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Ausbildung Fremdspra­chen­kor­re­spondent/in

Ausbildung: Mit Sprachen Geschäfte möglich machen

Symbolbild: Ausbildung Fremdsprachenkorrespondent/in

Du wechselst mühelos zwischen Sprachen und liebst klare Worte? Dann passt vielleicht die Ausbildung zum/zur Fremdspra­chen­kor­re­spondent/in zu dir. Du sorgst in Unternehmen mit interna­tionalen Kontakten dafür, dass Nachrichten richtig ankommen. Du schreibst E-Mails, Briefe und Verträge in mehreren Sprachen und achtest dabei auf Stil und kulturelle Besonder­heiten. So können Geschäfts­partner/innen weltweit gut zusammen­ar­beiten. Dafür brauchst du Sprach­talent, Sorgfalt und Organi­sa­ti­ons­ge­schick. Hier erfährst du, was du als Fremdspra­chen­kor­re­spondent/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Fremdspra­chen­kor­re­spondent/in auf einen Blick

Dauer2 bis 4 Jahre
Ausbildungschulisch, Kaufmän­nische Berufe
1. Jahrkeine Vergütung
Schulabschlussi. d. R. MSA
Deutsch: empfohlen B2 bis C1. Für kaufmännische und pädagogische Berufe empfiehlt die Bundesagentur für Arbeit B2 bis C1.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie sagt man noch zu dem Beruf?

Im Alltag sagt man auch: Fremdspra­chen­se­kretär/in, Fremdspra­chen­as­sistent/in

Was macht ein/e Fremdspra­chen­kor­re­spondent/in?

Du schreibst und übersetzt Texte, organi­sierst Termine und hast Kontakt zu Menschen aus aller Welt. Du bist Sprachprofi, Büroall­rounder/in und Kultur­ver­mittler/in zugleich. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Korrespondenz: Du verfasst E-Mails, Briefe, Angebote, Verträge und Berichte in mindestens zwei Fremdsprachen, oft Englisch und etwa Französisch, Spanisch oder Chinesisch.
  • Übersetzen und Dolmetschen: Du übersetzt Dokumente, Präsentationen oder Webseiten. In Besprechungen und Telefonaten dolmetschst du.
  • Termine und Reisen: Du koordinierst internationale Termine, buchst Flüge und Hotels und rechnest Reisekosten ab. Dabei denkst du an Zeitzonen.
  • Kund/innen betreuen: Du bist oft erste/r Ansprechpartner/in für internationale Kund/innen und Partner/innen.
  • Meetings vorbereiten: Du erstellst Unterlagen, bereitest Räume vor und organisierst die Bewirtung.
  • Daten und Ablage: Du pflegst Kunden- und Lieferantendaten und hältst die Ablage digital und auf Papier in Ordnung.
  • Büromanagement: Du bearbeitest Post und bestellst Material.
  • Recherche: Du suchst Informationen in Fremdsprachen, die dein Unternehmen braucht.
work

Wo arbeitest du als Fremdspra­chen­kor­re­spondent/in?

Du arbeitest im Büro, oft in einem interna­tionalen Team oder im Sekretariat einer Führungskraft. Du nutzt moderne Kommuni­ka­ti­ons­mittel und Software. Du verbindest dein Unternehmen mit Partner/innen in anderen Ländern.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Fremdspra­chen­kor­re­spondent/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung ist schulisch. Sie findet meist an Berufs­fach­schulen oder Wirtschafts­aka­demien statt und dauert meist 1 bis 2 Jahre. Du lernst mindestens zwei Fremdsprachen, oft mit Schwerpunkt Wirtschafts­englisch. Dazu kommen Betriebs­wirt­schaftslehre, Bürowirt­schaft, Textver­ar­beitung und interkul­turelle Kommuni­kation. Oft gehören Praktika im In- oder Ausland dazu.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Fremdsprachen: Grammatik, Wortschatz, Stil und Ausdruck, vor allem in der Wirtschaftskommunikation
  • Geschäftskorrespondenz: Briefe, E-Mails, Berichte, Protokolle und Präsentationen verfassen
  • Übersetzen und Dolmetschen: schriftliche Übersetzung und konsekutives, also zeitversetztes Dolmetschen
  • Bürowirtschaft: Terminplanung, Reiseorganisation und Aktenführung
  • Betriebswirtschaftslehre: betriebliche Abläufe, Marketing, Personal und Rechnungswesen
  • Interkulturelle Kommunikation: Kommunikationsstile anderer Länder kennen und Missverständnisse vermeiden
  • Office-Anwendungen: Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationen
  • Kommunikationstraining: Gesprächsführung, Präsentation und Umgang mit Kund/innen

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Fremdspra­chen­kor­re­spondent/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen mittleren Schulabschluss, Fachabitur oder Abitur
  • Sprachbegabung und Interesse an anderen Kulturen
  • sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
  • eine sorgfältige, genaue Arbeitsweise
  • Organisationstalent und Zuverlässigkeit
  • Kommunikationsstärke und gute Umgangsformen
  • Flexibilität
  • Diskretion und Verantwortungsbewusstsein
  • gute Computerkenntnisse

Was verdienst du in der Ausbildung?

Gibt es eine Ausbil­dungs­ver­gütung?

Da die Ausbildung schulisch ist, gibt es in der Regel keine Ausbil­dungs­ver­gütung.

Passt die Ausbildung zum/zur Fremdspra­chen­kor­re­spondent/in zu dir?

Sprachen und andere Kulturen faszinieren dich? Das spricht für die Ausbildung:

  • Sprachen im Alltag: Du nutzt deine Fremdsprachen jeden Tag im Kontakt mit Partner/innen und Kund/innen.
  • Vielfältige Kommunikation: Briefe, E-Mails, Telefonate und Präsentationen wechseln sich ab.
  • Organisation: Du behältst Fristen im Blick und planst gut.
  • Viele Branchen: Industrie, Handel, Tourismus oder Dienstleistung stehen dir offen.
  • Aufstieg: Später kannst du zum Beispiel Teamleiter/in oder Abteilungsleiter/in werden.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Fremdspra­chen­kor­re­spondent/in?

Was du als Fremdspra­chen­kor­re­spondent/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Serien im Original schaut, mit Brieffreund/innen schreibt oder am Schüler­aus­tausch teilnimmt, zeigt Betrieben Sprach­gefühl und Neugier auf andere Kulturen. Wer dazu die Klassenfahrt mitplant oder in der Schüler­zeitung Texte schreibt, beweist Organi­sa­ti­ons­talent und Sorgfalt. So eine Bewerbung lesen interna­tionale Firmen gern. Wenn dich das genaue Übertragen von Texten reizt, schau dir Übersetzer/in an. Für Sprachen und Wirtschaft passt Wirtschafts­as­sistenz für Fremdsprachen.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Serien und Bücher in der Originalsprache genießt Sprachgefühl
  • mit Brieffreund/innen im Ausland schreibst Kommunikation
  • beim Schüleraustausch mitmachst Offenheit
  • Klassenfahrten oder Ausflüge mitplanst Organisation
  • in der Schülerzeitung Texte schreibst Sorgfalt

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Unternehmen brauchen Fachkräfte, die interna­tionale Kommuni­kation sicher­stellen und kulturelle Unterschiede überbrücken. Mit sehr guten Sprach­kennt­nissen hast du viele Möglich­keiten. Hier kannst du arbeiten:

  • in Export- und Importabteilungen von Unternehmen aller Branchen
  • in internationalen Handelsunternehmen
  • im Tourismus, bei Fluggesellschaften und Reedereien
  • in internationalen Organisationen und Behörden
  • in Banken und Versicherungen mit Auslandsgeschäft
  • bei Übersetzungsbüros und internationalen Verlagen
  • in internationalen Marketing- und PR-Agenturen
  • als Selbstständige/r, etwa als Übersetzer/in oder Sprachlehrer/in

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Staatlich geprüfte/r Übersetzer/in oder Dolmetscher/in: Du wirst Fachkraft für Übersetzen und Dolmetschen.
  • Fachwirt/in: zum Beispiel für Büro- und Projektorganisation oder Außenwirtschaft, für Leitungsaufgaben
  • Spezialisierung: auf Branchen wie Technik, Recht oder Medizin oder auf Social Media in Fremdsprachen
  • Assistent/in der Geschäftsführung: eine Assistenzposition mit internationalem Bezug
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen weiter.
  • Studium: mit Fachhochschulreife oder Abitur etwa Internationale BWL, Angewandte Sprachwissenschaften, Übersetzen und Dolmetschen, International Management oder Tourismusmanagement

Fazit: Sprachen, die verbinden

Als Fremdspra­chen­kor­re­spondent/in verbindest du Sprach­talent, Organi­sation und interkul­tu­relles Gespür. Du machst Kommuni­kation in der interna­tionalen Geschäftswelt möglich. Die Ausbildung ist schulisch und dauert meist 1 bis 2 Jahre. Danach kannst du dich spezia­li­sieren, weiter­bilden oder studieren.

Neugierig geworden? Informiere dich bei Berufs­fach­schulen und Wirtschafts­aka­demien in deiner Region über Plätze, Sprachen und Kosten.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Kaufmän­nische Berufe.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Fremdsprachenkorrespondent/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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