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Ausbildung Bauwerksabdichter/in
Ausbildung: Damit kein Tropfen durchkommt
Was passiert, wenn Wasser in ein Gebäude eindringt? Es drohen Schimmel, Frostschäden und teure Reparaturen. In der Ausbildung zum/zur Bauwerksabdichter/in sorgst du dafür, dass es gar nicht erst so weit kommt. Du dichtest Dächer, Keller, Terrassen, Brücken und Tunnel ab. So sicherst du die Lebensdauer und den Wert von Bauwerken. Du brauchst handwerkliches Geschick, ein Auge für Details und Verantwortungsbewusstsein. Hier erfährst du, was du als Bauwerksabdichter/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Bauwerksabdichter/in auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1997 hieß er Klebeabdichter/in.
- ab 1949 bis 1997Klebeabdichter/
in - seit 1997Bauwerksabdichter/
in
In der DDR hieß der Beruf: Säureschutzfacharbeiter/Säureschutzfacharbeiter
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Bauwerksabdichter/in?
Du bist Handwerker/in, Materialkenner/in und Qualitätsprüfer/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Untergrund vorbereiten: Du prüfst, ob der Untergrund sauber, trocken, eben und tragfähig ist. Bei Bedarf bearbeitest du ihn mit Spachtelmasse, Grundierung oder Ausgleichsschichten.
- Material auswählen: Du arbeitest mit Bitumenbahnen, Kunststoffbahnen aus PVC, FPO oder EPDM, Flüssigkunststoffen, Dichtschlämmen und Folien. Je nach Einsatz wählst du das passende Material.
- Dächer abdichten: Auf Flachdächern, Gründächern und begehbaren Dächern verlegst du Bahnen, verschweißt oder verklebst sie und dichtest Lichtkuppeln, Abläufe und Anschlüsse ab.
- Keller abdichten: Du schützt Kellerwände und Böden vor Feuchtigkeit aus dem Erdreich, verlegst Dränagen und stoppst aufsteigende Feuchtigkeit.
- Nassräume, Balkone und Terrassen: Du dichtest Bäder, Duschen, Balkone und Terrassen ab. Hier arbeitest du besonders genau, weil später oft Fliesen darauf kommen.
- Reparieren und sanieren: Du spürst Leckagen auf, behebst Schäden und erneuerst alte Abdichtungen.
- Qualität prüfen: Du kontrollierst deine Arbeit sorgfältig. Schon eine kleine undichte Stelle kann große Schäden verursachen.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Bauwerksabdichter/innen sorgen dafür, dass Gebäude und Bauwerke lange nutzbar bleiben. Eine schlechte Abdichtung führt zu Feuchtigkeit, Schimmel, Frostschäden oder schweren Bauschäden. Eine gute Abdichtung spart deshalb viel Geld.
Der Beruf passt zu dir, wenn du handwerklich geschickt bist, sorgfältig arbeitest und körperliche Arbeit auf Baustellen magst. Du solltest schwindelfrei sein, denn du arbeitest oft auf Dächern, Gerüsten und Arbeitsbühnen.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Bauwerksabdichter/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Die Theorie lernst du in der Berufsschule. Praktische Erfahrung sammelst du im Betrieb und auf Baustellen.
Das lernst du unter anderem:
- Abdichtungstechniken: Bitumenbahnen verschweißen, Kunststoffbahnen verkleben, Flüssigkunststoffe und Dichtschlämmen auftragen
- Baustoffkunde: Eigenschaften der Abdichtungsmaterialien und wie sie zusammenpassen
- Bauphysik: wie sich Feuchtigkeit in Bauwerken verhält und wie du sie dauerhaft fernhältst
- Untergründe: Beton, Mauerwerk, Holz und Metall bewerten und vorbereiten
- Bauzeichnungen: Baupläne und Detailzeichnungen lesen
- Arbeitssicherheit: sicheres Arbeiten in der Höhe, mit heißen Materialien und Gefahrstoffen
- Reparatur und Sanierung: Schäden analysieren und alte Abdichtungen erneuern
- Werkzeuge und Maschinen: Brenner, Schweißgeräte und Rührwerke
Welche Voraussetzungen brauchst du als Bauwerksabdichter/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten ESA/Hauptschulabschluss oder MSA/Realschulabschluss
- handwerkliches Geschick
- eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise mit Blick fürs Detail
- körperliche Belastbarkeit
- Schwindelfreiheit für die Arbeit auf Dächern
- Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.122 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.351 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.610 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Bauwerksabdichter/in zu dir?
Du packst gern an, arbeitest sorgfältig und findest Baustellen spannend? Dann schau dir diese Ausbildung genauer an. Das spricht für den Beruf:
- Schutz: Du sorgst dafür, dass Bauwerke Zeit und Wetter überstehen.
- Sinnvolle Arbeit: Eine gute Abdichtung verhindert teure Schäden.
- Baustelle: Du arbeitest praktisch und viel draußen.
- Spezialwissen: Du wirst Profi in einem wichtigen Bereich des Bauwesens.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Bauwerksabdichter/in?
Was du als Bauwerksabdichter/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer zu Hause die Fuge in der Dusche erneuert, beim Gartenhaus das Dach mit abdichtet oder an der Kletterwand ohne Höhenangst unterwegs ist, zeigt Betrieben Sorgfalt und Mut. Wer dazu in einer Mannschaft spielt und kein Training verpasst, beweist Teamgeist und Zuverlässigkeit. Wenn dich die Arbeit hoch oben auf Dächern reizt, schau dir Dachdecker/in an. Für Straßen und Flächen aus Asphalt passt Asphaltbauer/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- zu Hause Fugen in Bad oder Küche erneuerst Sorgfalt
- beim Gartenhaus das Dach mit abdichtest Geschick
- an der Kletterwand ohne Höhenangst unterwegs bist Schwindelfreiheit
- in einer Mannschaft spielst und kein Training verpasst Zuverlässigkeit
- beim Umzug von Freund/innen kräftig mit anpackst Belastbarkeit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 3 · Wie häufig?
rund 20
Betriebe bilden aus
Platz 235 von 344 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Baden-Württemberg4
- Nordrhein-Westfalen4
- Bayern3
Die meisten Betriebe: Kreis Stormarn, Region Hannover, Landkreis Schaumburg
3 von 3 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Du schützt Gebäude dauerhaft vor Wasser und sicherst so ihren Wert. Wenn du engagiert und zuverlässig bist, stehen deine Chancen gut. Hier kannst du arbeiten:
- in Spezialbetrieben für Abdichtungstechnik
- in Betrieben für Flachdachabdichtung
- in Bautenschutz- und Sanierungsunternehmen
- in Straßen-, Brücken- und Tunnelbauunternehmen
- in Wasserbauunternehmen
- in weiteren Bauunternehmen
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Tunnel und Brücken, Fassaden, aufsteigende Feuchtigkeit in Altbauten oder spezielle Flüssigkunststoffe
- Vorarbeiter/in oder Werkpolier/in: Du führst kleine Teams und koordinierst die Abläufe.
- Meister/in: zum Beispiel im Dachdeckerhandwerk, für leitende Aufgaben, Ausbildung und Betriebsführung
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in für Bautechnik: für Planung, Bauleitung und Bauphysik
- Baustellenleiter/in: Du verantwortest ganze Abdichtungsprojekte.
- Selbstständigkeit: Mit Erfahrung und Meistertitel kannst du ein eigenes Abdichtungsunternehmen gründen.
Fazit: Du hältst dicht
Als Bauwerksabdichter/in schützt du Bauwerke vor Feuchtigkeit, Wasser und Schäden. Du arbeitest mit Abdichtungsstoffen, Dämmmaterialien, Werkzeugen und Maschinen, oft draußen und direkt auf der Baustelle. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezialisieren, Meister/in werden oder dich selbstständig machen.
Lust auf einen Bauberuf mit Verantwortung? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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