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Ausbildung Fotome­di­en­fachmann/-frau

Ausbildung: Beraten, gestalten, Bilder drucken

Symbolbild: Ausbildung Fotomedienfachmann/-frau

Du kannst stundenlang über Kameras und gute Fotos reden? Dann könnte die Ausbildung zum/zur Fotome­di­en­fachmann/-frau zu dir passen. Du bist Ansprech­partner/in für alle Fragen rund um das Bild. Du hilfst Kund/innen, die passende Kamera oder den richtigen Fotodienst zu finden. Du zeigst ihnen, was technisch und gestal­terisch möglich ist. Du bearbeitest Bilder, nimmst Aufträge für Fotobücher und Poster an und machst Passbilder. Dafür brauchst du Sinn für Ästhetik, Technik­ver­ständnis und Freude am Kontakt mit Menschen. Hier erfährst du, was du als Fotome­di­en­fachmann/-frau machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auch bekannt als Fotome­di­en­la­borant/in.

Auf einen Blick

Fotome­di­en­fachmann/-frau auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Kunst und Kultur
1. Jahr940 € bis 1.120 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie sagt man noch zu dem Beruf?

Im Alltag sagt man auch: Fotome­di­en­la­borant/in, Fotola­borant/in

Was macht ein/e Fotome­di­en­fachmann/-frau?

Du bist Berater/in, Verkäufer/in, Technik­expert/in und Gestalter/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Beraten und verkaufen: Du berätst zu Kameras, Objektiven, Blitzgeräten und Stativen. Du erklärst Technik verständlich und findest die passende Lösung für Hobbyfotograf/innen und Profis. Du verkaufst auch Rahmen, Alben und Zubehör.
  • Fotoaufträge annehmen: Du nimmst Aufträge für Abzüge, Fotobücher, Poster und Leinwände an, prüfst die Bilddaten und besprichst Gestaltungswünsche.
  • Bilder bearbeiten: Du korrigierst Helligkeit und Kontrast, entfernst rote Augen und schneidest Bilder zu.
  • Fotodrucker bedienen: Du betreust Drucker und Terminals im Geschäft und behebst kleinere Probleme.
  • Pass- und Bewerbungsbilder: Du machst Passbilder nach den gesetzlichen Vorgaben und Bewerbungsfotos. Du achtest auf Licht, Pose und Hintergrund.
  • Waren präsentieren: Du gestaltest Auslagen und Schaufenster und hilfst bei Werbematerialien.
  • Warenwirtschaft: Du bestellst Ware, kontrollierst den Bestand und zeichnest Preise aus.
  • Ordnung: Du hältst den Verkaufsbereich sauber und pflegst die Geräte.
kameraequipment

Wo arbeitest du als Fotome­di­en­fachmann/-frau?

Du arbeitest meist in Fotofach­ge­schäften, in großen Drogerie­märkten oder Kaufhäusern mit Fotoab­teilung. Auch Online-Fotodienst­leister mit Kunden­kontakt und Elektronik­märkte mit Fotobereich sind möglich. Du bist Ansprech­partner/in für alle, die ihre Erinne­rungen festhalten möchten.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Fotome­di­en­fachmann/-frau ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Im Betrieb, meist einem Fotofach­ge­schäft, einem Drogeriemarkt mit Fotoab­teilung oder einem Elektronik­fachmarkt, lernst du im direkten Kunden­kontakt. In der Berufs­schule geht es um Kamera­technik, Fotografie, Bildge­staltung, Farblehre, Bildbe­ar­beitung, Druckver­fahren, Warenwirt­schaft, Marketing und Verkauf.

Das lernst du unter anderem:

  • Fototechnik: Spiegelreflex-, System- und Kompaktkameras, Objektive, Blitzgeräte und Zubehör
  • Grundlagen der Fotografie: Bildgestaltung, Belichtung, Schärfentiefe und Komposition
  • Bildbearbeitung: Optimierung, Retusche und Bildverwaltung am Computer
  • Druck und Medienproduktion: Druckverfahren für Fotobücher und Kalender und die passende Datenaufbereitung
  • Warenkunde: Eigenschaften und Qualität der Fotoprodukte und des Zubehörs
  • Verkauf und Beratung: Gesprächsführung, Bedarfsanalyse und Umgang mit Reklamationen
  • Marketing: Verkaufsräume, Schaufenster und Werbematerialien gestalten
  • Warenwirtschaft und Kasse: Waren bestellen, annehmen und lagern und die Kasse führen
  • Service: Pass- und Bewerbungsbilder und weitere Bilddienstleistungen

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Fotome­di­en­fachmann/-frau?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
  • Begeisterung für Fotografie und Bildmedien
  • technisches Verständnis und Interesse an Elektronik
  • Kreativität und ein gutes Auge für Ästhetik
  • Kommunikationsstärke und Freude am Umgang mit Menschen
  • Serviceorientierung und Geduld
  • eine sorgfältige Arbeitsweise
  • ein gepflegtes Erscheinungsbild

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 940 € bis 1.120 €
2. Ausbildungsjahr 1.000 € bis 1.250 €
3. Ausbildungsjahr 1.150 € bis 1.390 €

Passt die Ausbildung zum/zur Fotome­di­en­fachmann/-frau zu dir?

Du hast ein Auge für gute Bilder und gehst offen auf Menschen zu? Das spricht für die Ausbildung:

  • Bilder im Mittelpunkt: Du arbeitest jeden Tag mit Kameras, Fotos und Fotoprodukten.
  • Menschen helfen: Du findest für jede Person die passende Lösung, vom Passbild bis zum Fotobuch.
  • Technik und Gestaltung: Du verbindest Technikwissen mit Kreativität.
  • Abwechslung: Beratung, Bildbearbeitung, Fotografie und Verkauf wechseln sich ab.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Fotome­di­en­fachmann/-frau?

Was du als Fotome­di­en­fachmann/-frau jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Freund/innen zur passenden Handykamera berät, Fotobücher gestaltet oder Bilder am Handy nachbe­ar­beitet, zeigt Fotoge­schäften Technik­in­teresse und ein Auge für schöne Bilder. Wer dazu im Nebenjob Kund/innen bedient oder als Klassen­sprecher/in Anliegen weitergibt, beweist Freund­lichkeit und Auftreten. Wenn dich das Fotogra­fieren im Studio reizt, schau dir Fotograf/in an. Für Technik am Set passt Foto- und medien­tech­nische/r Assistent/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Freund/innen bei Kamera oder Handy berätst Kundenorientierung
  • Fotobücher oder Collagen gestaltest Kreativität
  • Fotos am Handy oder Laptop nachbearbeitest Technikverständnis
  • im Nebenjob im Laden mitarbeitest Freundlichkeit
  • als Klassensprecher/in für andere sprichst Auftreten

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 3 · Wie häufig?

    4

    Betriebe bilden aus

    Platz 292 von 340 Berufen.

  • 2 von 3 · Wo?

    • Berlin2
    • Baden-Württemberg1
    • Bayern1

    Die meisten Betriebe: Berlin, Landkreis Stade, Düsseldorf

  • 3 von 3 · Um die Ecke

    Wer bildet bei dir aus?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Menschen wollen Momente festhalten und teilen. Deshalb bleiben gute Beratung und hochwertige Fotodienst­leis­tungen gefragt. Hier kannst du arbeiten:

  • in Fotofachgeschäften und Studios
  • in Drogerie- und Einzelhandelsketten mit Fotoabteilung
  • im Online-Handel für Fotoprodukte in Beratung und Support
  • bei Herstellern von Fotoequipment in Vertrieb oder Produktsupport
  • in der Medienbranche, zum Beispiel in Bildagenturen oder bei Verlagen
  • in der Eventfotografie als Assistent/in oder im Verkauf vor Ort
  • als Selbstständige/r, etwa mit einem kleinen Fotostudio, einem mobilen Fotodienst oder einem Onlineshop

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Handelsfachwirt/in oder Betriebswirt/in im Handel: für Leitungsaufgaben als Marktleiter/in, Abteilungsleiter/in oder im Einkauf
  • Fotografenmeister/in: wenn du selbst fotografieren und ein eigenes Studio führen willst
  • Mediengestalter/in Digital und Print: für Gestaltung und Produktion von Medien
  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Porträtfotografie, Bildretusche und Compositing oder Videoschnitt
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen weiter.
  • Studium: mit Hochschulzugangsberechtigung etwa Medientechnik, Kommunikationsdesign, Fotografie oder Marketingmanagement

Fazit: Rund ums Bild beraten

Als Fotome­di­en­fachmann/-frau verbindest du deine Leiden­schaft für Bilder mit Technik­wissen und Beratung. Du hilfst Kund/innen, ihre Erinne­rungen festzu­halten und schön zu präsen­tieren. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du im Handel aufsteigen, dich spezia­li­sieren oder studieren.

Klingt gut? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Kunst und Kultur.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Fotomedienfachmann/-frau als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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