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Ausbildung Oberflä­chen­be­schichter/in

Ausbildung: Oberflächen, die lange halten

Symbolbild: Ausbildung Oberflächenbeschichter/in

Das perfekte Finish gibt dir ein gutes Gefühl? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Oberflä­chen­be­schichter/in genauer an. Du lernst, Lacke, Farben und andere Beschich­tungen auf Werkstücke aufzutragen. Du sorgst dafür, dass Oberflächen gut aussehen und lange halten. Deine Arbeit schützt Metall vor Rost und Verschleiß. Du brauchst Geschick, eine ruhige Hand und Sinn für Genauigkeit. Oberflä­chen­be­schichter/innen arbeiten in vielen Industrie­zweigen, vom Auto bis zum Flugzeug. Hier erfährst du, was du als Oberflä­chen­be­schichter/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Früher hieß dieser Beruf Galvaniseur/in.

Auf einen Blick

Oberflä­chen­be­schichter/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr1.040 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2005 hieß er Galvaniseur/in.

  1. ab 1949 bis 2005Galvaniseur/in
  2. seit 2005Ober­flä­chen­be­schich­ter/in

In der DDR hieß der Beruf: Korrosi­ons­schutz­fach­ar­beiter/in Metallische Beschichtung, Fachar­beiter/in für Emaillier­technik

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Oberflä­chen­be­schichter/in?

Du bist Fachkraft für Beschich­tungs­technik. Du veredelst die Oberflächen von Objekten und Werkstücken und machst sie robuster. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Werkstücke vorbereiten: Du reinigst und schleifst die Oberflächen. Je nach Material setzt du auch Beize oder elektrochemische Verfahren ein.
  • Beschichten: Du trägst Lacke, Farben, Pulverbeschichtungen oder galvanische Schichten auf. Das ist der Kern deiner Arbeit.
  • Qualität prüfen: Du überwachst den Beschichtungsprozess und prüfst, ob das Ergebnis den Vorgaben entspricht.
  • Anlagen warten: Du hältst die Beschichtungsanlagen in Schuss, damit sie zuverlässig laufen.
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Warum ist der Beruf so wichtig?

Stell dir ein Auto ohne Lack vor. Es sähe seltsam aus und würde schnell rosten. Als Oberflä­chen­be­schichter/in sorgst du dafür, dass Produkte länger halten und besser aussehen. Das gilt auch für Schrauben oder Geländer. Auch sie brauchen eine fachge­rechte Beschichtung, damit Bauwerke stabil bleiben. Du schützt Werkstücke vor Korrosion, Verschleiß und anderen schädlichen Einflüssen.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Oberflä­chen­be­schichter/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual. Du lernst in deinem Ausbil­dungs­betrieb und in der Berufs­schule. Ausbil­dungs­be­triebe findest du in verschiedenen Branchen.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Oberflächen vorbereiten: Du entfettest, reinigst und schleifst die Oberflächen. Danach lernst du das Grundieren.
  • Beschichtungen auftragen: Du trägst Lacke und andere Beschichtungen auf und stellst die Geräte richtig ein. Dafür lernst du auch die Eigenschaften deiner Werkstücke kennen.
  • Oberflächen kontrollieren: Du prüfst deine Arbeit auf Mängel. Deine Ausbilder/innen nehmen das Ergebnis ab.
  • Geräte und Anlagen pflegen: Du reinigst Geräte, Anlagen und deinen Arbeitsplatz und dokumentierst deinen Arbeitsfortschritt.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Oberflä­chen­be­schichter/in?

Was solltest du mitbringen?

  • handwerkliches Geschick und eine ruhige Hand
  • Spaß an genauer, sauberer Arbeit
  • Interesse an Technik und Materialien
  • Sorgfalt und Geduld
  • Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.040 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 1.070 € bis 1.408 €
3. Ausbildungsjahr 1.130 € bis 1.489 €

Passt die Ausbildung zum/zur Oberflä­chen­be­schichter/in zu dir?

Du magst saubere Ergebnisse und arbeitest gern mit den Händen? Dann spricht einiges für diesen Beruf:

  • Langlebige Qualität: Deine Beschichtung schützt Metall vor Rost. So halten Werkstücke der Umwelt deutlich länger stand.
  • Echtes Können: Du hältst den richtigen Abstand, stellst die Lackdüsen korrekt ein und arbeitest in gleichmäßigen Bewegungen. Wenn du Perfektion magst, passt das zu dir.
  • Vielseitige Einsätze: Ob Türen, Schrauben oder ganze Flugzeuge, du gibst ihnen die passende Oberfläche.
  • Sichtbare Ergebnisse: Du siehst, wie aus einem einfachen Werkstück ein perfekt beschichtetes Objekt wird.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Oberflä­chen­be­schichter/in?

Was du als Oberflä­chen­be­schichter/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer alte Möbel abschleift und neu streicht oder Modelle mit ruhiger Hand bemalt, zeigt Betrieben Sorgfalt und Geduld. Wer dazu in der Tischten­nis­mann­schaft spielt oder jede Woche verlässlich zum Nebenjob geht, beweist Teamgeist und Zuverläs­sigkeit. Wenn dich große Beschich­tungs­anlagen reizen, schau dir Verfah­rens­me­chaniker/in Beschich­tungs­technik an. Für Autos und Lack passt Fahrzeug­la­ckierer/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • alte Möbel abschleifst und neu streichst Sorgfalt
  • Modelle oder Figuren mit ruhiger Hand bemalst Geduld
  • am Fahrrad Rost entfernst und Teile pflegst Technikinteresse
  • in der Tischtennismannschaft spielst Teamgeist
  • jede Woche verlässlich zu deinem Nebenjob gehst Zuverlässigkeit

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Nach deiner Ausbildung stehen dir viele Branchen offen. Hier kannst du zum Beispiel arbeiten:

  • in der Automobilindustrie
  • in der Metallverarbeitung
  • in der Bauindustrie
  • in der Luftfahrt

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Weiterbildung: Mit Fortbildungen baust du dein Fachwissen aus.
  • Spezialisierung: Du konzentrierst dich auf bestimmte Gegenstände oder bestimmte Beschichtungsverfahren.

Mit mehr Erfahrung und Fachwissen steigen auch deine Gehalts­chancen.

Fazit: Perfekte Oberflächen, die lange halten

Als Oberflä­chen­be­schichter/in kennst du dich mit Lacken, Farben, Pulver­be­schich­tungen und vielem mehr aus. Du bereitest Werkstücke vor und beschichtest sie so, dass sie widerstandsfähig sind und gut aussehen. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual. Danach kannst du in vielen Branchen arbeiten und dich spezia­li­sieren.

Klingt nach deinem Ding? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Oberflächenbeschichter/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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