.
- Fehler finden und reparieren: Streikt ein Automat, liest du Fehlermeldungen aus und prüfst die Technik. Du tauschst defekte Bauteile oder stellst Einstellungen neu ein.
- Waren managen: Du planst Routen, bestellst Waren, lagerst sie ein und befüllst die Automaten mit Getränken, Snacks, Tabakwaren oder Fahrkarten.
- Kund/innen betreuen: Du berätst Betreiber zu neuen Geräten und hilfst bei Fragen und Problemen.
- Kaufmännische Aufgaben: Du führst Bestandslisten, erstellst Abrechnungen, prüfst Geldbestände und dokumentierst alle Vorgänge.
- Qualität und Hygiene: Du achtest auf die Qualität der Produkte und hältst bei Lebensmittelautomaten strenge Hygieneregeln ein.
Wo arbeitest du?
Automaten stehen an vielen Orten: in Bahnhöfen, Büros, Parkhäusern, Banken, Kantinen und Freizeiteinrichtungen. Damit sie zuverlässig funktionieren, braucht es Fachleute, die Technik, Service und Organisation verbinden. Im Service bist du oft unterwegs und fährst von Standort zu Standort. Kundenkontakt gehört dazu.
Der Beruf passt zu dir, wenn du gern unterwegs bist, dich für Technik interessierst und sorgfältig arbeitest.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Automatenfachmann/frau ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Die Theorie lernst du in der Berufsschule, oft im Blockunterricht. Die Praxis lernst du im Betrieb. Dabei geht es um Elektrotechnik, Mechanik, Grundlagen der Hydraulik, Warenwirtschaft, Rechnungswesen, Marketing, Kundenbetreuung, Hygiene und Sicherheit.
Das lernst du unter anderem:
- Technik von Automaten: Aufbau und Funktion von Verkaufs-, Spiel-, Geld- und Warenautomaten
- Installation, Wartung und Reparatur: Fehlerdiagnose und Störungsbehebung an elektrischen, elektronischen und mechanischen Bauteilen
- Warenwirtschaft und Logistik: Lager, Bestellwesen, Routenplanung und Bestückung
- Kaufmännische Grundlagen: Kassenführung, Abrechnung, Kalkulation und Rechnungswesen
- Kundenberatung und Service: Bedürfnisse erkennen und freundlich kommunizieren
- Hygiene: Hygiene- und Lebensmittelrecht bei Lebensmittelautomaten
- Arbeitssicherheit: sicherer Umgang mit elektrischen Geräten und Werkzeugen
- Marketing und Vertrieb: Platzierung von Automaten und Präsentation von Produkten
Welche Voraussetzungen brauchst du als Automatenfachmann/frau?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten ESA oder MSA
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- analytisches Denken für die Fehlersuche
- eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise
- Kundenorientierung und Freundlichkeit
- Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
- einen Führerschein Klasse B, der oft verlangt wird, damit du zu den Standorten kommst
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Jahr | Vergütung |
|---|---|
| 1. Lehrjahr | 725 EUR |
| 2. Lehrjahr | 775 EUR |
| 3. Lehrjahr | 850 EUR |
Passt die Ausbildung zum/zur Automatenfachmann/frau zu dir?
Du magst Technik, arbeitest sorgfältig und packst gern praktisch an? Dann schau dir diese Ausbildung genauer an. Das spricht für den Beruf:
- Vielseitigkeit: Du verbindest Technik, Service und Organisation.
- Wahlfreiheit: Im Service bist du viel unterwegs. In der Produktion arbeitest du an einem festen Standort.
- Moderne Technik: Du arbeitest immer mehr mit digitaler Steuerung, mobilen Zahlungssystemen und Netzwerken.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Automatenfachmann/frau?
Was du als Automatenfachmann/frau jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer den Kaffeevollautomaten zu Hause entkalkt, bei kaputten Geräten der Fehlermeldung auf den Grund geht oder im Nebenjob Regale auffüllt, zeigt Betrieben Technikverständnis und Ordnung. Wer dazu im Verein Tischtennis oder Fußball spielt, beweist Zuverlässigkeit und Teamgeist. Wenn dich Elektronik in Geräten am meisten reizt, schau dir Elektroniker/in Geräte und Systeme an. Für Verkauf und Beratung im Laden passt Kaufmann/frau Einzelhandel.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- den Kaffeevollautomaten zu Hause entkalkst und pflegst Sorgfalt
- bei kaputten Geräten nach der Fehlerursache suchst Fehlersuche
- im Nebenjob im Supermarkt Regale auffüllst Zuverlässigkeit
- beim Schulkiosk Waren bestellst und verkaufst Kundenorientierung
- im Verein Tischtennis oder Fußball spielst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 3 · Wie häufig?
rund 30
Betriebe bilden aus
Platz 209 von 340 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Bayern10
- Baden-Württemberg5
- Nordrhein-Westfalen4
Die meisten Betriebe: Landkreis Hameln-Pyrmont, Mönchengladbach, Kreis Viersen
3 von 3 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Du sorgst dafür, dass Menschen jederzeit an Produkte und Dienstleistungen kommen. Wenn du engagiert und kundenorientiert bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:
- in Automatenbetrieben für Verpflegungs-, Geldspiel- und Zigarettenautomaten
- bei Herstellern von Automaten in Produktion, Service oder Qualitätssicherung
- im technischen Kundendienst von Software- und Hardwareunternehmen für Automaten
- bei Banken für Geldautomaten
- in Verkehrsbetrieben für Fahrkartenautomaten
- im Einzelhandel für Warenautomaten, zum Beispiel Apothekenautomaten
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Netzwerktechnik, Programmierung von Automatensteuerungen, Geldmanagement oder Zahlungssysteme
- Servicetechniker/in: für die eigenständige Wartung und Reparatur komplexer Automaten
- Betriebswirt/in: mit Schwerpunkt Handel oder Automatenwirtschaft, für kaufmännische und leitende Aufgaben
- Meister/in: zum Beispiel in Elektrotechnik oder Mechatronik, je nach Ausbildung und Einsatzgebiet
- Studium: Mit Fachhochschulreife kannst du Mechatronik, Elektrotechnik oder Betriebswirtschaftslehre studieren.
- Gebiets- oder Vertriebsleiter/in: Du verantwortest einen Bereich oder ein Team.
- Selbstständigkeit: Mit Erfahrung kannst du einen eigenen Automaten-Service oder Verleih gründen.
Welche Fachrichtungen gibt es?
In der Ausbildung wählst du eine von zwei Fachrichtungen:
- Automatendienstleistung: Hier stehen Service, Organisation und Kaufmännisches im Vordergrund. Du analysierst Standorte, kontrollierst Warenbestände, machst Abrechnungen und planst Verkaufsförderung. Du betreust Kund/innen und achtest darauf, dass die Automaten wirtschaftlich laufen.
- Automatenmechatronik: Hier liegt der Schwerpunkt auf Technik. Du wartest Automaten, prüfst elektrische und mechanische Bauteile und behebst Störungen. Du arbeitest mit Messverfahren, IT-Systemen, Netzwerken und Sicherheitsprüfungen.
Fazit: Damit jeder Automat läuft
Als Automatenfachmann/frau sorgst du dafür, dass Automaten funktionieren, gefüllt sind und abgerechnet werden. Du verbindest Technik, Service und kaufmännische Aufgaben. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezialisieren, Meister/in werden, studieren oder dich selbstständig machen. Und einen kleinen Snack zwischendurch hast du immer in Reichweite.
Technik und Service reizen dich? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Handel.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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