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Ausbildung Biologie­mo­dell­macher/in

Ausbildung: Biologie zum Anfassen

Symbolbild: Ausbildung Biologiemodellmacher/in

Willst du Biologie so darstellen, dass man sie anfassen kann? Dann passt die Ausbildung zum/zur Biologie­mo­dell­macher/in vielleicht genau zu dir. Du baust dreidi­men­sionale Modelle von Zellen, Organen oder ganzen Lebewesen. Mit ihnen lernen Studierende, Schüler/innen und Museums­be­sucher/innen. Du verbindest künstle­risches Talent, handwerk­liches Geschick und naturwis­sen­schaftliche Genauigkeit. Hier erfährst du, was du als Biologie­mo­dell­macher/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Biologie­mo­dell­macher/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
1. Jahr725 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Was macht ein/e Biologie­mo­dell­macher/in?

Du recher­chierst, gestaltest und setzt deine Ideen mit viel Handwerk um. Mikroskopisch kleine Zellen, kompli­zierte Organismen oder ganze Ökosysteme werden bei dir zu Modellen für Lehre und Forschung. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Recherche und Konzept: Du recherchierst biologische Strukturen in Fachliteratur, Abbildungen und Daten. Du planst Maßstab, Material und wie das Modell Wissen vermitteln soll.
  • Entwurf: Du zeichnest Entwürfe und planst Formen oft am Computer mit CAD. Du modellierst mit Ton, Gips, Wachs, Kunststoff oder Harz.
  • Fertigung: Du schnitzt, fräst, gießt, laminierst und klebst die Bauteile. Deine Werkzeuge reichen vom feinen Skalpell bis zum 3D-Drucker.
  • Farbe und Details: Du bemalst die Modelle naturgetreu, oft Schicht für Schicht. So werden Zellorganellen, Nervenbahnen oder Gefäße sichtbar.
  • Montage: Du fügst die Teile zusammen und montierst sie auf Sockeln oder in Vitrinen.
  • Restaurierung: Du reparierst und restaurierst Modelle in Sammlungen und Museen.
  • Material und Werkzeug: Du kennst die Eigenschaften vieler Materialien und pflegst Werkzeuge und Maschinen.
  • Beratung: Du arbeitest eng mit Biolog/innen, Mediziner/innen, Präparator/innen und Museumspädagog/innen zusammen.
bio-modell

Wo arbeitest du als Biologie­mo­dell­macher/in?

Du arbeitest in spezia­li­sierten Werkstätten an Univer­sitäten und Hochschulen, vor allem in biologischen oder medizi­nischen Fakultäten. Auch naturkundliche Museen, die medizi­nische Ausbildung und freibe­rufliche Modell­macher/innen kommen infrage. Deine Umgebung ist eine Mischung aus Werkstatt und Labor. Oft arbeitest du allein und tauschst dich mit Fachleuten aus.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Biologie­mo­dell­macher/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual, gehört zum Handwerk und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Ausbil­dungs­betrieb lernst du Modellbau, Materi­al­be­ar­beitung und künstle­rische Gestaltung. Das sind oft Univer­sitäten, naturkundliche Museen oder spezia­li­sierte Handwerks­be­triebe. In der Berufs­schule geht es um Zellbiologie, Anatomie, Zoologie und Botanik, um Materi­alkunde, technisches Zeichnen, Farbenlehre, Kunstge­schichte und Didaktik. Dazu kommen Arbeits­schutz und Umwelt­standards.

Das lernst du unter anderem:

  • Biologie: Anatomie von Pflanzen, Tieren und Menschen, Zellstrukturen und ökologische Zusammenhänge
  • Formtechniken: Modellieren, Schnitzen, Gießen und Laminieren mit Wachs, Gips, Kunststoff, Silikon und Harz
  • Feinarbeit: kleinste Bauteile zuschneiden, schleifen, bohren und montieren
  • Farbe: Maltechniken, Farben mischen und Lacke auftragen
  • Werkzeuge und Maschinen: Modellbauwerkzeuge, 3D-Scanner und 3D-Drucker
  • Technisches Zeichnen und CAD: Pläne lesen und eigene Pläne erstellen
  • Restaurierung: Modelle und Sammlungsstücke erhalten und reparieren
  • Didaktik: Modelle so aufbereiten, dass sie komplexe Inhalte verständlich machen
  • Arbeitssicherheit und Umweltschutz: sicher mit Chemikalien umgehen und Reste richtig entsorgen

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Biologie­mo­dell­macher/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
  • künstlerisches Talent und handwerkliches Geschick
  • Interesse an Biologie und Naturwissenschaften
  • eine sorgfältige, genaue und geduldige Arbeitsweise
  • räumliches Vorstellungsvermögen und ein Auge für Details
  • Kreativität
  • gutes Farbsehen und eine ruhige Hand
  • Teamfähigkeit für größere Projekte
  • keine Allergien gegen Kunststoffe, Farben oder andere Modellbaumaterialien

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 725 €
2. Ausbildungsjahr 875 €
3. Ausbildungsjahr 1.000 €

Passt die Ausbildung zum/zur Biologie­mo­dell­macher/in zu dir?

Du liebst Biologie und kreatives Arbeiten? Dann lohnt sich ein genauer Blick. Das spricht für die Ausbildung:

  • Leidenschaft für Biologie: Du hilfst anderen, Biologie besser zu verstehen.
  • Kreativität: Du gestaltest und baust Modelle mit deinen Händen.
  • Genauigkeit: Deine Modelle sind detailgetreu.
  • Zusammenarbeit: Du arbeitest mit Wissenschaftler/innen, Lehrkräften und anderen Fachleuten.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Biologie­mo­dell­macher/in?

Was du als Biologie­mo­dell­macher/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Tiere und Pflanzen detailgenau zeichnet, mit Fimo oder Ton kleine Figuren modelliert oder im Modellbau Landschaften gestaltet, zeigt Betrieben künstle­risches Talent und eine ruhige Hand. Wer dazu in der Bio-AG Präparate untersucht und für die Theater-AG Kulissen baut, beweist Interesse an Naturwis­sen­schaften und Teamgeist. Wenn dich Präparate und Sammlungen reizen, schau dir Technische/r Assistent/in naturkundliche Museen an. Für Modelle aus Technik und Industrie passt Technische/r Modellbauer/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • detailgenau Tiere und Pflanzen zeichnest Genauigkeit
  • mit Fimo oder Ton kleine Figuren modellierst Fingerspitzengefühl
  • im Modellbau kleine Landschaften gestaltest Kreativität
  • in der Bio-AG Präparate untersuchst Neugier
  • für die Theater-AG Kulissen baust Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 3 · Wie häufig?

    1

    Betrieb bildet aus

    Platz 322 von 340 Berufen.

  • 2 von 3 · Wo?

    • Bayern1

    Die meisten Betriebe: Coburg

  • 3 von 3 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Dein Beruf ist ein seltenes Handwerk. Du trägst zur Wissens­ver­mittlung bei und hilfst, naturkundliche Sammlungen zu bewahren. Es gibt nur wenige Stellen, die Nachfrage ist aber beständig. Wenn du engagiert, kreativ und wissen­schaftlich interessiert bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:

  • an Universitäten und Hochschulen, etwa in anatomischen Sammlungen
  • in naturkundlichen Museen und Schulbiologiezentren
  • bei Herstellern von Lehrmitteln
  • in der medizinischen Ausbildung, zum Beispiel an Kliniken für Anatomie oder Pathologie
  • in Tierparks und Zoos für Ausstellungen
  • selbstständig mit Auftragsarbeiten

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Meister/in im Handwerk: etwa in verwandten Bereichen wie Bildhauerei oder Feinwerkmechanik, auch für einen eigenen Betrieb
  • Techniker/in: zum Beispiel für Produktdesign, Modellbau oder Feinwerktechnik
  • Spezialisierung: etwa auf medizinische Simulationsmodelle, 3D-Druck oder die Restaurierung historischer Präparate
  • Studium: mit Hochschulreife etwa Biologie, Produktdesign, Kommunikationsdesign, Restaurierung oder Museologie
  • Ausstellungsgestalter/in: Mit Erfahrung gestaltest du größere Ausstellungen mit.

Fazit: Wissen, das man anfassen kann

Als Biologie­mo­dell­macher/in verbindest du künstle­risches Können mit deiner Faszination für das Leben. Du machst komplexe Inhalte begreifbar und leistest einen Beitrag zur Bildung. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Danach kannst du dich spezia­li­sieren, weiter­bilden oder studieren.

Neugierig geworden? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Kunsthandwerk, Schmuck und Instrumente.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Biologiemodellmacher/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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