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Ausbildung Brauer/in und Mälzer/in

Ausbildung: Vom Getrei­dekorn zum Bier im Glas

Symbolbild: Ausbildung Brauer/in und Mälzer/in

Wie wird aus Getreide, Hopfen, Hefe und Wasser ein gutes Bier? Genau das lernst du in der Ausbildung zum/zur Brauer/in und Mälzer/in. Du begleitest den ganzen Weg vom Getrei­dekorn bis zum fertigen Bier. Du stellst Malz her, braust im Sudhaus und überwachst Gärung und Reifung. Du arbeitest mit modernen Anlagen und prüfst die Qualität im Labor und mit deinen Sinnen. Dafür brauchst du technisches Verständnis und ein feines Gespür für Geschmack und Geruch. Hier erfährst du, was du als Brauer/in und Mälzer/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Brauer/in und Mälzer/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr782 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie sagt man noch zu dem Beruf?

Im Alltag sagt man auch: Bierbrauer/in

Was macht ein/e Brauer/in und Mälzer/in?

Du steuerst und überwachst die Prozesse beim Brauen und Mälzen. Du bist Lebens­mit­tel­technolog/in, Handwerker/in und Qualitäts­prüfer/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Mälzen: Du wählst Gerste, Weizen oder andere Getreidesorten aus. Du weichst das Getreide ein, lässt es keimen und röstest es. So entsteht Malz. Es bestimmt Aroma und Farbe des Bieres.
  • Maischen und Läutern: Im Sudhaus mischst du geschrotetes Malz mit Wasser und erhitzt es schrittweise. Enzyme wandeln dabei Stärke in Zucker um. Dann trennst du die flüssige Würze vom festen Treber.
  • Würze kochen: Du kochst die Würze und gibst den Hopfen dazu. Er sorgt für Bittere und Aroma. Du weißt, wann welche Hopfensorte hineinkommt.
  • Gärung und Reifung: Du gibst Hefe zur gekühlten Würze. Sie wandelt Zucker in Alkohol und Kohlensäure um. Du überwachst Temperatur, Druck und Dauer und begleitest die Reifung in den Tanks.
  • Filtrieren und Abfüllen: Du filtrierst das Bier und füllst es in Flaschen, Fässer oder Dosen.
  • Qualitätskontrolle: Du nimmst Proben und machst chemische und mikrobiologische Analysen. Du prüfst Geruch, Geschmack, Farbe und Schaum.
  • Reinigung und Wartung: Hygiene ist beim Brauen entscheidend. Du reinigst und wartest Braukessel, Gärbottiche, Tanks und Abfüllanlagen.
  • Steuerungstechnik: Du liest Produktionsdaten ab, dokumentierst Prozesse und bedienst moderne Steueranlagen.
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Wo arbeitest du als Brauer/in und Mälzer/in?

Du arbeitest in Brauereien oder Mälzereien. Das reicht von kleinen Craft-Brauereien bis zu Großbrauereien. Dein Arbeitsplatz ist die Produk­ti­onshalle mit modernen Anlagen. Typische Gerüche und Dämpfe gehören dort dazu.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Brauer/in und Mälzer/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Die Praxis lernst du in einer Brauerei oder Mälzerei, an den Anlagen und im Labor. In der Berufs­schule geht es um Rohstoffkunde, Gärung, Brautech­nologie, Mälzerei­technik, Qualitäts­si­cherung, Sensorik und Maschi­nenkunde. Auch Umwelt­schutz und gesetzliche Vorschriften wie das Deutsche Reinheitsgebot von 1516 gehören dazu.

Das lernst du unter anderem:

  • Rohstoffkunde: Gerste, Weizen, Hopfen, Hefe und Wasser und ihre Bedeutung beim Brauen.
  • Mälzereitechnik: von der Getreideannahme über Weichen und Keimen bis zum Darren und Putzen des Malzes.
  • Brautechnologie: Maischen, Läutern, Würzekochen, Hopfengabe, Gärung und Reifung.
  • Chemie und Mikrobiologie: chemische Reaktionen und die Rolle der Hefe.
  • Sensorik und Qualitätssicherung: Du schulst Geschmack und Geruch und lernst Prüfmethoden.
  • Anlagen: Brauanlagen, Gär- und Lagertanks, Filter und Abfüllanlagen sicher bedienen und pflegen.
  • Abfülltechnik: Bier in Flaschen, Fässer oder Dosen abfüllen und Hygienestandards einhalten.
  • Vorschriften: Reinheitsgebot, Besteuerung und Kennzeichnung.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Brauer/in und Mälzer/in?

Was solltest du mitbringen?

  • guten Hauptschulabschluss oder mittleren Schulabschluss
  • technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
  • einen guten Geschmacks- und Geruchssinn
  • Interesse an Chemie und Biologie
  • eine sorgfältige und saubere Arbeitsweise
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Lust, körperlich anzupacken
  • Teamfähigkeit
  • keine Allergie gegen Getreide, Hopfen oder Hefe

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 782 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 879 € bis 1.512 €
3. Ausbildungsjahr 977 € bis 1.711 €

Passt die Ausbildung zum/zur Brauer/in und Mälzer/in zu dir?

Du willst wissen, wie Bier entsteht, und packst gern mit an? Dann schau dir diesen Beruf genauer an. Das spricht für dich:

  • Interesse am Brauen: Du willst die Herstellung von Grund auf verstehen.
  • Kreativität: Du hast Lust, neue Biersorten auszuprobieren.
  • Geschick: Du arbeitest gern mit den Händen und achtest auf Details.
  • Verantwortung: Du sorgst für Qualität und Sicherheit des Bieres.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Brauer/in und Mälzer/in?

Was du als Brauer/in und Mälzer/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Brot mit eigenem Sauerteig backt, in der Chemie-AG genau abmisst oder beim Kochen Gewürze am Geruch erkennt, zeigt Betrieben Sorgfalt und echtes Interesse an Rohstoffen. Ein Nebenjob oder ein Teamsport beweist dazu, dass du zuverlässig mitziehst, auch wenn es mal anstrengend wird. Wenn dich Säfte aus Obst reizen, schau dir Fachkraft Frucht­saft­technik an. Für Lebens­mittel aller Art passt Fachkraft Lebens­mit­tel­technik.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Brot mit Sauerteig backst und Rezepte ausprobierst Neugier
  • in der Chemie- oder Bio-AG Versuche machst Genauigkeit
  • beim Kochen Gerüche und Gewürze gut unterscheidest Geschmackssinn
  • Basketball oder Volleyball im Verein spielst Teamgeist
  • mit einem Nebenjob regelmäßig Verantwortung übernimmst Zuverlässigkeit

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Brauen ist ein Handwerk mit langer Tradition, das sich mit moderner Technik weiter­ent­wickelt. Mit deinem Wissen über Rohstoffe, Prozesse und Sensorik kannst du hier arbeiten:

  • in Brauereien, von der Gasthausbrauerei bis zur Großbrauerei
  • in Mälzereien
  • bei Getränkeherstellern, auch für alkoholfreie Getränke
  • in der Lebensmittelindustrie in Produktion und Qualitätskontrolle
  • in Forschung und Entwicklung der Lebensmitteltechnologie
  • als Selbstständige/r mit eigener Craft-Beer-Brauerei

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Brau- und Mälzermeister/in: Du leitest Betriebe, entwickelst neue Biersorten und bildest Azubis aus.
  • Techniker/in: in Lebensmitteltechnik oder Verfahrenstechnik für Produktion, Prozessoptimierung und Qualitätsmanagement
  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Craft Beer, Spezialitätenbiere, Laboranalytik oder Nachhaltigkeit in der Brauerei
  • Betriebswirt/in: für kaufmännische Aufgaben und Management
  • Studium: mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Brauerei- und Getränketechnologie, Lebensmitteltechnologie oder Verfahrenstechnik
  • Leitung: Mit Erfahrung führst du die Produktion oder die Qualitätskontrolle.

Fazit: Tradition trifft Technik

Als Brauer/in und Mälzer/in stellst du Malz und Bier her und begleitest jeden Schritt vom Korn bis zur Flasche. Du verbindest Handwerk, Technik und Naturwis­sen­schaft. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in werden, dich spezia­li­sieren oder studieren.

Neugierig geworden? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Brauer/in und Mälzer/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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