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Ausbildung Bergbautechnologe/in mit Fachrichtung Tiefbohrtechnik
Ausbildung: Tief bohren, genau messen
Willst du wissen, wie tiefe Bohrungen geplant, durchgeführt und überwacht werden? Dann kann die Ausbildung zum/zur Bergbautechnologe/in der Fachrichtung Tiefbohrtechnik gut zu dir passen. Du arbeitest vor allem über Tage. Du stellst Bohrlöcher her, bedienst Bohranlagen und kontrollierst Messwerte. So hilfst du dabei, Lagerstätten zu erkunden und Rohstoffe zu erschließen. Du arbeitest gern praktisch und interessierst dich für Technik, große Anlagen und Rohstoffe. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Bergbautechnologe/in mit Fachrichtung Tiefbohrtechnik auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2009 hieß er Bergmechaniker/in.
- 1976 bis 2009Bergmechaniker/
in - seit 2009Bergbautechnologe/
in Tiefbohrtechnik
In der DDR hieß der Beruf: Facharbeiter/in für geologische Bohrungen
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Bergbautechnologe/in Tiefbohrtechnik?
Du arbeitest mit Bohranlagen, Maschinen, Messgeräten und technischen Systemen. Sicherheit, Genauigkeit und Teamarbeit sind dabei besonders wichtig. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Bohrungen vorbereiten: Du richtest Bohrplätze ein und bereitest Maschinen, Werkzeuge und Material vor.
- Bohranlagen bedienen: Du hilfst mit, Bohrlöcher herzustellen und zu sichern.
- Messwerte kontrollieren: Du überwachst Bohrverlauf, Druck, Spülung und technische Daten.
- Rohstoffe erschließen: Du unterstützt die Erkundung und Gewinnung von Bodenschätzen.
- Anlagen warten: Du prüfst Maschinen, erkennst Störungen und hilfst bei Reparaturen.
- Sicher arbeiten: Du hältst feste Regeln für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz ein.
Wo arbeitest du als Bergbautechnologe/in Tiefbohrtechnik?
Du arbeitest mit großen Maschinen und moderner Bohrtechnik, oft draußen und an wechselnden Einsatzorten. Der Beruf ist technisch, praktisch und besonders. Er passt zu dir, wenn du Technik spannend findest, körperlich belastbar bist und sorgfältig arbeitest. Du übernimmst Verantwortung, denn bei Bohrarbeiten müssen alle Abläufe sicher und genau eingehalten werden.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Bergbautechnologe/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Du lernst im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Viele Betriebe erwarten aber einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss. Wichtig ist auch die gesundheitliche Eignung, denn die Arbeit kann körperlich anstrengend sein.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Bohrplätze einrichten und sichern
- Bohranlagen bedienen und überwachen
- Bohrlöcher herstellen und sichern
- Bohrspülungen vorbereiten und kontrollieren
- Messungen durchführen und dokumentieren
- Maschinen und Anlagen warten
- Störungen erkennen und beheben
- technische Zeichnungen und Pläne lesen
- Rohstofflagerstätten erkunden
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz beachten
Welche Voraussetzungen brauchst du als Bergbautechnologe/in Tiefbohrtechnik?
Was solltest du mitbringen?
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- körperliche Belastbarkeit
- Verantwortungsbewusstsein und Sicherheitsbewusstsein
- Konzentrationsfähigkeit
- Teamfähigkeit
- Interesse an Mathe, Physik und Technik
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.122 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.351 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.610 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Bergbautechnologe/in zu dir?
Du magst Technik, bist körperlich fit und suchst einen außergewöhnlichen Ausbildungsweg? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht dafür:
- Große Anlagen: Du arbeitest mit Bohranlagen, Maschinen und Messsystemen.
- Verantwortung: Du sorgst für Sicherheit bei den Bohrarbeiten.
- Fachwissen: Du lernst die Tiefbohrtechnik für die Rohstoffgewinnung von Grund auf.
- Abwechslung: Du arbeitest direkt an den Anlagen und an wechselnden Einsatzorten.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Bergbautechnologe/in Tiefbohrtechnik?
Was du als Bergbautechnologe/in Tiefbohrtechnik jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Garten mit dem Erdbohrer Pfostenlöcher bohrt, in Physik Messwerte sorgfältig abliest oder sich für Geologie und Erdwärme interessiert, zeigt Betrieben Technikverständnis und Konzentration. Wer dazu im Team Sport macht und beim THW bei jedem Wetter mit anpackt, beweist Teamfähigkeit und Belastbarkeit. Wenn dich Bohrungen nach Wasser reizen, schau dir Brunnenbauer/in an. Für Arbeit unter Tage passt Bergbautechnologe/in Tiefbautechnik.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- im Garten mit dem Erdbohrer Pfostenlöcher bohrst Geschick
- in Physik Messwerte sorgfältig abliest Konzentration
- dich für Geologie und Erdwärme interessierst Neugier
- im Team Fußball oder Basketball spielst Teamgeist
- beim THW bei jedem Wetter mit anpackst Belastbarkeit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Nach der Ausbildung arbeitest du in der Tiefbohrtechnik und der Rohstoffgewinnung. Hier kannst du arbeiten:
- in Betrieben der Tiefbohrtechnik
- in Bergbauunternehmen
- in Unternehmen der Rohstofferkundung
- in Betrieben der Rohstoffgewinnung
- in Bohrunternehmen
- in Unternehmen für Spezialtiefbohrungen
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Industriemeister/in: für leitende Aufgaben im Betrieb
- Techniker/in: zum Beispiel für Bergbautechnik oder Maschinentechnik
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Spezialisierung: etwa auf Bohrtechnik, Instandhaltung oder Arbeitssicherheit
- Studium: zum Beispiel Rohstoffingenieurwesen, Geotechnik oder Verfahrenstechnik
Fazit: Technik, die in die Tiefe geht
Als Bergbautechnologe/in Tiefbohrtechnik arbeitest du mit Bohranlagen, Messsystemen und Maschinen. Du stellst Bohrlöcher her, kontrollierst Abläufe und unterstützt die Erkundung und Gewinnung von Rohstoffen. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Industriemeister/in oder Techniker/in werden oder studieren.
Neugierig geworden? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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