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Ausbildung Sattler/in
Ausbildung: Altes Handwerk mit Leder und Stoff
Du liebst den Geruch von Leder und arbeitest gern mit den Händen? Dann ist die Ausbildung zum/zur Sattler/in vielleicht genau dein Ding. Du stellst Sättel, Polstermöbel, Autopolster und viele andere Produkte aus Leder und Stoff her. Du schneidest zu, nähst, polsterst und verzierst. Außerdem reparierst du beschädigte Stücke und machst sie wieder schön. Der Beruf hat eine lange Tradition und bietet dir viel Raum für Kreativität. Hier erfährst du, was du als Sattler/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Früher hieß dieser Beruf Feintäschner/in.
Auf einen Blick
Sattler/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 2005 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 2 Berufen wurde einer.
- ab 1949 bis 2005Sattler/
in (ohne Fachrichtungen) - 1950 bis 2005Feinsattler/
in - seit 2005Sattler/
in
Im Alltag sagt man auch: Autosattler/in, Fahrzeugsattler/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Sattler/in?
Sattler/innen sind Fachleute für Polsterung und Lederarbeit. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Herstellen: Du fertigst Sättel, Reitzeug, Polstermöbel und andere Produkte aus Leder oder Stoff. Dafür schneidest du Material zu, nähst, polsterst und dekorierst.
- Reparieren: Du reparierst beschädigte Lederwaren und Polstermöbel, ersetzt Teile und restaurierst Oberflächen.
- Maßarbeit: Du setzt individuelle Wünsche deiner Kund/innen um.
- Polstern: Du passt Polsterungen ergonomisch an und sorgst für Komfort und Langlebigkeit.
- Material auswählen: Du wählst passendes Leder, Stoffe, Polstermaterial und Fäden für hochwertige Produkte.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Ob Sofa, Autositz oder Tasche: Gute Lederarbeit sieht schön aus, ist bequem und hält lange. Dafür sorgst du als Sattler/in mit deinem handwerklichen Können und deinem Wissen über Materialien. Sättel werden heute seltener gebraucht als früher. Andere Lederwaren sind dafür sehr beliebt.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Sattler/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung ist in der Regel dual und dauert meist drei Jahre. Du lernst im Betrieb und in der Berufsschule.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Lederwaren herstellen: Du wählst Leder und andere Materialien aus, schneidest zu, verarbeitest und montierst sie.
- Lederwaren reparieren: Du findest Schäden, besserst sie aus und ersetzt einzelne Teile oder ganze Stücke.
- Leder bearbeiten: Du färbst, prägst und gravierst Leder.
- Lederwaren restaurieren: Du entfernst Flecken und Schmutz, stellst Farbe und Form wieder her und reparierst auch historische Stücke.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Sattler/in?
Was solltest du mitbringen?
- handwerkliches Geschick und Fingerfertigkeit
- Kreativität und Sinn für Formen und Farben
- Freude an der Arbeit mit Leder und Stoff
- eine sorgfältige und geduldige Arbeitsweise
- Freude am Umgang mit Kund/innen
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 860 € bis 1.373 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 950 € bis 1.408 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.050 € bis 1.489 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Sattler/in zu dir?
Du hast kreative Ideen und willst sie mit deinen Händen umsetzen? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Kreativität: Du stellst Lederwaren in vielen Formen und Farben her. Dabei arbeitest du mit Leder, Kunststoff, Schwergewebe und Textilien.
- Tradition mit Zukunft: Du lernst ein altes Handwerk und bringst es in die Gegenwart.
- Abwechslung: Jeden Tag warten neue Aufgaben auf dich.
- Selbstständigkeit: Du kannst später dein eigenes Unternehmen und deine eigene Marke gründen.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Sattler/in?
Was du als Sattler/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer aus Lederresten Gürtel und Etuis näht, im Reitstall Sattel und Trense pflegt oder einen alten Rucksack flickt, zeigt Werkstätten Fingerfertigkeit und Geduld. Wer dazu im Nebenjob Kund/innen bedient oder im Verein Tischtennis spielt, beweist Freundlichkeit und Teamgeist. Wenn dich Sofas und Sessel reizen, schau dir Polsterer/in an. Für Sitze und Innenräume von Autos passt Fahrzeuginterieur-Mechaniker/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- aus Lederresten Gürtel oder Etuis nähst Fingerfertigkeit
- im Reitstall Sattel und Zaumzeug pflegst Sorgfalt
- alte Rucksäcke und Taschen flickst Geduld
- im Nebenjob Kund/innen freundlich bedienst Freundlichkeit
- Tischtennis im Verein oder in der Schul-AG spielst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 30
Betriebe bilden aus
Platz 232 von 349 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 4. Betrieb
bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
Jeder 6. bildet auch Fachkraft Lagerlogistik aus.
3 von 4 · Wo?
- Baden-Württemberg9
- Bayern8
- Nordrhein-Westfalen5
Die meisten Betriebe: Landkreis Ludwigsburg, Heidelberg, Landkreis Aschaffenburg
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Als Sattler/in hast du verschiedene Möglichkeiten. Hier kannst du arbeiten:
- in Sattlereien
- in Polsterwerkstätten
- bei Möbelherstellern
- als selbstständige/r Handwerker/in
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Leitende Position: Mit Erfahrung und Weiterbildung kannst du Verantwortung übernehmen.
- Spezialisierung: Du konzentrierst dich auf bestimmte Lederarbeiten.
- Design: Du setzt kreative Designprojekte um.
- Eigene Marke: Du gründest dein eigenes Unternehmen.
Fazit: Handwerkskunst aus Leder und Stoff
Als Sattler/in verbindest du Handwerk und Kreativität. Du stellst hochwertige und individuelle Produkte aus Leder und Stoff her und reparierst sie. Sie sind bequem, funktional und schön. Die Ausbildung ist in der Regel dual und dauert meist drei Jahre. Danach kannst du dich spezialisieren, Verantwortung übernehmen oder dich selbstständig machen.
Lust auf Leder? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Mode, Textil und Leder.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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