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Ausbildung Fachkraft Holz- und Bautenschutzarbeiten
Ausbildung: Gebäude schützen und erhalten
Willst du Gebäude retten, bevor sie verfallen? Dann ist die Ausbildung zur Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten vielleicht genau das Richtige für dich. Du schützt Holz und Mauerwerk vor Feuchtigkeit, Pilzen und Schädlingen. Du spürst Schäden auf, findest ihre Ursache und sanierst sie fachgerecht. Du arbeitest in Kellern, Dachstühlen, an Fassaden und in historischen Gebäuden. Dafür brauchst du handwerkliches Geschick, Sorgfalt und Interesse an Chemie und Biologie. Hier erfährst du, was du als Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Was macht eine Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten?
Du bist Diagnostiker/in, Handwerker/in und Sanierer/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
- Schäden analysieren: Du untersuchst Holzkonstruktionen und Gebäudeteile auf Schäden durch Feuchtigkeit, Pilze wie den Hausschwamm oder Insekten wie den Holzwurm. Du findest die Ursache und erstellst Befunde und Sanierungskonzepte.
- Holz schützen: Du imprägnierst Holz gegen Pilze und Insekten. Befallenes Holz behandelst du zum Beispiel mit Heißluft oder chemischen Mitteln.
- Abdichten: Du dichtest Keller, Fundamente und Mauerwerk gegen Feuchtigkeit ab. Du legst Drainagen an, bringst Sperrschichten ein oder injizierst Material ins Mauerwerk.
- Sanieren: Du sanierst feuchte Wände, Risse, schadhaften Putz und befallene Dachstühle.
- Dämmen: Du bringst Wärmedämmung an Fassaden und innen an. So sparen Gebäude Energie.
- Spezialgeräte nutzen: Du arbeitest mit Injektionspumpen, Sprüh- und Trocknungsgeräten und Feuchtemessgeräten. Du gehst sicher mit Holzschutzmitteln und Bauchemie um.
- Dokumentieren: Du prüfst deine Arbeit und erstellst Protokolle und Abnahmepapiere.
- Beraten: Du erklärst Kund/innen, welche Maßnahmen nötig sind und wie sie ihre Immobilie erhalten.
Wo arbeitest du als Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten?
Dein Arbeitsplatz wechselt ständig. Du bist auf Baustellen, in Altbauten, Kellern und Dachstühlen, an Fassaden und in historischen Gebäuden unterwegs.
Du arbeitest meist im Team. Angestellt bist du bei einem Fachbetrieb für Holz- und Bautenschutz oder bei einem Sanierungsunternehmen.
Wie läuft die Ausbildung zur Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten ab?
Die Ausbildung ist dual. Dein Ausbildungsbetrieb ist ein Fachbetrieb für Holz- und Bautenschutz, ein Sanierungsunternehmen oder ein Bauunternehmen. Dort lernst du direkt auf den Baustellen. In der Berufsschule geht es um Bauphysik, Baustoffkunde, Chemie, Biologie, Baukonstruktion, Messtechnik, Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Kundenberatung.
Das lernst du unter anderem:
- Baukonstruktion und Baustoffe: Aufbau von Gebäuden und Eigenschaften von Holz, Mauerwerk und Putz
- Schadenserkennung: Ursachen von Feuchtigkeit, Rissen und Schädlingsbefall erkennen und beurteilen
- Holzschutz: vorbeugende und bekämpfende Maßnahmen gegen Pilze und Insekten
- Trockenlegung und Abdichtung: Verfahren gegen Feuchtigkeit im Mauerwerk
- Sanierungstechnik: Untergründe vorbereiten und Sanierungsmaterial auftragen
- Messtechnik: Feuchtigkeit, Temperatur und Luftfeuchte messen
- Gefahrstoffkunde: sicherer Umgang mit Holzschutzmitteln und Bauchemie
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz: Unfallverhütung und umweltgerechtes Arbeiten
- Kundenkommunikation: Sachverhalte verständlich erklären
Was du mitbringen solltest
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
- eine sorgfältige Arbeitsweise
- Interesse an Biologie, Chemie und Bauen
- körperliche Fitness, denn du arbeitest draußen, auf Leitern und in unbequemen Haltungen
- Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Chemikalien
- Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
- Schwindelfreiheit und kein Problem mit engen Räumen
- eine gute Beobachtungsgabe
Deine Karriere nach der Ausbildung
Der Erhalt von Altbauten und Denkmälern wird immer wichtiger. Auch energetische Sanierung und Feuchteschäden sind Dauerthemen. Fachkräfte sind deshalb gefragt. Hier kannst du arbeiten:
- bei Holz- und Bautenschutzbetrieben
- bei Sanierungs- und Restaurierungsunternehmen
- im Hochbau bei Unternehmen mit eigener Bautenschutzabteilung
- bei Gebäudeverwaltungen und Bauämtern in der Instandhaltung
- als Sachverständige/r für Bauschäden, mit zusätzlicher Qualifikation
- bei Herstellern von Bauchemie in Anwendungstechnik oder Service
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Meister/in: für Führungsaufgaben, die Ausbildung von Nachwuchs und die Leitung eines eigenen Betriebs
- Techniker/in: für Bautechnik oder Baudenkmalpflege
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Schimmelsanierung, Asbestsanierung mit Sachkundenachweis, Bautrocknung, historischen Holzschutz oder Energieberatung
- Restaurator/in im Handwerk: für die Arbeit an denkmalgeschützten Gebäuden
- Ausbilder/in: wenn du dein Wissen weitergeben willst
- Studium: mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Bauingenieurwesen, Architektur oder Baudenkmalpflege
Auf einen Blick
Fachkraft Holz- und Bautenschutzarbeiten auf einen Blick
Quellen: BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit · BA, Anlage Sprachniveaus · abgerufen am 1. Oktober 2026
Fachkraft Holz- und Bautenschutzarbeiten in Zahlen
1 von 3 · Wie häufig?
rund 10
Betriebe bilden aus
Platz 249 von 340 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen5
- Bayern2
- Schleswig-Holstein2
Die meisten Betriebe: Kiel, Kreis Pinneberg, Landkreis Cloppenburg
3 von 3 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Daten: dein-ausbildungsplatz.de, Ausschnitt der eingetragenen Ausbildungsbetriebe, Zahlen gerundet. Stand: 2. Oktober 2026.
Passt die Ausbildung zu dir?
Du arbeitest gern mit den Händen und willst Dinge erhalten? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Handwerk: Du arbeitest mit Holz und anderen Baustoffen und setzt dein Geschick ein.
- Nachhaltigkeit: Du sorgst dafür, dass Gebäude lange halten und sicher bleiben.
- Abwechslung: Schädlingsbekämpfung, Feuchtesanierung und Holzschutz wechseln sich ab.
- Gute Aussichten: Fachkräfte werden in Denkmalpflege, Bauwesen und Sanierung gesucht.
Ausbildungsvergütung als Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.122 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.351 € |
Fazit: Du sorgst dafür, dass Gebäude bleiben
Als Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten verbindest du Handwerk, Fachwissen und Umweltbewusstsein. Du erhältst den Wert von Gebäuden und leistest einen Beitrag zum Schutz unseres Kulturerbes. Die Ausbildung ist dual. Danach kannst du Meister/in werden, dich spezialisieren oder studieren.
Lust auf Sanierung? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.
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