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Ausbildung Fluggerätmechaniker/in
Ausbildung: Du bringst Flugzeuge sicher in die Luft
Faszinieren dich Flugzeuge und willst du wissen, was sie in der Luft hält? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Fluggerätmechaniker/in genauer an. Du wartest, reparierst und baust Flugzeuge, Hubschrauber und andere Fluggeräte. Du prüfst Triebwerke, Fahrwerke und Steuerungen. Du sorgst dafür, dass Passagier/innen und Fracht sicher ans Ziel kommen. Dafür brauchst du technisches Verständnis, Sorgfalt und viel Verantwortungsbewusstsein. Hier erfährst du, was du als Fluggerätmechaniker/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Fluggerätmechaniker/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 1997 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 3 Berufen wurde einer.
- ab 1949 bis 1983Metallflugzeugbauer/
in - 1964 bis 1997Flugtriebwerkmechaniker/
in - 1983 bis 1997Fluggerätbauer/
in - 1983 bis 1997Fluggerätmechaniker/
in (ohne Fachrichtungen) - seit 1997Fluggerätmechaniker/
in
Im Alltag sagt man auch: Flugzeugmechaniker/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Fluggerätmechaniker/in?
Du bist Handwerker/in, Techniker/in und Fehlersucher/in in einer Person. Du arbeitest an großen Fluggeräten und hältst strenge Sicherheitsregeln ein. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Warten und Inspizieren: Du prüfst Triebwerke, Fahrwerke, Steuerungen, Elektrik, Hydraulik und die Flugzeugzelle auf Verschleiß und Schäden.
- Fehler finden und reparieren: Mit Testgeräten und Fachwissen findest du Störungen. Du tauschst Bauteile und reparierst Strukturen. Dabei hältst du dich genau an die Wartungshandbücher.
- Montieren und Demontieren: Du baust Teile und Baugruppen aus, zerlegst sie und setzt sie wieder zusammen, von kleinen Instrumenten bis zu Triebwerken.
- Fertigen und Umbauen: In der Produktion oder bei Umbauten fertigst du Bauteile aus Metall und Verbundwerkstoffen an.
- Prüfen und Dokumentieren: Du dokumentierst jede Arbeit, machst Testläufe und sorgst dafür, dass alle Anforderungen erfüllt sind. Erst dann wird das Fluggerät freigegeben.
- Spezialwerkzeuge nutzen: Du arbeitest mit Messinstrumenten und Prüfständen.
- Triebwerke: Je nach Fachrichtung wartest und überholst du Flugzeugtriebwerke.
- Avionik: Je nach Einsatz arbeitest du auch an Navigation, Kommunikation und Steuerung.
Wo arbeitest du als Fluggerätmechaniker/in?
Du arbeitest in Wartungshallen, in Hangars oder direkt auf dem Rollfeld. Deine Arbeitgeber sind Fluggesellschaften, die Flugzeugindustrie oder die Bundeswehr. Meist arbeitest du im Team und bist ein wichtiges Glied in der Kette, die für Flugsicherheit sorgt.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Fluggerätmechaniker/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Dein Betrieb kann eine Fluggesellschaft mit eigener Wartung, ein Flugzeughersteller, ein Wartungsbetrieb oder die Bundeswehr sein. In der Berufsschule geht es um Mechanik, Elektrik, Elektronik, Hydraulik, Pneumatik, Werkstoffkunde, Fertigungstechnik, Aerodynamik, Triebwerkstechnik, Avionik, Qualitätsmanagement und Luftrecht.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Flugzeugsysteme: Du kennst Zelle, Triebwerke, Fahrwerke, Steuerung, Hydraulik, Pneumatik und Elektrik.
- Wartung und Instandsetzung: Du arbeitest nach Wartungsplänen, inspizierst, suchst Fehler und reparierst.
- Werkstoffe und Fertigung: Du bearbeitest Aluminium, Titan und Verbundwerkstoffe.
- Luftrecht und Qualität: Du kennst nationale und internationale Luftfahrtvorschriften.
- Messtechnik: Du setzt präzise Messgeräte und Prüfverfahren ein.
- Technische Unterlagen: Du liest Schaltpläne, Zeichnungen und Wartungshandbücher auf Englisch.
- Arbeitssicherheit: Du arbeitest sicher an Fluggeräten und mit Gefahrstoffen.
- Technisches Englisch: Viele Unterlagen in der Luftfahrt sind auf Englisch.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Fluggerätmechaniker/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- technisches Verständnis und Interesse an Mechanik und Elektrik
- eine sorgfältige, verantwortungsbewusste Arbeitsweise
- gutes räumliches Vorstellungsvermögen
- handwerkliches Geschick und Fingerfertigkeit
- gute Kenntnisse in Mathe und Physik
- Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
- gute Englischkenntnisse
- Schwindelfreiheit und Bereitschaft zur Schichtarbeit
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.243 € bis 1.373 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.298 € bis 1.408 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.379 € bis 1.489 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.461 € bis 1.563 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Fluggerätmechaniker/in zu dir?
Du schraubst gern und willst hoch hinaus? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Moderne Technik: Du installierst, wartest und reparierst mechanische und hydraulische Anlagen in Fluggeräten.
- Präzision zählt: Deine sorgfältige Arbeit sorgt für Sicherheit.
- Starkes Team: Ihr verlasst euch aufeinander und tragt gemeinsam Verantwortung.
- Aufstieg möglich: Du kannst Meister/in, Betriebsleiter/in oder Fachberater/in werden.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys und Interessen passen dazu?
Was du als Fluggerätmechaniker/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Flugmodelle baut, am Moped die Bremsen prüft oder Flugzeuge am Flughafen beobachtet, zeigt Betrieben echte Technikbegeisterung und Sorgfalt. Wer dazu im Segelflugverein mithilft oder im Handballteam spielt, beweist: Ich arbeite verlässlich mit anderen zusammen. Das ist wichtig, weil im Hangar jeder Handgriff stimmen muss. Wenn dich Elektronik und Avionik reizen, schau dir Fluggerätelektroniker/in an. Für den Bau kleiner Flugzeuge passt Leichtflugzeugbauer/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Flugmodelle baust und fliegen lässt Technikbegeisterung
- am Moped oder Fahrrad Bremsen prüfst Sorgfalt
- im Segelflugverein am Boden mithilfst Engagement
- Handball oder Basketball im Team spielst Teamgeist
- Englisch mit Serien oder Spielen übst Sprachgefühl
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby oder Interesse in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo bilden Betriebe Fluggerätmechaniker/in aus?
1 von 2 · Wie häufig?
rund 40
Betriebe bilden aus
Platz 223 von 349 Berufen.
2 von 2 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 4. Betrieb
bildet auch Fluggerätelektroniker/in aus.
Fast jeder 7. bildet auch Elektroniker/in Geräte und Systeme aus.
Alle Bundesländer mit Kreisen und Bezirken. Antippen zeigt, wo es um die Ecke Betriebe gibt.
1Bayern9
In Bayern kennen wir 9 Betriebe, die Fluggerätmechaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 198 aller Ausbildungsberufe.
2Niedersachsen6
In Niedersachsen kennen wir 6 Betriebe, die Fluggerätmechaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 184 aller Ausbildungsberufe.
- Region Hannover3Platz 106
- Braunschweig1Platz 80
- Landkreis Hildesheim1Platz 71
- Landkreis Wesermarsch1Platz 43
Ausbildung in Niedersachsen: Regionen, Berufsschulen, Karte
3Nordrhein-Westfalen6
In Nordrhein-Westfalen kennen wir 6 Betriebe, die Fluggerätmechaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 226 aller Ausbildungsberufe.
- Mönchengladbach3Platz 39
- Düsseldorf1Platz 111
- Kreis Heinsberg1Platz 66
- Kreis Wesel1Platz 103
- Köln1Platz 122
Ausbildung in Nordrhein-Westfalen: Regionen, Berufsschulen, Karte
4Baden-Württemberg5
In Baden-Württemberg kennen wir 5 Betriebe, die Fluggerätmechaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 212 aller Ausbildungsberufe.
- Landkreis Rottweil2Platz 52
- Freiburg im Breisgau1Platz 85
- Landkreis Rastatt1Platz 94
- Landkreis Schwäbisch Hall1Platz 85
Ausbildung in Baden-Württemberg: Regionen, Berufsschulen, Karte
5Hessen4
In Hessen kennen wir 4 Betriebe, die Fluggerätmechaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 186 aller Ausbildungsberufe.
6Bremen3
In Bremen kennen wir 3 Betriebe, die Fluggerätmechaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 77 aller Ausbildungsberufe.
7Rheinland-Pfalz3
In Rheinland-Pfalz kennen wir 3 Betriebe, die Fluggerätmechaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 175 aller Ausbildungsberufe.
Ausbildung in Rheinland-Pfalz: Regionen, Berufsschulen, Karte
8Brandenburg2
In Brandenburg kennen wir 2 Betriebe, die Fluggerätmechaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 175 aller Ausbildungsberufe.
9Hamburg2
In Hamburg kennen wir 2 Betriebe, die Fluggerätmechaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 133 aller Ausbildungsberufe.
10Thüringen2
In Thüringen kennen wir 2 Betriebe, die Fluggerätmechaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 180 aller Ausbildungsberufe.
11Sachsen1
In Sachsen kennen wir 1 Betrieb, die Fluggerätmechaniker/in ausbilden. In unseren Daten liegt der Beruf dort auf Platz 243 aller Ausbildungsberufe.
Gezählt sind aktuell die Betriebe, die wir auf dein-ausbildungsplatz.de mit diesem Beruf kennen. Es können mehr sein. Platz = Rang des Berufs unter allen Ausbildungsberufen in der Region, nach Zahl der Betriebe.
Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten, Hobbys und Interessen ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Bestehende Flotten müssen gewartet und neue Flugzeuge gebaut werden. Dafür braucht es gut ausgebildete Fachkräfte. Wenn du dein Wissen aktuell hältst, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:
- bei Fluggesellschaften im Passagier- und Frachtverkehr
- bei Flugzeugherstellern in Produktion oder Endmontage
- in Wartungs- und Instandhaltungsbetrieben der Luftfahrt
- bei der Bundeswehr in Luftwaffe, Marine- und Heeresfliegern
- in der allgemeinen Luftfahrt mit kleineren Flugzeugen
- bei Flughafenbetreibern im technischen Dienst
- in der Forschung und Entwicklung
- als Ausbilder/in an Luftfahrttechnikschulen
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Techniker/in Luftfahrttechnik: für anspruchsvolle Aufgaben in Entwicklung, Produktion und Wartung.
- Industriemeister/in Luftfahrttechnik: Du führst Personal und bildest aus.
- EASA-Lizenzen Part-66, Kategorien A, B1 und B2: Damit darfst du Flugzeuge nach der Wartung freigeben und übernimmst mehr Verantwortung.
- Spezialisierung: etwa auf Triebwerke, Avionik oder die Struktur der Flugzeugzelle.
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Studium: Mit Hochschulzugang kannst du Flugzeugbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Maschinenbau oder Elektrotechnik studieren.
Fazit: Du sorgst für sichere Flüge
Als Fluggerätmechaniker/in verbindest du Leidenschaft für Technik mit Präzision und Verantwortung. Du trägst direkt zur Sicherheit komplexer Fluggeräte bei. Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und ist dual. Danach kannst du Techniker/in oder Meister/in werden, EASA-Lizenzen erwerben oder studieren.
Bereit zum Abheben? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
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Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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