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Ausbildung Elektroniker/in Automatisierungs- und Systemtechnik
Ausbildung: Du bringst Maschinen das Denken bei
Wer sagt eigentlich einem Roboter, was er tun soll? Das kannst du sein, wenn du die Ausbildung zum/zur Elektroniker/in für Automatisierungs- und Systemtechnik machst. Du planst und installierst automatisierte Anlagen und programmierst ihre Steuerungen. Du findest Fehler, optimierst Abläufe und vernetzt Maschinen miteinander. Dafür brauchst du logisches Denken, Interesse an Elektrotechnik und Informatik und eine genaue Arbeitsweise. Du arbeitest direkt an den Anlagen, die moderne Industrie am Laufen halten. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auch bekannt als Industrieelektroniker/in.
Auf einen Blick
Elektroniker/in Automatisierungs- und Systemtechnik auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 2021 heißt er so wie heute.
- ab 1949 bis 2003Elektromechaniker/
in - 2003 bis 2021Elektroniker/
in Automatisierungstechnik - seit 2021Elektroniker/
in für Automatisierungs- und Systemtechnik
Im Alltag sagt man auch: Industrieelektroniker/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Elektroniker/in für Automatisierungs- und Systemtechnik?
Du entwirfst, programmierst, installierst und wartest Automatisierungsanlagen. Du bist Programmierer/in, Diagnostiker/in und Netzwerkprofi in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Anlagen planen und installieren: Du entwirfst Steuerungen, planst die Verkabelung und baust elektrische, pneumatische oder hydraulische Komponenten ein. Das kann in Produktionsstraßen, Robotersystemen oder Verpackungsanlagen sein. Du schließt Sensoren, Aktoren und Bedienfelder an.
- Programmieren und in Betrieb nehmen: Du schreibst und testest Programme für speicherprogrammierbare Steuerungen, kurz SPS, und für Roboter. Du stellst Parameter ein und nimmst die Anlagen in Betrieb.
- Fehler finden und optimieren: Wenn eine Anlage streikt, suchst du mit Diagnosetools die Ursache in Elektrik, Mechanik oder Software. Du optimierst Programme, damit Abläufe schneller werden oder weniger Energie brauchen.
- Warten: Du prüfst Komponenten, spielst Software-Updates ein und kalibrierst Sensoren. So beugst du Ausfällen vor.
- Netzwerke einrichten: Du konfigurierst industrielle Netzwerke wie Feldbusse und Industrial Ethernet, damit Maschinen miteinander kommunizieren.
- Sicherheit gewährleisten: Du hältst Normen ein und baust Not-Aus-Systeme und Sicherheitsfunktionen ein, die Mensch und Maschine schützen.
Wo arbeitest du?
Du arbeitest vor allem in Produktionshallen der Industrie, bei Maschinen- und Anlagenbauern, in Automatisierungsunternehmen oder bei Energieversorgern. Oft stehst du direkt an den Maschinen. Du arbeitest eigenverantwortlich und im Team mit Ingenieur/innen und anderen Fachkräften. Rufbereitschaft und Schichtarbeit sind in diesem Bereich häufig.
Wie läuft die Ausbildung ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Dein Ausbildungsbetrieb kann ein Industrieunternehmen, ein Maschinenbauer oder ein Spezialist für Automatisierung sein. Dort lernst du an Anlagen und Robotersystemen. Du lernst Steuerungen, Messgeräte und Antriebe kennen. In der Berufsschule geht es um Elektrotechnik, Elektronik, Informatik, Steuerungstechnik mit SPS und Roboterprogrammierung, Netzwerk- und Messtechnik, Mathematik, Physik sowie Arbeits- und Umweltschutz.
Das lernst du unter anderem:
- Elektrotechnik und Elektronik: Stromkreise und Bauelemente in Automatisierungssystemen
- Steuerungstechnik: Du programmierst SPS und Roboter, baust Regelkreise auf und vernetzt Komponenten.
- Sensorik und Aktorik: Du setzt Sensoren für Position, Temperatur und Druck ein und steuerst Motoren und Ventile.
- Industrielle Netzwerke: Du lernst Bussysteme wie Profibus und Profinet kennen.
- Messtechnik und Diagnose: Du suchst Fehler mit Messgeräten und Diagnosesoftware.
- Montage: Du montierst, verdrahtest und nimmst Anlagen in Betrieb.
- Dokumentation: Du liest und erstellst Schaltpläne, Funktionsbeschreibungen und Programme.
- Anlagensicherheit: Du kennst die Vorschriften und baust Sicherheitstechnik ein.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Elektroniker/in für Automatisierungs- und Systemtechnik?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Realschulabschluss oder Abitur/Fachabitur
- Interesse an Elektrotechnik, Informatik und Mechanik
- logisches und analytisches Denken
- eine sorgfältige Arbeitsweise
- Freude am Lösen von Problemen
- Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
- Teamfähigkeit
- Lernbereitschaft, denn die Technik entwickelt sich schnell
- räumliches Vorstellungsvermögen
- Lust auf komplexe Systeme und große Maschinen
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 800 € bis 1.140 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 € bis 1.190 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 € bis 1.290 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.014 € bis 1.390 € |
Passt die Ausbildung als Elektroniker/in für Automatisierungs- und Systemtechnik zu dir?
Du tüftelst gern an Technik und willst wissen, wie Maschinen ticken? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Vielfalt: Du planst, programmierst, installierst und wartest.
- Verantwortung: Ganze Produktionsanlagen laufen dank dir zuverlässig und sicher.
- Technik von morgen: Du arbeitest mit Robotern, Steuerungen und vernetzten Systemen.
- Kopf und Hand: Du verbindest logisches Denken mit praktischer Arbeit an der Anlage.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Elektroniker/in Automatisierungs- und Systemtechnik?
Was du als Elektroniker/in Automatisierungs- und Systemtechnik jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer mit Arduino oder Lego Technic Roboter baut, kleine Abläufe programmiert oder zu Hause das WLAN einrichtet, zeigt Betrieben logisches Denken und Freude am Tüfteln. Wer in der Robotik-AG mit anderen an einem Wettbewerb arbeitet oder im Verein Volleyball spielt, beweist dazu Teamfähigkeit und Ausdauer. Wenn dich Mechanik genauso reizt wie Elektronik, schau dir Mechatroniker/in an. Für Anlagen im laufenden Betrieb passt Elektroniker/in Betriebstechnik.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- mit Arduino oder Lego Technic Roboter baust Technikverständnis
- kleine Abläufe am PC programmierst Logisches Denken
- zu Hause WLAN und Smart Home einrichtest Digitale Fitness
- in der Robotik-AG an Wettbewerben teilnimmst Teamgeist
- Volleyball im Verein spielst und dranbleibst Ausdauer
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 660
Betriebe bilden aus
Platz 35 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 2. Betrieb
bildet auch Industriemechaniker/in aus.
Jeder 3. bildet auch Mechatroniker/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Baden-Württemberg130
- Bayern130
- Nordrhein-Westfalen130
Die meisten Betriebe: Hamburg, Berlin, Kreis Gütersloh
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Digitalisierung, Vernetzung und Roboter spielen in der Produktion eine immer größere Rolle. Dafür braucht die Industrie Fachkräfte wie dich. Wenn du lernbereit bist und neue Ideen einbringst, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:
- in Industrieunternehmen aller Branchen, zum Beispiel Automobil, Maschinenbau, Chemie, Lebensmittel, Pharma und Logistik
- bei Herstellern von Automatisierungstechnik
- bei Robotikunternehmen
- in Ingenieurbüros für Automatisierungstechnik
- bei Systemintegratoren, die fertige Automatisierungslösungen anbieten
- in Forschung und Entwicklung
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Industriemeister/in Elektrotechnik: für leitende Aufgaben in Produktion, Instandhaltung oder Qualitätssicherung und für die Ausbildung
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in: in Automatisierungstechnik, Elektrotechnik oder Mechatronik
- Zertifikate: zum Beispiel in SPS-Programmierung, Robotik, industriellen Netzwerken oder funktionaler Sicherheit
- Geprüfte/r Prozessmanager/in Elektrotechnik: wenn du Fertigungsprozesse optimieren willst
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du Automatisierungstechnik, Mechatronik, Elektrotechnik oder Robotik studieren.
Fazit: Du steuerst die Produktion von morgen
Als Elektroniker/in für Automatisierungs- und Systemtechnik verbindest du Elektrotechnik, Informatik und Praxis. Du sorgst dafür, dass Anlagen und Roboter effizient arbeiten. Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in oder Techniker/in werden, dich spezialisieren oder studieren.
Lust auf Automatisierung? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Elektroniker.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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