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Ausbildung Elektroniker/in Betriebs­technik

Ausbildung: Damit die Produktion weiterläuft

Symbolbild: Ausbildung Elektroniker/in Betriebstechnik

Das Band steht still und alle schauen auf dich? Als Elektroniker/in für Betriebs­technik findest du den Fehler und bringst die Anlage wieder zum Laufen. In der Ausbildung zum/zur Elektroniker/in für Betriebs­technik lernst du, große elektrische Anlagen zu instal­lieren, zu program­mieren und zu warten. Du arbeitest in Fabriken, Kraftwerken und anderen großen Betrieben. Dafür brauchst du technisches Verständnis, Spürsinn bei der Fehlersuche und Verant­wor­tungs­be­wusstsein. Deine Arbeit sorgt dafür, dass die Lichter anbleiben und die Produktion läuft. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Elektroniker/in Betriebs­technik auf einen Blick

Dauer3,5 Jahre
Ausbildungdual, Elektroniker
1. Jahr800 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 2003 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 2 Berufen wurde einer.

  1. 1987 bis 2003Ener­gie­elek­tro­ni­ker/in Fach­rich­tung Anlagen­tech­nik
  2. 1987 bis 2003Ener­gie­elek­tro­ni­ker/in Fach­rich­tung Betriebs­tech­nik
  3. seit 2003Elek­tro­ni­ker/in für Betriebs­tech­nik

In der DDR hieß der Beruf: Elektro­mon­tierer/in, Elektro­si­gnal­me­chaniker/in, Fachar­beiter/in für Anlagen und Geräte (Elektro­en­er­gie­er­zeugung/Turbinen­betrieb)

Im Alltag sagt man auch: Betriebs­elek­triker/in, Betriebs­elek­troniker/in, Energie­an­la­gen­elek­troniker/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Elektroniker/in für Betriebs­technik?

Du instal­lierst, program­mierst, wartest und reparierst industrielle Anlagen. Du bist Instal­lateur/in, Program­mierer/in und Sicher­heitsprofi zugleich. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Anlagen aufbauen: Du baust elektrische Anlagen in Produktionshallen, Kraftwerken oder Schaltzentralen auf. Du verlegst Kabel und installierst Schaltschränke, Motoren, Sensoren und Aktoren nach Schaltplan.
  • In Betrieb nehmen und programmieren: Du misst Ströme und Spannungen und nimmst Anlagen in Betrieb. Ein großer Teil deiner Arbeit ist das Programmieren von speicherprogrammierbaren Steuerungen, kurz SPS. Sie regeln Prozesse vom Roboterarm bis zur automatischen Fertigungsstraße.
  • Warten: Du prüfst Bauteile, tauschst Verschleißteile und spielst Software-Updates ein. So verhinderst du Ausfälle.
  • Fehler finden: Steht eine Anlage still, suchst du mit Diagnosetools und Messgeräten die Ursache in Elektrik, Mechanik oder Software. Oft arbeitest du dabei unter Zeitdruck.
  • Optimieren und modernisieren: Du schlägst Verbesserungen vor, senkst den Energieverbrauch und bindest neue Technik ein.
  • Sicherheit gewährleisten: Bei Starkstrom und großen Maschinen ist Achtsamkeit Pflicht. Du hältst alle Vorschriften ein und prüfst die Anlagen.
strom

Wo arbeitest du?

Du arbeitest vor allem in Produk­ti­ons­hallen der Industrie, bei Energie­ver­sorgern, in Kläranlagen, Kranken­häusern oder Flughäfen. Oft stehst du direkt an den Anlagen. Du arbeitest eigenver­ant­wortlich und im Team. Damit alles rund läuft, sind Rufbereit­schaft und Schicht­arbeit oft üblich.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Dein Ausbil­dungs­betrieb kann ein großes Industrie­un­ter­nehmen, ein Energie­ver­sorger oder ein spezia­li­sierter Elektro­betrieb sein. Dort lernst du direkt an Anlagen, Steuerungen und Antrieben. In der Berufs­schule geht es um Elektro­technik, Elektronik, Automa­ti­sierungs- und Steuerungs­technik mit SPS, Mess- und Regelungs­technik, Pneumatik und Hydraulik, Sicher­heits­technik, Mathematik und Physik.

Das lernst du unter anderem:

  • Elektrische Grundlagen: Strom, Spannung, Widerstand, Leistung und Bauteile in der Industrie
  • Schalt- und Stromlaufpläne: Du liest, erstellst und setzt Pläne für Anlagen und Maschinen um.
  • Automatisierung: Du programmierst SPS und verstehst Sensoren, Aktoren und Regelkreise.
  • Antriebstechnik: Elektromotoren, Frequenzumrichter und Antriebssysteme
  • Messtechnik und Diagnose: Du prüfst elektrische Größen und suchst Fehler systematisch.
  • Montage: Du montierst, verdrahtest und nimmst Anlagen in Betrieb.
  • Industrielle Netzwerke: Grundlagen zu Feldbussen und Industrial Ethernet
  • Arbeits- und Umweltschutz: Sicherheit bei Anlagen, Maschinen und Gefahrstoffen

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Elektroniker/in für Betriebs­technik?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
  • technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
  • logisches und analytisches Denken
  • eine sorgfältige Arbeitsweise
  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Lernbereitschaft, denn die Technik entwickelt sich schnell
  • Lust auf komplexe Systeme und große Maschinen
  • eine gute körperliche Verfassung für Arbeiten in der Höhe oder in engen Räumen

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 800 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.408 €
3. Ausbildungsjahr 977 € bis 1.489 €
4. Ausbildungsjahr 1.014 € bis 1.563 €

Passt die Ausbildung als Elektroniker/in für Betriebs­technik zu dir?

Du willst verstehen, wie große Anlagen funktio­nieren, und packst an, wenn etwas klemmt? Dann könnte dieser Beruf zu dir passen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Vielseitigkeit: Du arbeitest in Energieversorgung, Industrieanlagen und Automatisierungstechnik.
  • Praktisches Können: Du installierst, programmierst, wartest und reparierst.
  • Probleme lösen: Wenn etwas kaputt ist, wirst du gerufen und findest die Lösung.
  • Technik mit Zukunft: Neue Technologien bringen immer neue Aufgaben.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen dazu?

Was du als Elektroniker/in Betriebs­technik jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer alte Elektro­geräte wieder zum Laufen bringt, am E-Bike die Beleuchtung repariert oder in der Technik-AG Licht und Ton für die Schulbühne betreut, zeigt Betrieben Praxis­ge­schick und Fehlersuche. Wer dazu klettert oder in der Jugend­feu­erwehr übt, beweist Fitness und Zuverläs­sigkeit, auch in der Höhe. Wenn dich program­mierte Anlagen reizen, schau dir Elektroniker/in Automa­ti­sierungs- und System­technik an. Für einen kürzeren Weg passt Industrie­elek­triker/in Fachrichtung Betriebs­technik.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • alte Elektrogeräte wieder zum Laufen bringst Fehlersuche
  • am Fahrrad oder E-Bike die Beleuchtung reparierst Geschick
  • in der Technik-AG Licht und Ton betreust Technikverständnis
  • in der Kletterhalle oder im Kletterverein trainierst Belastbarkeit
  • in der Jugendfeuerwehr regelmäßig übst Zuverlässigkeit

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo bilden Betriebe Elektroniker/in Betriebs­technik aus?

Alle Bundes­länder mit Kreisen und Bezirken. Antippen zeigt, wo es um die Ecke Betriebe gibt.

  1. 1Nordrhein-Westfalen840
  2. 2Bayern650

    In Bayern kennen wir rund 650 Betriebe, die Elektroniker/in Betriebs­technik ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 10 aller Ausbil­dungs­berufe.

    83 weitere Kreise und Städte zeigen

    Ausbildung in Bayern: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  3. 3Baden-Württemberg490
  4. 4Niedersachsen360
  5. 5Hessen260
  6. 6Rheinland-Pfalz230
  7. 7Sachsen160
  8. 8Sachsen-Anhalt120
  9. 9Thüringen120
  10. 10Brandenburg120
  11. 11Schleswig-Holstein110
  12. 12Mecklenburg-Vorpommern70
  13. 13Berlin50
  14. 14Hamburg50

    In Hamburg kennen wir rund 50 Betriebe, die Elektroniker/in Betriebs­technik ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 14 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Hamburg: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  15. 15Saarland40

    In Saarland kennen wir rund 40 Betriebe, die Elektroniker/in Betriebs­technik ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 9 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Saarland: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  16. 16Bremen30

    In Bremen kennen wir rund 30 Betriebe, die Elektroniker/in Betriebs­technik ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 12 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Bremen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

Gezählt sind aktuell die Betriebe, die wir auf dein-ausbil­dungsplatz.de mit diesem Beruf kennen. Es können mehr sein. Platz = Rang des Berufs unter allen Ausbil­dungs­berufen in der Region, nach Zahl der Betriebe.

  • Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Industrie und Versorgung brauchen Fachkräfte, die ihre Anlagen am Laufen halten. Automa­ti­sierung, Digita­li­sierung und erneuerbare Energien schaffen neue Aufgaben. Wenn du lernbereit bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:

  • in Industrieunternehmen, etwa in Automobil, Chemie, Pharma, Lebensmittel oder Maschinenbau
  • bei Energieversorgern, in Kraftwerken und bei Netzbetreibern
  • in der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
  • bei Flughäfen und anderen großen Infrastrukturbetrieben
  • in der Windkraft- und Photovoltaikbranche
  • als Servicetechniker/in im Außendienst

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Industriemeister/in Elektrotechnik: für leitende Aufgaben in Produktion, Instandhaltung oder Qualitätssicherung und für die Ausbildung
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in: in Elektrotechnik, Automatisierungstechnik oder Mechatronik
  • Spezialisierung: zum Beispiel auf SPS-Programmierung, Robotik, industrielle Netzwerke, Energieeffizienz oder funktionale Sicherheit
  • Geprüfte/r Prozessmanager/in Elektrotechnik: wenn du Fertigungsprozesse optimieren willst
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
  • Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du Elektrotechnik, Automatisierungstechnik, Mechatronik oder Energietechnik studieren.

Fazit: Du hältst die Industrie unter Strom

Als Elektroniker/in für Betriebs­technik verbindest du Technik, Handwerk und analytisches Denken. Du sorgst dafür, dass Anlagen sicher und effizient laufen. Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in oder Techniker/in werden, dich spezia­li­sieren oder studieren.

Lust auf Industrie? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Elektroniker.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 04.11.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Elektroniker/in Betriebstechnik als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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