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Ausbildung Flugge­rät­me­chaniker/in

Ausbildung: Du bringst Flugzeuge sicher in die Luft

Symbolbild: Ausbildung Fluggerätmechaniker/in

Faszinieren dich Flugzeuge und willst du wissen, was sie in der Luft hält? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Flugge­rät­me­chaniker/in genauer an. Du wartest, reparierst und baust Flugzeuge, Hubschrauber und andere Fluggeräte. Du prüfst Triebwerke, Fahrwerke und Steuerungen. Du sorgst dafür, dass Passagier/innen und Fracht sicher ans Ziel kommen. Dafür brauchst du technisches Verständnis, Sorgfalt und viel Verant­wor­tungs­be­wusstsein. Hier erfährst du, was du als Flugge­rät­me­chaniker/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Flugge­rät­me­chaniker/in auf einen Blick

Dauer3,5 Jahre
Ausbildungdual, Fahrzeuge
1. Jahr1.243 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 1997 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 3 Berufen wurde einer.

  1. ab 1949 bis 1983Metall­flug­zeug­bauer/in
  2. 1964 bis 1997Flug­trieb­werk­me­cha­ni­ker/in
  3. 1983 bis 1997Flug­ge­rät­bauer/in
  4. 1983 bis 1997Flug­ge­rät­me­cha­ni­ker/in (ohne Fach­rich­tun­gen)
  5. seit 1997Flug­ge­rät­me­cha­ni­ker/in

Im Alltag sagt man auch: Flugzeug­me­chaniker/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949.

Was macht ein/e Flugge­rät­me­chaniker/in?

Du bist Handwerker/in, Techniker/in und Fehler­sucher/in in einer Person. Du arbeitest an großen Fluggeräten und hältst strenge Sicher­heits­regeln ein. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Warten und Inspizieren: Du prüfst Triebwerke, Fahrwerke, Steuerungen, Elektrik, Hydraulik und die Flugzeugzelle auf Verschleiß und Schäden.
  • Fehler finden und reparieren: Mit Testgeräten und Fachwissen findest du Störungen. Du tauschst Bauteile und reparierst Strukturen. Dabei hältst du dich genau an die Wartungshandbücher.
  • Montieren und Demontieren: Du baust Teile und Baugruppen aus, zerlegst sie und setzt sie wieder zusammen, von kleinen Instrumenten bis zu Triebwerken.
  • Fertigen und Umbauen: In der Produktion oder bei Umbauten fertigst du Bauteile aus Metall und Verbundwerkstoffen an.
  • Prüfen und Dokumentieren: Du dokumentierst jede Arbeit, machst Testläufe und sorgst dafür, dass alle Anforderungen erfüllt sind. Erst dann wird das Fluggerät freigegeben.
  • Spezialwerkzeuge nutzen: Du arbeitest mit Messinstrumenten und Prüfständen.
  • Triebwerke: Je nach Fachrichtung wartest und überholst du Flugzeugtriebwerke.
  • Avionik: Je nach Einsatz arbeitest du auch an Navigation, Kommunikation und Steuerung.
flugzeughangar

Wo arbeitest du als Flugge­rät­me­chaniker/in?

Du arbeitest in Wartungs­hallen, in Hangars oder direkt auf dem Rollfeld. Deine Arbeitgeber sind Flugge­sell­schaften, die Flugzeug­industrie oder die Bundeswehr. Meist arbeitest du im Team und bist ein wichtiges Glied in der Kette, die für Flugsi­cherheit sorgt.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Flugge­rät­me­chaniker/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Dein Betrieb kann eine Flugge­sell­schaft mit eigener Wartung, ein Flugzeug­her­steller, ein Wartungs­betrieb oder die Bundeswehr sein. In der Berufs­schule geht es um Mechanik, Elektrik, Elektronik, Hydraulik, Pneumatik, Werkstoffkunde, Fertigungs­technik, Aerodynamik, Triebwerks­technik, Avionik, Qualitäts­ma­nagement und Luftrecht.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Flugzeugsysteme: Du kennst Zelle, Triebwerke, Fahrwerke, Steuerung, Hydraulik, Pneumatik und Elektrik.
  • Wartung und Instandsetzung: Du arbeitest nach Wartungsplänen, inspizierst, suchst Fehler und reparierst.
  • Werkstoffe und Fertigung: Du bearbeitest Aluminium, Titan und Verbundwerkstoffe.
  • Luftrecht und Qualität: Du kennst nationale und internationale Luftfahrtvorschriften.
  • Messtechnik: Du setzt präzise Messgeräte und Prüfverfahren ein.
  • Technische Unterlagen: Du liest Schaltpläne, Zeichnungen und Wartungshandbücher auf Englisch.
  • Arbeitssicherheit: Du arbeitest sicher an Fluggeräten und mit Gefahrstoffen.
  • Technisches Englisch: Viele Unterlagen in der Luftfahrt sind auf Englisch.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Flugge­rät­me­chaniker/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
  • technisches Verständnis und Interesse an Mechanik und Elektrik
  • eine sorgfältige, verantwortungsbewusste Arbeitsweise
  • gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • handwerkliches Geschick und Fingerfertigkeit
  • gute Kenntnisse in Mathe und Physik
  • Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
  • gute Englischkenntnisse
  • Schwindelfreiheit und Bereitschaft zur Schichtarbeit

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.243 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 1.298 € bis 1.408 €
3. Ausbildungsjahr 1.379 € bis 1.489 €
4. Ausbildungsjahr 1.461 € bis 1.563 €

Passt die Ausbildung zum/zur Flugge­rät­me­chaniker/in zu dir?

Du schraubst gern und willst hoch hinaus? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Moderne Technik: Du installierst, wartest und reparierst mechanische und hydraulische Anlagen in Fluggeräten.
  • Präzision zählt: Deine sorgfältige Arbeit sorgt für Sicherheit.
  • Starkes Team: Ihr verlasst euch aufeinander und tragt gemeinsam Verantwortung.
  • Aufstieg möglich: Du kannst Meister/in, Betriebsleiter/in oder Fachberater/in werden.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys und Interessen passen dazu?

Was du als Flugge­rät­me­chaniker/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Flugmodelle baut, am Moped die Bremsen prüft oder Flugzeuge am Flughafen beobachtet, zeigt Betrieben echte Technik­be­geis­terung und Sorgfalt. Wer dazu im Segelflug­verein mithilft oder im Handballteam spielt, beweist: Ich arbeite verlässlich mit anderen zusammen. Das ist wichtig, weil im Hangar jeder Handgriff stimmen muss. Wenn dich Elektronik und Avionik reizen, schau dir Flugge­rä­t­elek­troniker/in an. Für den Bau kleiner Flugzeuge passt Leicht­flug­zeugbauer/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Flugmodelle baust und fliegen lässt Technikbegeisterung
  • am Moped oder Fahrrad Bremsen prüfst Sorgfalt
  • im Segelflugverein am Boden mithilfst Engagement
  • Handball oder Basketball im Team spielst Teamgeist
  • Englisch mit Serien oder Spielen übst Sprachgefühl

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby oder Interesse in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo bilden Betriebe Flugge­rät­me­chaniker/in aus?

Alle Bundes­länder mit Kreisen und Bezirken. Antippen zeigt, wo es um die Ecke Betriebe gibt.

  1. 1Bayern9

    In Bayern kennen wir 9 Betriebe, die Flugge­rät­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 198 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Bayern: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  2. 2Niedersachsen6

    In Nieder­sachsen kennen wir 6 Betriebe, die Flugge­rät­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 184 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Nieder­sachsen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  3. 3Nordrhein-Westfalen6

    In Nordrhein-Westfalen kennen wir 6 Betriebe, die Flugge­rät­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 226 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Nordrhein-Westfalen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  4. 4Baden-Württemberg5

    In Baden-Württemberg kennen wir 5 Betriebe, die Flugge­rät­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 212 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Baden-Württemberg: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  5. 5Hessen4

    In Hessen kennen wir 4 Betriebe, die Flugge­rät­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 186 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Hessen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  6. 6Bremen3

    In Bremen kennen wir 3 Betriebe, die Flugge­rät­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 77 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Bremen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  7. 7Rheinland-Pfalz3

    In Rheinland-Pfalz kennen wir 3 Betriebe, die Flugge­rät­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 175 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Rheinland-Pfalz: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  8. 8Brandenburg2

    In Brandenburg kennen wir 2 Betriebe, die Flugge­rät­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 175 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Brandenburg: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  9. 9Hamburg2

    In Hamburg kennen wir 2 Betriebe, die Flugge­rät­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 133 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Hamburg: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  10. 10Thüringen2

    In Thüringen kennen wir 2 Betriebe, die Flugge­rät­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 180 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Thüringen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

  11. 11Sachsen1

    In Sachsen kennen wir 1 Betrieb, die Flugge­rät­me­chaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 243 aller Ausbil­dungs­berufe.

    Ausbildung in Sachsen: Regionen, Berufs­schulen, Karte

Gezählt sind aktuell die Betriebe, die wir auf dein-ausbil­dungsplatz.de mit diesem Beruf kennen. Es können mehr sein. Platz = Rang des Berufs unter allen Ausbil­dungs­berufen in der Region, nach Zahl der Betriebe.

  • Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten, Hobbys und Interessen ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Bestehende Flotten müssen gewartet und neue Flugzeuge gebaut werden. Dafür braucht es gut ausgebildete Fachkräfte. Wenn du dein Wissen aktuell hältst, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:

  • bei Fluggesellschaften im Passagier- und Frachtverkehr
  • bei Flugzeugherstellern in Produktion oder Endmontage
  • in Wartungs- und Instandhaltungsbetrieben der Luftfahrt
  • bei der Bundeswehr in Luftwaffe, Marine- und Heeresfliegern
  • in der allgemeinen Luftfahrt mit kleineren Flugzeugen
  • bei Flughafenbetreibern im technischen Dienst
  • in der Forschung und Entwicklung
  • als Ausbilder/in an Luftfahrttechnikschulen

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Techniker/in Luftfahrttechnik: für anspruchsvolle Aufgaben in Entwicklung, Produktion und Wartung.
  • Industriemeister/in Luftfahrttechnik: Du führst Personal und bildest aus.
  • EASA-Lizenzen Part-66, Kategorien A, B1 und B2: Damit darfst du Flugzeuge nach der Wartung freigeben und übernimmst mehr Verantwortung.
  • Spezialisierung: etwa auf Triebwerke, Avionik oder die Struktur der Flugzeugzelle.
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
  • Studium: Mit Hochschulzugang kannst du Flugzeugbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Maschinenbau oder Elektrotechnik studieren.

Fazit: Du sorgst für sichere Flüge

Als Flugge­rät­me­chaniker/in verbindest du Leiden­schaft für Technik mit Präzision und Verant­wortung. Du trägst direkt zur Sicherheit komplexer Fluggeräte bei. Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Danach kannst du Techniker/in oder Meister/in werden, EASA-Lizenzen erwerben oder studieren.

Bereit zum Abheben? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Fahrzeuge.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 04.11.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Fluggerätmechaniker/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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