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Ausbildung Elektroniker/in Geräte und Systeme

Ausbildung: Elektronik bis ins kleinste Detail

Symbolbild: Ausbildung Elektroniker/in Geräte und Systeme

Schraubst du Geräte auf, um zu verstehen, wie sie funktio­nieren? Dann könnte die Ausbildung zum/zur Elektroniker/in für Geräte und Systeme genau zu dir passen. Du baust elektro­nische Geräte zusammen, nimmst sie in Betrieb und prüfst sie. Wenn etwas nicht läuft, findest du den Fehler. Du arbeitest mit Platinen, Sensoren und Displays und manchmal auch mit Software. Dafür brauchst du Finger­spit­zen­gefühl, Geduld und logisches Denken. Du bist an Geräten beteiligt, die unseren Alltag und die Industrie prägen. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Elektroniker/in Geräte und Systeme auf einen Blick

Dauer3,5 Jahre
Ausbildungdual, Elektroniker
1. Jahr1.243 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 2003 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 4 Berufen wurde einer.

  1. bis 1987Elek­tro­ge­rä­te­me­cha­ni­ker/in
  2. bis 1987Fern­mel­de­hand­wer­ker/in
  3. bis 19877 weitere
  4. 1987 bis 2003Indus­trie­elek­tro­ni­ker/in Fach­rich­tung Gerä­te­tech­nik
  5. 1987 bis 2003Kom­mu­ni­ka­ti­ons­elek­tro­ni­ker/in Fach­rich­tung Funktechnik
  6. 1987 bis 2003Kom­mu­ni­ka­ti­ons­elek­tro­ni­ker/in Fach­rich­tung Infor­ma­ti­ons­tech­nik
  7. 1987 bis 2003Kom­mu­ni­ka­ti­ons­elek­tro­ni­ker/in Fach­rich­tung Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik
  8. seit 2003Elek­tro­ni­ker/in für Geräte und Systeme

In der DDR hieß der Beruf: Elektronik­fach­ar­beiter/in, Fachar­beiter/in für Nachrich­ten­technik Montage von nachrich­ten­tech­nischen Anlagen, Haushalts­groß­ge­rä­te­monteur/Haushalt­groß­ge­rä­te­mon­teurin

Im Alltag sagt man auch: Funkelek­troniker/in, Fernmel­de­elek­troniker/in, Nachrich­ten­ge­rä­te­me­chaniker/in, Elektro­prüfer/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Elektroniker/in für Geräte und Systeme?

Du montierst, instal­lierst, wartest und prüfst elektro­nische Geräte und Systeme. Du bist Handwerker/in, Fehler­sucher/in und Qualitäts­prüfer/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Geräte montieren: Du baust Platinen, Sensoren, Prozessoren und Displays in Gehäuse ein. Du verdrahtest nach Schaltplan und lötest winzige Bauteile.
  • In Betrieb nehmen: Du installierst Software, richtest Schnittstellen ein und testest die Funktion. Das kann ein Medizingerät sein, eine Maschinensteuerung oder ein Kommunikationssystem.
  • Fehler finden und reparieren: Mit Messgeräten und Diagnosesoftware findest du den defekten Chip oder die unterbrochene Leitung. Dann reparierst oder tauschst du das Bauteil.
  • Qualität prüfen: Bevor ein Gerät das Werk verlässt, testest du Funktion, Haltbarkeit und die Einhaltung der Normen.
  • Software anpassen: Du spielst Updates auf und passt Firmware an, damit Hard- und Software zusammenpassen.
  • Prototypen bauen: Manchmal hilfst du bei der Entwicklung neuer Geräte und gibst den Ingenieur/innen Rückmeldung.
  • Dokumentieren: Du schreibst Prüfprotokolle, Arbeitsanweisungen und Fehlerberichte.
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Wo arbeitest du?

Du arbeitest vor allem in Fertigungs­hallen, Laboren oder Service­ab­tei­lungen. Das kann in der Elektro­in­dustrie sein, in der Medizin­technik, bei Automo­bil­zu­lie­ferern, in Forschungs­ein­rich­tungen oder bei Elektro­nik­dienst­leistern. Du arbeitest im Team und eigenver­ant­wortlich an empfind­lichen Geräten.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Dein Ausbil­dungs­betrieb kann ein Hersteller von Medizin­technik, Kommuni­ka­ti­ons­geräten, Industrie­steue­rungen oder Unterhal­tungs­elek­tronik sein. Dort lernst du direkt an Geräten und Systemen. In der Berufs­schule geht es um Elektro­technik, Elektronik, Mikropro­zes­sor­technik, Mess- und Prüftechnik, Qualitäts­si­cherung, technische Dokumen­tation, Physik, Mathematik sowie Arbeits- und Umwelt­schutz.

Das lernst du unter anderem:

  • Elektronik: Strom, Spannung und Bauelemente wie Widerstände, Kondensatoren, Dioden, Transistoren und integrierte Schaltkreise
  • Schaltungen: Du verstehst und baust analoge und digitale Schaltungen auf.
  • Messtechnik: Du arbeitest mit Oszilloskop, Multimeter und Logikanalysator.
  • Verbindungstechnik: Du lötest, steckst und verbindest Komponenten.
  • Programmierung: Du lernst, wie Mikrocontroller funktionieren, und schreibst einfache Programme.
  • Qualitätsmanagement: Methoden für gute Produkte und Prozesse
  • Technische Dokumentation: Schaltpläne, Stücklisten, Zeichnungen und Anleitungen
  • Arbeits- und Umweltschutz: sicherer Umgang mit Geräten und Materialien

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Elektroniker/in für Geräte und Systeme?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Realschulabschluss oder Abitur/Fachabitur
  • Interesse an Elektronik, Physik und Informatik
  • logisches und analytisches Denken
  • eine sorgfältige und geduldige Arbeitsweise
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • Fingerspitzengefühl für das Löten kleiner Bauteile
  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Lernbereitschaft, denn die Elektronik entwickelt sich schnell
  • gute Deutsch- und Englischkenntnisse für Fachliteratur

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.243 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 1.298 € bis 1.408 €
3. Ausbildungsjahr 1.379 € bis 1.489 €
4. Ausbildungsjahr 1.461 € bis 1.563 €

Passt die Ausbildung als Elektroniker/in für Geräte und Systeme zu dir?

Du tüftelst gern und arbeitest genau? Dann könnte dieser Beruf zu dir passen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Vielseitigkeit: Herstellung, Installation und Wartung von Geräten und Systemen
  • Praktisches Können: Du passt Baugruppen an, erstellst Leiterplatten und montierst Komponenten.
  • Probleme lösen: Wenn ein Gerät streikt, findest du die Ursache.
  • Technik mit Zukunft: Mit jeder neuen Technik kommen neue Aufgaben.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Elektroniker/in Geräte und Systeme?

Was du als Elektroniker/in Geräte und Systeme jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Bausätze lötet, ein kaputtes Handy-Ladegerät durchmisst oder in der Physik-AG eigene Prototypen baut, zeigt Betrieben Finger­spit­zen­gefühl und Ausdauer bei der Fehlersuche. Wer englische Tutorials schaut, ein Instrument übt oder im Team Badminton spielt, beweist Lernbe­reit­schaft, Geduld und Teamgeist. Wenn dich winzige Bauteile reizen, schau dir Mikrotech­nologe/Mikrotech­nologin an. Für eine schulische Ausbildung passt Elektro­tech­nische/r Assistent/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Elektronikbausätze lötest und zum Laufen bringst Fingerspitzengefühl
  • mit dem Messgerät kaputte Kabel und Geräte prüfst Fehlersuche
  • Technik-Tutorials auf Englisch schaust Lernbereitschaft
  • ein Instrument lernst und regelmäßig übst Geduld
  • Badminton oder Volleyball im Team spielst Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 4 · Wie häufig?

    rund 620

    Betriebe bilden aus

    Platz 40 von 340 Berufen.

  • 2 von 4 · Plan B im selben Betrieb

    Fast jeder 2. Betrieb

    bildet auch Industrie­kaufmann/frau aus.

    Jeder 4. bildet auch Fachin­for­matiker/in aus.

  • 3 von 4 · Wo?

    • Baden-Württemberg160
    • Bayern130
    • Nordrhein-Westfalen90

    Die meisten Betriebe: Berlin, Landkreis Esslingen, Hamburg

  • 4 von 4 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Elektronik steckt in fast allen Techno­lo­gie­branchen. Medizin­technik, Autoin­dustrie, Telekom­mu­ni­kation und erneuerbare Energien brauchen Fachkräfte, die Geräte verstehen und am Laufen halten. Wenn du präzise und lernbereit bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:

  • in der Elektro- und Elektronikindustrie
  • in der Medizintechnik, zum Beispiel bei Herstellern von Diagnostik- und Beatmungsgeräten
  • bei Automobilzulieferern, in der Fertigung von Steuergeräten und Sensoren
  • in der Automatisierungs- und Regelungstechnik
  • bei Herstellern von Telekommunikationsgeräten
  • in Forschung und Entwicklung
  • im technischen Service und Kundendienst

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in: in Elektrotechnik oder Informatik, für Projektleitung und Führungsaufgaben
  • Elektronikmeister/in: für Führungsverantwortung, eine Abteilung oder einen eigenen Betrieb
  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Embedded Systems, Leistungselektronik, Optoelektronik, Sensorik oder Qualitätssicherung
  • Geprüfte/r Industriemeister/in Elektrotechnik: für leitende Aufgaben in Produktion oder Instandhaltung
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
  • Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du Elektrotechnik, Mechatronik, Mikrosystemtechnik oder Technische Informatik studieren.

Fazit: Präzision für die Technik von heute

Als Elektroniker/in für Geräte und Systeme verbindest du Finger­spit­zen­gefühl, Technik und analytisches Denken. Du baust, prüfst und reparierst die Geräte, die unseren Alltag prägen. Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Danach kannst du Techniker/in oder Meister/in werden, dich spezia­li­sieren oder studieren.

Lust auf Elektronik? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Elektroniker.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Elektroniker/in Geräte und Systeme als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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