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Ausbildung Elektroniker/in Informations- und Systemtechnik
Ausbildung: Netzwerke, Server und Sicherheit
Das WLAN streikt, der Server ist down und keiner weiß weiter? Als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik findest du die Lösung. In der Ausbildung zum/zur Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik lernst du, Netzwerke, Server und Kommunikationssysteme einzurichten und zu betreuen. Du konfigurierst Hard- und Software, schützt Daten und hilfst Nutzer/innen bei Problemen. Dafür brauchst du Interesse an Computern, logisches Denken und Geduld bei der Fehlersuche. Deine Arbeit hält die digitale Infrastruktur von Unternehmen und Behörden am Laufen. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Früher hieß dieser Beruf Systeminformatiker/in.
Auf einen Blick
Elektroniker/in Informations- und Systemtechnik auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2013 hieß er Systeminformatiker/in.
- 2003 bis 2013Systeminformatiker/
in - seit 2013Elektroniker/
in für Informations- und Systemtechnik
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik?
Du planst, installierst, konfigurierst und wartest IT-Systeme. Du bist Netzwerker/in, Serverprofi und Sicherheitsexperte/Sicherheitsexpertin zugleich. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Netzwerke einrichten: Du planst und installierst Computernetzwerke, Server, Telekommunikationsanlagen und Sicherheitssysteme. Du verlegst Kabel, richtest WLAN ein und sorgst dafür, dass alles miteinander kommuniziert.
- Hard- und Software konfigurieren: Du richtest Betriebssysteme ein und installierst Software. Du machst Büro-PCs, Steuerungen und Überwachungssysteme einsatzbereit.
- Fehler finden: Fällt ein Server aus oder hakt das Netzwerk, suchst du mit Diagnosetools die Ursache und behebst sie. Oft zählt dabei jede Minute.
- Systeme pflegen: Du machst Backups, spielst Updates ein, überwachst die Leistung und erkennst Schwachstellen.
- Daten schützen: Du richtest Firewalls und Virenschutz ein und schützt Systeme vor unbefugtem Zugriff.
- Nutzer/innen unterstützen: Du bist Ansprechpartner/in bei Problemen und schulst im Umgang mit neuer Technik.
- Dokumentieren: Du erstellst Netzwerkpläne, Anleitungen und Fehlerprotokolle.
Wo arbeitest du?
Du arbeitest in Unternehmen aller Branchen, zum Beispiel bei IT-Dienstleistern, in der Telekommunikation, in der Industrie, in Behörden oder Krankenhäusern. Dein Arbeitsplatz ist der Serverraum, das Büro oder der Einsatz beim Kunden. Meist arbeitest du im Team mit anderen IT-Fachleuten. Manchmal gehören Schicht- oder Bereitschaftsdienste dazu.
Wie läuft die Ausbildung ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Dein Ausbildungsbetrieb kann ein IT-Dienstleister, ein Unternehmen mit großer IT-Abteilung, ein Telekommunikationsunternehmen oder eine Behörde sein. Dort lernst du direkt an Systemen und Netzwerken. In der Berufsschule geht es um Elektrotechnik, Informatik, Netzwerke, Betriebssysteme, Programmierlogik, Sicherheitstechnik, Mathematik und Kommunikation.
Das lernst du unter anderem:
- Elektrotechnik und IT: Stromkreise und elektronische Bauteile in Informationssystemen
- Netzwerktechnik: LAN, WLAN und WAN, das Protokoll TCP/IP sowie Router, Switches und Firewalls
- Betriebssysteme: Du installierst und wartest Windows, Linux und Software.
- Fehleranalyse: Du suchst Fehler in Hard- und Software systematisch.
- Datenschutz und IT-Sicherheit: rechtliche Grundlagen und technische Schutzmaßnahmen
- Speichertechnik: Lösungen wie RAID, NAS und SAN
- Telekommunikation: Telefonanlagen und VoIP
- Programmierung: erste Einblicke in Programmiersprachen und Skripte
- Kundenservice: Du erklärst Technik verständlich.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Realschulabschluss oder Abitur/Fachabitur
- Interesse an Computern, Netzwerken und IT
- logisches und analytisches Denken
- eine sorgfältige Arbeitsweise
- Geduld und Ausdauer bei der Fehlersuche
- Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
- Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
- Lernbereitschaft, denn die IT entwickelt sich schnell
- gute Englischkenntnisse für Fachliteratur
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.243 € bis 1.373 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.298 € bis 1.408 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.379 € bis 1.489 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.461 € bis 1.563 € |
Passt die Ausbildung als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik zu dir?
Du liebst Technik und willst verstehen, wie Netzwerke funktionieren? Dann lohnt sich ein Blick auf diesen Beruf. Das spricht für die Ausbildung:
- Viele Branchen: Telekommunikation, IT, Automobilindustrie und vieles mehr
- Praktisches Können: Du installierst und wartest Systeme im echten Einsatz.
- Immer Neues: Die Technik entwickelt sich ständig weiter, und du lernst mit.
- Spezialisierung: Mit Erfahrung und Zertifikaten wirst du zum/zur gefragten Spezialist/in.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Elektroniker/in Informations- und Systemtechnik?
Was du als Elektroniker/in Informations- und Systemtechnik jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer das Heimnetz einrichtet, einen Raspberry Pi als kleinen Server betreibt oder im Computerraum der Schule hilft, zeigt Betrieben IT-Verständnis und Geduld bei der Fehlersuche. Wer dazu Mitschüler/innen in der Medien-AG schult oder in einer Mannschaft spielt, beweist Kommunikationsstärke und Teamgeist. Wenn dich Software mehr reizt, schau dir Fachinformatiker/in an. Für IT beim Kunden vor Ort passt IT-System-Elektroniker/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- zu Hause das Netzwerk und den Router einrichtest Technikverständnis
- mit dem Raspberry Pi eigene Projekte baust Eigeninitiative
- im Computerraum der Schule bei Problemen hilfst Fehlersuche
- in der Medien-AG Mitschüler/innen etwas beibringst Kommunikation
- Fußball oder Basketball in einer Mannschaft spielst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 50
Betriebe bilden aus
Platz 176 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 4. Betrieb
bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
Jeder 5. bildet auch Fachinformatiker/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Bayern10
- Baden-Württemberg8
- Nordrhein-Westfalen7
Die meisten Betriebe: Berlin, Neumünster, München
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Ohne funktionierende IT läuft heute kaum noch etwas, von der Produktion bis zur Verwaltung. Deshalb brauchen viele Bereiche Fachkräfte, die diese Systeme verstehen. Wenn du zuverlässig und lernbereit bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:
- bei IT-Dienstleistern und Systemhäusern
- in IT-Abteilungen von Unternehmen aller Größen
- bei Telekommunikationsanbietern
- im öffentlichen Dienst, etwa in Behörden, Schulen und Universitäten
- in Krankenhäusern
- bei Herstellern von Informations- und Kommunikationssystemen
- in der Automatisierungstechnik
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in: in Informatik oder Elektrotechnik, für Projektleitung und Führungsaufgaben
- Zertifikate: zum Beispiel in Netzwerksicherheit, Cloud-Technologien, Linux-Administration oder Cybersecurity
- IT-Projektleiter/in oder IT-Berater/in: wenn du Projekte leiten oder Unternehmen beraten willst
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du Informatik, Wirtschaftsinformatik, IT-Sicherheit oder Computer Engineering studieren.
Fazit: Du hältst die digitale Welt am Laufen
Als Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik verbindest du Elektrotechnik und IT. Du sorgst dafür, dass Netzwerke, Server und Kommunikation zuverlässig und sicher laufen. Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Danach kannst du Techniker/in werden, Zertifikate erwerben oder studieren.
Bereit für die IT? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Elektroniker.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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