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Ausbildung Fischwirt/in

Ausbildung: Dein Arbeitsplatz ist das Wasser

Symbolbild: Ausbildung Fischwirt/in

Du bist gern draußen und interes­sierst dich für Tiere und Natur? Dann könnte die Ausbildung zum/zur Fischwirt/in genau richtig für dich sein. Du züchtest, pflegst und vermarktest Fische und andere Wassertiere. Du kümmerst dich um Teiche, Becken und Gewässer. Du sorgst dafür, dass Fischbe­stände nachhaltig bewirt­schaftet werden und frischer Fisch auf den Tisch kommt. Dafür brauchst du Wetter­fes­tigkeit, Sorgfalt und Interesse an Biologie. Hier erfährst du, was du als Fischwirt/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Fischwirt/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Landwirt­schaft
1. Jahr724 € bis 930 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1972 hieß er Fischer/in (Fischzüchter/in).

  1. 1957 bis 1972Fischer/in (Fisch­züch­ter/in)
  2. seit 1972Fischwirt/in

In der DDR hieß der Beruf: Binnen­fischer/in

Im Alltag sagt man auch: Fischer/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Fischwirt/in?

Du bist Tierwirt/in, Techniker/in und Naturschützer/in in einer Person. Du arbeitest körperlich am und im Wasser. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Fische züchten und aufziehen: Du wählst Elterntiere aus, befruchtest Eier und ziehst Larven und Jungfische groß. Du überwachst Wachstum und Gesundheit.
  • Anlagen pflegen: Du reinigst Teiche, Becken und Netzkäfige. Du wartest Pumpen, Filter, Belüftung und Futterautomaten.
  • Füttern und Bestand überwachen: Du fütterst nach Bedarf, erkennst Krankheiten und leitest Behandlungen ein.
  • Wasserqualität prüfen: Du misst Temperatur, Sauerstoff und pH-Wert und greifst bei Abweichungen ein. Du hältst strenge Hygieneregeln ein.
  • Fangen und Verarbeiten: Du entnimmst die Fische schonend, schlachtest, filetierst und räucherst sie.
  • Verkaufen: In vielen Betrieben verkaufst du Fisch direkt, auf Märkten oder an Restaurants und berätst zur Zubereitung.
  • Gewässer bewirtschaften: In der Binnenfischerei pflegst du Seen und Flüsse, setzt Jungfische aus und schützt das Ökosystem.
  • Netze pflegen: Du knüpfst und reparierst Netze und andere Fanggeräte.
fischzucht

Wo arbeitest du als Fischwirt/in?

Du arbeitest fast immer am oder im Wasser. Das können Teiche, Becken­anlagen, Flüsse oder Seen sein. Du bist viel draußen, bei jedem Wetter. Mit deiner Arbeit trägst du zu einer nachhaltigen Lebens­mit­tel­pro­duktion bei.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Fischwirt/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Dein Betrieb kann eine Teichwirt­schaft, eine Aquakul­turfarm für Forellen, Karpfen oder Garnelen, ein Fischzucht­betrieb oder ein Binnen­fi­sche­rei­betrieb sein. In der Berufs­schule geht es um Fischkrank­heiten, Wasser­chemie und Biologie, Futter­mittel, Gewässerkunde, Haltungs­systeme, Fische­reirecht, Hygiene und Betriebs­wirt­schaft.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Fisch- und Gewässerkunde: Du kennst Biologie und Lebensweise vieler Fischarten und die Ökologie von Gewässern.
  • Zucht und Haltung: Du ziehst Jungfische auf, fütterst und managst den Bestand.
  • Wasserchemie: Du misst Sauerstoff und pH-Wert und regulierst die Wasserqualität.
  • Anlagentechnik: Du bedienst und wartest Haltungs- und Verarbeitungsanlagen.
  • Tiergesundheit: Du erkennst Krankheiten, beugst vor und leitest Behandlungen ein.
  • Verarbeitung und Vermarktung: Du schlachtest, zerlegst, räucherst und verkaufst Fischprodukte.
  • Hygiene und Lebensmittelrecht: Du kennst die Vorschriften für Lebensmittel und Tiere.
  • Betriebswirtschaft: Du bekommst Einblick in Einkauf, Kalkulation und Planung.
  • Arbeitssicherheit und Umweltschutz: Du arbeitest sicher und gehst sparsam mit Ressourcen um.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Fischwirt/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
  • Liebe zu Tieren und Interesse an Biologie
  • handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
  • eine sorgfältige Arbeitsweise
  • körperliche Fitness für die Arbeit bei jedem Wetter
  • Verantwortungsbewusstsein für Tiere und Umwelt
  • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
  • keinen Ekel vor Fisch und der Verarbeitung von Tieren

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 724 € bis 930 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.033 €
3. Ausbildungsjahr 977 € bis 1.136 €

Passt die Ausbildung zum/zur Fischwirt/in zu dir?

Du bist gern in der Natur und packst kräftig mit an? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Natur und Tiere: Du arbeitest draußen mit vielen Fischarten und setzt dich für nachhaltige Fischerei ein.
  • Körperliche Arbeit: Du hebst und trägst viel und bist bei jedem Wetter im Einsatz.
  • Verantwortung: Du sorgst für Gesundheit und Wohl der Fische und hältst die Vorschriften ein.
  • Verschiedene Bereiche: Aquakultur, Binnenfischerei und Küstenfischerei stehen dir offen.
  • Aufstieg möglich: Du kannst Meister/in oder Betriebsleiter/in werden.

Bewirb dich am besten frühzeitig bei Betrieben in deiner Region.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Fischwirt/in?

Was du als Fischwirt/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Angelverein mitmacht, ein Aquarium mit Wasser­werten pflegt oder beim Bachputztag anpackt, zeigt Betrieben Liebe zu Tieren und Verant­wor­tungs­gefühl. Wer dazu rudert, paddelt oder bei der DLRG aktiv ist, beweist, dass du dich am Wasser sicher bewegst und auch bei Regen dabeibleibst. Wenn dich andere Nutztiere reizen, schau dir Tierwirt/in an. Für Arbeit in Wald und Natur passt Forstwirt/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • im Angelverein oder an Seen unterwegs bist Naturverständnis
  • ein Aquarium pflegst und Wasserwerte misst Sorgfalt
  • beim Bachputztag oder Naturschutz mithilfst Engagement
  • rudern, paddeln oder segeln gehst Ausdauer
  • bei der DLRG oder Wasserwacht mitmachst Verantwortung

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 3 · Wie häufig?

    9

    Betriebe bilden aus

    Platz 268 von 340 Berufen.

  • 2 von 3 · Wo?

    • Bayern3
    • Nordrhein-Westfalen3
    • Baden-Württemberg2

    Die meisten Betriebe: Kreis Dithmarschen, Essen, Bonn

  • 3 von 3 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Wildfisch­be­stände sind begrenzt. Deshalb wird nachhaltige Aquakultur immer wichtiger. Wenn du engagiert bist und dich weiter­ent­wi­ckelst, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:

  • in Fischzuchtbetrieben und Aquakulturanlagen für Fische, Krebse und Muscheln
  • in der Binnenfischerei auf Seen und Flüssen
  • bei Fischereigenossenschaften und Verbänden
  • in der Fischverarbeitung
  • im Fischgroß- und Einzelhandel
  • in der Forschung, etwa zu neuen Zuchtmethoden
  • bei Behörden, zum Beispiel in der Fischereiaufsicht
  • in Zoos und Schauaquarien
  • als Selbstständige/r mit eigenem Betrieb

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Fischwirtschaftsmeister/in: Du leitest einen Betrieb und bildest aus.
  • Techniker/in: in Lebensmitteltechnik mit Schwerpunkt Fischwirtschaft oder in Agrarwirtschaft.
  • Spezialisierung: etwa auf Kreislaufanlagen, Bio-Aquakultur, Fischverarbeitung, Räuchern oder Gewässerökologie.
  • Geprüfte/r Natur- und Landschaftspfleger/in: wenn dich Gewässerschutz besonders reizt.
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
  • Studium: Mit Hochschulzugang kannst du Fischereiwissenschaften, Aquakultur, Biologie, Agrarwissenschaften oder Lebensmitteltechnologie studieren.

Fazit: Nachhaltig vom Wasser leben

Als Fischwirt/in verbindest du Liebe zur Natur mit Handwerk und Technik. Du erzeugst hochwertige Fischprodukte und schützt gleich­zeitig Gewässer und Bestände. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in werden, dich spezia­li­sieren oder studieren.

Lust aufs Wasser? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Landwirt­schaft.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Fischwirt/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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