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Ausbildung Fachkraft Lebensmitteltechnik
Ausbildung: Technik für sichere Lebensmittel
Wie wird aus Getreide, Milch oder Zucker ein fertiges Produkt im Supermarkt? Das lernst du in der Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik. Du stellst Lebensmittel und Getränke in großen Mengen her. Du bedienst moderne Anlagen, überwachst die Produktion und prüfst die Qualität. Dabei hältst du strenge Hygieneregeln ein. So sorgst du dafür, dass Produkte in Supermärkten und Restaurants sicher und lecker sind. Dafür brauchst du technisches Verständnis, Sorgfalt und einen guten Geschmackssinn. Hier erfährst du, was du als Fachkraft für Lebensmitteltechnik machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Fachkraft Lebensmitteltechnik auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 1984 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 2 Berufen wurde einer.
- bis 1984Fischwerker/
in - bis 1984Obst- und Gemüsekonservierer/
in - seit 1984Fachkraft Lebensmitteltechnik
In der DDR hieß der Beruf: Facharbeiter/in für Obst- und Gemüseverarbeitung (Konserven), Facharbeiter/in für Lebensmitteltechnik, Facharbeiter/in für Anlagentechnik (Fischverarbeitung)
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik?
Du bist Maschinenführer/in, Qualitätsprüfer/in und Hygienefachkraft in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Rohstoffe annehmen: Du nimmst Getreide, Milch, Gemüse, Fleisch oder Zucker entgegen, prüfst die Qualität und lagerst alles richtig. Danach bereitest du die Zutaten vor, zum Beispiel durch Reinigen, Zerkleinern oder Mischen.
- Anlagen bedienen: Du arbeitest mit Kesseln, Mischern, Öfen, Abfüll- und Verpackungsmaschinen. Du stellst sie nach Rezeptur ein und greifst bei Abweichungen ein.
- Produkte herstellen: Du produzierst Backwaren, Molkereiprodukte, Fleisch- und Wurstwaren, Süßwaren, Getränke, Konserven oder Fertiggerichte.
- Qualität prüfen: Du nimmst Proben und prüfst Geschmack, Konsistenz, Farbe, Geruch und Gewicht. Du machst chemische und physikalische Analysen und dokumentierst die Ergebnisse.
- Verpacken und lagern: Du überwachst die Verpackung und lagerst die Produkte so, dass sie frisch bleiben.
- Hygiene: Du reinigst und desinfizierst Anlagen und Geräte und hältst die Hygienevorschriften ein, zum Beispiel nach HACCP.
- Störungen beheben: Du erledigst kleinere Wartungen und behebst einfache Störungen.
- Dokumentieren: Du protokollierst Produktionsschritte, Messwerte und Wartungen.
Wo arbeitest du als Fachkraft für Lebensmitteltechnik?
Du arbeitest in den Produktionshallen von Lebensmittelbetrieben. Das kann eine kleine Manufaktur sein oder ein großer Industriekonzern.
Du arbeitest meist im Team. Die Produktion läuft oft rund um die Uhr. Deshalb arbeitest du in der Regel im Schichtdienst.
Wie läuft die Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Dein Ausbildungsbetrieb ist ein Lebensmittel- oder Getränkehersteller, zum Beispiel eine Molkerei, eine Brauerei, ein Fleischwarenbetrieb oder eine Süßwarenfabrik. Dort lernst du an den Anlagen und im Labor. In der Berufsschule geht es um Lebensmittelkunde, Chemie, Biologie, Verfahrenstechnik, Anlagentechnik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Qualitätssicherung, Hygiene, Verpackung und Umweltschutz.
Das lernst du unter anderem:
- Lebensmittelkunde: tierische und pflanzliche Rohstoffe, Zusatzstoffe und Aromen
- Herstellungsverfahren: Mischen, Kneten, Backen, Gären, Fermentieren, Kochen, Sterilisieren, Kühlen und Abfüllen
- Anlagentechnik: Aufbau und Bedienung der Produktionsanlagen
- Qualität und Hygiene: Proben, Analysen und Hygienevorschriften wie HACCP
- Verpackungstechnik: Materialien, Maschinen und Verfahren
- Steuerungstechnik: Prozesse über technische Systeme überwachen
- Arbeitssicherheit: sicherer Umgang mit Maschinen, heißen Flüssigkeiten und Chemikalien
- Rezeptur: Grundlagen der Rezepturentwicklung und der sensorischen Prüfung
Welche Voraussetzungen brauchst du als Fachkraft Lebensmitteltechnik?
Was solltest du mitbringen?
- einen mittleren Schulabschluss oder einen guten Hauptschulabschluss
- technisches Verständnis und Interesse an Maschinen
- Interesse an Chemie und Biologie
- eine sorgfältige Arbeitsweise
- Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Lebensmitteln
- Sinn für Hygiene
- einen guten Geruchs- und Geschmackssinn
- körperliche Belastbarkeit, denn du stehst viel und arbeitest bei wechselnden Temperaturen
- Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
- Bereitschaft zum Schichtdienst
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 821 € bis 1.328 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 908 € bis 1.448 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.031 € bis 1.633 € |
Passt die Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik zu dir?
Du interessierst dich dafür, wie unser Essen entsteht? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Lebensmitteltechnologie: Du lernst, wie aus Rohstoffen hochwertige Lebensmittel werden.
- Viele Möglichkeiten: Produktion, Qualitätssicherung, Produktentwicklung oder Technik.
- Verantwortung: Du sorgst für sichere Lebensmittel und schützt die Gesundheit der Verbraucher/innen.
- Trends mitgestalten: Nachhaltigkeit und neue Produkte prägen die Branche. Du bist dabei.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Fachkraft Lebensmitteltechnik?
Was du als Fachkraft Lebensmitteltechnik jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Kekse für den Kuchenbasar in großer Menge backt, neue Rezepte ausprobiert oder in der Schulmensa mithilft, zeigt Betrieben Sinn für Hygiene und Freude an Lebensmitteln. Wer dazu im Verein Hockey spielt und einen Nebenjob mit festen Schichten hat, beweist Teamgeist und Zuverlässigkeit. Wenn dich Säfte und Getränke reizen, schau dir Fachkraft Fruchtsafttechnik an. Für Schokolade und Gummibärchen passt Süßwarentechnolog/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- für den Kuchenbasar in großen Mengen backst Organisation
- neue Rezepte ausprobierst und abschmeckst Neugier
- in der Schulmensa oder Schülerfirma mithilfst Sorgfalt
- Hockey oder Volleyball im Verein spielst Teamgeist
- einen Nebenjob mit festen Schichten hast Zuverlässigkeit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 500
Betriebe bilden aus
Platz 49 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 2. Betrieb
bildet auch Fachkraft Lagerlogistik aus.
Jeder 3. bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
3 von 4 · Wo?
- Niedersachsen100
- Nordrhein-Westfalen90
- Bayern60
Die meisten Betriebe: Kreis Gütersloh, Landkreis Osnabrück, Landkreis Cloppenburg
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Lebensmittel braucht jeder. Die Branche entwickelt ständig neue Produkte und sucht dafür Fachkräfte. Hier kannst du arbeiten:
- in der Lebensmittelindustrie, etwa in Molkereien, Bäckereien, Fleischwarenbetrieben, Süßwaren- und Konservenfabriken
- in der Getränkeindustrie
- bei Herstellern von Tiernahrung
- in Großküchen und Catering-Betrieben
- in Forschungsinstituten für Lebensmitteltechnologie
- bei Anlagenherstellern für die Lebensmittelindustrie in Service und Wartung
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Industriemeister/in Lebensmittel: für leitende Aufgaben in der Produktion und die Ausbildung von Nachwuchs
- Techniker/in: für Lebensmitteltechnik, Chemietechnik oder Verfahrenstechnik
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Fermentation, Aromen, Abfülltechnik, Hygienemanagement, Produktionsplanung oder Laboranalytik
- Geprüfte/r Fachwirt/in für Lebensmittelwirtschaft: für kaufmännische Aufgaben
- Ausbilder/in: wenn du dein Wissen weitergeben willst
- Studium: mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Lebensmitteltechnologie, Ökotrophologie, Brauwesen oder Ernährungswissenschaften
Fazit: Du machst Lebensmittel sicher
Als Fachkraft für Lebensmitteltechnik verbindest du Technik, Naturwissenschaft und Hygiene. Du stellst sichere und hochwertige Lebensmittel für viele Menschen her. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in oder Techniker/in werden, dich spezialisieren oder studieren.
Auf den Geschmack gekommen? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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