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Ausbildung Bergbau­tech­nologe/in mit Fachrichtung Tiefbohr­technik

Ausbildung: Tief bohren, genau messen

Symbolbild: Ausbildung Bergbautechnologe/in mit Fachrichtung Tiefbohrtechnik

Willst du wissen, wie tiefe Bohrungen geplant, durchgeführt und überwacht werden? Dann kann die Ausbildung zum/zur Bergbau­tech­nologe/in der Fachrichtung Tiefbohr­technik gut zu dir passen. Du arbeitest vor allem über Tage. Du stellst Bohrlöcher her, bedienst Bohranlagen und kontrol­lierst Messwerte. So hilfst du dabei, Lagerstätten zu erkunden und Rohstoffe zu erschließen. Du arbeitest gern praktisch und interes­sierst dich für Technik, große Anlagen und Rohstoffe. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Bergbau­tech­nologe/in mit Fachrichtung Tiefbohr­technik auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Handwerk und Bau
1. Jahr1.122 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2009 hieß er Bergme­chaniker/in.

  1. 1976 bis 2009Berg­me­cha­ni­ker/in
  2. seit 2009Berg­bau­tech­no­loge/in Tief­bohr­tech­nik

In der DDR hieß der Beruf: Fachar­beiter/in für geologische Bohrungen

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Bergbau­tech­nologe/in Tiefbohr­technik?

Du arbeitest mit Bohranlagen, Maschinen, Messgeräten und technischen Systemen. Sicherheit, Genauigkeit und Teamarbeit sind dabei besonders wichtig. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Bohrungen vorbereiten: Du richtest Bohrplätze ein und bereitest Maschinen, Werkzeuge und Material vor.
  • Bohranlagen bedienen: Du hilfst mit, Bohrlöcher herzustellen und zu sichern.
  • Messwerte kontrollieren: Du überwachst Bohrverlauf, Druck, Spülung und technische Daten.
  • Rohstoffe erschließen: Du unterstützt die Erkundung und Gewinnung von Bodenschätzen.
  • Anlagen warten: Du prüfst Maschinen, erkennst Störungen und hilfst bei Reparaturen.
  • Sicher arbeiten: Du hältst feste Regeln für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz ein.
Kohlebagger

Wo arbeitest du als Bergbau­tech­nologe/in Tiefbohr­technik?

Du arbeitest mit großen Maschinen und moderner Bohrtechnik, oft draußen und an wechselnden Einsatzorten. Der Beruf ist technisch, praktisch und besonders. Er passt zu dir, wenn du Technik spannend findest, körperlich belastbar bist und sorgfältig arbeitest. Du übernimmst Verant­wortung, denn bei Bohrar­beiten müssen alle Abläufe sicher und genau eingehalten werden.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Bergbau­tech­nologe/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Du lernst im Ausbil­dungs­betrieb und in der Berufs­schule. Rechtlich ist kein bestimmter Schulab­schluss vorgeschrieben. Viele Betriebe erwarten aber einen Hauptschul­ab­schluss oder einen mittleren Schulab­schluss. Wichtig ist auch die gesund­heitliche Eignung, denn die Arbeit kann körperlich anstrengend sein.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Bohrplätze einrichten und sichern
  • Bohranlagen bedienen und überwachen
  • Bohrlöcher herstellen und sichern
  • Bohrspülungen vorbereiten und kontrollieren
  • Messungen durchführen und dokumentieren
  • Maschinen und Anlagen warten
  • Störungen erkennen und beheben
  • technische Zeichnungen und Pläne lesen
  • Rohstofflagerstätten erkunden
  • Arbeitssicherheit und Umweltschutz beachten

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Bergbau­tech­nologe/in Tiefbohr­technik?

Was solltest du mitbringen?

  • technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
  • körperliche Belastbarkeit
  • Verantwortungsbewusstsein und Sicherheitsbewusstsein
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Interesse an Mathe, Physik und Technik

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.122 €
2. Ausbildungsjahr 1.351 €
3. Ausbildungsjahr 1.610 €

Passt die Ausbildung zum/zur Bergbau­tech­nologe/in zu dir?

Du magst Technik, bist körperlich fit und suchst einen außerge­wöhn­lichen Ausbil­dungsweg? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht dafür:

  • Große Anlagen: Du arbeitest mit Bohranlagen, Maschinen und Messsystemen.
  • Verantwortung: Du sorgst für Sicherheit bei den Bohrarbeiten.
  • Fachwissen: Du lernst die Tiefbohrtechnik für die Rohstoffgewinnung von Grund auf.
  • Abwechslung: Du arbeitest direkt an den Anlagen und an wechselnden Einsatzorten.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Bergbau­tech­nologe/in Tiefbohr­technik?

Was du als Bergbau­tech­nologe/in Tiefbohr­technik jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Garten mit dem Erdbohrer Pfosten­löcher bohrt, in Physik Messwerte sorgfältig abliest oder sich für Geologie und Erdwärme interessiert, zeigt Betrieben Technik­ver­ständnis und Konzen­tration. Wer dazu im Team Sport macht und beim THW bei jedem Wetter mit anpackt, beweist Teamfä­higkeit und Belast­barkeit. Wenn dich Bohrungen nach Wasser reizen, schau dir Brunnenbauer/in an. Für Arbeit unter Tage passt Bergbau­tech­nologe/in Tiefbau­technik.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • im Garten mit dem Erdbohrer Pfostenlöcher bohrst Geschick
  • in Physik Messwerte sorgfältig abliest Konzentration
  • dich für Geologie und Erdwärme interessierst Neugier
  • im Team Fußball oder Basketball spielst Teamgeist
  • beim THW bei jedem Wetter mit anpackst Belastbarkeit

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Nach der Ausbildung arbeitest du in der Tiefbohr­technik und der Rohstoff­ge­winnung. Hier kannst du arbeiten:

  • in Betrieben der Tiefbohrtechnik
  • in Bergbauunternehmen
  • in Unternehmen der Rohstofferkundung
  • in Betrieben der Rohstoffgewinnung
  • in Bohrunternehmen
  • in Unternehmen für Spezialtiefbohrungen

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Industriemeister/in: für leitende Aufgaben im Betrieb
  • Techniker/in: zum Beispiel für Bergbautechnik oder Maschinentechnik
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
  • Spezialisierung: etwa auf Bohrtechnik, Instandhaltung oder Arbeitssicherheit
  • Studium: zum Beispiel Rohstoffingenieurwesen, Geotechnik oder Verfahrenstechnik

Fazit: Technik, die in die Tiefe geht

Als Bergbau­tech­nologe/in Tiefbohr­technik arbeitest du mit Bohranlagen, Messsystemen und Maschinen. Du stellst Bohrlöcher her, kontrol­lierst Abläufe und unterstützt die Erkundung und Gewinnung von Rohstoffen. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Industrie­meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.

Neugierig geworden? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Bergbautechnologe/in mit Fachrichtung Tiefbohrtechnik als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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