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Ausbildung Fischwirt/in
Ausbildung: Dein Arbeitsplatz ist das Wasser
Du bist gern draußen und interessierst dich für Tiere und Natur? Dann könnte die Ausbildung zum/zur Fischwirt/in genau richtig für dich sein. Du züchtest, pflegst und vermarktest Fische und andere Wassertiere. Du kümmerst dich um Teiche, Becken und Gewässer. Du sorgst dafür, dass Fischbestände nachhaltig bewirtschaftet werden und frischer Fisch auf den Tisch kommt. Dafür brauchst du Wetterfestigkeit, Sorgfalt und Interesse an Biologie. Hier erfährst du, was du als Fischwirt/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Fischwirt/in auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1972 hieß er Fischer/in (Fischzüchter/in).
- 1957 bis 1972Fischer/
in (Fischzüchter/ in) - seit 1972Fischwirt/
in
In der DDR hieß der Beruf: Binnenfischer/in
Im Alltag sagt man auch: Fischer/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Fischwirt/in?
Du bist Tierwirt/in, Techniker/in und Naturschützer/in in einer Person. Du arbeitest körperlich am und im Wasser. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Fische züchten und aufziehen: Du wählst Elterntiere aus, befruchtest Eier und ziehst Larven und Jungfische groß. Du überwachst Wachstum und Gesundheit.
- Anlagen pflegen: Du reinigst Teiche, Becken und Netzkäfige. Du wartest Pumpen, Filter, Belüftung und Futterautomaten.
- Füttern und Bestand überwachen: Du fütterst nach Bedarf, erkennst Krankheiten und leitest Behandlungen ein.
- Wasserqualität prüfen: Du misst Temperatur, Sauerstoff und pH-Wert und greifst bei Abweichungen ein. Du hältst strenge Hygieneregeln ein.
- Fangen und Verarbeiten: Du entnimmst die Fische schonend, schlachtest, filetierst und räucherst sie.
- Verkaufen: In vielen Betrieben verkaufst du Fisch direkt, auf Märkten oder an Restaurants und berätst zur Zubereitung.
- Gewässer bewirtschaften: In der Binnenfischerei pflegst du Seen und Flüsse, setzt Jungfische aus und schützt das Ökosystem.
- Netze pflegen: Du knüpfst und reparierst Netze und andere Fanggeräte.
Wo arbeitest du als Fischwirt/in?
Du arbeitest fast immer am oder im Wasser. Das können Teiche, Beckenanlagen, Flüsse oder Seen sein. Du bist viel draußen, bei jedem Wetter. Mit deiner Arbeit trägst du zu einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion bei.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Fischwirt/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Dein Betrieb kann eine Teichwirtschaft, eine Aquakulturfarm für Forellen, Karpfen oder Garnelen, ein Fischzuchtbetrieb oder ein Binnenfischereibetrieb sein. In der Berufsschule geht es um Fischkrankheiten, Wasserchemie und Biologie, Futtermittel, Gewässerkunde, Haltungssysteme, Fischereirecht, Hygiene und Betriebswirtschaft.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Fisch- und Gewässerkunde: Du kennst Biologie und Lebensweise vieler Fischarten und die Ökologie von Gewässern.
- Zucht und Haltung: Du ziehst Jungfische auf, fütterst und managst den Bestand.
- Wasserchemie: Du misst Sauerstoff und pH-Wert und regulierst die Wasserqualität.
- Anlagentechnik: Du bedienst und wartest Haltungs- und Verarbeitungsanlagen.
- Tiergesundheit: Du erkennst Krankheiten, beugst vor und leitest Behandlungen ein.
- Verarbeitung und Vermarktung: Du schlachtest, zerlegst, räucherst und verkaufst Fischprodukte.
- Hygiene und Lebensmittelrecht: Du kennst die Vorschriften für Lebensmittel und Tiere.
- Betriebswirtschaft: Du bekommst Einblick in Einkauf, Kalkulation und Planung.
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz: Du arbeitest sicher und gehst sparsam mit Ressourcen um.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Fischwirt/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- Liebe zu Tieren und Interesse an Biologie
- handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
- eine sorgfältige Arbeitsweise
- körperliche Fitness für die Arbeit bei jedem Wetter
- Verantwortungsbewusstsein für Tiere und Umwelt
- Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
- keinen Ekel vor Fisch und der Verarbeitung von Tieren
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 724 € bis 930 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 € bis 1.033 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 € bis 1.136 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Fischwirt/in zu dir?
Du bist gern in der Natur und packst kräftig mit an? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Natur und Tiere: Du arbeitest draußen mit vielen Fischarten und setzt dich für nachhaltige Fischerei ein.
- Körperliche Arbeit: Du hebst und trägst viel und bist bei jedem Wetter im Einsatz.
- Verantwortung: Du sorgst für Gesundheit und Wohl der Fische und hältst die Vorschriften ein.
- Verschiedene Bereiche: Aquakultur, Binnenfischerei und Küstenfischerei stehen dir offen.
- Aufstieg möglich: Du kannst Meister/in oder Betriebsleiter/in werden.
Bewirb dich am besten frühzeitig bei Betrieben in deiner Region.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Fischwirt/in?
Was du als Fischwirt/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Angelverein mitmacht, ein Aquarium mit Wasserwerten pflegt oder beim Bachputztag anpackt, zeigt Betrieben Liebe zu Tieren und Verantwortungsgefühl. Wer dazu rudert, paddelt oder bei der DLRG aktiv ist, beweist, dass du dich am Wasser sicher bewegst und auch bei Regen dabeibleibst. Wenn dich andere Nutztiere reizen, schau dir Tierwirt/in an. Für Arbeit in Wald und Natur passt Forstwirt/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- im Angelverein oder an Seen unterwegs bist Naturverständnis
- ein Aquarium pflegst und Wasserwerte misst Sorgfalt
- beim Bachputztag oder Naturschutz mithilfst Engagement
- rudern, paddeln oder segeln gehst Ausdauer
- bei der DLRG oder Wasserwacht mitmachst Verantwortung
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 3 · Wie häufig?
9
Betriebe bilden aus
Platz 268 von 340 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Bayern3
- Nordrhein-Westfalen3
- Baden-Württemberg2
Die meisten Betriebe: Kreis Dithmarschen, Essen, Bonn
3 von 3 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Wildfischbestände sind begrenzt. Deshalb wird nachhaltige Aquakultur immer wichtiger. Wenn du engagiert bist und dich weiterentwickelst, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:
- in Fischzuchtbetrieben und Aquakulturanlagen für Fische, Krebse und Muscheln
- in der Binnenfischerei auf Seen und Flüssen
- bei Fischereigenossenschaften und Verbänden
- in der Fischverarbeitung
- im Fischgroß- und Einzelhandel
- in der Forschung, etwa zu neuen Zuchtmethoden
- bei Behörden, zum Beispiel in der Fischereiaufsicht
- in Zoos und Schauaquarien
- als Selbstständige/r mit eigenem Betrieb
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Fischwirtschaftsmeister/in: Du leitest einen Betrieb und bildest aus.
- Techniker/in: in Lebensmitteltechnik mit Schwerpunkt Fischwirtschaft oder in Agrarwirtschaft.
- Spezialisierung: etwa auf Kreislaufanlagen, Bio-Aquakultur, Fischverarbeitung, Räuchern oder Gewässerökologie.
- Geprüfte/r Natur- und Landschaftspfleger/in: wenn dich Gewässerschutz besonders reizt.
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Studium: Mit Hochschulzugang kannst du Fischereiwissenschaften, Aquakultur, Biologie, Agrarwissenschaften oder Lebensmitteltechnologie studieren.
Fazit: Nachhaltig vom Wasser leben
Als Fischwirt/in verbindest du Liebe zur Natur mit Handwerk und Technik. Du erzeugst hochwertige Fischprodukte und schützt gleichzeitig Gewässer und Bestände. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in werden, dich spezialisieren oder studieren.
Lust aufs Wasser? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Landwirtschaft.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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