Film- und Videoeditor/in
Kreativer Gestalter von bewegten Bildern

Du packst gern an, hast ein ausgeprägtes Gespür für Rhythmus und Erzählstrukturen und bist fasziniert davon, wie aus vielen einzelnen Bildern und Tönen eine mitreißende Geschichte entsteht? Wenn du dazu noch präzise, kreativ und ein/e echte/r Spezialist/in für den Schnitt von Filmen und Videos bist, dann könnte der Beruf als Film- und Videoeditor/in – oft auch Cutter/in genannt – genau das Richtige für dich sein! Als dieser Profi bist du der/die unverzichtbare Gestalter/in von bewegten Bildern. Du sorgst dafür, dass das gedrehte Material zu einem stimmigen Ganzen wird, das fesselt, informiert oder unterhält.
Was lernst du als Film und Videoeditor?
Als Film- und Videoeditor/in ist dein Alltag geprägt vom Arbeiten an Computern mit spezieller Software, dem Umgang mit großen Mengen an Bild- und Tonmaterial und einem feinen Gespür für Timing und Dramaturgie. Du bist gleichermaßen Techniker/in, Geschichtenerzähler/in, Psycholog/in (im besten Sinne) und Detail-Expert/in. Deine Tätigkeiten sind vielfältig und erfordern sowohl technisches Verständnis als auch kreatives Talent und ein hohes Maß an Konzentration:
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Sichtung und Auswahl des Materials: Du sichtest unzählige Stunden an Rohmaterial (Videoaufnahmen, Audioaufnahmen, Grafiken). Du wählst die besten Einstellungen aus, sortierst unbrauchbares Material aus und organisierst alles logisch.
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Schnitt und Montage: Dies ist das Herzstück deiner Arbeit. Du setzt einzelne Clips und Sequenzen zu einem kohärenten Film zusammen. Du entscheidest über den besten Zeitpunkt für Schnitte, um Emotionen zu verstärken, die Handlung voranzutreiben oder Informationen klar zu vermitteln.
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Tonbearbeitung: Du kümmerst dich um den Ton: Du schneidest Dialoge, Hintergrundgeräusche und Musik, passt Lautstärken an, entfernst Störgeräusche und sorgst für eine ausgewogene und atmosphärische Klanglandschaft.
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Farbkorrektur und -gradierung: Du optimierst die Farben und Kontraste des Bildmaterials, um eine einheitliche Optik zu erzielen und die gewünschte Stimmung zu erzeugen.
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Spezialeffekte und Grafiken: Du integrierst visuelle Effekte, Animationen, Texteinblendungen oder Bauchbinden und sorgst dafür, dass diese nahtlos in den Film übergehen.
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Anpassung und Versionierung: Du erstellst verschiedene Versionen des Films für unterschiedliche Plattformen (z.B. Kino, TV, YouTube, Social Media) mit den jeweiligen technischen Spezifikationen.
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Abstimmung mit Regie und Produktion: Du arbeitest eng mit Regisseur/innen, Produzent/innen und anderen Beteiligten zusammen. Du setzt Feedback um, bringst eigene Ideen ein und präsentierst Zwischenstände deines Schnitts.
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Archivierung: Du sorgst für die ordnungsgemäße Speicherung und Archivierung des gesamten Projektmaterials.

Warum solltest du Film- und Videoeditor werden?
Dein Arbeitsplatz ist vorwiegend in Schnittstudios, bei Filmproduktionsfirmen, Fernsehsendern, Werbeagenturen, Videoproduktionsfirmen oder als freie/r Editor/in im eigenen Home-Office. Du arbeitest oft in einer kreativen und konzentrierten Atmosphäre, die von modernster Technik geprägt ist.
Film- und Videoeditoren: Das ist die Ausbildung
Der Zugang zum Beruf des/der Film- und Videoeditor/in ist vielfältig und oft über eine schulische Ausbildung oder ein Studium möglich. Eine klassische duale Ausbildung im Handwerk gibt es in diesem Bereich nicht, aber es gibt anerkannte schulische Ausbildungen und Studiengänge:
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Ausbildung zum/zur Mediengestalter/in Bild und Ton: Dies ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf, der oft der Grundstein für eine Karriere im Schnitt ist. Hier lernst du die gesamten Produktionsabläufe von Film und Fernsehen kennen, inklusive Kamera, Ton und Schnitt.
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Schulische Ausbildung an Fachschulen/Berufskollegs: Es gibt spezialisierte Schulen (oft privat), die Ausbildungen zum/zur Editor/in, Cutter/in oder Film- und Videoeditor/in anbieten. Diese dauern meist 2-3 Jahre.
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Studium an Filmhochschulen/Hochschulen: Studiengänge wie Filmschnitt, Montage, Medienproduktion oder Film und Fernsehen mit Schwerpunkt Postproduktion bieten eine akademische Ausbildung in diesem Bereich.
Die Ausbildung umfasst intensive praktische Übungen an Schnittsoftware und theoretisches Wissen über Filmtheorie, Dramaturgie, Bildsprache, Tontechnik, Postproduktionstechnologien und rechtliche Rahmenbedingungen.
Inhalte deiner Ausbildung (je nach Weg) sind unter anderem:
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Schnittsoftware: Du erwirbst detailliertes Wissen über gängige Schnittprogramme wie Adobe Premiere Pro, Avid Media Composer, Final Cut Pro oder DaVinci Resolve.
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Dramaturgie und Storytelling: Du beschäftigst dich intensiv mit den Prinzipien des Geschichtenerzählens, Spannungsaufbau, Rhythmus und dem Einsatz von Schnitt als narratives Mittel.
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Bild- und Tonbearbeitung: Du lernst die Grundlagen der Farbkorrektur, des Sounddesigns, der Mischung und der Bearbeitung von visuellen Effekten.
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Film- und Fernsehproduktion: Du erhältst Einblicke in die gesamten Abläufe einer Film- oder Videoproduktion, von der Vorproduktion über den Dreh bis zur Postproduktion.
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Dateiformate und Technik: Du machst dich mit verschiedenen Video- und Audioformaten, Codecs und technischen Spezifikationen vertraut.
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Rechtliche Grundlagen: Du bekommst Kenntnisse über Urheberrecht, Lizenzfragen bei Musik und Bildmaterial.
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Kommunikation und Projektmanagement: Du übst die Zusammenarbeit in Teams, das Umsetzen von Feedback und die Organisation von Projekten.
Was du mitbringen solltest:
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Mittlerer Schulabschluss oder Abitur (für Studium)
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Starkes Interesse an Film, Fernsehen und Videos
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Kreativität und ein gutes Auge für Bildkomposition
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Rhythmusgefühl und ein gutes Gehör für Ton
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Technisches Verständnis und Affinität zu Software
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Geduld und Ausdauer (lange Arbeitszeiten am Computer)
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Präzise und sorgfältige Arbeitsweise
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Kommunikationsstärke und Teamfähigkeit
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Belastbarkeit (Termindruck) und Flexibilität
Eure Karriere als Film- und Videoeditor
Der Beruf des Film- und Videoeditors/der Film- und Videoeditorin ist ein dynamischer und kreativer Beruf, der sich ständig weiterentwickelt. Die Nachfrage nach Videocontent in allen Bereichen – von Social Media über Streaming bis hin zu klassischen Medien – ist enorm. Deine Jobchancen sind exzellent, wenn du talentiert, lernbereit und flexibel bist:
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Bei Filmproduktionsfirmen (Spielfilm, Dokumentarfilm, Kurzfilm)
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Bei Fernsehsendern und Streaming-Anbietern
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In Werbe- und Kommunikationsagenturen
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Bei Videoproduktionsfirmen (für Imagefilme, Eventvideos, Musikvideos)
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In der Postproduktion (spezialisierte Schnittstudios)
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In Marketingabteilungen großer Unternehmen
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In der Gaming-Industrie (für Zwischensequenzen, Trailer)
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Als Selbstständige/r/Freelancer/in für diverse Auftraggeber/innen.
Deine Weiterbildungsmöglichkeiten sind vielfältig und eröffnen dir neue Karrierewege:
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Spezialisierung auf bestimmte Genres: Du kannst dich auf das Schneiden von Spielfilmen, Dokumentarfilmen, Musikvideos, Werbespots, TV-Serien oder Social-Media-Content spezialisieren.
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Weiterbildung in VFX (Visual Effects) und Motion Graphics: Kenntnisse in Programmen wie After Effects oder Cinema 4D sind sehr gefragt und erweitern deine Einsatzmöglichkeiten erheblich.
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Sounddesign und Mischung: Vertiefung im Audiobereich, um nicht nur zu schneiden, sondern auch komplexe Klangwelten zu gestalten.
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Farbkorrektur und -gradierung: Spezialisierung auf die visuelle Endbearbeitung des Bildmaterials.
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Projektmanagement und Produktionsleitung: Wenn du dich für organisatorische Aufgaben interessierst und Projekte leiten möchtest.
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Regie oder Kamera: Viele Editor/innen entwickeln im Laufe ihrer Karriere ein tieferes Verständnis für die gesamte Produktion und wechseln in andere kreative Bereiche.
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Ausbilder/in/Dozent/in: Wenn du dein Wissen und deine Erfahrung gerne an den Nachwuchs weitergeben möchtest, kannst du als Dozent/in an Film- oder Medienschulen tätig werden.
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Masterstudium: Ein weiterführendes Studium in Filmwissenschaften, Medienproduktion oder Dramaturgie kann dir den Zugang zu akademischen Positionen in der Forschung, Lehre oder im Management großer Medienunternehmen ebnen.
Darum solltest du Film- und Videoeditor werden:
- Du hast Spaß an kreativer Arbeit und am Erzählen von Geschichten. Als Film- und Videoeditor/in bist du dafür verantwortlich, aus Rohmaterial spannende und unterhaltsame Filme und Videos zu erstellen. Dabei hast du die Möglichkeit, deine eigenen Ideen und Visionen einzubringen.a
- Du bist technisch interessiert und hast ein gutes Auge für Details. Film- und Videoeditor/innen müssen sich mit verschiedenen technischen Geräten und Softwareprogrammen auskennen. Du solltest also ein gutes Verständnis für Technik und ein Auge für Details mitbringen.
- Du bist teamfähig und hast ein gutes Zeitmanagement. Film- und Videoeditor/innen arbeiten oft im Team mit anderen Kreativen zusammen. Du solltest also in der Lage sein, gut mit anderen zusammenzuarbeiten und dich an Abgabetermine zu halten.
- Du hast gute Zukunftsaussichten. Der Beruf des Film- und Videoeditors/in ist gefragt und bietet gute Verdienstmöglichkeiten.
Wenn du diese Voraussetzungen erfüllst, solltest du dir eine Ausbildung zum Film- und Videoeditor/in näher anschauen. Es ist ein kreativer und abwechslungsreicher Beruf mit guten Zukunftsaussichten.
Hier sind noch einige weitere Gründe, die für eine Ausbildung zum Film- und Videoeditor sprechen:
- Du kannst in verschiedenen Branchen arbeiten, z. B. im Film- und Fernsehbereich, in der Werbung oder in der Industrie.
- Du hast die Möglichkeit, dich in verschiedenen Fachrichtungen weiterzubilden, z. B. zum/zur Mediengestalter/in Bild und Ton, zum/zur Regisseur/in oder zum/zur Kameramann/frau.
- Du hast gute Aufstiegschancen, z. B. zum/zur Chefeditor/in oder zum/zur Produktionsleiter/in.
Wenn du dich für eine Ausbildung zum Film- und Videoeditor interessierst, solltest du dich frühzeitig bei Betrieben in deiner Region bewerben.
Vergütung: Film- und Videoeditor
Jahr | Vergütung |
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1. Ausbildungsjahr | 735 EUR |
2. Ausbildungsjahr | 800 EUR |
3. Ausbildungsjahr | 910 EUR |
Fazit: Die Kunst der Bewegtbildbearbeitung
Wenn du eine Tätigkeit suchst, die deine Leidenschaft für Geschichten mit technischem Know-how, Kreativität und der tiefen Zufriedenheit verbindet, aus rohem Material ein fesselndes Filmerlebnis zu zaubern, dann bietet dir der Beruf als Film- und Videoeditor/in eine spannende und überaus "bildgewaltige" Zukunft!
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