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Ausbildung Fachkraft Wasserwirtschaft
Ausbildung: Für saubere Flüsse und sicheres Wasser
Dir liegt die Umwelt am Herzen und du magst Technik? Dann kann die Ausbildung zur Fachkraft für Wasserwirtschaft gut zu dir passen. Du kümmerst dich um alles rund um den Wasserkreislauf. Du bedienst Wasserwerke, Kläranlagen und Pumpwerke. Du nimmst Proben aus Flüssen und Seen und prüfst sie im Labor. Du überwachst Pegelstände und hilfst beim Schutz vor Hochwasser. So sorgst du für sauberes Trinkwasser und saubere Gewässer. Dafür brauchst du technisches Verständnis, Umweltbewusstsein und Sorgfalt. Hier erfährst du, was du als Fachkraft für Wasserwirtschaft machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Fachkraft Wasserwirtschaft auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 2000 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 3 Berufen wurde einer.
- 1957 bis 2000Bautechniker/
in in der Wasserwirtschaftsverwaltung - 1958 bis 2000Kulturbautechniker/
in - 1967 bis 2000Planungstechniker/
in - seit 2000Fachkraft Wasserwirtschaft
In der DDR hieß der Beruf: Bauzeichner/in (Schwerpunkte Wasserbau, Wasserwesen)
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht eine Fachkraft für Wasserwirtschaft?
Du bedienst Anlagen, überwachst Gewässer und findest technische Lösungen. Du bist Techniker/in, Umweltschützer/in und Laborant/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Anlagen betreiben: Du bedienst und kontrollierst Wasserwerke, Brunnenanlagen, Kläranlagen, Pumpwerke und Wehre. Du erkennst Störungen und behebst sie oder leitest die Reparatur ein.
- Proben analysieren: Du nimmst Wasserproben aus Flüssen, Seen, Brunnen oder Kläranlagen. Im Labor machst du chemische, physikalische und biologische Analysen und bewertest die Ergebnisse.
- Gewässer schützen: Du kontrollierst Flüsse, Seen und Kanäle. Du überwachst Pegelstände, vor allem bei Hochwassergefahr, und dokumentierst Verschmutzungen.
- Dokumentieren: Du hältst Betriebsdaten und Messwerte in Software fest und schreibst Berichte.
- Sicher mit Chemikalien umgehen: Du nutzt Chemikalien für Aufbereitung und Analyse und hältst dich an alle Sicherheitsregeln.
- Vorschriften einhalten: Du kennst die Umwelt- und Wassergesetze und die Hygieneregeln.
- Kommunizieren: Du sprichst mit Kolleg/innen, Behörden und manchmal auch mit Anwohner/innen.
- Maschinen einsetzen: Du bedienst und wartest Bagger, Boote und Messgeräte.
Wo arbeitest du als Fachkraft für Wasserwirtschaft?
Dein Arbeitsplatz ist sehr abwechslungsreich. Du arbeitest in Messwarten und Laboren. Genauso bist du draußen an Gewässern, in Pumpwerken oder in Kläranlagen unterwegs.
Meist arbeitest du im Team. Arbeitgeber sind Wasserversorger, Kläranlagenbetreiber, Wasser- und Schifffahrtsämter, Ingenieurbüros oder Industriebetriebe mit eigener Wasseraufbereitung. Oft arbeitest du im Schichtdienst.
Wie läuft die Ausbildung zur Fachkraft für Wasserwirtschaft ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Dein Ausbildungsbetrieb kann ein Wasserversorger, ein Abwasserbetrieb, ein Wasser- und Schifffahrtsamt oder ein ähnlicher Betrieb sein. Dort lernst du an den Anlagen und im Außendienst. In der Berufsschule geht es um Wasserchemie und Wasserbiologie, Verfahrenstechnik, Anlagentechnik, Gewässerschutz, Umweltrecht und Arbeitssicherheit.
Das lernst du unter anderem:
- Wasseranalytik: Zusammensetzung von Wasser, wichtige Messwerte und Analysemethoden
- Wasserversorgung und Abwasser: Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Wasser sowie Reinigung und Ableitung von Abwasser
- Mess-, Steuer- und Regelungstechnik: Systeme zur Überwachung und Steuerung der Anlagen
- Gewässerkunde: Ökosysteme von Gewässern, der Wasserkreislauf und Maßnahmen zum Schutz
- Maschinen- und Anlagentechnik: Aufbau, Funktion und Wartung der Anlagen
- Umwelt- und Wasserrecht: wichtige Gesetze und Verordnungen
- Arbeitssicherheit: Unfallverhütung an Anlagen, mit Gefahrstoffen und am Wasser
- Probenahme und Dokumentation: Proben richtig nehmen und Daten genau festhalten
Welche Voraussetzungen brauchst du als Fachkraft Wasserwirtschaft?
Was solltest du mitbringen?
- einen mittleren Schulabschluss oder einen guten Hauptschulabschluss
- technisches Verständnis und Interesse an Chemie und Biologie
- Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt
- Umweltbewusstsein
- eine gute Beobachtungsgabe
- körperliche Fitness für Arbeit im Freien und an Anlagen
- Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
- Schwindelfreiheit und keine Angst vor Wasser
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 857 € bis 1.297 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.059 € bis 1.351 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.259 € bis 1.401 € |
Passt die Ausbildung zur Fachkraft für Wasserwirtschaft zu dir?
Du willst etwas für Umwelt und Menschen tun? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Umwelt und Nachhaltigkeit: Du sicherst die Wasserqualität, schützt Gewässer und hilfst, Wasser sparsam zu nutzen.
- Abwechslung: Du wartest Anlagen, machst Messungen an Gewässern und arbeitest an Projekten mit.
- Gute Aussichten: Umweltfragen werden wichtiger. Fachkräfte werden bei Behörden, Versorgern und Ingenieurbüros gebraucht.
- Sinnvolle Arbeit: Hochwasserschutz, Gewässerschutz und Wasserknappheit sind große Aufgaben. Deine Arbeit hilft direkt dabei.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Fachkraft Wasserwirtschaft?
Was du als Fachkraft Wasserwirtschaft jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer bei einer Bachpatenschaft Tiere im Wasser bestimmt, in der Umwelt-AG Proben auswertet oder beim Kanufahren Flüsse aus der Nähe erlebt, zeigt Betrieben Umweltbewusstsein und eine gute Beobachtungsgabe. Wer bei der Wasserwacht mitmacht und regelmäßig im Team trainiert, beweist Verantwortung und Zuverlässigkeit. Wenn dich Deiche und Ufer reizen, schau dir Wasserbauer/in an. Für Trinkwasser passt Umwelttechnologe/in für Wasserversorgung.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- bei einer Bachpatenschaft Tiere im Wasser bestimmst Beobachtungsgabe
- in der Umwelt-AG Proben nimmst und auswertest Genauigkeit
- beim Kanufahren oder Paddeln Flüsse erkundest Naturverständnis
- bei der Wasserwacht oder DLRG aktiv bist Verantwortung
- im Ruderteam regelmäßig trainierst Zuverlässigkeit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 2 · Meiste Betriebe im Bereich
Rund 3.600 Betriebe bilden diesen Beruf aus. Das sind die meisten im Bereich Industrie.
2 von 2 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Sauberes Wasser ist eine lebenswichtige Ressource. Der Schutz der Gewässer wird immer wichtiger. Dafür braucht es qualifizierte Fachkräfte. Hier kannst du arbeiten:
- bei Wasserversorgungsunternehmen und Stadtwerken
- bei Kläranlagenbetreibern und Abwasserverbänden
- bei Wasser- und Schifffahrtsämtern und Landesumweltämtern
- in der Industrie mit eigener Wasseraufbereitung, zum Beispiel Chemie, Lebensmittel oder Papier
- in Ingenieurbüros für Wasserwirtschaft
- in der Forschung und Entwicklung, oft mit weiterer Qualifikation
- bei Dienstleistern für Gewässerpflege
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Meister/in für Wasserwirtschaft: für Führungsaufgaben, die Ausbildung von Nachwuchs und bessere Abläufe
- Techniker/in: etwa in Umweltschutztechnik, Wasserversorgungstechnik oder Abwassertechnik
- Spezialisierung: zum Beispiel Trinkwasserhygiene, Hochwasserschutz, Gewässerökologie oder Spezialanlagen wie Membrantechnik und Ozonung
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Geprüfte/r Fachwirt/in: für Umweltschutz oder Energiewirtschaft
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Umweltingenieurwesen, Wasserwirtschaft, Siedlungswasserwirtschaft, Geowissenschaften oder Verfahrenstechnik
Fazit: Du schützt unser Wasser
Als Fachkraft für Wasserwirtschaft sorgst du für sauberes Wasser und gesunde Gewässer. Du arbeitest an Anlagen, im Labor und draußen am Wasser. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezialisieren, Meister/in werden oder studieren.
Lust auf Wasser und Umwelt? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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