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Ausbildung Forstwirt/in
Ausbildung: Arbeiten, wo der Wald wächst
Du arbeitest lieber draußen als im Büro, kannst anpacken und findest es spannend, wie Wälder gepflegt, geschützt und genutzt werden? Dann könnte der Beruf Forstwirt/in sehr gut zu dir passen. Forstwirtinnen und Forstwirte arbeiten mitten in der Natur und übernehmen dort verantwortungsvolle Aufgaben. Sie pflanzen neue Wälder, pflegen bestehende Bestände, ernten Holz und sorgen mit dafür, dass der Wald als Lebensraum, Erholungsort und Rohstoffquelle erhalten bleibt.
Der Beruf ist heute viel mehr als nur Baumfällen. Du bewegst dich in einem Arbeitsfeld, in dem Naturverständnis, Technik, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein zusammenkommen. Gerade weil Wälder durch Trockenheit, Schädlinge und andere Belastungen unter Druck geraten, ist die Arbeit von gut ausgebildeten Forstwirtinnen und Forstwirten wichtiger denn je.
Der Beruf ist aber nichts für Leute, die nur „gern im Wald spazieren gehen“. Du musst bereit sein, bei jedem Wetter draußen zu arbeiten, Maschinen sicher zu führen und sehr konzentriert zu handeln. Gerade beim Fällen von Bäumen oder beim Einsatz von Geräten sind Umsicht und Sicherheit entscheidend.
Auf einen Blick
Forstwirt/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1974 hieß er Waldfacharbeiter/in.
- 1950 bis 1974Waldfacharbeiter/
in - seit 1974Forstwirt/
in
In der DDR hieß der Beruf: Facharbeiter/in für Forstwirtschaft, Forstfacharbeiter/in/Mechanisator/in, Forstfacharbeiter/in
Im Alltag sagt man auch: Waldarbeiter/in, Holzfäller/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Dein liebster Arbeitsplatz hat kein Dach? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Forstwirt/in genauer an. Du begründest, pflegst und schützt Waldbestände. Du pflanzt junge Bäume, forstest Flächen wieder auf und hältst Waldwege und Erholungseinrichtungen in Schuss. Du erntest Holz, vermisst es, sortierst es und lagerst es fachgerecht. Dabei arbeitest du mit Maschinen und Geräten, die du auch selbst wartest und instand setzt. Hier erfährst du, was du als Forstwirt/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Was macht ein/e Forstwirt/in?
Du arbeitest draußen, oft im Team, und siehst direkt, was du geschafft hast: neue Pflanzungen, gepflegte Bestände, geerntetes Holz oder instand gehaltene Wege. Das gehört zu deinem Alltag:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Wald pflegen: Du pflanzt Bäume, pflegst Bestände und forstest Flächen wieder auf.
- Holz ernten: Du fällst Bäume, bereitest das Holz auf, vermisst und sortierst es.
- Wald schützen: Du kennst Baumarten, Waldtiere und Schädlinge. Du erkennst Schäden, zum Beispiel durch Borkenkäfer.
- Naturschutz: Du setzt Maßnahmen um, die das Ökosystem Wald erhalten.
- Einrichtungen pflegen: Je nach Betrieb kümmerst du dich um Wege, Beschilderungen oder jagdliche Einrichtungen.
- Technik: Du arbeitest mit Motorsäge, Freischneider, Forstschlepper und anderen Spezialgeräten.
Genau diese Mischung macht den Beruf aus. Du brauchst technisches Können und biologisches Verständnis. Der Wald ist ein sensibles Ökosystem, und du lernst, ihn so zu behandeln.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Forstwirt/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und ist dual. Du lernst im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Je nach Bundesland und Betrieb kommen überbetriebliche Abschnitte dazu, zum Beispiel an forstlichen Bildungszentren oder Lehranstalten für Forstwirtschaft.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Waldbau: Bäume und Waldbestände pflanzen, pflegen und schützen
- Holzernte und Logistik: Bäume fällen, entasten, entrinden, Holz aufbereiten und abtransportieren
- Maschinenkunde: Motorsägen, Seilwinden und Forstschlepper bedienen und warten
- Waldschutz und Jagd: Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen, Grundlagen des Wildmanagements
- Naturschutz und Ökologie: Artenschutz und Biotoppflege
- Arbeitssicherheit: sicherer Umgang mit gefährlichen Maschinen und Unfallverhütung im Wald
- Vermessung und Kartierung: Grundlagen der Forsteinrichtung und Karten erstellen
- Boden und Wetter: Böden beurteilen und Wetterlagen einschätzen
- Holz sortieren: Holz nach Qualität und Dimension vermessen und sortieren
Welche Voraussetzungen brauchst du als Forstwirt/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- Liebe zur Natur und Freude an körperlicher Arbeit im Freien
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- Fitness und Belastbarkeit, denn du arbeitest bei jedem Wetter
- Verantwortungsbewusstsein und Umsicht, zum Beispiel an der Motorsäge
- Teamfähigkeit und Selbstständigkeit
- Orientierungssinn und eine gute Beobachtungsgabe
- keine Allergien, etwa gegen Baumharz oder Pollen
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 724 € bis 1.297 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 € bis 1.351 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 € bis 1.401 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Forstwirt/in zu dir?
Wind, Regen und Kälte schrecken dich nicht ab? Dann spricht viel für diesen Beruf:
- Natur erhalten: Du pflanzt, pflegst und schützt den Wald und sorgst dafür, dass er genutzt werden kann.
- Bewegung statt Schreibtisch: Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Wenn du fit bist, ist das genau richtig.
- Teamarbeit: Im Wald verlasst ihr euch aufeinander. Verantwortung gehört dazu.
- Natur und Technik: Du verbindest biologisches Wissen mit moderner Forsttechnik.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Forstwirt/in?
Was du als Forstwirt/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer mit den Pfadfinder/innen im Wald unterwegs ist, bei Baumpflanzaktionen mitmacht oder bei jedem Wetter trainiert, zeigt Forstbetrieben Ausdauer, Naturverständnis und Teamgeist. Gerade Teamarbeit gehört im Wald dazu. Wenn dich Pflanzen in Gärten und Parks reizen, schau dir Gärtner/in an. Wenn du dich um Wildtiere kümmern willst, passt Revierjäger/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- mit den Pfadfinder/innen im Wald unterwegs bist Teamgeist
- bei Baumpflanzaktionen mitmachst Engagement
- Baumarten und Tierspuren bestimmst Naturverständnis
- Laufen, Radfahren oder Rudern bei jedem Wetter trainierst Ausdauer
- mit Karte oder Kompass den Weg findest Orientierung
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 3 · Wie häufig?
rund 90
Betriebe bilden aus
Platz 135 von 340 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Bayern30
- Niedersachsen20
- Hessen10
Die meisten Betriebe: Landkreis Goslar, Landkreis Göttingen, Landkreis Stade
3 von 3 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Nach der Ausbildung kannst du in verschiedenen Bereichen arbeiten, zum Beispiel in der Waldwirtschaft, in der Holzwirtschaft oder in der Forstverwaltung.
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Forstwirtschaftsmeister/in: Du übernimmst mehr Verantwortung und bildest aus.
- Natur- und Landschaftspfleger/in: Du konzentrierst dich auf Naturschutz und Landschaftspflege.
- Fachagrarwirt/in Baumpflege: Du spezialisierst dich auf die Pflege von Bäumen.
- Geprüfte/r Forstmaschinenführer/in: Du steuerst große Forstmaschinen.
- Studium: Forstwirtschaft oder Forstwissenschaft
Fazit: Den Wald aktiv mitgestalten
Als Forstwirt/in arbeitest du körperlich, praktisch und mit viel Verantwortung. Du pflanzt, pflegst, schützt und nutzt den Wald. Dabei bewegst du dich zwischen Naturschutz, Technik und Handwerk. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in werden, dich spezialisieren oder studieren.
Lust auf Wald? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Landwirtschaft.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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