Bergbautechnologe/in mit Fachrichtung Tiefbohrtechnik
Der Experte für Bohrungen im Bergbau

Fasziniert es dich, in die Tiefen der Erde vorzudringen, um wertvolle Rohstoffe zu erschließen oder die Energieversorgung der Zukunft zu sichern? Wenn du Technikbegeisterung, räumliches Vorstellungsvermögen und eine gehörige Portion Abenteuerlust mitbringst und ein/e echte/r Tiefen-Erforscher/in und Technologie-Lenker/in bist, dann könnte der Beruf als Bergbautechnologe/in mit Fachrichtung Tiefbohrtechnik genau deine Bestimmung sein! Als dieser Profi bist du die unerlässliche Kraft, die mit hochmoderner Technik die Rohstoffe aus dem Erdinneren fördert.
Was machst du mit dieser Ausbildung?
Als Bergbautechnologe/in mit Fachrichtung Tiefbohrtechnik ist dein Arbeitsalltag geprägt vom Aufbau und der Bedienung komplexer Bohranlagen, der Überwachung geologischer Daten und dem Umgang mit schweren Maschinen. Du bist gleichermaßen Ingenieur/in, Mechaniker/in, Geologe/Geologin und Sicherheitsbeauftragte/r. Deine Aufgaben sind unglaublich vielseitig und erfordern sowohl technisches Verständnis als auch Präzision und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein:
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Aufbau und Inbetriebnahme der Bohranlage: Dein Job beginnt mit dem Errichten des Bohrturms und der gesamten Ausrüstung. Du montierst die tonnenschweren Bauteile, schließt Rohrleitungen und elektrische Systeme an und stellst sicher, dass die Anlage betriebsbereit ist.
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Bedienung der Bohrmaschinen: Du steuerst die komplexen Bohranlagen, die sich Hunderte oder Tausende Meter tief in die Erde bohren. Du überwachst Bohrparameter wie Bohrdruck, Drehzahl und Vorschub, um den Bohrfortschritt zu optimieren und die Bohrung stabil zu halten.
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Umgang mit Bohrgestänge und Bohrmeißeln: Du bist dafür verantwortlich, die einzelnen Segmente des Bohrgestänges zusammenzuschrauben oder zu lösen und die passenden Bohrmeißel für die jeweiligen Gesteinsschichten auszuwählen und zu wechseln.
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Überwachung des Bohrprozesses: Du überwachst ständig die geologischen Bedingungen im Bohrloch. Du analysierst Gesteinsproben, Bohrklein und Flüssigkeiten, um Informationen über die durchbohrten Schichten zu erhalten und gegebenenfalls die Bohrstrategie anzupassen.
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Wartung und Reparatur der Anlagen: Die Maschinen müssen reibungslos laufen. Du führst regelmäßige Wartungsarbeiten an der Bohranlage und den dazugehörigen Systemen durch. Bei Störungen lokalisierst du Fehler und führst Reparaturen durch.
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Sicherheits- und Umweltschutzmaßnahmen: Die Arbeit ist anspruchsvoll. Du sorgst für höchste Sicherheit auf der Bohrstelle, beachtest strenge Vorschriften im Umgang mit Bohrflüssigkeiten, Gasen und schweren Lasten und trägst aktiv zum Umweltschutz bei, indem du Abfälle korrekt entsorgst und Emissionen minimierst.
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Dokumentation: Jeder Schritt des Bohrprozesses wird präzise dokumentiert. Du hältst alle Daten, Beobachtungen und Messergebnisse fest, um den Bohrverlauf nachvollziehbar zu machen.

Was macht diese Ausbildung so abwechslungsreich?
Deinen Arbeitsplatz findest du hauptsächlich auf Bohrplätzen an Land oder seltener auf Bohrinseln, in sehr speziellen Betrieben der Rohstoffgewinnung, Geothermie oder Gasspeicherung. Du arbeitest oft im Schichtdienst und in einem spezialisierten Team, oft auch in abgelegenen Gebieten.
Das erwartet dich während dieser Ausbildung:
Die Ausbildung zum/zur Bergbautechnologe/in mit Fachrichtung Tiefbohrtechnik ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf und dauert in der Regel 3 Jahre. Du lernst im Ausbildungsbetrieb (das sind Unternehmen der Erdöl- und Erdgasgewinnung, der Geothermie, der Kavernenwirtschaft oder der Spezialtiefbau) die praktischen Fertigkeiten direkt an der Bohranlage und in der Werkstatt. In der Berufsschule erwirbst du die notwendigen theoretischen Grundlagen in den Bereichen Geologie, Bohrtechnik, Maschinentechnik, Hydraulik, Elektrotechnik, Werkstoffkunde, Mess- und Regeltechnik, Sicherheitsvorschriften und Umweltschutz.
Inhalte deiner Ausbildung sind unter anderem:
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Geologische Grundlagen: Du erwirbst detailliertes Wissen über den Aufbau der Erde, Gesteinsarten, Lagerstätten und die Entstehung von Rohstoffen.
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Bohrverfahren: Du machst dich mit den verschiedenen Techniken des Bohrens (Rotarybohren, Richtbohren, Kernbohren) und den dazugehörigen Geräten und Werkzeugen vertraut.
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Maschinen- und Anlagentechnik: Du erhältst umfassende Kenntnisse über den Aufbau, die Funktion, Bedienung und Wartung von Bohrtürmen, Hebewerken, Pumpen, Kompressoren und Spülungsanlagen.
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Bohrlochtechnik: Du lernst den Umgang mit Bohrgestängen, Bohrmeißeln, Verrohrungen und der Zementation von Bohrlöchern.
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Mess- und Regeltechnik: Du schulst dich im Umgang mit Sensoren und Messgeräten zur Überwachung von Bohrtiefen, Drücken, Temperaturen und Gesteinseigenschaften.
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Werkstoffkunde: Du erwirbst Wissen über die Eigenschaften von Metallen und anderen Materialien, die im Bohrprozess verwendet werden.
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Sicherheits- und Umweltschutz: Der sichere Umgang mit Gefahrstoffen (Bohrflüssigkeiten, Gase), Hochdrucksystemen, schweren Lasten und die Einhaltung strenger Umweltauflagen sind ein zentraler Bestandteil deiner Ausbildung.
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Technische Kommunikation: Du lernst, technische Zeichnungen, Bohrpläne und Sicherheitsvorschriften zu lesen und umzusetzen.
Was du mitbringen solltest:
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Guter Hauptschulabschluss oder mittlerer Schulabschluss
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Ausgeprägtes technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen
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Körperliche Fitness und Belastbarkeit (Arbeit im Freien, Heben, Arbeiten in der Höhe)
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Verantwortungsbewusstsein und Umsicht
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Konzentrationsfähigkeit und präzises Arbeiten
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Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
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Höhentauglichkeit (Arbeit am Bohrturm)
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Bereitschaft zu Schichtarbeit und wechselnden Arbeitsorten (oft auf Baustellen oder Bohrplätzen).
Was dich nach der Ausbildung erwartet:
Der Beruf des/der Bergbautechnologen/in mit Fachrichtung Tiefbohrtechnik ist ein hochspezialisierter und zukunftsrelevanter Beruf. Du bist direkt an der Erschließung von Energiequellen (Erdgas, Geothermie) oder der Schaffung wichtiger Infrastruktur (Kavernenbau) beteiligt. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften, die komplexe Bohrverfahren beherrschen und ein hohes Sicherheitsbewusstsein mitbringen, ist konstant, wenn auch schwankend je nach Energiepolitik und Rohstoffpreisen. Deine Jobchancen sind gut, wenn du engagiert, technisch versiert und belastbar bist:
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In Unternehmen der Erdöl- und Erdgasgewinnung
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In der Geothermie (Tiefengeothermie zur Energiegewinnung)
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Im Spezialtiefbau (z.B. für Brunnenbau, Fundamentierungen, Erdwärmesonden)
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Bei Firmen, die Kavernen für die Gasspeicherung oder andere Zwecke bohren und betreiben
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Im Bergbau (in anderen Fachrichtungen, wenn du dich breiter qualifizierst).
Deine Weiterbildungsmöglichkeiten sind vielfältig und eröffnen dir neue Karrierewege:
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Bohrmeister/in: Die klassische Aufstiegsweiterbildung. Sie qualifiziert dich für die technische und personelle Leitung eines Bohrteams und die Verantwortung für den gesamten Bohrprozess.
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Techniker/in (Bergbau, Geotechnik oder Maschinenbau): Eine schulische Weiterbildung, die deine Kenntnisse in den Bereichen Planung, Konstruktion, Betriebsführung und Projektmanagement vertieft und dich für anspruchsvollere technische Aufgaben qualifiziert.
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Industriemeister/in (z.B. Metall, Chemie – je nach Ausrichtung des Betriebs): Kann dich für leitende Aufgaben in der Instandhaltung oder Produktion qualifizieren.
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Spezialisierungen: Vertiefe dein Wissen in gefragten Bereichen wie der Horizontalbohrtechnik, der Untertagebohrung, dem Umgang mit neuen Bohrspülungen, der Automatisierung von Bohranlagen oder der Geologie und Reservoirsimulation.
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Studium (mit entsprechender Hochschulzugangsberechtigung): Studiengänge wie Geotechnik, Bergbau, Energietechnik, Ingenieurgeologie oder Maschinenbau an Fachhochschulen oder Universitäten können dir den Zugang zu akademischen Positionen in Forschung, Entwicklung, Planung oder im Management ebnen.
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Ausbilder/in: Wenn du dein Wissen und deine Erfahrung an den Nachwuchs weitergeben möchtest.
Warum wird dir diese Ausbildung gefallen?
Du hast:
- Interesse an Bohrtechnik: Du möchtest aktiv an Bohrungen im Bergbau beteiligt sein und moderne Bohranlagen bedienen.
- Technikbegeisterung: Du interessierst dich für hochmoderne Bohrtechnologien.
- Sicherheitsbewusstsein: Du legst großen Wert auf Sicherheit und Verantwortung im Bergbau.
- Herausforderungen: Du magst technische Herausforderungen und das Auswerten von Bohrdaten.
Vergütung: Bergbautechnologe/technologin Tiefbohrtechnik
Jahr | Vergütung |
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1. Ausbildungsjahr | ~ 906 EUR |
2. Ausbildungsjahr | ~1.003 EUR |
3. Ausbildungsjahr | ~ 1.141 EUR |
Einstiegsgehalt | ~ 3.978 EUR |
Fazit: Experte für Bergbau-Bohrungen und Tiefbohrtechnik
Wenn du eine Tätigkeit suchst, die deine Technikbegeisterung mit der Faszination für das Erdinnere und der tiefen Zufriedenheit verbindet, einen entscheidenden Beitrag zur Rohstoff- und Energieversorgung zu leisten und die Grenzen des Machbaren zu erweitern, dann bietet dir der Beruf als Bergbautechnologe/in mit Fachrichtung Tiefbohrtechnik eine spannende und überaus „tiefgehende“ Zukunft!
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