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Ausbildung Elektroniker/in Geräte und Systeme
Ausbildung: Elektronik bis ins kleinste Detail
Schraubst du Geräte auf, um zu verstehen, wie sie funktionieren? Dann könnte die Ausbildung zum/zur Elektroniker/in für Geräte und Systeme genau zu dir passen. Du baust elektronische Geräte zusammen, nimmst sie in Betrieb und prüfst sie. Wenn etwas nicht läuft, findest du den Fehler. Du arbeitest mit Platinen, Sensoren und Displays und manchmal auch mit Software. Dafür brauchst du Fingerspitzengefühl, Geduld und logisches Denken. Du bist an Geräten beteiligt, die unseren Alltag und die Industrie prägen. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Elektroniker/in Geräte und Systeme auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 2003 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 4 Berufen wurde einer.
- bis 1987Elektrogerätemechaniker/
in - bis 1987Fernmeldehandwerker/
in - bis 19877 weitere
- 1987 bis 2003Industrieelektroniker/
in Fachrichtung Gerätetechnik - 1987 bis 2003Kommunikationselektroniker/
in Fachrichtung Funktechnik - 1987 bis 2003Kommunikationselektroniker/
in Fachrichtung Informationstechnik - 1987 bis 2003Kommunikationselektroniker/
in Fachrichtung Telekommunikationstechnik - seit 2003Elektroniker/
in für Geräte und Systeme
In der DDR hieß der Beruf: Elektronikfacharbeiter/in, Facharbeiter/in für Nachrichtentechnik Montage von nachrichtentechnischen Anlagen, Haushaltsgroßgerätemonteur/Haushaltgroßgerätemonteurin
Im Alltag sagt man auch: Funkelektroniker/in, Fernmeldeelektroniker/in, Nachrichtengerätemechaniker/in, Elektroprüfer/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Elektroniker/in für Geräte und Systeme?
Du montierst, installierst, wartest und prüfst elektronische Geräte und Systeme. Du bist Handwerker/in, Fehlersucher/in und Qualitätsprüfer/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Geräte montieren: Du baust Platinen, Sensoren, Prozessoren und Displays in Gehäuse ein. Du verdrahtest nach Schaltplan und lötest winzige Bauteile.
- In Betrieb nehmen: Du installierst Software, richtest Schnittstellen ein und testest die Funktion. Das kann ein Medizingerät sein, eine Maschinensteuerung oder ein Kommunikationssystem.
- Fehler finden und reparieren: Mit Messgeräten und Diagnosesoftware findest du den defekten Chip oder die unterbrochene Leitung. Dann reparierst oder tauschst du das Bauteil.
- Qualität prüfen: Bevor ein Gerät das Werk verlässt, testest du Funktion, Haltbarkeit und die Einhaltung der Normen.
- Software anpassen: Du spielst Updates auf und passt Firmware an, damit Hard- und Software zusammenpassen.
- Prototypen bauen: Manchmal hilfst du bei der Entwicklung neuer Geräte und gibst den Ingenieur/innen Rückmeldung.
- Dokumentieren: Du schreibst Prüfprotokolle, Arbeitsanweisungen und Fehlerberichte.
Wo arbeitest du?
Du arbeitest vor allem in Fertigungshallen, Laboren oder Serviceabteilungen. Das kann in der Elektroindustrie sein, in der Medizintechnik, bei Automobilzulieferern, in Forschungseinrichtungen oder bei Elektronikdienstleistern. Du arbeitest im Team und eigenverantwortlich an empfindlichen Geräten.
Wie läuft die Ausbildung ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Dein Ausbildungsbetrieb kann ein Hersteller von Medizintechnik, Kommunikationsgeräten, Industriesteuerungen oder Unterhaltungselektronik sein. Dort lernst du direkt an Geräten und Systemen. In der Berufsschule geht es um Elektrotechnik, Elektronik, Mikroprozessortechnik, Mess- und Prüftechnik, Qualitätssicherung, technische Dokumentation, Physik, Mathematik sowie Arbeits- und Umweltschutz.
Das lernst du unter anderem:
- Elektronik: Strom, Spannung und Bauelemente wie Widerstände, Kondensatoren, Dioden, Transistoren und integrierte Schaltkreise
- Schaltungen: Du verstehst und baust analoge und digitale Schaltungen auf.
- Messtechnik: Du arbeitest mit Oszilloskop, Multimeter und Logikanalysator.
- Verbindungstechnik: Du lötest, steckst und verbindest Komponenten.
- Programmierung: Du lernst, wie Mikrocontroller funktionieren, und schreibst einfache Programme.
- Qualitätsmanagement: Methoden für gute Produkte und Prozesse
- Technische Dokumentation: Schaltpläne, Stücklisten, Zeichnungen und Anleitungen
- Arbeits- und Umweltschutz: sicherer Umgang mit Geräten und Materialien
Welche Voraussetzungen brauchst du als Elektroniker/in für Geräte und Systeme?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Realschulabschluss oder Abitur/Fachabitur
- Interesse an Elektronik, Physik und Informatik
- logisches und analytisches Denken
- eine sorgfältige und geduldige Arbeitsweise
- räumliches Vorstellungsvermögen
- Fingerspitzengefühl für das Löten kleiner Bauteile
- Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
- Teamfähigkeit
- Lernbereitschaft, denn die Elektronik entwickelt sich schnell
- gute Deutsch- und Englischkenntnisse für Fachliteratur
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.243 € bis 1.373 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.298 € bis 1.408 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.379 € bis 1.489 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.461 € bis 1.563 € |
Passt die Ausbildung als Elektroniker/in für Geräte und Systeme zu dir?
Du tüftelst gern und arbeitest genau? Dann könnte dieser Beruf zu dir passen. Das spricht für die Ausbildung:
- Vielseitigkeit: Herstellung, Installation und Wartung von Geräten und Systemen
- Praktisches Können: Du passt Baugruppen an, erstellst Leiterplatten und montierst Komponenten.
- Probleme lösen: Wenn ein Gerät streikt, findest du die Ursache.
- Technik mit Zukunft: Mit jeder neuen Technik kommen neue Aufgaben.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Elektroniker/in Geräte und Systeme?
Was du als Elektroniker/in Geräte und Systeme jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Bausätze lötet, ein kaputtes Handy-Ladegerät durchmisst oder in der Physik-AG eigene Prototypen baut, zeigt Betrieben Fingerspitzengefühl und Ausdauer bei der Fehlersuche. Wer englische Tutorials schaut, ein Instrument übt oder im Team Badminton spielt, beweist Lernbereitschaft, Geduld und Teamgeist. Wenn dich winzige Bauteile reizen, schau dir Mikrotechnologe/Mikrotechnologin an. Für eine schulische Ausbildung passt Elektrotechnische/r Assistent/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Elektronikbausätze lötest und zum Laufen bringst Fingerspitzengefühl
- mit dem Messgerät kaputte Kabel und Geräte prüfst Fehlersuche
- Technik-Tutorials auf Englisch schaust Lernbereitschaft
- ein Instrument lernst und regelmäßig übst Geduld
- Badminton oder Volleyball im Team spielst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 620
Betriebe bilden aus
Platz 40 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 2. Betrieb
bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
Jeder 4. bildet auch Fachinformatiker/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Baden-Württemberg160
- Bayern130
- Nordrhein-Westfalen90
Die meisten Betriebe: Berlin, Landkreis Esslingen, Hamburg
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Elektronik steckt in fast allen Technologiebranchen. Medizintechnik, Autoindustrie, Telekommunikation und erneuerbare Energien brauchen Fachkräfte, die Geräte verstehen und am Laufen halten. Wenn du präzise und lernbereit bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:
- in der Elektro- und Elektronikindustrie
- in der Medizintechnik, zum Beispiel bei Herstellern von Diagnostik- und Beatmungsgeräten
- bei Automobilzulieferern, in der Fertigung von Steuergeräten und Sensoren
- in der Automatisierungs- und Regelungstechnik
- bei Herstellern von Telekommunikationsgeräten
- in Forschung und Entwicklung
- im technischen Service und Kundendienst
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in: in Elektrotechnik oder Informatik, für Projektleitung und Führungsaufgaben
- Elektronikmeister/in: für Führungsverantwortung, eine Abteilung oder einen eigenen Betrieb
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Embedded Systems, Leistungselektronik, Optoelektronik, Sensorik oder Qualitätssicherung
- Geprüfte/r Industriemeister/in Elektrotechnik: für leitende Aufgaben in Produktion oder Instandhaltung
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du Elektrotechnik, Mechatronik, Mikrosystemtechnik oder Technische Informatik studieren.
Fazit: Präzision für die Technik von heute
Als Elektroniker/in für Geräte und Systeme verbindest du Fingerspitzengefühl, Technik und analytisches Denken. Du baust, prüfst und reparierst die Geräte, die unseren Alltag prägen. Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Danach kannst du Techniker/in oder Meister/in werden, dich spezialisieren oder studieren.
Lust auf Elektronik? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Elektroniker.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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