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Ausbildung Brauer/in und Mälzer/in
Ausbildung: Vom Getreidekorn zum Bier im Glas
Wie wird aus Getreide, Hopfen, Hefe und Wasser ein gutes Bier? Genau das lernst du in der Ausbildung zum/zur Brauer/in und Mälzer/in. Du begleitest den ganzen Weg vom Getreidekorn bis zum fertigen Bier. Du stellst Malz her, braust im Sudhaus und überwachst Gärung und Reifung. Du arbeitest mit modernen Anlagen und prüfst die Qualität im Labor und mit deinen Sinnen. Dafür brauchst du technisches Verständnis und ein feines Gespür für Geschmack und Geruch. Hier erfährst du, was du als Brauer/in und Mälzer/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Brauer/in und Mälzer/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie sagt man noch zu dem Beruf?
Im Alltag sagt man auch: Bierbrauer/in
Was macht ein/e Brauer/in und Mälzer/in?
Du steuerst und überwachst die Prozesse beim Brauen und Mälzen. Du bist Lebensmitteltechnolog/in, Handwerker/in und Qualitätsprüfer/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Mälzen: Du wählst Gerste, Weizen oder andere Getreidesorten aus. Du weichst das Getreide ein, lässt es keimen und röstest es. So entsteht Malz. Es bestimmt Aroma und Farbe des Bieres.
- Maischen und Läutern: Im Sudhaus mischst du geschrotetes Malz mit Wasser und erhitzt es schrittweise. Enzyme wandeln dabei Stärke in Zucker um. Dann trennst du die flüssige Würze vom festen Treber.
- Würze kochen: Du kochst die Würze und gibst den Hopfen dazu. Er sorgt für Bittere und Aroma. Du weißt, wann welche Hopfensorte hineinkommt.
- Gärung und Reifung: Du gibst Hefe zur gekühlten Würze. Sie wandelt Zucker in Alkohol und Kohlensäure um. Du überwachst Temperatur, Druck und Dauer und begleitest die Reifung in den Tanks.
- Filtrieren und Abfüllen: Du filtrierst das Bier und füllst es in Flaschen, Fässer oder Dosen.
- Qualitätskontrolle: Du nimmst Proben und machst chemische und mikrobiologische Analysen. Du prüfst Geruch, Geschmack, Farbe und Schaum.
- Reinigung und Wartung: Hygiene ist beim Brauen entscheidend. Du reinigst und wartest Braukessel, Gärbottiche, Tanks und Abfüllanlagen.
- Steuerungstechnik: Du liest Produktionsdaten ab, dokumentierst Prozesse und bedienst moderne Steueranlagen.
Wo arbeitest du als Brauer/in und Mälzer/in?
Du arbeitest in Brauereien oder Mälzereien. Das reicht von kleinen Craft-Brauereien bis zu Großbrauereien. Dein Arbeitsplatz ist die Produktionshalle mit modernen Anlagen. Typische Gerüche und Dämpfe gehören dort dazu.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Brauer/in und Mälzer/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Die Praxis lernst du in einer Brauerei oder Mälzerei, an den Anlagen und im Labor. In der Berufsschule geht es um Rohstoffkunde, Gärung, Brautechnologie, Mälzereitechnik, Qualitätssicherung, Sensorik und Maschinenkunde. Auch Umweltschutz und gesetzliche Vorschriften wie das Deutsche Reinheitsgebot von 1516 gehören dazu.
Das lernst du unter anderem:
- Rohstoffkunde: Gerste, Weizen, Hopfen, Hefe und Wasser und ihre Bedeutung beim Brauen.
- Mälzereitechnik: von der Getreideannahme über Weichen und Keimen bis zum Darren und Putzen des Malzes.
- Brautechnologie: Maischen, Läutern, Würzekochen, Hopfengabe, Gärung und Reifung.
- Chemie und Mikrobiologie: chemische Reaktionen und die Rolle der Hefe.
- Sensorik und Qualitätssicherung: Du schulst Geschmack und Geruch und lernst Prüfmethoden.
- Anlagen: Brauanlagen, Gär- und Lagertanks, Filter und Abfüllanlagen sicher bedienen und pflegen.
- Abfülltechnik: Bier in Flaschen, Fässer oder Dosen abfüllen und Hygienestandards einhalten.
- Vorschriften: Reinheitsgebot, Besteuerung und Kennzeichnung.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Brauer/in und Mälzer/in?
Was solltest du mitbringen?
- guten Hauptschulabschluss oder mittleren Schulabschluss
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- einen guten Geschmacks- und Geruchssinn
- Interesse an Chemie und Biologie
- eine sorgfältige und saubere Arbeitsweise
- Verantwortungsbewusstsein
- Lust, körperlich anzupacken
- Teamfähigkeit
- keine Allergie gegen Getreide, Hopfen oder Hefe
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 782 € bis 1.373 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 879 € bis 1.512 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 € bis 1.711 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Brauer/in und Mälzer/in zu dir?
Du willst wissen, wie Bier entsteht, und packst gern mit an? Dann schau dir diesen Beruf genauer an. Das spricht für dich:
- Interesse am Brauen: Du willst die Herstellung von Grund auf verstehen.
- Kreativität: Du hast Lust, neue Biersorten auszuprobieren.
- Geschick: Du arbeitest gern mit den Händen und achtest auf Details.
- Verantwortung: Du sorgst für Qualität und Sicherheit des Bieres.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Brauer/in und Mälzer/in?
Was du als Brauer/in und Mälzer/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Brot mit eigenem Sauerteig backt, in der Chemie-AG genau abmisst oder beim Kochen Gewürze am Geruch erkennt, zeigt Betrieben Sorgfalt und echtes Interesse an Rohstoffen. Ein Nebenjob oder ein Teamsport beweist dazu, dass du zuverlässig mitziehst, auch wenn es mal anstrengend wird. Wenn dich Säfte aus Obst reizen, schau dir Fachkraft Fruchtsafttechnik an. Für Lebensmittel aller Art passt Fachkraft Lebensmitteltechnik.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Brot mit Sauerteig backst und Rezepte ausprobierst Neugier
- in der Chemie- oder Bio-AG Versuche machst Genauigkeit
- beim Kochen Gerüche und Gewürze gut unterscheidest Geschmackssinn
- Basketball oder Volleyball im Verein spielst Teamgeist
- mit einem Nebenjob regelmäßig Verantwortung übernimmst Zuverlässigkeit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 140
Betriebe bilden aus
Platz 146 von 349 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 4. Betrieb
bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
Jeder 5. bildet auch Fachkraft Lagerlogistik aus.
3 von 4 · Wo?
- Bayern60
- Baden-Württemberg20
- Nordrhein-Westfalen10
Die meisten Betriebe: München, Landkreis Traunstein, Landkreis Ravensburg
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Brauen ist ein Handwerk mit langer Tradition, das sich mit moderner Technik weiterentwickelt. Mit deinem Wissen über Rohstoffe, Prozesse und Sensorik kannst du hier arbeiten:
- in Brauereien, von der Gasthausbrauerei bis zur Großbrauerei
- in Mälzereien
- bei Getränkeherstellern, auch für alkoholfreie Getränke
- in der Lebensmittelindustrie in Produktion und Qualitätskontrolle
- in Forschung und Entwicklung der Lebensmitteltechnologie
- als Selbstständige/r mit eigener Craft-Beer-Brauerei
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Brau- und Mälzermeister/in: Du leitest Betriebe, entwickelst neue Biersorten und bildest Azubis aus.
- Techniker/in: in Lebensmitteltechnik oder Verfahrenstechnik für Produktion, Prozessoptimierung und Qualitätsmanagement
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Craft Beer, Spezialitätenbiere, Laboranalytik oder Nachhaltigkeit in der Brauerei
- Betriebswirt/in: für kaufmännische Aufgaben und Management
- Studium: mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Brauerei- und Getränketechnologie, Lebensmitteltechnologie oder Verfahrenstechnik
- Leitung: Mit Erfahrung führst du die Produktion oder die Qualitätskontrolle.
Fazit: Tradition trifft Technik
Als Brauer/in und Mälzer/in stellst du Malz und Bier her und begleitest jeden Schritt vom Korn bis zur Flasche. Du verbindest Handwerk, Technik und Naturwissenschaft. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in werden, dich spezialisieren oder studieren.
Neugierig geworden? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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