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Ausbildung Fleische­rei­fach­ver­käufer/in

Ausbildung: Fachwissen an der Frischetheke

Symbolbild: Ausbildung Fleischereifachverkäufer/in

Welches Stück ist das richtige für den Sonntags­braten? Als Fleische­rei­fach­ver­käufer/in weißt du die Antwort. In der Ausbildung zum/zur Fleische­rei­fach­ver­käufer/in lernst du alles über Fleisch, Wurst und Feinkost. Offiziell heißt der Beruf Fachver­käufer/in im Lebens­mit­tel­handwerk mit Schwerpunkt Fleischerei. Du berätst Kund/innen zu Herkunft, Qualität und Zubereitung. Du schneidest Fleisch und Wurst nach Wunsch, bereitest Spieße und Salate zu und stellst Platten zusammen. Dabei achtest du streng auf Hygiene und Kühlung. Dafür brauchst du Freude am Kontakt mit Menschen und keine Scheu vor rohem Fleisch. Hier erfährst du, was du als Fleische­rei­fach­ver­käufer/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Fleische­rei­fach­ver­käufer/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Handel
1. Jahr800 € bis 1.200 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 2006 heißt er so wie heute.

  1. ab 1949 bis 1985Gewer­be­ge­hilfe/in im Flei­scher­hand­werk
  2. 1985 bis 2006Fach­ver­käu­fer/in im Nah­rungs­mit­tel­hand­werk
  3. seit 2006Flei­sche­rei­fach­ver­käu­fer/in

Im Alltag sagt man auch: Metzge­rei­fach­ver­käufer/in, Metzge­rei­ver­käufer/in, Fleische­rei­ver­käufer/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949.

Was macht ein/e Fleische­rei­fach­ver­käufer/in?

Du hast viel Kontakt mit Kund/innen, arbeitest mit frischen Produkten und hältst strenge Hygiene­regeln ein. Du bist Verkäufer/in, Berater/in und Präsen­ta­ti­ons­talent in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Verkaufen und beraten: Du berätst zu Fleisch- und Wurstsorten, Spezialitäten und Feinkost. Du erklärst Herkunft, Zubereitung, Allergene und Haltbarkeit. Du nimmst Bestellungen für Fleischplatten, Grillpakete oder den Partyservice an.
  • Ware präsentieren: Du richtest die Frischetheke appetitlich her und achtest auf Temperatur, Licht und Beschriftung.
  • Kassieren: Du kassierst bar oder mit Karte und rechnest die Einnahmen ab.
  • Zuschneiden und portionieren: Mit Messern, Aufschnittmaschine und Fleischwolf bereitest du Fleisch und Wurst nach Kundenwunsch vor und verpackst sie hygienisch.
  • Kleine Speisen zubereiten: Du machst Spieße, gefüllte Braten, Salate und andere Feinkost.
  • Qualität und Hygiene: Du prüfst Frische und Temperatur, hältst dich an die Hygieneregeln nach HACCP und reinigst Messer, Geräte und Theke.
  • Waren annehmen: Du prüfst Lieferungen und lagerst sie richtig in Kühlräumen oder Kühltheken.
  • Preise auszeichnen: Du sorgst dafür, dass alle Preise gut lesbar sind.
fleischauslage

Wo arbeitest du als Fleische­rei­fach­ver­käufer/in?

Du arbeitest vor allem in Fleischereien und Metzgereien. Auch die Fleisch- und Wurstab­tei­lungen großer Supermärkte und Feinkost­ge­schäfte brauchen dich.

Deine Kundschaft legt Wert auf Qualität und gute Beratung. Viele kaufen früh am Morgen oder am Wochenende ein. Deshalb arbeitest du oft genau zu diesen Zeiten.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Fleische­rei­fach­ver­käufer/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Du lernst meist in einer Metzgerei, einer Fleischerei oder in der Fleisch­ab­teilung eines Supermarkts. Dort lernst du Verkauf, Beratung und Warenprä­sen­tation. In der Berufs­schule geht es um Fleischkunde, Wurst- und Feinkostkunde, Ernährungslehre, Lebens­mit­telrecht, Hygiene, Verkauf, Warenwirt­schaft und Preiskal­ku­lation.

Das lernst du unter anderem:

  • Produktkunde: Fleisch, Wurst, Geflügel und Fisch, ihre Herkunft und Verwendung, dazu Feinkost und Salate
  • Verkauf und Beratung: Kundengespräche führen und mit Reklamationen umgehen
  • Warenpräsentation: Theken und Schaufenster gestalten und die Kühlkette einhalten
  • Hygiene nach HACCP: sicherer Umgang mit rohem Fleisch
  • Kasse und Abrechnung: Kassensysteme bedienen und abrechnen
  • Lager und Bestand: Produkte richtig lagern und Verfallsdaten kontrollieren
  • Zuschnitt: sicherer Umgang mit Messern und Aufschnittmaschinen
  • Arbeitssicherheit: Unfälle im Verkaufsraum und in der Verarbeitung vermeiden

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Fleische­rei­fach­ver­käufer/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
  • Freude am Umgang mit Menschen und Lebensmitteln
  • ein freundliches, gepflegtes Auftreten
  • ein Gespür für Sauberkeit und Hygiene
  • schnelle Auffassungsgabe und Organisationsgeschick
  • Rechenkenntnisse für Kasse und Abrechnung
  • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
  • körperliche Belastbarkeit für Stehen und Heben
  • keine Berührungsängste mit Fleisch und Blut

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 800 € bis 1.200 €
2. Ausbildungsjahr 900 € bis 1.300 €
3. Ausbildungsjahr 1.000 € bis 1.400 €

Passt die Ausbildung zum/zur Fleische­rei­fach­ver­käufer/in zu dir?

Du kennst dich gern mit guten Lebens­mitteln aus und redest gern mit Menschen? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Echtes Fachwissen: Du lernst alles über Fleischsorten, Herkunft und Verarbeitung und hilfst Kund/innen bei der Auswahl.
  • Kontakt mit Menschen: Du sorgst für ein gutes Einkaufserlebnis und baust Stammkundschaft auf.
  • Handwerk und Kreativität: Du schneidest zu, stellst einfache Produkte her und gestaltest die Theke.
  • Viele Einsatzorte: Metzgerei, Supermarkt oder Gastronomie. Dein Wissen ist im ganzen Lebensmittelhandel gefragt.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Fleische­rei­fach­ver­käufer/in?

Was du als Fleische­rei­fach­ver­käufer/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer beim Grillabend Spieße steckt, beim Vereinsfest am Verkaufsstand steht oder im Nebenjob an der Kasse freundlich bleibt, zeigt Metzgereien genau das, was sie suchen: Hygienegefühl, Auftreten und Zuverläs­sigkeit. Ein Teamsport zeigt dazu, dass du im Laden mitziehst, wenn samstags viel los ist. Wenn dich das Herstellen von Wurst und Fleischwaren reizt, schau dir Fleischer/in an. Wenn du breiter verkaufen willst, passt Fachver­käufer/in Lebens­mit­tel­handwerk.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • beim Grillen Spieße und Salate vorbereitest Sorgfalt
  • beim Vereinsfest am Verkaufsstand hilfst Kundenorientierung
  • im Nebenjob kassierst und Wechselgeld rausgibst Zahlengefühl
  • Handball oder Basketball in einer Mannschaft spielst Teamgeist
  • für Partys große Platten schön anrichtest Kreativität

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Frisches Fleisch, Wurst und gute Beratung sind vielen Menschen wichtig. Gefragt sind vor allem Fachkräfte, die sich mit regionalen Produkten und Spezia­litäten auskennen. Hier kannst du arbeiten:

  • in Metzgereien und Fleischereien
  • in Fleisch- und Wurstabteilungen von Supermärkten und Kaufhäusern
  • in Feinkostgeschäften
  • im Catering und Partyservice
  • in der Gastronomie
  • auf Wochenmärkten oder in Verkaufswagen
  • selbstständig mit einem eigenen Fachgeschäft oder Stand

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Fleischer/in und Metzgermeister/in: Du kannst eine Ausbildung als Fleischer/in anschließen und später den Meistertitel machen.
  • Verkaufsleiter/in im Lebensmittelhandwerk: für die Leitung einer Filiale oder Abteilung
  • Geprüfte/r Handelsfachwirt/in: für leitende Aufgaben im Handel
  • Spezialisierung: zum Beispiel als Grillberater/in, Fleischsommelier/e oder für internationale Fleischwaren
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
  • Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Lebensmittelwissenschaften, BWL mit Schwerpunkt Handel oder Ökotrophologie

Fazit: Fachwissen, das man schmeckt

Als Fleische­rei­fach­ver­käufer/in verbindest du Beratung, Handwerk und Freude an guten Lebens­mitteln. Du sorgst dafür, dass Kund/innen genau das bekommen, was sie suchen. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du eine Filiale leiten, dich spezia­li­sieren oder selbst­ständig werden.

Lust auf die Frischetheke? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Handel.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Fleischereifachverkäufer/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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