Schnellstart.
11 Branchen in Handel & Dienstleister
7 Branchen in Handwerk
3 Branchen in Industrie & Logistik
Ausbildung Bürsten- und Pinselmacher/in
Ausbildung: Feine Fasern, genaue Handarbeit
Hast du dich schon mal gefragt, wie ein guter Pinsel entsteht? In der Ausbildung zum/zur Bürsten- und Pinselmacher/in lernst du genau das. Du stellst Bürsten, Besen und Pinsel her, die im Alltag, in der Kunst und in der Industrie gebraucht werden. Du arbeitest mit Tierhaaren, Pflanzenfasern und Kunstborsten. Stiele und Körper fertigst du aus Holz, Kunststoff oder Metall. Dafür brauchst du Fingerspitzengefühl und Geduld. Hier erfährst du, was du als Bürsten- und Pinselmacher/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Bürsten- und Pinselmacher/in auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1984 hieß er Borstpinselmacher/in.
- bis 1984Borstpinselmacher/
in - seit 1984Bürsten- und Pinselmacher/
in
In der DDR hieß der Beruf: Bürsten- und Pinselfacharbeiter/in, Facharbeiter/in für Anlagentechnik (Bürstenwaren)
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Bürsten- und Pinselmacher/in?
Du verarbeitest Fasern zu Bürsten und Pinseln. Du bist Handwerker/in, Materialkenner/in und Gestalter/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Material vorbereiten: Du wählst Naturhaar wie Rosshaar, Ziegenhaar oder Dachshaar, Pflanzenfasern wie Kokos oder Arenga oder Kunstborsten aus. Du reinigst, sortierst und mischst die Fasern.
- Fasern bündeln und einsetzen: Du fasst die Fasern zu Bündeln zusammen und setzt sie in Bürstenkörper oder Pinselstiele. Dafür ziehst du sie ein, bohrst sie ein oder klebst sie. Die Borsten müssen fest sitzen.
- Körper und Stiele fertigen: Du sägst, bohrst, schleifst und polierst Körper und Stiele aus Holz, Kunststoff oder Metall. Sie sollen gut in der Hand liegen und schön aussehen.
- Fertigstellen und prüfen: Du schneidest die Borsten auf Länge und Form und prüfst jedes Stück auf Qualität und Festigkeit.
- Reparieren: Du arbeitest alte oder beschädigte Bürsten und Pinsel auf.
- Maschinen bedienen: Du nutzt Bohrmaschinen, Trimmmaschinen und Mischmaschinen für Fasern.
Wo arbeitest du als Bürsten- und Pinselmacher/in?
Du arbeitest vor allem in Bürsten- und Pinselmanufakturen und bei Herstellern von technischen Bürsten. Auch Restaurierungswerkstätten kommen infrage. Später kannst du dich selbstständig machen. Dein Arbeitsplatz ist die Werkstatt. Staub und bei Naturmaterialien auch Gerüche gehören dazu.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Bürsten- und Pinselmacher/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Die Praxis lernst du im Handwerksbetrieb an der Werkbank und an den Maschinen. In der Berufsschule geht es um Materialkunde, Fertigungstechniken, Werkzeugkunde, Produktgestaltung, Qualitätssicherung und Arbeitsschutz.
Das lernst du unter anderem:
- Materialkunde: Natur- und Kunstfasern, Hölzer, Metalle und Kunststoffe.
- Fertigungstechniken: Borsten einziehen, einbohren, kleben und klammern sowie Körper und Stiele sägen, bohren, schleifen und polieren.
- Werkzeugkunde: Handwerkzeug und Spezialmaschinen sicher bedienen und pflegen.
- Produktgestaltung: Form, Funktion und Handhabung von Bürsten und Pinseln für Haushalt, Körperpflege, Kunst und Industrie.
- Qualitätskontrolle: Rohstoffe, Zwischenprodukte und fertige Ware prüfen.
- Arbeitsschutz und Hygiene: sicher arbeiten und Hygienevorschriften einhalten.
- Kaufmännische Grundlagen: Kostenrechnung, Lagerhaltung und Kundenberatung.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Bürsten- und Pinselmacher/in?
Was solltest du mitbringen?
- guten Hauptschulabschluss oder mittleren Schulabschluss
- handwerkliches Geschick und Fingerspitzengefühl
- eine sorgfältige und geduldige Arbeitsweise
- ein gutes Auge für Formen und Materialien
- Kreativität
- Interesse an traditionellen Handwerkstechniken
- körperliche Belastbarkeit, denn du stehst oft
- keine Allergie gegen Tierhaare, Holzstaub oder Klebstoffe
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Jahr | Vergütung |
|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | 600 EUR |
| 2. Ausbildungsjahr | 660 EUR |
| 3. Ausbildungsjahr | 700 EUR |
Passt die Ausbildung zum/zur Bürsten- und Pinselmacher/in zu dir?
Du arbeitest gern mit den Händen und achtest auf jedes Detail? Dann schau dir diesen Beruf genauer an. Das spricht für dich:
- Kreativität: Du gestaltest gern eigene Produkte.
- Geschick: Du hast Liebe zum Detail.
- Qualitätsbewusstsein: Dir ist sorgfältige Arbeit wichtig.
- Nachhaltigkeit: Du willst langlebige Produkte herstellen.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Bürsten- und Pinselmacher/in?
Was du als Bürsten- und Pinselmacher/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Freundschaftsbänder knüpft, mit Perlen feine Handarbeiten macht oder seine Pinsel nach dem Malen sorgfältig pflegt, zeigt Betrieben Fingerspitzengefühl und Geduld. Ein Instrument, das du seit Jahren übst, und ein Ehrenamt im Repair-Café beweisen dazu Ausdauer und Sinn für Nachhaltigkeit. Wenn dich Körbe und Geflechte reizen, schau dir Flechtwerkgestalter/in an. Für gedrechselte Holzteile passt Drechsler/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Freundschaftsbänder knüpfst oder Perlenschmuck machst Fingerspitzengefühl
- mit Holz schnitzt und schleifst Geschick
- deine Malsachen und Pinsel sorgfältig pflegst Sorgfalt
- seit Jahren ein Instrument übst Ausdauer
- im Repair-Café ehrenamtlich Dinge reparierst Nachhaltigkeit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 3 · Wie häufig?
6
Betriebe bilden aus
Platz 278 von 340 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Bayern4
- Sachsen2
Die meisten Betriebe: Landkreis Ansbach, Erzgebirgskreis, Nürnberg
3 von 3 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Viele Bürsten werden heute in Fabriken hergestellt. Hochwertige, handgemachte und spezielle Bürsten und Pinsel bleiben trotzdem gefragt, etwa für Restaurierung, Künstlerbedarf oder die Industrie. Hier kannst du arbeiten:
- in Bürsten- und Pinselmanufakturen, oft Familienbetriebe mit langer Tradition
- bei Herstellern technischer Bürsten für Industrieanlagen und Reinigungsmaschinen
- in Restaurierungswerkstätten
- im Fachhandel für Künstlerbedarf oder Haushaltsprodukte
- in der Entwicklung neuer Bürsten- und Pinseltypen
- als Selbstständige/r mit eigenem Atelier oder Laden
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Bürsten- und Pinselmachermeister/in: Du kannst einen eigenen Betrieb führen, Azubis ausbilden und leitende Aufgaben übernehmen.
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Künstlerpinsel, Restaurierung, Spezialbürsten für die Industrie oder Edelhaare
- Gestalter/in im Handwerk: Du entwickelst eigene Designs und vermarktest sie.
- Techniker/in: in Holztechnik oder Kunststofftechnik für die maschinelle Fertigung
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an Azubis weiter.
- Betriebswirt/in des Handwerks: für kaufmännische Aufgaben und Management
Fazit: Kleines Werkzeug, große Handwerkskunst
Als Bürsten- und Pinselmacher/in stellst du Bürsten und Pinsel her, die im Alltag, in der Kunst und in der Industrie gebraucht werden. Du verbindest traditionelle Technik mit Präzision. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in werden oder dich spezialisieren.
Lust auf dieses seltene Handwerk? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Kunsthandwerk, Schmuck und Instrumente.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
Worauf hast du noch Lust?
Stöbere weiter in Berufen und Tipps. Oder lass den Würfel entscheiden.
BerufMetallbildner/in Fachrichtung Gürtlertechnik
BerufGlasbläser/in
BerufSteinmetz/in & Steinbildhauer/in
BerufBühnenmaler/in Fachrichtung Malerei
BerufHolzblasinstrumentenmacher/in
BerufGold- und Silberschmied/in
BerufNaturwerksteinmechaniker/in
BerufHandzuginstrumentenmacher/inAlle anzeigen
BerufBerg- und Maschinenmann/frau Transport und Instandhaltung
BerufBodenleger/in
BerufZimmerer/in
BerufAusbaufacharbeiter/in Estricharbeiten
BerufAusbaufacharbeiter/in Stuckateurarbeiten
BerufBauwerksmechaniker/in Abbruch und Betontrenntechnik
BerufSchreiner/in
BerufStraßenbauer/inAlle Bereiche
Top 2026Medizinische/r Fachangestellte/r (MFA)
Top 2026Fachinformatiker/in
Top 2026Pflegefachmann/frau
Top 2026Kraftfahrzeugmechatroniker/in
Top 2026Umweltschutztechnische Assistenten
Top 2026Kaufmann/frau Büromanagement
Top 2026Industriekaufmann/frau
Top 2026Elektroniker/in Energie- und GebäudetechnikAlle anzeigen





