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Ausbildung Brunnenbauer/in
Ausbildung: Tief bohren für sauberes Wasser
Was steckt eigentlich unter unseren Füßen? In der Ausbildung zum/zur Brunnenbauer/in findest du es heraus. Du bohrst tief in die Erde und erschließt Wasser. Du baust Brunnen für Trinkwasser und Bewässerung und bohrst für Anlagen, die Erdwärme nutzen. Dabei arbeitest du draußen, im Team und mit großen Maschinen. Du brauchst technisches Verständnis und packst gern mit an. Hier erfährst du, was du als Brunnenbauer/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Hinweis: Der Beruf wird ab August 2026 neu geordnet. Dann lernst du zusätzlich viel über Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Sanierung im Bestand.
Auf einen Blick
Brunnenbauer/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
In der DDR hieß der Beruf: Facharbeiter/in für geologische Bohrungen, Meliorationstechniker/in (Schwerpunkt Bewässerung)
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Brunnenbauer/in?
Deine Arbeit ist körperlich, technisch und findet meist im Freien statt. Du bist Bohrprofi, Rohrleitungsbauer/in und Umweltschützer/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Erkunden und planen: Du prüfst den Boden, liest geologische Karten und suchst die beste Stelle für die Bohrung. Du planst Bohrtiefe und Material mit.
- Baustelle einrichten: Du bringst Bohrgeräte, Rohre und Werkzeug zur Baustelle, baust alles auf und sicherst die Baustelle ab.
- Bohren: Du bedienst und überwachst große Bohrmaschinen. Du wechselst Bohrkronen und dokumentierst die Erdschichten.
- Brunnen ausbauen: Du setzt Brunnenrohre ein und baust Filterstrecken und Kiesfüllungen ein. Sie reinigen das Wasser und verbessern den Zufluss.
- Pumpen einbauen: Du montierst Tauchpumpen und andere Fördersysteme und schließt sie an den Strom an.
- Warten und sanieren: Du reinigst Filter, prüfst Pumpen und sanierst verschlammte oder undichte Brunnen.
- Erdwärmebohrungen: Du bohrst auch für Anlagen, die mit Erdwärme heizen und kühlen.
- Sicherheit und Umweltschutz: Du hältst die Sicherheitsvorschriften ein und schützt das Grundwasser.
Wo arbeitest du als Brunnenbauer/in?
Du arbeitest fast immer draußen auf Baustellen. Das können Felder, Gärten, Industriegelände oder Berghänge sein. Du bist im Team unterwegs, oft bei Wind und Wetter, und körperlich aktiv. Die Baustellen wechseln regelmäßig.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Brunnenbauer/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Die Praxis lernst du in einem Brunnenbauunternehmen direkt auf der Baustelle und an den Maschinen. In der Berufsschule geht es um Geologie, Hydrogeologie, also die Lehre vom Grundwasser, um Bohrtechnik, Pumpentechnik, Rohrleitungsbau, Maschinenkunde, Vermessung, Arbeitsschutz und Umweltschutz.
Das lernst du unter anderem:
- Geologie und Hydrogeologie: Gesteinsarten, Bodenschichten und wie sich Grundwasser bildet und bewegt.
- Bohrverfahren: zum Beispiel Spülbohrung, Trockenbohrung und Imlochhammerbohrung sowie Aufbau und Bedienung von Bohranlagen.
- Rohre und Filter: Rohre verbinden, Filter und Kiesfüllungen einbauen und Bohrlöcher abdichten.
- Pumpen: Funktion, Einbau, Wartung und Reparatur von Pumpen und Fördersystemen.
- Messtechnik und Dokumentation: Bohrlöcher vermessen, Boden- und Wasserproben nehmen und Ergebnisse genau festhalten.
- Maschinen und Geräte: Bohrmaschinen, Kräne, Pumpen und andere Baugeräte bedienen und pflegen.
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz: Baustellen sichern, Grundwasser schützen und Bohrschlamm richtig entsorgen.
- Rechtliche Grundlagen: Wasserrecht und Vorschriften zur Geothermie.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Brunnenbauer/in?
Was solltest du mitbringen?
- guten Hauptschulabschluss oder mittleren Schulabschluss
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- körperliche Fitness für die Arbeit im Freien
- Interesse an Naturwissenschaften, besonders an Geologie und Wasser
- eine sorgfältige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise
- Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
- Schwindelfreiheit für die Arbeit an Bohrtürmen
- Lust, bei jedem Wetter und auf wechselnden Baustellen zu arbeiten
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.122 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.351 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.610 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Brunnenbauer/in zu dir?
Du bist gern draußen und willst mit großen Maschinen arbeiten? Dann schau dir diesen Beruf genauer an. Das spricht für dich:
- Interesse an Wasser: Dir liegen Wasser und Umweltschutz am Herzen.
- Technisches Geschick: Maschinen und Geräte reizen dich.
- Naturverbundenheit: Du arbeitest gern im Freien.
- Verantwortung: Du sorgst für die sichere Gewinnung von sauberem Wasser.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Brunnenbauer/in?
Was du als Brunnenbauer/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer bei jedem Wetter draußen ist, beim Bachputztag anpackt oder mit dem Technikbaukasten Maschinen nachbaut, zeigt Betrieben Robustheit und Technikinteresse. Ein Mannschaftssport zeigt dazu, dass du im Team mitziehst, denn auf der Baustelle bist du nie allein. Wenn dich Wasser an Flüssen und Küsten reizt, schau dir Wasserbauer/in an. Für große Bohrmaschinen passt Spezialtiefbauer/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- bei jedem Wetter draußen unterwegs bist Belastbarkeit
- beim Bachputztag oder Naturschutzprojekt anpackst Engagement
- mit Technikbaukästen Maschinen nachbaust Technikinteresse
- Fußball, Rugby oder Hockey im Verein spielst Teamgeist
- im Garten bei Pumpe und Bewässerung mithilfst Geschick
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 40
Betriebe bilden aus
Platz 197 von 344 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 4. Betrieb
bildet auch Baugeräteführer/in aus.
Fast jeder 4. bildet auch Kaufmann/frau Büromanagement aus.
3 von 4 · Wo?
- Niedersachsen7
- Bayern6
- Brandenburg6
Die meisten Betriebe: Landkreis München, Landkreis Märkisch-Oderland, Landkreis Potsdam-Mittelmark
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Als Brunnenbauer/in sorgst du für sauberes Wasser und hilfst bei der Energiegewinnung aus Erdwärme. Hier kannst du arbeiten:
- in Brunnenbauunternehmen und im Spezialtiefbau
- bei Energieversorgern für Geothermiebohrungen
- bei Kommunen und Wasserwerken
- in der Landwirtschaft für Bewässerungsbrunnen
- bei Umweltämtern zur Überwachung des Grundwassers
- im Tiefbau
- als Selbstständige/r mit eigenem Betrieb
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Brunnenbauermeister/in: Du kannst einen eigenen Betrieb führen, Azubis ausbilden und leitende Aufgaben übernehmen.
- Techniker/in: in Bohrtechnik, Umwelttechnik oder Bautechnik für Planung und Projektmanagement
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Geothermie, Horizontalbohrtechnik, Brunnenregenerierung, Spezialtiefgründung oder Erkundungsbohrungen
- Bauleiter/in oder Vorarbeiter/in: Mit Erfahrung übernimmst du Verantwortung für Baustellen und Teams.
- Studium: mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Bauingenieurwesen, Umwelttechnik, Geowissenschaften oder Rohstoffingenieurwesen
- Fachkraft für Arbeitssicherheit: für den Arbeitsschutz auf Baustellen
Fazit: Wasser aus der Tiefe
Als Brunnenbauer/in bohrst du tief in die Erde und machst Wasser und Erdwärme nutzbar. Du arbeitest draußen, im Team und mit schweren Maschinen. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in werden, dich spezialisieren oder studieren.
Lust auf Arbeit mit Tiefgang? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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