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Ausbildung Fleischereifachverkäufer/in
Ausbildung: Fachwissen an der Frischetheke
Welches Stück ist das richtige für den Sonntagsbraten? Als Fleischereifachverkäufer/in weißt du die Antwort. In der Ausbildung zum/zur Fleischereifachverkäufer/in lernst du alles über Fleisch, Wurst und Feinkost. Offiziell heißt der Beruf Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk mit Schwerpunkt Fleischerei. Du berätst Kund/innen zu Herkunft, Qualität und Zubereitung. Du schneidest Fleisch und Wurst nach Wunsch, bereitest Spieße und Salate zu und stellst Platten zusammen. Dabei achtest du streng auf Hygiene und Kühlung. Dafür brauchst du Freude am Kontakt mit Menschen und keine Scheu vor rohem Fleisch. Hier erfährst du, was du als Fleischereifachverkäufer/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Fleischereifachverkäufer/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 2006 heißt er so wie heute.
- ab 1949 bis 1985Gewerbegehilfe/
in im Fleischerhandwerk - 1985 bis 2006Fachverkäufer/
in im Nahrungsmittelhandwerk - seit 2006Fleischereifachverkäufer/
in
Im Alltag sagt man auch: Metzgereifachverkäufer/in, Metzgereiverkäufer/in, Fleischereiverkäufer/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Fleischereifachverkäufer/in?
Du hast viel Kontakt mit Kund/innen, arbeitest mit frischen Produkten und hältst strenge Hygieneregeln ein. Du bist Verkäufer/in, Berater/in und Präsentationstalent in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Verkaufen und beraten: Du berätst zu Fleisch- und Wurstsorten, Spezialitäten und Feinkost. Du erklärst Herkunft, Zubereitung, Allergene und Haltbarkeit. Du nimmst Bestellungen für Fleischplatten, Grillpakete oder den Partyservice an.
- Ware präsentieren: Du richtest die Frischetheke appetitlich her und achtest auf Temperatur, Licht und Beschriftung.
- Kassieren: Du kassierst bar oder mit Karte und rechnest die Einnahmen ab.
- Zuschneiden und portionieren: Mit Messern, Aufschnittmaschine und Fleischwolf bereitest du Fleisch und Wurst nach Kundenwunsch vor und verpackst sie hygienisch.
- Kleine Speisen zubereiten: Du machst Spieße, gefüllte Braten, Salate und andere Feinkost.
- Qualität und Hygiene: Du prüfst Frische und Temperatur, hältst dich an die Hygieneregeln nach HACCP und reinigst Messer, Geräte und Theke.
- Waren annehmen: Du prüfst Lieferungen und lagerst sie richtig in Kühlräumen oder Kühltheken.
- Preise auszeichnen: Du sorgst dafür, dass alle Preise gut lesbar sind.
Wo arbeitest du als Fleischereifachverkäufer/in?
Du arbeitest vor allem in Fleischereien und Metzgereien. Auch die Fleisch- und Wurstabteilungen großer Supermärkte und Feinkostgeschäfte brauchen dich.
Deine Kundschaft legt Wert auf Qualität und gute Beratung. Viele kaufen früh am Morgen oder am Wochenende ein. Deshalb arbeitest du oft genau zu diesen Zeiten.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Fleischereifachverkäufer/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Du lernst meist in einer Metzgerei, einer Fleischerei oder in der Fleischabteilung eines Supermarkts. Dort lernst du Verkauf, Beratung und Warenpräsentation. In der Berufsschule geht es um Fleischkunde, Wurst- und Feinkostkunde, Ernährungslehre, Lebensmittelrecht, Hygiene, Verkauf, Warenwirtschaft und Preiskalkulation.
Das lernst du unter anderem:
- Produktkunde: Fleisch, Wurst, Geflügel und Fisch, ihre Herkunft und Verwendung, dazu Feinkost und Salate
- Verkauf und Beratung: Kundengespräche führen und mit Reklamationen umgehen
- Warenpräsentation: Theken und Schaufenster gestalten und die Kühlkette einhalten
- Hygiene nach HACCP: sicherer Umgang mit rohem Fleisch
- Kasse und Abrechnung: Kassensysteme bedienen und abrechnen
- Lager und Bestand: Produkte richtig lagern und Verfallsdaten kontrollieren
- Zuschnitt: sicherer Umgang mit Messern und Aufschnittmaschinen
- Arbeitssicherheit: Unfälle im Verkaufsraum und in der Verarbeitung vermeiden
Welche Voraussetzungen brauchst du als Fleischereifachverkäufer/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- Freude am Umgang mit Menschen und Lebensmitteln
- ein freundliches, gepflegtes Auftreten
- ein Gespür für Sauberkeit und Hygiene
- schnelle Auffassungsgabe und Organisationsgeschick
- Rechenkenntnisse für Kasse und Abrechnung
- Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
- körperliche Belastbarkeit für Stehen und Heben
- keine Berührungsängste mit Fleisch und Blut
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 800 € bis 1.200 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 900 € bis 1.300 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.000 € bis 1.400 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Fleischereifachverkäufer/in zu dir?
Du kennst dich gern mit guten Lebensmitteln aus und redest gern mit Menschen? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Echtes Fachwissen: Du lernst alles über Fleischsorten, Herkunft und Verarbeitung und hilfst Kund/innen bei der Auswahl.
- Kontakt mit Menschen: Du sorgst für ein gutes Einkaufserlebnis und baust Stammkundschaft auf.
- Handwerk und Kreativität: Du schneidest zu, stellst einfache Produkte her und gestaltest die Theke.
- Viele Einsatzorte: Metzgerei, Supermarkt oder Gastronomie. Dein Wissen ist im ganzen Lebensmittelhandel gefragt.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Fleischereifachverkäufer/in?
Was du als Fleischereifachverkäufer/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer beim Grillabend Spieße steckt, beim Vereinsfest am Verkaufsstand steht oder im Nebenjob an der Kasse freundlich bleibt, zeigt Metzgereien genau das, was sie suchen: Hygienegefühl, Auftreten und Zuverlässigkeit. Ein Teamsport zeigt dazu, dass du im Laden mitziehst, wenn samstags viel los ist. Wenn dich das Herstellen von Wurst und Fleischwaren reizt, schau dir Fleischer/in an. Wenn du breiter verkaufen willst, passt Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- beim Grillen Spieße und Salate vorbereitest Sorgfalt
- beim Vereinsfest am Verkaufsstand hilfst Kundenorientierung
- im Nebenjob kassierst und Wechselgeld rausgibst Zahlengefühl
- Handball oder Basketball in einer Mannschaft spielst Teamgeist
- für Partys große Platten schön anrichtest Kreativität
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 2 · Meiste Betriebe im Bereich
Kaufmann/-frau Groß- und Außenhandelsmanagement
Rund 3.000 Betriebe bilden diesen Beruf aus. Das sind die meisten im Bereich Handel.
2 von 2 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Frisches Fleisch, Wurst und gute Beratung sind vielen Menschen wichtig. Gefragt sind vor allem Fachkräfte, die sich mit regionalen Produkten und Spezialitäten auskennen. Hier kannst du arbeiten:
- in Metzgereien und Fleischereien
- in Fleisch- und Wurstabteilungen von Supermärkten und Kaufhäusern
- in Feinkostgeschäften
- im Catering und Partyservice
- in der Gastronomie
- auf Wochenmärkten oder in Verkaufswagen
- selbstständig mit einem eigenen Fachgeschäft oder Stand
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Fleischer/in und Metzgermeister/in: Du kannst eine Ausbildung als Fleischer/in anschließen und später den Meistertitel machen.
- Verkaufsleiter/in im Lebensmittelhandwerk: für die Leitung einer Filiale oder Abteilung
- Geprüfte/r Handelsfachwirt/in: für leitende Aufgaben im Handel
- Spezialisierung: zum Beispiel als Grillberater/in, Fleischsommelier/e oder für internationale Fleischwaren
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Lebensmittelwissenschaften, BWL mit Schwerpunkt Handel oder Ökotrophologie
Fazit: Fachwissen, das man schmeckt
Als Fleischereifachverkäufer/in verbindest du Beratung, Handwerk und Freude an guten Lebensmitteln. Du sorgst dafür, dass Kund/innen genau das bekommen, was sie suchen. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du eine Filiale leiten, dich spezialisieren oder selbstständig werden.
Lust auf die Frischetheke? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Handel.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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