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Ausbildung Bankkaufmann/frau

Ausbildung: Beratung, Zahlen und Vertrauen

Symbolbild: Ausbildung Bankkaufmann/frau

Geld, Wirtschaft und Menschen interes­sieren dich? Dann könnte dir die Ausbildung zum Bankkaufmann oder zur Bankkauffrau richtig gut gefallen. Du berätst Kund/innen zu Konten, Sparpro­dukten, Krediten und Geldanlagen. Du wickelst Zahlungen ab und erklärst Finanz­themen so, dass jede/r sie versteht. Menschen vertrauen dir ihr Geld und ihre Daten an. Du brauchst Zahlen­ver­ständnis, Kommuni­ka­ti­ons­stärke und Verant­wor­tungs­be­wusstsein. Hier erfährst du, was du als Bankkaufmann/frau machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Bankkaufmann/frau auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Kaufmän­nische Berufe
1. Jahr1.400 € bis 1.496 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2 bis C1. Für kaufmännische und pädagogische Berufe empfiehlt die Bundesagentur für Arbeit B2 bis C1.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 1995 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 2 Berufen wurde einer.

  1. ab 1949 bis 1995Spar­kas­sen­kauf­mann/frau
  2. ab 1949 bis 1995Bank­kauf­mann/frau
  3. seit 1995Bank­kauf­mann/frau

In der DDR hieß der Beruf: Finanz­kaufmann/frau (Schwerpunkt Geld und Kredit)

Im Alltag sagt man auch: Bankan­ge­stellte/r

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Bankkaufmann/frau?

Du bist Berater/in, Verkäufer/in, Sachbe­ar­beiter/in und Servicekraft in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Kund/innen beraten: Am Schalter oder im Beratungszimmer bist du erste Ansprechperson. Du berätst zu Girokonten, Sparprodukten, Kreditkarten, Überweisungen und Online-Banking.
  • Geld anlegen: Du erklärst Vor- und Nachteile von Sparbuch, Festgeld, Wertpapieren, Fonds und Versicherungen und entwickelst passende Anlagestrategien.
  • Kredite vergeben: Ob Eigenheim, Autokauf oder Existenzgründung: Du prüfst Kreditanträge, informierst über Konditionen und erstellst Finanzierungsangebote.
  • Zahlungsverkehr: Du bearbeitest Überweisungen, Lastschriften und Daueraufträge und berätst zu EC- und Kreditkarten.
  • Bargeld: Auch wenn weniger bar bezahlt wird, zahlst du Geld aus, nimmst es an und rechnest die Kasse korrekt ab.
  • Vertrieb: Du gewinnst neue Kund/innen, pflegst bestehende Beziehungen und stellst neue Produkte vor.
  • Dokumentation: Du erfasst alle Beratungen und Transaktionen genau, pflegst Kundendaten und achtest auf die rechtlichen Vorgaben.
business

Warum ist der Beruf so wichtig?

Als Bankkaufmann/frau verbindest du Beratung, Zahlen und Verant­wortung. Menschen verlassen sich darauf, dass du sorgfältig arbeitest und Finanz­themen verständlich erklärst. Du hilfst ihnen, wirtschaftlich sinnvolle Entschei­dungen zu treffen und abgesichert durchs Leben zu gehen.

Der Beruf passt zu dir, wenn du gern mit Menschen sprichst, Wirtschaft spannend findest und gewissenhaft mit vertrau­lichen Daten umgehst.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Bankkaufmann/frau ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Du kannst sie verkürzen. Die Theorie lernst du in der Berufs­schule. Die Praxis lernst du in verschiedenen Abteilungen der Bankfiliale und in der Zentrale. Themen sind Bankbe­triebslehre, Volkswirt­schaftslehre, Recht, Rechnungswesen, Controlling, Beratung und Vertrieb.

Das lernst du unter anderem:

  • Bankprodukte: Girokonten, Sparprodukte, Kredite, Baufinanzierungen, Wertpapiere und Versicherungen
  • Beratung und Kommunikation: zuhören, Bedürfnisse erkennen, verständlich erklären und Vertrauen aufbauen
  • Zahlungsverkehr: nationale und internationale Abläufe im bargeldlosen Zahlungsverkehr
  • Recht: Geldwäschegesetz, Datenschutzgrundverordnung, Bankenaufsichtsrecht und Verbraucherschutz
  • Volkswirtschaft: Märkte, Geldpolitik der Zentralbanken und ihre Folgen für die Wirtschaft
  • Rechnungswesen und Controlling: Grundlagen von Buchführung, Bilanz und Kostenrechnung
  • IT: Banksoftware und Office-Anwendungen
  • Vertrieb und Marketing: Verkauf, Akquise und Kundenbindung

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Bankkaufmann/frau?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten MSA/Realschulabschluss, Fachabitur oder Abitur
  • gute Noten in Mathematik, Wirtschaft und Deutsch
  • Interesse an Wirtschaft und Zahlen
  • ein freundliches und überzeugendes Auftreten
  • eine sorgfältige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise
  • Verschwiegenheit im Umgang mit vertraulichen Daten

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.400 € bis 1.496 €
2. Ausbildungsjahr 1.470 € bis 1.558 €
3. Ausbildungsjahr 1.550 € bis 1.620 €

Passt die Ausbildung zum/zur Bankkaufmann/frau zu dir?

Du denkst wirtschaftlich, berätst gern und willst Verant­wortung übernehmen? Dann schau dir diese Ausbildung genauer an. Das spricht für den Beruf:

  • Arbeit mit Menschen: Du berätst Kund/innen kompetent in Geldfragen.
  • Finanzwissen: Du verstehst, wie Konten, Kredite, Anlagen und Zahlungsverkehr funktionieren.
  • Verantwortung: Du gehst genau und vertraulich mit Geld und Daten um.
  • Entwicklung: Du kannst in die Beratung, in den Wertpapierhandel oder in interne Abläufe der Bank gehen.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Bankkaufmann/frau?

Was du als Bankkaufmann/frau jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer die Kasse im Sportverein mitführt, sein Taschengeld mit einer App plant oder in der Schülerfirma Preise kalkuliert, zeigt Banken Zahlen­gefühl und Verant­wortung. Wer dazu jüngeren Schüler/innen Mathe erklärt oder in der Schüler­ver­tretung mitredet, beweist ein freund­liches und überzeu­gendes Auftreten. Wenn dich Absicherung und Vorsorge reizen, schau dir Kaufmann/frau für Versiche­rungen und Finanz­anlagen an. Für Geldanlage und Fonds passt Invest­ment­fonds­kaufmann/frau.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • im Sportverein die Kasse mitführst Zahlengefühl
  • dein Taschengeld mit einer App planst Sorgfalt
  • in der Schülerfirma Preise kalkulierst Wirtschaftsinteresse
  • jüngeren Schüler/innen Mathe erklärst Kommunikation
  • in der Schülervertretung mitredest Auftreten

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 3 · Wie häufig?

    rund 960

    Betriebe bilden aus

    Platz 26 von 344 Berufen.

  • 2 von 3 · Wo?

    • Bayern240
    • Baden-Württemberg180
    • Nordrhein-Westfalen170

    Die meisten Betriebe: München, Hamburg, Nürnberg

  • 3 von 3 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Du hilfst Privat­personen und Unternehmen, ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Wenn du engagiert, kommuni­ka­ti­onsstark und zahlenaffin bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:

  • in Filialen von Universalbanken wie Sparkassen, Volksbanken und Privatbanken
  • in Spezialbanken wie Direktbanken, Bausparkassen und Hypothekenbanken
  • in den Zentralen von Banken, zum Beispiel in Wertpapiere, Kredit, Controlling, Marketing oder Personal
  • bei Finanzdienstleistern und Versicherungen
  • in der Unternehmensberatung mit Fokus auf Finanzen

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Anlageberatung, Baufinanzierung, Firmenkunden, Private Banking oder Digitalisierung
  • Bankfachwirt/in IHK: für gehobene Aufgaben in Beratung und Management
  • Bankbetriebswirt/in: für den Weg in Führungspositionen
  • Studium: Mit Fachhochschulreife kannst du Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Finanzwirtschaft oder Banking und Finance studieren.
  • Filialleiter/in oder Teamleiter/in: Du führst eine Filiale oder ein Beratungsteam.
  • Spezialberater/in: für Altersvorsorge, Vermögensmanagement oder internationale Finanzierungen
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an künftige Bankkaufleute weiter.

Fazit: Dein Einstieg in die Finanzwelt

Als Bankkaufmann/frau berätst du Menschen in wichtigen Geldfragen. Du arbeitest mit Konten, Krediten, Geldanlagen und digitalen Bankdienst­leis­tungen. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und findet in Bank und Berufs­schule statt. Danach kannst du Bankfachwirt/in werden, studieren oder eine Filiale leiten.

Finanzen sind dein Ding? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Kaufmän­nische Berufe.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Bankkaufmann/frau als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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