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Ausbildung Fachkraft Lagerlo­gistik

Ausbildung: Die richtige Ware zur richtigen Zeit

Symbolbild: Ausbildung Fachkraft Lagerlogistik

Behältst du den Überblick, auch wenn viel los ist? Dann ist die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlo­gistik vielleicht genau das Richtige für dich. Du sorgst dafür, dass Güter zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Du nimmst Waren an, kontrol­lierst Lieferungen, lagerst Produkte ein und stellst Bestel­lungen zusammen. Dabei packst du mit an und arbeitest mit Scannern, Lagersoftware und Staplern. Du bist ein wichtiger Teil der Lieferkette. Dank dir kommen Waren zuverlässig beim Kunden, im Geschäft oder in der Produktion an. Hier erfährst du, was du als Fachkraft für Lagerlo­gistik machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Fachkraft Lagerlo­gistik auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Industrie und Handel sowie im Handwerk
1. Jahr730 € bis 1.320 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2004 hieß er Fachkraft für Lagerwirt­schaft.

  1. 1991 bis 2004Fachkraft für Lager­wirt­schaft
  2. seit 2004Fachkraft Lager­lo­gis­tik

In der DDR hieß der Beruf: Fachar­beiter/in für Lagerwirt­schaft, Fachar­beiter/in für Umschlag und Lagerung (Gütertransport und -umschlag), Fachar­beiter/in für Umschlag und Lagerung (Güterla­gerung und Güterkon­trolle)

Im Alltag sagt man auch: Lagerlo­gistiker/in, Lagerist/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht eine Fachkraft für Lagerlo­gistik?

Dein Alltag dreht sich um Waren, Lagerflächen, Bestände und Versand. Deine Arbeit verbindet Anpacken, Organi­sation und Technik. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Wareneingang: Du nimmst Lieferungen an und prüfst anhand der Papiere Menge, Art und Zustand. Fehlt etwas oder ist etwas beschädigt, dokumentierst du das.
  • Lagerung: Du lagerst Güter fachgerecht ein. Je nach Ware achtest du auf Temperatur, Feuchtigkeit, Gewicht, Größe oder Gefahrgutvorschriften.
  • Kommissionierung: Du stellst Waren nach Auftrag zusammen, per Liste, Scanner oder Kommissioniersystem.
  • Verpackung und Versand: Du verpackst Güter transportsicher und beschriftest die Sendungen.
  • Verladung: Du verlädst Sendungen in Lkw oder Container und achtest auf Ladungssicherung, Reihenfolge und Gewicht.
  • Fördermittel: Du arbeitest mit Hubwagen, Gabelstaplern, Förderanlagen und Scannern.
  • Inventur: Du prüfst Bestände, erkennst Abweichungen und hilfst bei Inventuren.
  • Qualität: Du achtest darauf, dass Waren richtig gelagert, unbeschädigt transportiert und korrekt dokumentiert werden.
  • Planung: Du hilfst, Lagerprozesse, Touren und Abläufe sinnvoll zu organisieren.
  • IT und Kommunikation: Du nutzt betriebliche IT-Systeme und stimmst dich mit anderen Abteilungen, Lieferanten und Fahrer/innen ab.
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Warum ist der Beruf so wichtig?

Logistik sorgt dafür, dass die Wirtschaft funktioniert. Lebens­mittel, Medikamente, Ersatzteile, Kleidung oder Online-Bestel­lungen: Fast alles läuft irgendwann durch ein Lager. Du arbeitest genau dort, wo Waren bewegt werden. Wenn du sorgfältig arbeitest, vermeidest du Fehler, Verzöge­rungen, Schäden und unnötige Kosten.

Du arbeitest in Logistik­zentren, Industrie­hallen, Handels­un­ter­nehmen, Speditionen oder bei Versand­händlern. Je nach Betrieb arbeitest du auch im Schicht­dienst.

Wie läuft die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlo­gistik ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Im Betrieb arbeitest du im Lager, im Wareneingang, im Versand, in der Kommis­sio­nierung oder in der Lagerver­waltung. In der Berufs­schule geht es um Warenwirt­schaft, Logistik­prozesse, Verpackung, Ladungs­si­cherung, Arbeits­schutz, Umwelt­schutz und kaufmän­nische Abläufe.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Annahme von Gütern: Lieferungen annehmen, Papiere prüfen und Mängel dokumentieren
  • Lagerung: Lagerarten, Lagerbedingungen und Sicherheitsregeln
  • Kommissionierung und Verpackung: Waren zusammenstellen und transportgerecht verpacken
  • Versand und Verladung: Sendungen kennzeichnen, Versandpapiere und Ladelisten erstellen
  • Ladungssicherung: Methoden, damit beim Transport nichts verrutscht
  • Bestandskontrolle: Bestände prüfen und bei Inventuren mitwirken
  • Arbeits- und Fördermittel: technische Hilfsmittel sicher einsetzen
  • Lagerkennzahlen: Lagerprozesse planen, überwachen und verbessern
  • IT-Systeme: Lagerverwaltungssoftware und Scanner
  • Arbeits- und Umweltschutz: sicher arbeiten und Verpackungen und Abfälle richtig behandeln

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Fachkraft Lagerlo­gistik?

Was solltest du mitbringen?

  • Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich keine Pflicht. Viele Betriebe erwarten aber mindestens einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss.
  • Sorgfalt und Zuverlässigkeit
  • Organisationstalent und Überblick
  • körperliche Belastbarkeit, denn du stehst, gehst und bewegst viel
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • technisches Verständnis
  • Teamfähigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Grundkenntnisse in Mathe für Mengen, Gewichte und Maße

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 730 € bis 1.320 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.373 €
3. Ausbildungsjahr 977 € bis 1.430 €

Passt die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlo­gistik zu dir?

Du arbeitest gern praktisch, magst Ordnung und bleibst ruhig, wenn viele Aufträge reinkommen? Dann kann dieser Beruf gut zu dir passen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Bewegung: Du bist aktiv und siehst direkt, was du geschafft hast.
  • Verantwortung: Du sorgst dafür, dass Waren sicher und pünktlich ankommen.
  • Abwechslung: Neue Lieferungen, verschiedene Waren und wechselnde Aufträge.
  • Viele Einsatzmöglichkeiten: Handel, Industrie oder Spedition.
  • Solide Grundlage: Du lernst auch Organisation, Warenwirtschaft und wirtschaftliches Denken.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Fachkraft Lagerlo­gistik?

Was du als Fachkraft Lagerlo­gistik jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Geträn­kemarkt jobbt, beim Umzug Kartons beschriftet und clever stapelt oder für das Vereinsfest Material zählt und verteilt, zeigt Betrieben Organi­sa­ti­ons­talent und Überblick. Wer dazu im Team Basketball spielt, beweist Teamgeist und Fitness. Wenn du einen kürzeren Einstieg suchst, schau dir Fachla­gerist/in an. Für Planung und Kunden­kontakt im Büro passt Kaufleute Spedition und Logistik­dienst­leis­tungen.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • im Getränkemarkt oder Supermarkt jobbst Zuverlässigkeit
  • beim Umzug Kartons beschriftest und stapelst Organisation
  • für das Vereinsfest Material zählst und verteilst Überblick
  • Basketball oder Fußball im Team spielst Teamgeist
  • Tetris oder Aufbauspiele mit Köpfchen spielst Räumliches Denken

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Überall, wo Waren gelagert, bewegt oder verschickt werden, brauchst du als Fachkraft für Lagerlo­gistik. Hier kannst du arbeiten:

  • in Industrieunternehmen
  • in Handels- und Großhandelsunternehmen
  • bei Speditionen und Logistikdienstleistern
  • bei Versand- und Onlinehändlern
  • in Lager- und Umschlagbetrieben
  • in Branchen wie Lebensmittel, Technik, Maschinenbau, Chemie, Bau, Mode oder Automobil

Im Betrieb kannst du im Wareneingang, im Versand, in der Kommis­sio­nierung, in der Lagersteuerung oder in der Bestands­kon­trolle arbeiten.

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Geprüfte/r Logistikmeister/in: für leitende Aufgaben
  • Geprüfte/r Fachwirt/in: für Logistiksysteme oder für Güterverkehr und Logistik
  • Techniker/in: im Bereich Logistik oder Betriebswirtschaft
  • Ausbilder/in: mit der Ausbildereignungsprüfung
  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Gefahrgut, Ladungssicherung, Lagersteuerung, E-Commerce-Logistik oder Bestandsmanagement
  • Studium: mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Logistikmanagement, Supply Chain Management oder Wirtschaftsingenieurwesen

Fazit: Du hältst die Lieferkette in Bewegung

Als Fachkraft für Lagerlo­gistik verbindest du körperliche Arbeit, Organi­sation, Technik und Verant­wortung. Du lernst, wie Waren angenommen, gelagert, kommis­sioniert, verpackt und verschickt werden. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach stehen dir viele Branchen und Weiter­bil­dungen offen.

Lust auf Logistik? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Transport, Lager, Logistik.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

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Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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