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Ausbildung Oberflächenbeschichter/in
Ausbildung: Oberflächen, die lange halten
Das perfekte Finish gibt dir ein gutes Gefühl? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Oberflächenbeschichter/in genauer an. Du lernst, Lacke, Farben und andere Beschichtungen auf Werkstücke aufzutragen. Du sorgst dafür, dass Oberflächen gut aussehen und lange halten. Deine Arbeit schützt Metall vor Rost und Verschleiß. Du brauchst Geschick, eine ruhige Hand und Sinn für Genauigkeit. Oberflächenbeschichter/innen arbeiten in vielen Industriezweigen, vom Auto bis zum Flugzeug. Hier erfährst du, was du als Oberflächenbeschichter/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Früher hieß dieser Beruf Galvaniseur/in.
Auf einen Blick
Oberflächenbeschichter/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2005 hieß er Galvaniseur/in.
- ab 1949 bis 2005Galvaniseur/
in - seit 2005Oberflächenbeschichter/
in
In der DDR hieß der Beruf: Korrosionsschutzfacharbeiter/in Metallische Beschichtung, Facharbeiter/in für Emailliertechnik
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Oberflächenbeschichter/in?
Du bist Fachkraft für Beschichtungstechnik. Du veredelst die Oberflächen von Objekten und Werkstücken und machst sie robuster. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Werkstücke vorbereiten: Du reinigst und schleifst die Oberflächen. Je nach Material setzt du auch Beize oder elektrochemische Verfahren ein.
- Beschichten: Du trägst Lacke, Farben, Pulverbeschichtungen oder galvanische Schichten auf. Das ist der Kern deiner Arbeit.
- Qualität prüfen: Du überwachst den Beschichtungsprozess und prüfst, ob das Ergebnis den Vorgaben entspricht.
- Anlagen warten: Du hältst die Beschichtungsanlagen in Schuss, damit sie zuverlässig laufen.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Stell dir ein Auto ohne Lack vor. Es sähe seltsam aus und würde schnell rosten. Als Oberflächenbeschichter/in sorgst du dafür, dass Produkte länger halten und besser aussehen. Das gilt auch für Schrauben oder Geländer. Auch sie brauchen eine fachgerechte Beschichtung, damit Bauwerke stabil bleiben. Du schützt Werkstücke vor Korrosion, Verschleiß und anderen schädlichen Einflüssen.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Oberflächenbeschichter/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual. Du lernst in deinem Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Ausbildungsbetriebe findest du in verschiedenen Branchen.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Oberflächen vorbereiten: Du entfettest, reinigst und schleifst die Oberflächen. Danach lernst du das Grundieren.
- Beschichtungen auftragen: Du trägst Lacke und andere Beschichtungen auf und stellst die Geräte richtig ein. Dafür lernst du auch die Eigenschaften deiner Werkstücke kennen.
- Oberflächen kontrollieren: Du prüfst deine Arbeit auf Mängel. Deine Ausbilder/innen nehmen das Ergebnis ab.
- Geräte und Anlagen pflegen: Du reinigst Geräte, Anlagen und deinen Arbeitsplatz und dokumentierst deinen Arbeitsfortschritt.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Oberflächenbeschichter/in?
Was solltest du mitbringen?
- handwerkliches Geschick und eine ruhige Hand
- Spaß an genauer, sauberer Arbeit
- Interesse an Technik und Materialien
- Sorgfalt und Geduld
- Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.040 € bis 1.373 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.070 € bis 1.408 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.130 € bis 1.489 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Oberflächenbeschichter/in zu dir?
Du magst saubere Ergebnisse und arbeitest gern mit den Händen? Dann spricht einiges für diesen Beruf:
- Langlebige Qualität: Deine Beschichtung schützt Metall vor Rost. So halten Werkstücke der Umwelt deutlich länger stand.
- Echtes Können: Du hältst den richtigen Abstand, stellst die Lackdüsen korrekt ein und arbeitest in gleichmäßigen Bewegungen. Wenn du Perfektion magst, passt das zu dir.
- Vielseitige Einsätze: Ob Türen, Schrauben oder ganze Flugzeuge, du gibst ihnen die passende Oberfläche.
- Sichtbare Ergebnisse: Du siehst, wie aus einem einfachen Werkstück ein perfekt beschichtetes Objekt wird.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Oberflächenbeschichter/in?
Was du als Oberflächenbeschichter/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer alte Möbel abschleift und neu streicht oder Modelle mit ruhiger Hand bemalt, zeigt Betrieben Sorgfalt und Geduld. Wer dazu in der Tischtennismannschaft spielt oder jede Woche verlässlich zum Nebenjob geht, beweist Teamgeist und Zuverlässigkeit. Wenn dich große Beschichtungsanlagen reizen, schau dir Verfahrensmechaniker/in Beschichtungstechnik an. Für Autos und Lack passt Fahrzeuglackierer/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- alte Möbel abschleifst und neu streichst Sorgfalt
- Modelle oder Figuren mit ruhiger Hand bemalst Geduld
- am Fahrrad Rost entfernst und Teile pflegst Technikinteresse
- in der Tischtennismannschaft spielst Teamgeist
- jede Woche verlässlich zu deinem Nebenjob gehst Zuverlässigkeit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 160
Betriebe bilden aus
Platz 103 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 3. Betrieb
bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
Jeder 4. bildet auch Industriemechaniker/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen40
- Baden-Württemberg40
- Bayern30
Die meisten Betriebe: Märkischer Kreis, Pforzheim, Kreis Mettmann
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Nach deiner Ausbildung stehen dir viele Branchen offen. Hier kannst du zum Beispiel arbeiten:
- in der Automobilindustrie
- in der Metallverarbeitung
- in der Bauindustrie
- in der Luftfahrt
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Weiterbildung: Mit Fortbildungen baust du dein Fachwissen aus.
- Spezialisierung: Du konzentrierst dich auf bestimmte Gegenstände oder bestimmte Beschichtungsverfahren.
Mit mehr Erfahrung und Fachwissen steigen auch deine Gehaltschancen.
Fazit: Perfekte Oberflächen, die lange halten
Als Oberflächenbeschichter/in kennst du dich mit Lacken, Farben, Pulverbeschichtungen und vielem mehr aus. Du bereitest Werkstücke vor und beschichtest sie so, dass sie widerstandsfähig sind und gut aussehen. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual. Danach kannst du in vielen Branchen arbeiten und dich spezialisieren.
Klingt nach deinem Ding? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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