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Ausbildung Elektroniker/in Maschinen und Antriebs­technik

Ausbildung: Motoren, Antriebe, volle Leistung

Symbolbild: Ausbildung Elektroniker/in Maschinen und Antriebstechnik

Willst du wissen, was einen Elektromotor antreibt? In der Ausbildung zum/zur Elektroniker/in für Maschinen und Antriebs­technik findest du es heraus. Du baust Motoren, Generatoren und Transfor­matoren zusammen, verdrahtest sie und bringst sie zum Laufen. Du program­mierst Steuerungen, wartest Maschinen und findest Fehler, wenn etwas stillsteht. Dafür brauchst du Interesse an Elektro­technik und Mechanik, handwerk­liches Geschick und logisches Denken. Ohne Antriebe läuft in Fabriken, Kraftwerken und im Transport kaum etwas. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Elektroniker/in Maschinen und Antriebs­technik auf einen Blick

Dauer3,5 Jahre
Ausbildungdual, Elektroniker
1. Jahr1.243 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 2003 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 2 Berufen wurde einer.

  1. ab 1949 bis 2003Elek­tro­ma­schi­nen­bauer/in
  2. 1972 bis 2003Elek­tro­ma­schi­nen­mon­teur/in
  3. seit 2003Elek­tro­ni­ker/in für Maschinen und Antriebs­tech­nik

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949.

Was macht ein/e Elektroniker/in für Maschinen und Antriebs­technik?

Du baust, wartest und reparierst elektrische Maschinen, Anlagen und Antriebs­systeme. Du bist Mechaniker/in, Elektriker/in und Program­mierer/in zugleich. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Montieren und verdrahten: Du baust Elektromotoren, Generatoren, Transformatoren und Antriebssysteme zusammen. Du verlegst Leitungen, schließt Schaltschränke an und verdrahtest nach Schaltplan.
  • In Betrieb nehmen: Du stellst Parameter ein, programmierst speicherprogrammierbare Steuerungen, kurz SPS, und überwachst die ersten Testläufe.
  • Warten: Du prüfst Bauteile auf Verschleiß, reinigst und schmierst sie. So verhinderst du Ausfälle.
  • Fehler finden: Steht eine Maschine still, suchst du mit Messgeräten und Diagnosesoftware den Fehler in Elektrik, Elektronik oder Mechanik und behebst ihn.
  • Optimieren: Du misst die Effizienz der Antriebe und schlägst Verbesserungen vor, zum Beispiel um Energie zu sparen.
  • Sicherheit gewährleisten: Bei Hochspannung und großen Maschinen ist Vorsicht Pflicht. Du hältst alle Vorschriften ein und prüfst die Anlagen.
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Wo arbeitest du?

Du arbeitest vor allem in Produk­ti­ons­hallen der Industrie, bei Herstellern von Elektro­ma­schinen, in Repara­tur­be­trieben oder bei Energie­ver­sorgern. Oft stehst du direkt an großen Maschinen. Du arbeitest eigenver­ant­wortlich und im Team mit anderen Elektroniker/innen und Mechaniker/innen. Rufbereit­schaft und Schicht­arbeit können dazugehören.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Dein Ausbil­dungs­betrieb kann ein Industrie­un­ter­nehmen, ein Spezial­betrieb für Elektro­ma­schi­nenbau oder ein Service­un­ter­nehmen sein. Dort lernst du direkt an Maschinen und Systemen. In der Berufs­schule geht es um Elektro­technik, Maschi­nenbau, Steuerungs­technik, Elektronik, Antriebs­technik, Pneumatik und Hydraulik, Sicher­heits­technik, Mathematik und Physik.

Das lernst du unter anderem:

  • Elektrische Grundlagen: Stromkreise, Felder und Bauelemente wie Widerstände, Kondensatoren, Spulen und Transistoren
  • Antriebstechnik: Gleichstrom-, Wechselstrom-, Schritt- und Servomotoren, Getriebe und Umrichter
  • Steuerungs- und Regelungstechnik: Du programmierst SPS und erstellst Ablaufsteuerungen und Regelkreise.
  • Messen, Steuern, Regeln: Du setzt Sensoren, Aktoren und Messgeräte ein.
  • Montage: Du montierst, verdrahtest und nimmst Maschinen in Betrieb.
  • Fehleranalyse: Du suchst Fehler systematisch und reparierst Komponenten.
  • Dokumentation: Du liest und erstellst Schalt- und Stromlaufpläne und technische Zeichnungen.
  • Arbeits- und Umweltschutz: Sicherheit an elektrischen Anlagen und großen Maschinen

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebs­technik?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
  • Interesse an Elektrotechnik, Mechanik und Informatik
  • handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
  • logisches Denken
  • eine sorgfältige Arbeitsweise
  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Bereitschaft zu körperlicher Arbeit und manchmal unregelmäßigen Arbeitszeiten
  • Lernbereitschaft, denn Antriebe und Automatisierung entwickeln sich schnell

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.243 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 1.298 € bis 1.408 €
3. Ausbildungsjahr 1.379 € bis 1.489 €
4. Ausbildungsjahr 1.461 € bis 1.563 €

Passt die Ausbildung als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebs­technik zu dir?

Du packst gern an und willst verstehen, wie Maschinen funktio­nieren? Dann könnte dieser Beruf zu dir passen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Praxis: Du installierst, wartest und reparierst echte Maschinen und Antriebe.
  • Viele Branchen: Fertigung, Automobilindustrie, Energieerzeugung und mehr
  • Immer Neues: Die Technik entwickelt sich weiter, und du lernst ständig dazu.
  • Kopf und Hand: Du verbindest Mechanik, Elektronik und Programmierung.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Elektroniker/in Maschinen und Antriebs­technik?

Was du als Elektroniker/in Maschinen und Antriebs­technik jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Elektro­motoren aus alten Geräten ausbaut, ein fernge­steuertes Auto tunt oder am E-Scooter den Akku tauscht, zeigt Betrieben Technik­ver­ständnis und Geschick. Wer dazu beim Rudern oder Ringen trainiert und einen Nebenjob hat, beweist Fitness, Durchhal­te­vermögen und Zuverläs­sigkeit. Wenn dich Wartung im ganzen Werk reizt, schau dir Elektroniker/in Betriebs­technik an. Für Mechanik und Elektronik zusammen passt Mechatroniker/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Elektromotoren aus alten Geräten ausbaust und testest Technikverständnis
  • ferngesteuerte Autos oder Drohnen tunst Geschick
  • Akkus und Kabel an Rollern oder Rädern tauschst Sorgfalt
  • beim Rudern oder Ringen im Verein trainierst Durchhaltevermögen
  • mit einem Nebenjob dein Taschengeld aufbesserst Zuverlässigkeit

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Kaum eine Fabrik, kaum ein Kraftwerk und kaum ein modernes Transport­system kommt ohne elektrische Antriebe aus. Automa­ti­sierung und Digita­li­sierung schaffen zusätzliche Aufgaben. Wenn du lernbereit bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:

  • in Industrieunternehmen, zum Beispiel in Automobil, Lebensmittel, Chemie, Pharma oder Metall
  • bei Herstellern von Elektromaschinen, Antrieben und Automatisierungstechnik
  • bei Energieversorgern, in Kraftwerken und bei Netzbetreibern
  • in Reparaturbetrieben für Elektromaschinen
  • bei Wind- und Solaranlagen
  • als Servicetechniker/in im Außendienst

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Industriemeister/in Elektrotechnik: für leitende Aufgaben in Produktion, Instandhaltung oder Qualitätssicherung und für die Ausbildung
  • Techniker/in: in Elektrotechnik, Automatisierungstechnik oder Mechatronik
  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Robotik, SPS-Programmierung, Frequenzumrichter oder Sensorik
  • Industriemeister/in Metall: wenn du auch die mechanische Seite stärker abdecken willst
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
  • Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du Elektrotechnik, Mechatronik, Automatisierungstechnik, Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen studieren.

Fazit: Du bringst die Industrie in Bewegung

Als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebs­technik verbindest du Mechanik, Elektronik und Program­mierung. Du sorgst dafür, dass Motoren und Antriebe zuverlässig laufen. Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in oder Techniker/in werden, dich spezia­li­sieren oder studieren.

Lust auf Antriebs­technik? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Elektroniker.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Elektroniker/in Maschinen und Antriebstechnik als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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