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Ausbildung Fahrzeug­la­ckierer/in

Ausbildung: Farbe, Glanz und ruhige Hände

Symbolbild: Ausbildung Fahrzeuglackierer/in

Du siehst jede kleine Delle und liebst glänzende Oberflächen? Dann kann die Ausbildung zum/zur Fahrzeug­la­ckierer/in gut zu dir passen. Du lackierst Autos, Motorräder, Lkws und Busse. Vorher schleifst, spachtelst und grundierst du die Oberfläche. Du mischst Farbtöne genau passend und trägst den Lack in der Lackier­kabine auf. Auch Effektlacke, Schriftzüge und Airbrush-Designs gehören dazu. So schützt du Fahrzeuge vor Rost und gibst ihnen einen neuen Look. Dafür brauchst du eine ruhige Hand, Geduld und ein gutes Auge für Farben. Hier erfährst du, was du als Fahrzeug­la­ckierer/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Was macht ein/e Fahrzeug­la­ckierer/in?

Du arbeitest in der Lackier­kabine, mit vielen Materialien und Geräten und mit einem geschulten Blick für kleinste Uneben­heiten. Du bist Handwerker/in, Farbprofi und Qualitäts­prüfer/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

  • Untergrund vorbereiten: Du reinigst Fahrzeugteile, entfernst alten Lack durch Schleifen oder Sandstrahlen, beseitigst Rost und spachtelst Dellen aus. Das ist der wichtigste Schritt für eine gute Lackierung.
  • Grundieren und füllern: Du trägst Grundierung und Füller auf und schleifst sie danach glatt.
  • Farbtöne mischen: Mit Farbmesstechnik und deinem Auge mischst du Farben genau passend zur vorhandenen Lackierung.
  • Lackieren: Mit Spritzpistolen trägst du Decklack und Klarlack in mehreren Schichten auf. Der Auftrag muss gleichmäßig sein, damit sich Nasen oder Wolken vermeiden lassen.
  • Sonderlackierungen: Du setzt Metallic- oder Perlmuttlacke, Schriftzüge, Logos und Airbrush-Designs um.
  • Trocknen und polieren: Du überwachst die Trocknung und polierst die Oberfläche auf Hochglanz.
  • Qualität prüfen: Du kontrollierst Farbtreue, Glanzgrad und kleine Fehler.
  • Sicher arbeiten: Du gehst sicher mit Lacken, Verdünnern und Chemikalien um und trägst Atemschutz und Handschuhe.
auto

Wo arbeitest du als Fahrzeug­la­ckierer/in?

Du arbeitest vor allem in Lackie­rereien und Karosse­rie­werk­stätten. Auch Fahrzeug­her­steller und Betriebe, die Fahrzeuge instand halten, brauchen dich.

Dein Arbeitsplatz ist sauber und gut belüftet. Die Lackier­kabine ist dein wichtigster Ort. Dort entsteht der Glanz frisch lackierter Oberflächen.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Fahrzeug­la­ckierer/in ab?

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Du lernst meist in einer Fahrzeug­la­ckiererei, einer Karosse­rie­werkstatt oder in einer Fahrzeug­fer­tigung. Dort arbeitest du am Fahrzeug, in der Vorbereitung und in der Lackier­kabine. In der Berufs­schule geht es um Lackchemie, Farb- und Formenlehre, Oberflä­chen­be­ar­beitung, Korrosi­ons­schutz, Umwelt­schutz und Kunden­be­ratung.

Das lernst du unter anderem:

  • Werkstoffkunde: Grundierungen, Füller, Decklacke, Klarlacke, Spachtelmassen, Schleifmittel sowie Metall und Kunststoff
  • Oberflächenbearbeitung: Schleifen, Spachteln, Reinigen und Entrosten
  • Lackiertechniken: Spritzverfahren, Lackierpistolen, Farbtöne mischen und Sonderlackierungen
  • Farb- und Designlehre: Farbenlehre, Farbabgleich und Designwünsche umsetzen
  • Qualitätsmanagement: Lackierergebnisse prüfen und sichern
  • Umweltschutz und Arbeitssicherheit: Lackreste entsorgen und Schutzausrüstung tragen
  • Kundenberatung: zu Lackschäden, Farbwünschen und Pflege beraten
  • Gerätewartung: Lackierpistolen und Absauganlagen pflegen

Was du mitbringen solltest

  • einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
  • handwerkliches Geschick und eine ruhige Hand
  • Sinn für Farben, Formen und Ästhetik
  • ein gutes Farbsehen
  • eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise
  • Geduld und Ausdauer für lange Vorbereitungsarbeiten
  • körperliche Belastbarkeit für Stehen, Bücken und Heben
  • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Chemikalien

Deine Karriere nach der Ausbildung

Fahrzeuge werden gewartet, repariert und individuell gestaltet. Umwelt­schutz und effiziente Lackier­prozesse werden dabei immer wichtiger. Hier kannst du arbeiten:

  • in Fahrzeuglackierereien und Karosseriefachbetrieben
  • bei Fahrzeugherstellern, zum Beispiel in Endmontage oder Qualitätssicherung
  • bei Speditionen und Busunternehmen für die eigene Flotte
  • bei Zulieferern der Automobilindustrie
  • in der Flugzeug- oder Schienenfahrzeuglackierung
  • bei Herstellern von Industriegütern wie Maschinen und Bauteilen
  • selbstständig mit eigener Lackiererei oder mobilem Lackservice

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Fahrzeuglackierermeister/in: für die Leitung einer Lackiererei und die Ausbildung von Nachwuchs
  • Techniker/in: etwa in Farb- und Lacktechnik oder Karosserie- und Fahrzeugbautechnik
  • Betriebswirt/in im Handwerk: für kaufmännische Aufgaben und die Leitung eines Betriebs
  • Spezialisierung: zum Beispiel Oldtimer-Restauration, Motorradlackierung, Industrielackierung, Airbrush-Design oder Smart Repair
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
  • Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Fahrzeugtechnik, Chemieingenieurwesen, Materialwissenschaften oder Produktionsmanagement

Auf einen Blick

Fahrzeug­la­ckierer/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Fahrzeuge
1. Jahr900 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Quellen: BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · BA, Anlage Sprach­niveaus · abgerufen am 1. Oktober 2026

Fahrzeug­la­ckierer/in in Zahlen

Daten: dein-ausbil­dungsplatz.de, Ausschnitt der eingetragenen Ausbil­dungs­be­triebe, Zahlen gerundet. Stand: 5. Oktober 2026.

Passt die Ausbildung zu dir?

Du magst Autos und hast ein Händchen für Farben? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Fahrzeuge und Kreativität: Du hältst Fahrzeuge instand und gibst ihnen einen individuellen Look.
  • Präzises Handwerk: Du lernst genaues Vorbereiten und Lackieren. Das ist in Handwerk und Industrie gefragt.
  • Viele Einsatzorte: Autohaus, Werkstatt, Oldtimer-Restauration oder künstlerische Lackierungen.
  • Gute Aussichten: Individuelle Fahrzeuggestaltung wird wichtiger. Fachkräfte werden gebraucht.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Fahrzeug­la­ckierer/in?

Was du als Fahrzeug­la­ckierer/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Graffiti auf legalen Flächen sprüht, Modelle bemalt oder alte Möbel abschleift und neu streicht, zeigt Lackie­rereien einen Sinn für Farben und Geduld bei der Vorarbeit. Wer im Verein kickt oder einen festen Nebenjob hat, beweist dazu: Auf mich ist Verlass. Genau diese Mischung lesen Betriebe gern in einer Bewerbung. Wenn dich Wände und Räume reizen, schau dir Maler/in und Lackierer/in an. Für Karosserie und Unfall­schäden passt Karosserie- und Fahrzeug­bau­me­chaniker/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Modelle oder Figuren sorgfältig bemalst Sorgfalt
  • alte Möbel abschleifst und neu streichst Geduld
  • zeichnest, malst oder legal Graffiti sprühst Farbgefühl
  • Fußball oder Hockey im Verein spielst Teamgeist
  • mit einem festen Nebenjob Geld verdienst Zuverlässigkeit

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Ausbil­dungs­ver­gütung als Fahrzeug­la­ckierer/in

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 900 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 985 € bis 1.408 €
3. Ausbildungsjahr 1.150 € bis 1.489 €

Fazit: Du bringst Fahrzeuge zum Glänzen

Als Fahrzeug­la­ckierer/in verbindest du Handwerk, Technik und einen Sinn für Farben. Du schützt Fahrzeuge vor Rost und gibst ihnen eine perfekte Optik. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezia­li­sieren, Meister/in werden oder studieren.

Lust auf Farbe und Glanz? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Fahrzeuge.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 01.10.2026 · Ausbil­dungs­ver­gütung: aktualisiert nach BERUFENET
Quellen: BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

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