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Ausbildung Bestattungsfachkraft
Ausbildung: Würdevoll Abschied nehmen
Kannst du gut zuhören und bleibst auch in schweren Momenten ruhig? Dann kann die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft gut zu dir passen. Du begleitest Angehörige nach einem Todesfall. Du organisierst Bestattungen und bereitest Trauerfeiern vor. Du versorgst Verstorbene und kümmerst dich um viele organisatorische und rechtliche Aufgaben. So sorgst du dafür, dass ein Abschied würdevoll gelingt. Hier erfährst du, was du als Bestattungsfachkraft machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Was macht eine Bestattungsfachkraft?
Du arbeitest in Bestattungsunternehmen, Friedhofsverwaltungen oder ähnlichen Einrichtungen. Du hast Kontakt zu Angehörigen, Behörden, Kirchen, Friedhöfen und Dienstleister/innen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
- Angehörige beraten: Du besprichst Wünsche, Möglichkeiten und den Ablauf der Bestattung.
- Bestattungen organisieren: Du koordinierst Termine, Trauerfeiern und Beisetzungen.
- Verstorbene versorgen: Du bereitest Verstorbene für Aufbahrung, Abschiednahme oder Überführung vor.
- Formalitäten erledigen: Du beantragst Urkunden, meldest Todesfälle und bearbeitest Unterlagen.
- Trauerfeiern vorbereiten: Du kümmerst dich um Dekoration, Musik, Drucksachen und den Ablauf der Feier.
- Überführungen durchführen: Du transportierst Verstorbene fachgerecht und würdevoll.
Warum ist der Beruf so besonders?
Dieser Beruf ist sehr sensibel. Du arbeitest mit Menschen, die gerade einen Verlust erleben. Deshalb brauchst du Einfühlungsvermögen, Ruhe und Respekt. Der Beruf passt zu dir, wenn du Verantwortung übernimmst und sorgfältig arbeitest. Du solltest offen mit Tod und Trauer umgehen können. Auch Organisationstalent ist wichtig.
Wie läuft die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft ab?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Du lernst im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Viele Betriebe stellen Bewerber/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.
Das lernst du unter anderem:
- Angehörige beraten und betreuen
- Bestattungen planen und durchführen
- Verstorbene versorgen und aufbahren
- Überführungen organisieren
- Trauerfeiern vorbereiten
- Friedhofs- und Bestattungsrecht beachten
- Verwaltungsaufgaben erledigen
- Angebote und Rechnungen erstellen
- Hygienevorschriften einhalten
- würdevoll und professionell kommunizieren
Was du mitbringen solltest
- Einfühlungsvermögen
- Verantwortungsbewusstsein
- Sorgfalt und Diskretion
- psychische Belastbarkeit
- Organisationstalent
- gutes Deutsch für Beratung und Schriftverkehr
- ein freundliches, ruhiges Auftreten
- Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten
Deine Karriere nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung stehen dir verschiedene Bereiche offen. Hier kannst du arbeiten:
- in Bestattungsunternehmen
- in Friedhofsverwaltungen
- in Krematorien
- in kommunalen Einrichtungen
- in kirchlichen Einrichtungen mit Friedhofsbetrieb
- in Unternehmen für Überführungen
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Bestattungsfachwirt/in: für leitende und kaufmännische Aufgaben
- Thanatopraktiker/in: Du spezialisierst dich auf die Versorgung Verstorbener.
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Spezialisierung: etwa auf Trauerberatung, Organisation oder Friedhofswesen
- Betriebswirt/in im Handwerk: für betriebswirtschaftliche Aufgaben
Auf einen Blick
Bestattungsfachkraft auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Quellen: BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit · BA, Anlage Sprachniveaus · abgerufen am 1. Oktober 2026
Bestattungsfachkraft in Zahlen
1 von 3 · Wie häufig?
2
Betriebe bilden aus
Platz 309 von 340 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Baden-Württemberg1
- Berlin1
Die meisten Betriebe: Landkreis Esslingen, Berlin
3 von 3 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Daten: dein-ausbildungsplatz.de, Ausschnitt der eingetragenen Ausbildungsbetriebe, Zahlen gerundet. Stand: 5. Oktober 2026.
Passt die Ausbildung zu dir?
Du bist empathisch, bleibst ruhig und suchst einen besonderen Beruf? Dann solltest du dir diese Ausbildung genauer anschauen. Das spricht dafür:
- Halt geben: Du hilfst Angehörigen in schweren Zeiten und gibst ihnen Orientierung.
- Verantwortung: Du sorgst für einen würdevollen Ablauf.
- Vertrauen: Deine Sorgfalt und Verlässlichkeit sind besonders gefragt.
- Abwechslung: Du arbeitest in Beratung, Organisation, Handwerk und Verwaltung.
- Sinn: Du sorgst für einen respektvollen Abschied.
Ausbildungsvergütung als Bestattungsfachkraft
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 750 € bis 1.368 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 905 € bis 1.418 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.021 € bis 1.464 € |
Fazit: Begleitung in Zeiten des Abschieds
Als Bestattungsfachkraft begleitest du Menschen in einer sehr persönlichen Lebenssituation. Du organisierst Bestattungen, berätst Angehörige und sorgst für würdevolle Abschiede. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich zum/zur Bestattungsfachwirt/in oder Thanatopraktiker/in weiterbilden.
Ein Beruf mit Sinn für dich? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
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