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Ausbildung Automo­bil­kaufleute

Ausbildung: Autos, Menschen und gute Abschlüsse

Symbolbild: Ausbildung Automobilkaufleute

Du hast gern mit Autos und mit Menschen zu tun? Dann kannst du in der Ausbildung zum Automo­bil­kaufmann oder zur Automo­bil­kauffrau richtig durchstarten. Du berätst Kund/innen auf dem Weg zum passenden Wagen und begleitest den ganzen Verkauf. Du organi­sierst Werkstatt­termine, verwaltest Ersatzteile und kümmerst dich um Verträge und Rechnungen. So lernst du alle Abläufe in einem Autohaus kennen. Du brauchst Organi­sa­ti­ons­talent, Kommuni­ka­ti­ons­stärke und Interesse an der Autobranche. Hier erfährst du, was du im Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Automo­bil­kaufleute auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Industrie und Handel sowie im Handwerk
1. Jahr940 € bis 1.218 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie sagt man noch zu dem Beruf?

Im Alltag sagt man auch: Autover­käufer/in

Was macht ein/e Automo­bil­kaufmann/frau?

Du bist Berater/in, Verkäufer/in, Marketing-Profi und Organisator/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Kund/innen beraten: Im Showroom oder am Telefon bist du erste Ansprechperson. Du berätst zu Neu- und Gebrauchtwagen, Modellen, Ausstattung, Motorisierung, Finanzierung und Leasing.
  • Verkaufen: Du führst Verkaufsgespräche, erstellst Angebote, verhandelst Preise und schließt Kaufverträge ab. Du erklärst Finanzierungs- und Leasingangebote und erledigst die Formalitäten.
  • Fahrzeuge präsentieren: Du präsentierst Autos im Autohaus, online und auf Messen. Du gestaltest Verkaufsräume, organisierst Probefahrten, unterstützt Marketingaktionen und drehst auch mal Reels für Social Media.
  • Service und Werkstatt: Du nimmst Aufträge für Reparaturen und Wartungen an, vereinbarst Termine, erstellst Kostenvoranschläge und gibst Fahrzeuge wieder aus.
  • Ersatzteile verwalten: Du bestellst Teile und Zubehör, lagerst sie ein und gibst sie an die Werkstatt oder an Kund/innen aus.
  • Kaufmännische Abwicklung: Du schreibst Rechnungen, bearbeitest Garantieansprüche, pflegst Kundendaten und bereitest Fahrzeugpapiere für die Zulassung vor.
  • Bestand im Blick: Du behältst den Überblick über Neu- und Gebrauchtwagen und hilfst bei Disposition, Preiskalkulation und Lagerung.
autoschlüssel

Warum ist der Beruf so spannend?

Als Automo­bil­kaufmann/frau verbindest du Verkauf, Service und Büroarbeit. Du hast viel Kontakt zu Kund/innen und lernst gleich­zeitig alle kaufmän­nischen Abläufe eines Autohauses kennen. Du machst deine Leiden­schaft für Autos zum Beruf. Gleich­zeitig hilfst du Menschen, mobil zu sein.

Der Beruf passt zu dir, wenn du gern mit Menschen sprichst, dich für Fahrzeuge interes­sierst und sorgfältig mit Zahlen, Verträgen und Terminen arbeitest.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Automo­bil­kaufmann/frau ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Du lernst im Ausbil­dungs­betrieb und in der Berufs­schule. Dort geht es um Grundlagen der Fahrzeug­technik, Betriebs­wirt­schaft, Recht, Verkaufs­techniken, Finanzierung und Versicherung. Gut verkaufen zu können hilft dir übrigens auch im restlichen Leben.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Fahrzeugkunde: Fahrzeugtypen, technische Merkmale, Ausstattungen und Funktionen
  • Verkauf und Marketing: Verkaufstechniken, Gesprächsführung, Preisgestaltung und Fahrzeugpräsentation
  • Finanzierung, Leasing und Versicherung: die verschiedenen Modelle und ihre Unterschiede
  • Kaufmännische Prozesse: Rechnungen, Aufträge, Bestandspflege und Grundlagen der Buchführung
  • Service und Kundendienst: Serviceaufträge annehmen und Werkstatttermine koordinieren
  • Ersatzteile und Zubehör: Logistik und Verkauf
  • Recht: Kaufvertragsrecht, Leasingrecht, Gewährleistungsrecht und Straßenverkehrsrecht
  • Kommunikation: zuhören, Bedürfnisse erkennen und guten Service bieten

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Automo­bil­kaufmann/frau?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten MSA/Realschulabschluss, Fachabitur oder Abitur
  • gute Noten in Mathematik und Deutsch
  • sehr gute Sprachkenntnisse
  • großes Interesse an Autos und der Branche
  • Freude am Umgang mit Menschen und Kommunikationsstärke
  • ein freundliches, überzeugendes und gepflegtes Auftreten

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 940 € bis 1.218 €
2. Ausbildungsjahr 1.000 € bis 1.282 €
3. Ausbildungsjahr 1.131 € bis 1.390 €

Passt die Ausbildung zum/zur Automo­bil­kaufmann/frau zu dir?

Autos sind deine Leiden­schaft und du redest gern mit Menschen? Dann schau dir diese Ausbildung genauer an. Das spricht für den Beruf:

  • Begeisterung für Autos: Du lebst deine Leidenschaft im Beruf aus.
  • Kundenorientierung: Du bist kommunikativ und berätst Menschen gern.
  • Verkaufstalent: Du hast Freude am Verkaufen und lernst die passenden Techniken.
  • Marketing: Du hilfst mit, Fahrzeuge und Angebote bekannt zu machen.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Automo­bil­kaufmann/frau?

Was du als Automo­bil­kaufmann/frau jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer jedes neue Automodell kennt, Freund/innen beim Handykauf berät oder auf dem Flohmarkt gut verhandelt, zeigt Autohäusern Begeis­terung und Verkaufs­talent. Wer dazu als Klassen­sprecher/in vor anderen spricht, beweist ein sicheres Auftreten, und das zählt im Kunden­ge­spräch. Wenn du lieber selbst an Autos schraubst, schau dir Kraftfahr­zeug­me­cha­troniker/in an. Für Verkauf mit ganz unterschied­lichen Produkten passt Kaufmann/frau Einzel­handel.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • dich mit neuen Automodellen und Technik auskennst Begeisterung
  • deine Freund/innen beim Handykauf berätst Beratung
  • auf dem Flohmarkt Preise verhandelst Verhandlungsgeschick
  • als Klassensprecher/in vor der Klasse sprichst Auftreten
  • im Ferienjob mit Kund/innen zu tun hast Freundlichkeit

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Du hilfst Menschen, die passende Mobilität für sich zu finden. Wenn du engagiert und kommuni­ka­ti­onsstark bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:

  • in Autohäusern verschiedener Marken
  • bei Autohändlern für Neu- und Gebrauchtwagen
  • in Niederlassungen von Automobilherstellern
  • bei Autovermietungen und Leasinggesellschaften
  • im Ersatzteil- und Zubehörhandel
  • in der Logistik und im Flottenmanagement von Unternehmen

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Spezialisierung: zum Beispiel auf den Vertrieb von E-Fahrzeugen, Finanzierung und Versicherung, Gebrauchtwagen, Flottenmanagement für Firmenkunden oder Online-Marketing und E-Commerce
  • Automobil-Serviceberater/in: für die Betreuung von Kund/innen im Service
  • Verkaufsberater/in für Neu- oder Gebrauchtwagen: im Direktverkauf mit Fokus auf Abschlüsse
  • Betriebswirt/in im Kraftfahrzeuggewerbe: für leitende kaufmännische Aufgaben im Autohaus
  • Studium: Mit Fachhochschulreife kannst du Automobilwirtschaft, Betriebswirtschaftslehre oder Marketing studieren.
  • Filialleiter/in oder Verkaufsleiter/in: Du führst eine Filiale oder ein Verkaufsteam.
  • Selbstständigkeit: Mit Erfahrung kannst du als freie/r Automobilberater/in oder im Fahrzeughandel arbeiten.

Fazit: Verkauf und Service rund ums Auto

Als Automo­bil­kaufmann/frau arbeitest du im Verkauf, im Service und in der Verwaltung rund um Fahrzeuge. Du berätst Kund/innen, bearbeitest Verträge und organi­sierst die Abläufe zwischen Autohaus, Werkstatt und Kundschaft. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezia­li­sieren, weiter­bilden oder studieren.

Benzin im Blut? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Transport, Lager, Logistik.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Automobilkaufleute als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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