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Ausbildung Fachkraft Agrarservice

Ausbildung: Große Maschinen, echte Felder

Symbolbild: Ausbildung Fachkraft Agrarservice

Du bist gern draußen und große Maschinen faszinieren dich? Dann könnte die Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice genau das Richtige für dich sein. Du arbeitest als Dienst­leister/in für landwirt­schaftliche Betriebe. Mit moderner Landtechnik bereitest du Felder vor, säst, düngst und erntest. Du sorgst dafür, dass Aussaat, Pflege und Ernte reibungslos laufen. Dafür brauchst du technisches Verständnis und Flexibilität. Hier erfährst du, was du als Fachkraft Agrarservice machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Fachkraft Agrarservice auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Landwirt­schaft
1. Jahr724 € bis 930 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Was macht eine Fachkraft Agrarservice?

Du bedienst große Maschinen, überwachst Abläufe auf dem Feld und kennst dich mit Pflanzen und Böden aus. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Felder bearbeiten: Du pflügst, eggst, säst und düngst mit Traktoren und Anbaugeräten.
  • Pflanzenbau und Pflanzenschutz: Du kümmerst dich um Kulturen wie Getreide, Mais und Zuckerrüben. Du setzt Pflanzenschutzmittel nach strengen Auflagen ein.
  • Ernte: Mit Mähdreschern, Häckslern oder Rodern erntest du Getreide, Mais, Kartoffeln oder Zuckerrüben.
  • Maschinenpflege: Du wartest die teuren Landmaschinen. Kleine Reparaturen erledigst du selbst.
  • Transport: Du fährst Erntegut, Dünger, Saatgut oder Maschinen und achtest auf Verkehrsregeln und Ladungssicherung.
  • Daten: Moderne Maschinen haben Sensoren. Du erfasst Daten zu Ertrag, Boden und Maschinen und hilfst, Abläufe zu verbessern. Das nennt man Precision Farming.
  • Beratung: Du berätst Betriebe zu Verfahren, Maschinen und Anbauplänen.
  • Sicherheit und Umwelt: Du hältst Vorschriften ein und gehst umweltgerecht mit Betriebsmitteln um.
landwirtschaft

Wo arbeitest du als Fachkraft Agrarservice?

Du arbeitest vor allem draußen auf Feldern und Äckern. Dazu kommen Werkstätten, Lagerhallen und Büros von Lohnun­ter­nehmen oder größeren Agrarbe­trieben. Meist bist du im Team unterwegs. Deine Arbeits­zeiten hängen stark von der Saison ab. Bei Aussaat und Ernte gibt es besonders viel zu tun.

Wie läuft die Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung ist ein anerkannter dualer Ausbil­dungsberuf und dauert in der Regel 3 Jahre. Du lernst in einem Lohnun­ter­nehmen, einem großen Landwirt­schafts­betrieb oder bei einem Agrardienst­leister. Oft machst du dabei den Führer­schein der Klassen T und BE, manchmal sogar CE. In der Berufs­schule geht es um Pflanzenbau, Grundlagen der Tierhaltung, Bodenkunde, Düngung, Pflanzen­schutz, Landtechnik, Agrar-IT, Betriebs­wirt­schaft, Arbeits­si­cherheit und Umwelt­schutz.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Pflanzen- und Ackerbau: Anbau von Ackerfrüchten, Futterpflanzen und Sonderkulturen
  • Landtechnik: Aufbau, Funktion und Wartung von Traktoren, Erntemaschinen und Anbaugeräten
  • Düngung und Pflanzenschutz: richtige Anwendung und gesetzliche Vorschriften
  • Bodenbearbeitung und Aussaat: verschiedene Methoden und genaue Aussaat
  • Erntetechnik: effiziente Ernte und Lagerung
  • Agrar-IT: satellitengestützte Lenksysteme, Sensoren und Software
  • Wartung: einfache Wartung und kleine Reparaturen
  • Kundenorientierung: Beratung und Dienstleistung

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Fachkraft Agrarservice?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss oder mittleren Schulabschluss
  • technisches Verständnis und Interesse an großen Maschinen
  • Liebe zu Natur und Landwirtschaft
  • körperliche Fitness für die Arbeit bei jedem Wetter
  • Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Chemikalien und Umwelt
  • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
  • Flexibilität bei den Arbeitszeiten
  • Führerschein Klasse B oder die Bereitschaft, ihn zu machen

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 724 € bis 930 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.033 €
3. Ausbildungsjahr 977 € bis 1.136 €

Passt die Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice zu dir?

Du willst Technik und Natur verbinden? Das spricht für die Ausbildung:

  • Moderne Landtechnik: Du arbeitest mit großen, modernen Maschinen.
  • Abwechslung: Bodenbearbeitung, Aussaat, Ernte, Lagerung und Wartung wechseln sich ab.
  • Verantwortung: Du übernimmst eigene Aufgaben und arbeitest in verschiedenen Teams.
  • Sinnvolle Arbeit: Du trägst dazu bei, dass Lebensmittel effizient und nachhaltig produziert werden.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Fachkraft Agrarservice?

Was du als Fachkraft Agrarservice jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer auf dem Hof bei Aussaat und Ernte hilft, am Rasenmäher schraubt oder bei der Landjugend mitmacht, zeigt Betrieben Technik­in­teresse, Zuverläs­sigkeit und Liebe zur Landwirt­schaft. Wer auch mal bis spät abends anpackt, wenn das Wetter passt, beweist Flexibilität. Wenn du Landma­schinen lieber reparierst, schau dir Land- und Baumaschi­nen­me­cha­troniker/in an. Für einen eigenen Hof mit Tieren und Feldern passt Landwirt/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • auf einem Bauernhof bei Aussaat oder Ernte hilfst Zuverlässigkeit
  • im Landwirtschafts-Simulator Felder bestellst Technikinteresse
  • am Mofa oder Rasenmäher schraubst Geschick
  • bei der Landjugend Aktionen mitplanst Teamgeist
  • bis spät anpackst, wenn das Wetter passt Flexibilität

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Die Landwirt­schaft wird technischer und spezia­li­sierter. Viele Betriebe geben Arbeiten an Lohnun­ter­nehmen ab. Hier kannst du arbeiten:

  • in landwirtschaftlichen Lohnunternehmen
  • in größeren Agrarbetrieben mit eigener Technik
  • bei Agrardienstleistern
  • bei Maschinenringen und Genossenschaften
  • bei Landmaschinenherstellern in Service und Einweisung
  • im Vertrieb von Agrartechnik, mit kaufmännischer Weiterbildung

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Meister/in: zum Beispiel Agrarservicemeister/in oder Landwirtschaftsmeister/in, für Führung, Ausbildung und Betriebsführung
  • Techniker/in: in Agrartechnik, Landbau oder Betriebswirtschaft
  • Spezialisierung: zum Beispiel Precision Farming, Pflanzenschutzberatung, Biogasanlagen oder Erntetechnik
  • Fachagrarwirt/in: für kaufmännische Aufgaben
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen weiter.
  • Studium: Mit Hochschulreife zum Beispiel Agrarwissenschaften oder Landtechnik

Fazit: Technik für volle Felder

Als Fachkraft Agrarservice verbindest du Technik mit der Arbeit in der Natur. Du leistest einen wichtigen Beitrag zur Lebens­mit­tel­pro­duktion und zu nachhaltiger Landwirt­schaft. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual.

Lust auf Landtechnik? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Landwirt­schaft.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Fachkraft Agrarservice als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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