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Ausbildung Elektroniker/in Maschinen und Antriebstechnik
Ausbildung: Motoren, Antriebe, volle Leistung
Willst du wissen, was einen Elektromotor antreibt? In der Ausbildung zum/zur Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik findest du es heraus. Du baust Motoren, Generatoren und Transformatoren zusammen, verdrahtest sie und bringst sie zum Laufen. Du programmierst Steuerungen, wartest Maschinen und findest Fehler, wenn etwas stillsteht. Dafür brauchst du Interesse an Elektrotechnik und Mechanik, handwerkliches Geschick und logisches Denken. Ohne Antriebe läuft in Fabriken, Kraftwerken und im Transport kaum etwas. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Elektroniker/in Maschinen und Antriebstechnik auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 2003 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 2 Berufen wurde einer.
- ab 1949 bis 2003Elektromaschinenbauer/
in - 1972 bis 2003Elektromaschinenmonteur/
in - seit 2003Elektroniker/
in für Maschinen und Antriebstechnik
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?
Du baust, wartest und reparierst elektrische Maschinen, Anlagen und Antriebssysteme. Du bist Mechaniker/in, Elektriker/in und Programmierer/in zugleich. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Montieren und verdrahten: Du baust Elektromotoren, Generatoren, Transformatoren und Antriebssysteme zusammen. Du verlegst Leitungen, schließt Schaltschränke an und verdrahtest nach Schaltplan.
- In Betrieb nehmen: Du stellst Parameter ein, programmierst speicherprogrammierbare Steuerungen, kurz SPS, und überwachst die ersten Testläufe.
- Warten: Du prüfst Bauteile auf Verschleiß, reinigst und schmierst sie. So verhinderst du Ausfälle.
- Fehler finden: Steht eine Maschine still, suchst du mit Messgeräten und Diagnosesoftware den Fehler in Elektrik, Elektronik oder Mechanik und behebst ihn.
- Optimieren: Du misst die Effizienz der Antriebe und schlägst Verbesserungen vor, zum Beispiel um Energie zu sparen.
- Sicherheit gewährleisten: Bei Hochspannung und großen Maschinen ist Vorsicht Pflicht. Du hältst alle Vorschriften ein und prüfst die Anlagen.
Wo arbeitest du?
Du arbeitest vor allem in Produktionshallen der Industrie, bei Herstellern von Elektromaschinen, in Reparaturbetrieben oder bei Energieversorgern. Oft stehst du direkt an großen Maschinen. Du arbeitest eigenverantwortlich und im Team mit anderen Elektroniker/innen und Mechaniker/innen. Rufbereitschaft und Schichtarbeit können dazugehören.
Wie läuft die Ausbildung ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Dein Ausbildungsbetrieb kann ein Industrieunternehmen, ein Spezialbetrieb für Elektromaschinenbau oder ein Serviceunternehmen sein. Dort lernst du direkt an Maschinen und Systemen. In der Berufsschule geht es um Elektrotechnik, Maschinenbau, Steuerungstechnik, Elektronik, Antriebstechnik, Pneumatik und Hydraulik, Sicherheitstechnik, Mathematik und Physik.
Das lernst du unter anderem:
- Elektrische Grundlagen: Stromkreise, Felder und Bauelemente wie Widerstände, Kondensatoren, Spulen und Transistoren
- Antriebstechnik: Gleichstrom-, Wechselstrom-, Schritt- und Servomotoren, Getriebe und Umrichter
- Steuerungs- und Regelungstechnik: Du programmierst SPS und erstellst Ablaufsteuerungen und Regelkreise.
- Messen, Steuern, Regeln: Du setzt Sensoren, Aktoren und Messgeräte ein.
- Montage: Du montierst, verdrahtest und nimmst Maschinen in Betrieb.
- Fehleranalyse: Du suchst Fehler systematisch und reparierst Komponenten.
- Dokumentation: Du liest und erstellst Schalt- und Stromlaufpläne und technische Zeichnungen.
- Arbeits- und Umweltschutz: Sicherheit an elektrischen Anlagen und großen Maschinen
Welche Voraussetzungen brauchst du als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- Interesse an Elektrotechnik, Mechanik und Informatik
- handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
- logisches Denken
- eine sorgfältige Arbeitsweise
- Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
- Teamfähigkeit
- Bereitschaft zu körperlicher Arbeit und manchmal unregelmäßigen Arbeitszeiten
- Lernbereitschaft, denn Antriebe und Automatisierung entwickeln sich schnell
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.243 € bis 1.373 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.298 € bis 1.408 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.379 € bis 1.489 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.461 € bis 1.563 € |
Passt die Ausbildung als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik zu dir?
Du packst gern an und willst verstehen, wie Maschinen funktionieren? Dann könnte dieser Beruf zu dir passen. Das spricht für die Ausbildung:
- Praxis: Du installierst, wartest und reparierst echte Maschinen und Antriebe.
- Viele Branchen: Fertigung, Automobilindustrie, Energieerzeugung und mehr
- Immer Neues: Die Technik entwickelt sich weiter, und du lernst ständig dazu.
- Kopf und Hand: Du verbindest Mechanik, Elektronik und Programmierung.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Elektroniker/in Maschinen und Antriebstechnik?
Was du als Elektroniker/in Maschinen und Antriebstechnik jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Elektromotoren aus alten Geräten ausbaut, ein ferngesteuertes Auto tunt oder am E-Scooter den Akku tauscht, zeigt Betrieben Technikverständnis und Geschick. Wer dazu beim Rudern oder Ringen trainiert und einen Nebenjob hat, beweist Fitness, Durchhaltevermögen und Zuverlässigkeit. Wenn dich Wartung im ganzen Werk reizt, schau dir Elektroniker/in Betriebstechnik an. Für Mechanik und Elektronik zusammen passt Mechatroniker/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Elektromotoren aus alten Geräten ausbaust und testest Technikverständnis
- ferngesteuerte Autos oder Drohnen tunst Geschick
- Akkus und Kabel an Rollern oder Rädern tauschst Sorgfalt
- beim Rudern oder Ringen im Verein trainierst Durchhaltevermögen
- mit einem Nebenjob dein Taschengeld aufbesserst Zuverlässigkeit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 130
Betriebe bilden aus
Platz 125 von 344 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 4. Betrieb
bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
Fast jeder 4. bildet auch Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen20
- Baden-Württemberg20
- Niedersachsen20
Die meisten Betriebe: Region Hannover, Kreis Pinneberg, Landkreis Lüneburg
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Kaum eine Fabrik, kaum ein Kraftwerk und kaum ein modernes Transportsystem kommt ohne elektrische Antriebe aus. Automatisierung und Digitalisierung schaffen zusätzliche Aufgaben. Wenn du lernbereit bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:
- in Industrieunternehmen, zum Beispiel in Automobil, Lebensmittel, Chemie, Pharma oder Metall
- bei Herstellern von Elektromaschinen, Antrieben und Automatisierungstechnik
- bei Energieversorgern, in Kraftwerken und bei Netzbetreibern
- in Reparaturbetrieben für Elektromaschinen
- bei Wind- und Solaranlagen
- als Servicetechniker/in im Außendienst
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Industriemeister/in Elektrotechnik: für leitende Aufgaben in Produktion, Instandhaltung oder Qualitätssicherung und für die Ausbildung
- Techniker/in: in Elektrotechnik, Automatisierungstechnik oder Mechatronik
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Robotik, SPS-Programmierung, Frequenzumrichter oder Sensorik
- Industriemeister/in Metall: wenn du auch die mechanische Seite stärker abdecken willst
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du Elektrotechnik, Mechatronik, Automatisierungstechnik, Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen studieren.
Fazit: Du bringst die Industrie in Bewegung
Als Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik verbindest du Mechanik, Elektronik und Programmierung. Du sorgst dafür, dass Motoren und Antriebe zuverlässig laufen. Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in oder Techniker/in werden, dich spezialisieren oder studieren.
Lust auf Antriebstechnik? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Elektroniker.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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