Schnellstart.
11 Branchen in Handel & Dienstleister
7 Branchen in Handwerk
3 Branchen in Industrie & Logistik
Ausbildung Fachkraft Lederverarbeitung
Ausbildung: Aus Leder wird Lieblingsstück
Hast du geschickte Hände und ein Auge fürs Detail? Dann ist die Ausbildung zur Fachkraft für Lederverarbeitung vielleicht genau das Richtige für dich. Du machst aus Leder hochwertige Schuhe, Taschen oder strapazierfähige Polster. Du wählst das Material aus, schneidest zu, nähst und veredelst. Am Ende hältst du ein Produkt in der Hand, das schön und langlebig ist. Dafür brauchst du Fingerfertigkeit, Sorgfalt und einen Sinn für Ästhetik. Hier erfährst du, was du als Fachkraft für Lederverarbeitung machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Früher hieß dieser Beruf Schuh- und Lederwarenstepper/in.
Auf einen Blick
Fachkraft Lederverarbeitung auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 2011 heißt er so wie heute.
- ab 1949 bis 1964Lederwarenstepper/
in - 1964 bis 2011Schuh- und Lederwarenstepper/
in - seit 2011Fachkraft Lederverarbeitung
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht eine Fachkraft für Lederverarbeitung?
Du bist Zuschneider/in, Näher/in und Qualitätsprüfer/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Material prüfen: Du wählst das passende Leder aus und prüfst es auf Fehler, Dicke und Farbe. Du kennst Lederarten wie Rindsleder, Ziegenleder und Wildleder.
- Zuschneiden: Du schneidest das Leder nach Schnittmustern zu, von Hand mit scharfen Messern oder mit Stanz- und Schneidemaschinen. Danach schärfst, spleißt oder bügelst du die Teile um.
- Bearbeiten: Du nietest, klebst, prägst, stanzt, färbst und polierst das Leder.
- Nähen und montieren: Du nähst Lederteile mit der Maschine oder von Hand zusammen. Du bringst Beschläge, Reißverschlüsse, Schnallen und Futter an.
- Qualität prüfen: Du kontrollierst Maße, Passform und Optik und behebst kleine Fehler.
- Maschinen bedienen: Du arbeitest mit Spalt-, Näh- und Stanzmaschinen und Pressen und pflegst sie.
- Dokumentieren: Du hältst wichtige Arbeitsschritte und Produktionsdaten fest.
- Muster bauen: In manchen Betrieben hilfst du bei der Entwicklung neuer Produkte.
Wo arbeitest du als Fachkraft für Lederverarbeitung?
Du arbeitest in Werkstätten und Produktionshallen. Das können Manufakturen oder Industriebetriebe sein, zum Beispiel für Lederwaren, Schuhe, Polstermöbel oder Fahrzeugausstattung.
Du arbeitest oft im Team. Meist arbeitest du tagsüber. In größeren Betrieben gibt es auch Schichtdienst.
Wie läuft die Ausbildung zur Fachkraft für Lederverarbeitung ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert in der Regel 2 Jahre und ist dual. Dein Ausbildungsbetrieb stellt Lederwaren, Schuhe, Polstermöbel oder Autoleder her. Dort lernst du an Maschinen und Werkbänken. In der Berufsschule geht es um Lederkunde, Werkstoffkunde, Schnittmuster, Nähtechnik, Maschinenkunde, Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit und Umweltschutz.
Das lernst du unter anderem:
- Lederkunde: Gewinnung, Gerbung und Eigenschaften verschiedener Lederarten und passender Materialien
- Schnittmuster und Zuschnitt: Muster lesen, fachgerecht zuschneiden und Material sparen
- Nähen und Fügen: Maschinen- und Handnähte, Kleben und Nieten
- Oberflächen: Prägen, Stanzen, Färben und Polieren
- Maschinen: Aufbau, Bedienung und einfache Wartung
- Qualitätssicherung: Prüfungen durchführen und dokumentieren
- Arbeits- und Umweltschutz: sicherer Umgang mit Maschinen und Chemikalien und Verwertung von Lederresten
- Produktentwicklung: erste Einblicke in die Entwicklung von Lederwaren
Welche Voraussetzungen brauchst du als Fachkraft Lederverarbeitung?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- handwerkliches Geschick und Fingerfertigkeit
- eine sorgfältige Arbeitsweise
- Kreativität und Sinn für Ästhetik
- Interesse an Material und Design
- technisches Verständnis
- Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
- Geduld und Konzentration
- kein Problem mit dem Geruch von Leder und Klebstoff
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.110 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.150 € |
Passt die Ausbildung zur Fachkraft für Lederverarbeitung zu dir?
Du willst Handwerk und Design verbinden? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Handwerk und Design: Du stellst Taschen, Schuhe oder Bekleidung selbst her.
- Kreativität: Du kannst individuelle Produkte gestalten und deine eigene Note einbringen.
- Vielfalt: Mode, Luxusgüter oder Restaurierung. Du findest den Bereich, der zu dir passt.
- Nachhaltigkeit: Langlebige, handgemachte Produkte sind wieder gefragt.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen dazu?
Was du als Fachkraft Lederverarbeitung jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Taschen oder Geldbörsen selbst näht, mit der Nähmaschine Kleidung ändert oder Schuhe wieder herrichtet, zeigt Betrieben Fingerfertigkeit und Sinn für Design. Wer dazu in der Theater-AG Kostüme mitbaut oder seit Jahren Klavier übt, beweist Teamgeist und Geduld. Wenn dich Polster und Sättel reizen, schau dir Sattler/in an. Für Schuhe aus der Fabrik passt Schuhfertiger/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Taschen oder Geldbörsen selbst nähst Fingerspitzengefühl
- mit der Nähmaschine Kleidung änderst Geschick
- alte Schuhe oder Gürtel wieder herrichtest Sorgfalt
- in der Theater-AG Kostüme mitbaust Teamgeist
- seit Jahren Klavier oder Gitarre übst Geduld
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo bilden Betriebe Fachkraft Lederverarbeitung aus?
Wie häufig?
3
Betriebe bilden aus
Platz 322 von 349 Berufen.
Alle Bundesländer mit Kreisen und Bezirken. Antippen zeigt, wo es um die Ecke Betriebe gibt.
1Baden-Württemberg1
In Baden-Württemberg kennen wir 1 Betrieb, die Fachkraft Lederverarbeitung ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 276 aller Ausbildungsberufe.
Ausbildung in Baden-Württemberg: Regionen, Berufsschulen, Karte
2Rheinland-Pfalz1
In Rheinland-Pfalz kennen wir 1 Betrieb, die Fachkraft Lederverarbeitung ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 223 aller Ausbildungsberufe.
Ausbildung in Rheinland-Pfalz: Regionen, Berufsschulen, Karte
3Thüringen1
In Thüringen kennen wir 1 Betrieb, die Fachkraft Lederverarbeitung ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 207 aller Ausbildungsberufe.
Gezählt sind aktuell die Betriebe, die wir auf dein-ausbildungsplatz.de mit diesem Beruf kennen. Es können mehr sein. Platz = Rang des Berufs unter allen Ausbildungsberufen in der Region, nach Zahl der Betriebe.
Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Der Beruf ist traditionell und entwickelt sich durch neue Technik und Materialien weiter. Hochwertige Lederprodukte und Fachkräfte dafür werden weiter gebraucht. Hier kannst du arbeiten:
- in der Lederwarenindustrie für Taschen, Gürtel und Kleinlederwaren
- in der Schuhindustrie
- in der Polstermöbelindustrie
- in der Fahrzeugausstattung für Autos, Flugzeuge oder Schiffe
- in der Bekleidungsindustrie
- in der Medizintechnik, etwa bei orthopädischen Lederprodukten
- in Handwerksbetrieben und Sattlereien
- in der Restaurierung historischer Lederwaren und Möbel
- als Selbstständige/r mit eigener Manufaktur oder Reparaturservice
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Meister/in: für Führungsaufgaben, die Ausbildung von Nachwuchs und die Leitung eines Betriebs
- Techniker/in: für Ledertechnik oder Textiltechnik
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Feinleder, Prägetechnik, Spezialnähte, Orthopädie oder technische Lederwaren
- Geprüfte/r Fachwirt/in: für kaufmännische und organisatorische Aufgaben in der Branche
- Ausbilder/in: wenn du dein Wissen weitergeben willst
- Studium: mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Produktdesign oder Modedesign
Fazit: Langlebiges mit den eigenen Händen schaffen
Als Fachkraft für Lederverarbeitung verbindest du Handwerk, Materialkunde und Präzision. Du schaffst langlebige Produkte aus einem der vielseitigsten Naturmaterialien. Die Ausbildung dauert in der Regel 2 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezialisieren, weiterbilden oder selbstständig machen.
Lust auf Leder? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
Worauf hast du noch Lust?
Stöbere weiter in Berufen und Tipps. Oder lass den Würfel entscheiden.
BerufUmwelttechnologe/in für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen
BerufWerkzeugmechaniker/in
BerufVermessungstechniker/in
BerufTextillaborant/in
BerufBaustoffprüfer/in
BerufBehälter- und Apparatebauer/in
BerufKunststoff- und Kautschuktechnologe/in
BerufUmwelttechnologe/in für AbwasserbewirtschaftungAlle anzeigen
Top 2026Anlagenmechaniker/in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Top 2026Pflegefachmann/frau
Top 2026Umweltschutztechnische Assistenten
Top 2026Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik
Top 2026Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r
Top 2026Medizinische/r Fachangestellte/r (MFA)
Top 2026Kraftfahrzeugmechatroniker/in
Top 2026Kaufmann/frau BüromanagementAlle anzeigen
TippLebenslauf für Schüler: Muster und Tipps ohne Berufserfahrung
TippSchwächen im Vorstellungsgespräch: Beispiele, die ehrlich klingen
TippDie besten Rückfragen für das Vorstellungsgespräch
TippDie fünf Schritte des Bewerbungsgespräches
TippDie formale Kündigung
TippBewerbungsfristen für AusbildungenAlle Tipps







