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Ausbildung Fachkraft Wasser­wirt­schaft

Ausbildung: Für saubere Flüsse und sicheres Wasser

Symbolbild: Ausbildung Fachkraft Wasserwirtschaft

Dir liegt die Umwelt am Herzen und du magst Technik? Dann kann die Ausbildung zur Fachkraft für Wasser­wirt­schaft gut zu dir passen. Du kümmerst dich um alles rund um den Wasser­kreislauf. Du bedienst Wasserwerke, Kläranlagen und Pumpwerke. Du nimmst Proben aus Flüssen und Seen und prüfst sie im Labor. Du überwachst Pegelstände und hilfst beim Schutz vor Hochwasser. So sorgst du für sauberes Trinkwasser und saubere Gewässer. Dafür brauchst du technisches Verständnis, Umwelt­be­wusstsein und Sorgfalt. Hier erfährst du, was du als Fachkraft für Wasser­wirt­schaft machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Fachkraft Wasser­wirt­schaft auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr857 € bis 1.297 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 2000 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 3 Berufen wurde einer.

  1. 1957 bis 2000Bau­tech­ni­ker/in in der Was­ser­wirt­schafts­ver­wal­tung
  2. 1958 bis 2000Kul­tur­bau­tech­ni­ker/in
  3. 1967 bis 2000Pla­nungs­tech­ni­ker/in
  4. seit 2000Fachkraft Was­ser­wirt­schaft

In der DDR hieß der Beruf: Bauzeichner/in (Schwer­punkte Wasserbau, Wasserwesen)

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht eine Fachkraft für Wasser­wirt­schaft?

Du bedienst Anlagen, überwachst Gewässer und findest technische Lösungen. Du bist Techniker/in, Umwelt­schützer/in und Laborant/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Anlagen betreiben: Du bedienst und kontrollierst Wasserwerke, Brunnenanlagen, Kläranlagen, Pumpwerke und Wehre. Du erkennst Störungen und behebst sie oder leitest die Reparatur ein.
  • Proben analysieren: Du nimmst Wasserproben aus Flüssen, Seen, Brunnen oder Kläranlagen. Im Labor machst du chemische, physikalische und biologische Analysen und bewertest die Ergebnisse.
  • Gewässer schützen: Du kontrollierst Flüsse, Seen und Kanäle. Du überwachst Pegelstände, vor allem bei Hochwassergefahr, und dokumentierst Verschmutzungen.
  • Dokumentieren: Du hältst Betriebsdaten und Messwerte in Software fest und schreibst Berichte.
  • Sicher mit Chemikalien umgehen: Du nutzt Chemikalien für Aufbereitung und Analyse und hältst dich an alle Sicherheitsregeln.
  • Vorschriften einhalten: Du kennst die Umwelt- und Wassergesetze und die Hygieneregeln.
  • Kommunizieren: Du sprichst mit Kolleg/innen, Behörden und manchmal auch mit Anwohner/innen.
  • Maschinen einsetzen: Du bedienst und wartest Bagger, Boote und Messgeräte.
wasser

Wo arbeitest du als Fachkraft für Wasser­wirt­schaft?

Dein Arbeitsplatz ist sehr abwechs­lungsreich. Du arbeitest in Messwarten und Laboren. Genauso bist du draußen an Gewässern, in Pumpwerken oder in Kläranlagen unterwegs.

Meist arbeitest du im Team. Arbeitgeber sind Wasser­ver­sorger, Kläran­la­gen­be­treiber, Wasser- und Schiff­fahrtsämter, Ingenieurbüros oder Industrie­be­triebe mit eigener Wasser­auf­be­reitung. Oft arbeitest du im Schicht­dienst.

Wie läuft die Ausbildung zur Fachkraft für Wasser­wirt­schaft ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Dein Ausbil­dungs­betrieb kann ein Wasser­ver­sorger, ein Abwasser­betrieb, ein Wasser- und Schiff­fahrtsamt oder ein ähnlicher Betrieb sein. Dort lernst du an den Anlagen und im Außendienst. In der Berufs­schule geht es um Wasser­chemie und Wasser­biologie, Verfah­rens­technik, Anlagen­technik, Gewässer­schutz, Umweltrecht und Arbeits­si­cherheit.

Das lernst du unter anderem:

  • Wasseranalytik: Zusammensetzung von Wasser, wichtige Messwerte und Analysemethoden
  • Wasserversorgung und Abwasser: Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Wasser sowie Reinigung und Ableitung von Abwasser
  • Mess-, Steuer- und Regelungstechnik: Systeme zur Überwachung und Steuerung der Anlagen
  • Gewässerkunde: Ökosysteme von Gewässern, der Wasserkreislauf und Maßnahmen zum Schutz
  • Maschinen- und Anlagentechnik: Aufbau, Funktion und Wartung der Anlagen
  • Umwelt- und Wasserrecht: wichtige Gesetze und Verordnungen
  • Arbeitssicherheit: Unfallverhütung an Anlagen, mit Gefahrstoffen und am Wasser
  • Probenahme und Dokumentation: Proben richtig nehmen und Daten genau festhalten

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Fachkraft Wasser­wirt­schaft?

Was solltest du mitbringen?

  • einen mittleren Schulabschluss oder einen guten Hauptschulabschluss
  • technisches Verständnis und Interesse an Chemie und Biologie
  • Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt
  • Umweltbewusstsein
  • eine gute Beobachtungsgabe
  • körperliche Fitness für Arbeit im Freien und an Anlagen
  • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
  • Schwindelfreiheit und keine Angst vor Wasser

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 857 € bis 1.297 €
2. Ausbildungsjahr 1.059 € bis 1.351 €
3. Ausbildungsjahr 1.259 € bis 1.401 €

Passt die Ausbildung zur Fachkraft für Wasser­wirt­schaft zu dir?

Du willst etwas für Umwelt und Menschen tun? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Umwelt und Nachhaltigkeit: Du sicherst die Wasserqualität, schützt Gewässer und hilfst, Wasser sparsam zu nutzen.
  • Abwechslung: Du wartest Anlagen, machst Messungen an Gewässern und arbeitest an Projekten mit.
  • Gute Aussichten: Umweltfragen werden wichtiger. Fachkräfte werden bei Behörden, Versorgern und Ingenieurbüros gebraucht.
  • Sinnvolle Arbeit: Hochwasserschutz, Gewässerschutz und Wasserknappheit sind große Aufgaben. Deine Arbeit hilft direkt dabei.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Fachkraft Wasser­wirt­schaft?

Was du als Fachkraft Wasser­wirt­schaft jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer bei einer Bachpa­ten­schaft Tiere im Wasser bestimmt, in der Umwelt-AG Proben auswertet oder beim Kanufahren Flüsse aus der Nähe erlebt, zeigt Betrieben Umwelt­be­wusstsein und eine gute Beobach­tungsgabe. Wer bei der Wasserwacht mitmacht und regelmäßig im Team trainiert, beweist Verant­wortung und Zuverläs­sigkeit. Wenn dich Deiche und Ufer reizen, schau dir Wasserbauer/in an. Für Trinkwasser passt Umwelt­tech­nologe/in für Wasser­ver­sorgung.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • bei einer Bachpatenschaft Tiere im Wasser bestimmst Beobachtungsgabe
  • in der Umwelt-AG Proben nimmst und auswertest Genauigkeit
  • beim Kanufahren oder Paddeln Flüsse erkundest Naturverständnis
  • bei der Wasserwacht oder DLRG aktiv bist Verantwortung
  • im Ruderteam regelmäßig trainierst Zuverlässigkeit

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 2 · Meiste Betriebe im Bereich

    Industrie­me­chaniker/in

    Rund 3.600 Betriebe bilden diesen Beruf aus. Das sind die meisten im Bereich Industrie.

  • 2 von 2 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Sauberes Wasser ist eine lebens­wichtige Ressource. Der Schutz der Gewässer wird immer wichtiger. Dafür braucht es qualifi­zierte Fachkräfte. Hier kannst du arbeiten:

  • bei Wasserversorgungsunternehmen und Stadtwerken
  • bei Kläranlagenbetreibern und Abwasserverbänden
  • bei Wasser- und Schifffahrtsämtern und Landesumweltämtern
  • in der Industrie mit eigener Wasseraufbereitung, zum Beispiel Chemie, Lebensmittel oder Papier
  • in Ingenieurbüros für Wasserwirtschaft
  • in der Forschung und Entwicklung, oft mit weiterer Qualifikation
  • bei Dienstleistern für Gewässerpflege

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Meister/in für Wasserwirtschaft: für Führungsaufgaben, die Ausbildung von Nachwuchs und bessere Abläufe
  • Techniker/in: etwa in Umweltschutztechnik, Wasserversorgungstechnik oder Abwassertechnik
  • Spezialisierung: zum Beispiel Trinkwasserhygiene, Hochwasserschutz, Gewässerökologie oder Spezialanlagen wie Membrantechnik und Ozonung
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
  • Geprüfte/r Fachwirt/in: für Umweltschutz oder Energiewirtschaft
  • Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Umweltingenieurwesen, Wasserwirtschaft, Siedlungswasserwirtschaft, Geowissenschaften oder Verfahrenstechnik

Fazit: Du schützt unser Wasser

Als Fachkraft für Wasser­wirt­schaft sorgst du für sauberes Wasser und gesunde Gewässer. Du arbeitest an Anlagen, im Labor und draußen am Wasser. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezia­li­sieren, Meister/in werden oder studieren.

Lust auf Wasser und Umwelt? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Fachkraft Wasserwirtschaft als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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