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Ausbildung Fachkraft Fahrbetrieb
Ausbildung: Menschen sicher ans Ziel bringen
Du sitzt gern am Steuer und hast gern mit Menschen zu tun? Dann kann die Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb gut zu dir passen. Du fährst Busse oder Bahnen im öffentlichen Nahverkehr. Jeden Tag bringst du viele Menschen sicher an ihr Ziel. Du informierst Fahrgäste, verkaufst Fahrkarten und hilfst beim Einsteigen. Vor der Fahrt prüfst du dein Fahrzeug. Über Funk hältst du Kontakt zur Leitstelle. Dafür brauchst du Konzentration, Verantwortungsbewusstsein und Freundlichkeit. Hier erfährst du, was du als Fachkraft im Fahrbetrieb machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Fachkraft Fahrbetrieb auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
In der DDR hieß der Beruf: Facharbeiter/in Städtischer Nahverkehr (Straßenbahn), Facharbeiter/in Städtischer Nahverkehr (Untergrundbahn)
Im Alltag sagt man auch: Busfahrer/in, Straßenbahnfahrer/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht eine Fachkraft im Fahrbetrieb?
Du fährst große Fahrzeuge, betreust Fahrgäste und behältst die Technik im Blick. Du bist Fahrer/in, Kundenberater/in und Problemlöser/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Fahrzeuge führen: Du fährst Busse, Straßenbahnen oder U-Bahnen im Linienverkehr. Du hältst dich an Fahrplan, Verkehrsregeln und Betriebsvorschriften.
- Fahrgäste betreuen: Du informierst über Fahrpläne, Tarife und Störungen. Du hilfst beim Ein- und Ausstieg, vor allem Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
- Fahrscheine verkaufen: Du verkaufst und kontrollierst Fahrkarten, berätst zu Tarifen und rechnest die Einnahmen ab.
- Fahrzeug prüfen: Vor der Fahrt prüfst du Bremsen, Beleuchtung und Türen. Kleinere Störungen behebst du selbst. Bei größeren Problemen informierst du die Leitstelle und sicherst die Lage.
- Mit der Leitstelle sprechen: Über Funk meldest du Verspätungen und Störungen und bekommst Anweisungen.
- Vorschriften beachten: Du hältst dich an Gesetze, Sicherheitsvorschriften und Umweltauflagen im Straßen- und Schienenverkehr.
- Bordsysteme bedienen: Du nutzt Systeme, die dir Fahrplan, Verkehrslage und technische Daten anzeigen.
Wo arbeitest du als Fachkraft im Fahrbetrieb?
Die meiste Zeit sitzt du im Fahrerplatz eines Busses oder im Führerstand einer Bahn. Du bist aber auch in Werkstätten bei technischen Prüfungen oder in der Leitstelle im Einsatz.
Angestellt bist du meist bei Verkehrsbetrieben oder kommunalen Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs. Busse und Bahnen fahren von früh bis spät. Deshalb arbeitest du im Schichtdienst.
Wie läuft die Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Du lernst bei einem kommunalen Verkehrsunternehmen oder einem privaten Busbetrieb. Dort lernst du Fahrzeuge, Streckennetz und Abläufe kennen. Oft machst du während der Ausbildung den Busführerschein der Klasse D oder die Fahrerlaubnis für Schienenfahrzeuge. In der Berufsschule geht es um Fahrzeugtechnik, Verkehrsrecht, Fahrgastbetreuung, Vertrieb und Sicherheit.
Das lernst du unter anderem:
- Fahrzeugtechnik: Motor, Bremsen, Getriebe und Elektronik von Bus oder Bahn und einfache Wartungsarbeiten
- Verkehrsrecht: Straßenverkehrsordnung, BOStrab oder EBO und die Vorschriften deines Betriebs
- Fahrgastservice: Kundenbetreuung, Umgang mit Beschwerden und Verhalten bei Konflikten
- Fahrplan- und Linienkunde: Fahrpläne, Linien und Tarifzonen
- Vertrieb: Fahrscheinverkauf, Kassensysteme und Abrechnung
- Sicherheit: Gefahren erkennen, Notfallpläne umsetzen und Erste Hilfe leisten
- Umweltbewusstes Fahren: energiesparend und wirtschaftlich unterwegs sein
- Betriebswirtschaft: Kosten und Leistungen im Nahverkehr
Welche Voraussetzungen brauchst du als Fachkraft Fahrbetrieb?
Was solltest du mitbringen?
- einen mittleren Schulabschluss oder einen guten Hauptschulabschluss
- Konzentrationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein
- Belastbarkeit, auch in Stresssituationen
- Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit
- Freundlichkeit und Kommunikationsstärke
- technisches Verständnis und Interesse an großen Fahrzeugen
- räumliches Vorstellungsvermögen und schnelle Reaktionen
- Teamfähigkeit und Umsicht
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 825 € bis 1.368 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 885 € bis 1.418 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 € bis 1.464 € |
Passt die Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb zu dir?
Du willst in Bewegung bleiben und anderen helfen? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Mobilität für alle: Du hältst Städte und Gemeinden in Bewegung.
- Abwechslung: Fahren, Kundenbetreuung und die Mitarbeit an Fahrplänen wechseln sich ab.
- Kontakt mit Menschen: Du bist oft die erste Anlaufstelle für Fahrgäste und hilfst mit Rat und Tat.
- Gute Perspektiven: Umweltfreundlicher Verkehr wird wichtiger. Fachkräfte im Nahverkehr werden gebraucht.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Fachkraft Fahrbetrieb?
Was du als Fachkraft Fahrbetrieb jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer jeden Morgen pünktlich zum Training erscheint, Tourist/innen am Bahnhof den Weg erklärt oder im Bus- und Bahnsimulator am PC Strecken fährt, zeigt Verkehrsbetrieben Zuverlässigkeit und Interesse an großen Fahrzeugen. Wer dazu im Nebenjob freundlich bleibt, wenn es hektisch wird, und im Schulsanitätsdienst ruhig handelt, beweist Belastbarkeit. Wenn dich die Schiene reizt, schau dir Lokführer/in und Transport an. Für Güter auf der Straße passt Berufskraftfahrer/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- im Verein pünktlich zu jedem Training erscheinst Pünktlichkeit
- Fremden geduldig den Weg erklärst Freundlichkeit
- im Bus- oder Bahnsimulator am PC fährst Konzentration
- im Nebenjob auch bei Hektik freundlich bleibst Belastbarkeit
- im Schulsanitätsdienst Verantwortung übernimmst Verantwortung
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 150
Betriebe bilden aus
Platz 107 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 2. Betrieb
bildet auch Kraftfahrzeugmechatroniker/in aus.
Jeder 3. bildet auch Berufskraftfahrer/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen40
- Bayern20
- Niedersachsen20
Die meisten Betriebe: Halle (Saale), Region Hannover, Leipzig
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Der öffentliche Nahverkehr spielt in Städten und Gemeinden eine zentrale Rolle und wird weiter ausgebaut. Die Branche sucht Fachkräfte. Hier kannst du arbeiten:
- bei kommunalen Verkehrsbetrieben, zum Beispiel BVG, Hamburger Hochbahn oder MVG
- bei privaten Busunternehmen und im Regionalverkehr
- bei Straßenbahn-, U-Bahn- oder S-Bahn-Betreibern
- im Fernbusverkehr
- im Werksverkehr, zum Beispiel mit Schichtbussen
- im Reisebusverkehr, mit weiterer Qualifizierung
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Verkehrsmeister/in: für Führungsaufgaben im Fahrdienst, etwa Personaleinsatz, Qualitätskontrolle und Störungsmanagement
- Ausbilder/in für Fahrpersonal: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Disponent/in: Du planst den Einsatz von Fahrzeugen und Personal und koordinierst den Linienverkehr.
- Betriebsleiter/in: Mit Erfahrung und Weiterbildung leitest du einen Betriebshof oder eine Abteilung.
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Hybrid- und Elektrobusse, Fahrdienstleitung oder Leitstellendisposition
- Fachwirt/in für Personenverkehr und Mobilität: für strategische und kaufmännische Aufgaben
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Verkehrsbetriebswirtschaft, Logistikmanagement oder Verkehrsingenieurwesen
Fazit: Am Steuer für die ganze Stadt
Als Fachkraft im Fahrbetrieb bringst du jeden Tag viele Menschen sicher und pünktlich an ihr Ziel. Du fährst Bus oder Bahn, betreust Fahrgäste und kennst dich mit der Technik aus. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Verkehrsmeister/in werden, disponieren oder studieren.
Einsteigen bitte? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Transport, Lager, Logistik.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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