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Ausbildung Elektroniker/in Informations- und System­technik

Ausbildung: Netzwerke, Server und Sicherheit

Symbolbild: Ausbildung Elektroniker/in Informations- und Systemtechnik

Das WLAN streikt, der Server ist down und keiner weiß weiter? Als Elektroniker/in für Informations- und System­technik findest du die Lösung. In der Ausbildung zum/zur Elektroniker/in für Informations- und System­technik lernst du, Netzwerke, Server und Kommuni­ka­ti­ons­systeme einzurichten und zu betreuen. Du konfigu­rierst Hard- und Software, schützt Daten und hilfst Nutzer/innen bei Problemen. Dafür brauchst du Interesse an Computern, logisches Denken und Geduld bei der Fehlersuche. Deine Arbeit hält die digitale Infrastruktur von Unternehmen und Behörden am Laufen. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Früher hieß dieser Beruf System­in­for­matiker/in.

Auf einen Blick

Elektroniker/in Informations- und System­technik auf einen Blick

Dauer3,5 Jahre
Ausbildungdual, Elektroniker
1. Jahr1.243 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2013 hieß er System­in­for­matiker/in.

  1. 2003 bis 2013Sys­te­m­in­for­ma­ti­ker/in
  2. seit 2013Elek­tro­ni­ker/in für Infor­ma­ti­ons- und Sys­tem­tech­nik

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949.

Was macht ein/e Elektroniker/in für Informations- und System­technik?

Du planst, instal­lierst, konfigu­rierst und wartest IT-Systeme. Du bist Netzwerker/in, Serverprofi und Sicher­heits­experte/Sicher­heits­expertin zugleich. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Netzwerke einrichten: Du planst und installierst Computernetzwerke, Server, Telekommunikationsanlagen und Sicherheitssysteme. Du verlegst Kabel, richtest WLAN ein und sorgst dafür, dass alles miteinander kommuniziert.
  • Hard- und Software konfigurieren: Du richtest Betriebssysteme ein und installierst Software. Du machst Büro-PCs, Steuerungen und Überwachungssysteme einsatzbereit.
  • Fehler finden: Fällt ein Server aus oder hakt das Netzwerk, suchst du mit Diagnosetools die Ursache und behebst sie. Oft zählt dabei jede Minute.
  • Systeme pflegen: Du machst Backups, spielst Updates ein, überwachst die Leistung und erkennst Schwachstellen.
  • Daten schützen: Du richtest Firewalls und Virenschutz ein und schützt Systeme vor unbefugtem Zugriff.
  • Nutzer/innen unterstützen: Du bist Ansprechpartner/in bei Problemen und schulst im Umgang mit neuer Technik.
  • Dokumentieren: Du erstellst Netzwerkpläne, Anleitungen und Fehlerprotokolle.
kabel

Wo arbeitest du?

Du arbeitest in Unternehmen aller Branchen, zum Beispiel bei IT-Dienst­leistern, in der Telekom­mu­ni­kation, in der Industrie, in Behörden oder Kranken­häusern. Dein Arbeitsplatz ist der Serverraum, das Büro oder der Einsatz beim Kunden. Meist arbeitest du im Team mit anderen IT-Fachleuten. Manchmal gehören Schicht- oder Bereit­schafts­dienste dazu.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Dein Ausbil­dungs­betrieb kann ein IT-Dienst­leister, ein Unternehmen mit großer IT-Abteilung, ein Telekom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­nehmen oder eine Behörde sein. Dort lernst du direkt an Systemen und Netzwerken. In der Berufs­schule geht es um Elektro­technik, Informatik, Netzwerke, Betriebs­systeme, Program­mierlogik, Sicher­heits­technik, Mathematik und Kommuni­kation.

Das lernst du unter anderem:

  • Elektrotechnik und IT: Stromkreise und elektronische Bauteile in Informationssystemen
  • Netzwerktechnik: LAN, WLAN und WAN, das Protokoll TCP/IP sowie Router, Switches und Firewalls
  • Betriebssysteme: Du installierst und wartest Windows, Linux und Software.
  • Fehleranalyse: Du suchst Fehler in Hard- und Software systematisch.
  • Datenschutz und IT-Sicherheit: rechtliche Grundlagen und technische Schutzmaßnahmen
  • Speichertechnik: Lösungen wie RAID, NAS und SAN
  • Telekommunikation: Telefonanlagen und VoIP
  • Programmierung: erste Einblicke in Programmiersprachen und Skripte
  • Kundenservice: Du erklärst Technik verständlich.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Elektroniker/in für Informations- und System­technik?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Realschulabschluss oder Abitur/Fachabitur
  • Interesse an Computern, Netzwerken und IT
  • logisches und analytisches Denken
  • eine sorgfältige Arbeitsweise
  • Geduld und Ausdauer bei der Fehlersuche
  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
  • Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
  • Lernbereitschaft, denn die IT entwickelt sich schnell
  • gute Englischkenntnisse für Fachliteratur

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.243 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 1.298 € bis 1.408 €
3. Ausbildungsjahr 1.379 € bis 1.489 €
4. Ausbildungsjahr 1.461 € bis 1.563 €

Passt die Ausbildung als Elektroniker/in für Informations- und System­technik zu dir?

Du liebst Technik und willst verstehen, wie Netzwerke funktio­nieren? Dann lohnt sich ein Blick auf diesen Beruf. Das spricht für die Ausbildung:

  • Viele Branchen: Telekommunikation, IT, Automobilindustrie und vieles mehr
  • Praktisches Können: Du installierst und wartest Systeme im echten Einsatz.
  • Immer Neues: Die Technik entwickelt sich ständig weiter, und du lernst mit.
  • Spezialisierung: Mit Erfahrung und Zertifikaten wirst du zum/zur gefragten Spezialist/in.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Elektroniker/in Informations- und System­technik?

Was du als Elektroniker/in Informations- und System­technik jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer das Heimnetz einrichtet, einen Raspberry Pi als kleinen Server betreibt oder im Computerraum der Schule hilft, zeigt Betrieben IT-Verständnis und Geduld bei der Fehlersuche. Wer dazu Mitschüler/innen in der Medien-AG schult oder in einer Mannschaft spielt, beweist Kommuni­ka­ti­ons­stärke und Teamgeist. Wenn dich Software mehr reizt, schau dir Fachin­for­matiker/in an. Für IT beim Kunden vor Ort passt IT-System-Elektroniker/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • zu Hause das Netzwerk und den Router einrichtest Technikverständnis
  • mit dem Raspberry Pi eigene Projekte baust Eigeninitiative
  • im Computerraum der Schule bei Problemen hilfst Fehlersuche
  • in der Medien-AG Mitschüler/innen etwas beibringst Kommunikation
  • Fußball oder Basketball in einer Mannschaft spielst Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 4 · Wie häufig?

    rund 50

    Betriebe bilden aus

    Platz 176 von 340 Berufen.

  • 2 von 4 · Plan B im selben Betrieb

    Fast jeder 4. Betrieb

    bildet auch Industrie­kaufmann/frau aus.

    Jeder 5. bildet auch Fachin­for­matiker/in aus.

  • 3 von 4 · Wo?

    • Bayern10
    • Baden-Württemberg8
    • Nordrhein-Westfalen7

    Die meisten Betriebe: Berlin, Neumünster, München

  • 4 von 4 · Um die Ecke

    Wer bildet bei dir aus?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Ohne funktio­nierende IT läuft heute kaum noch etwas, von der Produktion bis zur Verwaltung. Deshalb brauchen viele Bereiche Fachkräfte, die diese Systeme verstehen. Wenn du zuverlässig und lernbereit bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:

  • bei IT-Dienstleistern und Systemhäusern
  • in IT-Abteilungen von Unternehmen aller Größen
  • bei Telekommunikationsanbietern
  • im öffentlichen Dienst, etwa in Behörden, Schulen und Universitäten
  • in Krankenhäusern
  • bei Herstellern von Informations- und Kommunikationssystemen
  • in der Automatisierungstechnik

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in: in Informatik oder Elektrotechnik, für Projektleitung und Führungsaufgaben
  • Zertifikate: zum Beispiel in Netzwerksicherheit, Cloud-Technologien, Linux-Administration oder Cybersecurity
  • IT-Projektleiter/in oder IT-Berater/in: wenn du Projekte leiten oder Unternehmen beraten willst
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
  • Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du Informatik, Wirtschaftsinformatik, IT-Sicherheit oder Computer Engineering studieren.

Fazit: Du hältst die digitale Welt am Laufen

Als Elektroniker/in für Informations- und System­technik verbindest du Elektro­technik und IT. Du sorgst dafür, dass Netzwerke, Server und Kommuni­kation zuverlässig und sicher laufen. Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Danach kannst du Techniker/in werden, Zertifikate erwerben oder studieren.

Bereit für die IT? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Elektroniker.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Elektroniker/in Informations- und Systemtechnik als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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