Gartenbaufachwerker/in
Experten für Gartenwerke

Du packst gern an, hast ein ausgeprägtes Gespür für Pflanzen und bist fasziniert davon, wie du mit deiner Arbeit grüne Oasen schaffst und pflegst? Wenn du dazu noch wetterfest, körperlich fit und ein/e echte/r Spezialist/in für die Gestaltung und Instandhaltung von Grünflächen bist, dann könnte der Beruf als Gartenbaufachwerker/in genau das Richtige für dich sein! Als dieser Profi bist du der/die unverzichtbare Helfer/in im Garten- und Landschaftsbau. Du sorgst dafür, dass Parks, Gärten, Sportplätze und Grünanlagen nicht nur schön aussehen, sondern auch gesund gedeihen und lange Freude bereiten.
Was lernst du als Gartenbaufachwerker/in?
Als Gartenbaufachwerker/in ist dein Alltag geprägt vom Arbeiten im Freien, dem Umgang mit Pflanzen, Erde und verschiedenen Geräten. Du bist gleichermaßen Gärtner/in, Landschaftsgestalter/in, Maschinenführer/in und Umweltschützer/in. Deine Tätigkeiten sind vielfältig und erfordern sowohl praktisches Geschick als auch Naturverbundenheit und körperliche Ausdauer:
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Bodenbearbeitung und -vorbereitung: Du bereitest den Boden für Pflanzungen vor. Dazu gehört das Umgraben, Lockern, Düngen und Aufbereiten der Erde, damit Pflanzen optimale Wachstumsbedingungen finden.
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Pflanzen und Aussäen: Du pflanzt Bäume, Sträucher, Blumen und Stauden. Auch das Aussäen von Rasenflächen oder die Verlegung von Rollrasen gehört zu deinen Aufgaben. Du achtest auf die richtige Pflanztiefe und den passenden Standort für jede Pflanze.
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Pflege von Grünflächen: Ein Großteil deiner Arbeit ist die Pflege bestehender Anlagen. Dazu gehört das regelmäßige Gießen, Düngen, Unkraut jäten, Rasen mähen, Hecken schneiden und die Pflege von Beeten. Du erkennst Krankheiten und Schädlinge und weißt, wie du Pflanzen schützt.
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Baumpflege und Gehölzschnitt: Du führst Schnitte an Bäumen und Sträuchern durch, um ihr Wachstum zu fördern, ihre Form zu erhalten oder abgestorbene Äste zu entfernen. Bei größeren Bäumen arbeitest du manchmal mit Hubarbeitsbühnen.
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Wegebau und Pflasterarbeiten: Du hilfst bei der Anlage von Wegen, Terrassen und kleineren Plätzen. Dazu gehören das Ausheben des Untergrunds, das Verlegen von Pflastersteinen oder Platten und das Verfugen.
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Bedienung von Maschinen und Geräten: Du bedienst und wartest verschiedene Gartengeräte und Maschinen wie Rasenmäher, Motorsensen, Heckenscheren, Bagger, Radlader oder Häcksler. Du sorgst dafür, dass die Geräte einsatzbereit sind und sicher bedient werden.
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Anlage von Wasseranlagen: Du hilfst beim Bau und der Pflege von Teichen, Bachläufen oder Bewässerungsanlagen.
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Winterdienst und saisonale Arbeiten: Im Herbst hilfst du beim Laubrechen, im Winter beim Schneeräumen und Streuen. Auch das Auf- und Abbauen von saisonalen Dekorationen oder Spielgeräten kann zu deinen Aufgaben gehören.

Warum solltest du Gartenbaufachwerker/in werden?
Dein Arbeitsplatz ist fast ausschließlich im Freien, in privaten Gärten, öffentlichen Parks, Sportanlagen, auf Friedhöfen oder in Baumschulen. Du arbeitest im Team und trägst maßgeblich dazu bei, dass unsere Umwelt grüner und schöner wird.
Gartenbaufachwerker/in: Das ist die Ausbildung
Die Ausbildung zum/zur Gartenbaufachwerker/in ist ein anerkannter dualer Ausbildungsberuf und dauert in der Regel 3 Jahre. Diese Ausbildung ist speziell für junge Menschen konzipiert, die aufgrund bestimmter Voraussetzungen (z.B. Lernschwierigkeiten) eine Unterstützung beim Lernen benötigen und einen starken Praxisbezug wünschen. Du lernst im Ausbildungsbetrieb, der meist ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb, eine Stadtgärtnerei, ein Friedhofsamt oder eine Baumschule ist, die praktischen Fertigkeiten direkt im Grünen. Du machst dich mit Pflanzen, Böden, Geräten und den Abläufen der Gartenpflege und -gestaltung vertraut. In der Berufsschule (oft an speziellen Förderberufsschulen) erwirbst du die notwendigen theoretischen Grundlagen über Pflanzenkunde, Bodenkunde, Gerätekunde, Umweltschutz, Arbeitssicherheit und einfache Mathematik. Die schulischen Inhalte sind praxisnah aufbereitet und oft durch Stützunterricht begleitet.
Inhalte deiner Ausbildung sind unter anderem:
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Pflanzenkunde: Du erwirbst detailliertes Wissen über verschiedene Pflanzenarten, ihre Bedürfnisse (Licht, Wasser, Nährstoffe) und die richtige Pflege.
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Bodenkunde: Du beschäftigst dich mit den Eigenschaften verschiedener Böden und lernst, wie man sie aufbereitet und düngt.
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Gerätekunde: Du machst dich mit der Bedienung und Wartung von Gartengeräten und Maschinen vertraut (z.B. Rasenmäher, Motorsense, Heckenschere).
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Pflanzen und Aussäen: Du lernst die praktischen Techniken des Pflanzens von Bäumen, Sträuchern und Blumen sowie des Aussäens von Rasen.
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Pflegeschnitte: Du übst verschiedene Schnitttechniken für Hecken, Sträucher und Bäume.
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Wegebau (einfache Tätigkeiten): Du erhältst Einblicke in den Aufbau von Wegen und einfachen Pflasterarbeiten.
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Arbeitssicherheit und Umweltschutz: Du bekommst umfassende Kenntnisse über Sicherheitsvorschriften beim Umgang mit Geräten und Pflanzen sowie den umweltgerechten Einsatz von Materialien.
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Materialkunde: Du lernst verschiedene Materialien wie Steine, Holz oder Rindenmulch kennen und ihren Einsatz im Gartenbau.
Was du mitbringen solltest:
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Einen Schulabschluss (oft Hauptschulabschluss oder Abschluss der Förderschule)
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Freude an der Arbeit im Freien und mit Pflanzen
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Körperliche Fitness und Ausdauer (viel Bewegung, Heben, Tragen)
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Handwerkliches Geschick
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Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein
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Teamfähigkeit
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Wetterfestigkeit
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Geduld und Sorgfalt im Umgang mit Pflanzen
Deine Karriere als Gartenbaufachwerker/in:
Der Beruf des Gartenbaufachwerkers/der Gartenbaufachwerkerin ist ein solider Beruf mit guten Zukunftsaussichten, da grüne Infrastruktur und gepflegte Außenanlagen in Städten und Gemeinden immer wichtiger werden. Auch die private Nachfrage nach professioneller Gartenpflege und -gestaltung ist hoch. Deine Jobchancen sind gut, wenn du engagiert bist und Freude an der Arbeit im Grünen hast:
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In Garten- und Landschaftsbaubetrieben
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In Stadtgärtnereien und Grünflächenämtern
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Auf Friedhöfen
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In Baumschulen und Gartencentern (im Bereich Pflanzenpflege)
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Bei Wohnungsbaugesellschaften
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In Hotelanlagen oder Freizeiteinrichtungen mit großen Grünflächen
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Bei Golfplätzen oder Sportanlagen
Deine Weiterbildungsmöglichkeiten sind vielfältig und eröffnen dir neue Karrierewege:
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Spezialisierung: Du kannst dich auf bestimmte Bereiche spezialisieren, z.B. Baumpflege, Sportplatzpflege, Teichbau oder Pflanzenschutz.
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Geprüfte/r Fachwerker/in: Es gibt oft Aufbaukurse und Prüfungen, die deine Kenntnisse in bestimmten Bereichen vertiefen und dich für anspruchsvollere Aufgaben qualifizieren.
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Maschinenführer/in: Du kannst dich im Umgang mit größeren und komplexeren Maschinen (z.B. Kleinbagger) weiterbilden.
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Vorarbeiter/in (kleine Teams): Mit entsprechender Erfahrung und Führungsqualitäten kannst du die Verantwortung für ein kleines Team übernehmen.
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Nachholen eines Abschlusses: Wenn du dies anstrebst, kannst du nach deiner Ausbildung zum Gartenbaufachwerker/in den Abschluss als Gärtner/in (Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau) nachholen und dir somit weitere berufliche Türen öffnen.
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Gärtnermeister/in (nach Gärtner/in-Abschluss): Wenn du den Gärtner/in-Abschluss nachgeholt hast, steht dir später auch die Möglichkeit zum/zur Gärtnermeister/in offen, was dich für die Betriebsleitung oder die Selbstständigkeit qualifiziert.
Darum solltest du Gartenbaufachwerker/in werden:
Vier Gründe für eine Ausbildung zum/zur Gartenbaufachwerker/in:
1. Interesse an Natur und Umwelt: Als Gartenbaufachwerker/in arbeitest du im Freien und gestaltest und pflegst Gärten, Grünanlagen und Parks. Du solltest dich daher für Natur und Umwelt interessieren und Freude an der Arbeit mit Pflanzen haben.
2. Abwechslungsreiche und körperliche Tätigkeit: In deiner Ausbildung lernst du verschiedene Aufgabenbereiche kennen, z. B. die Pflanzenanzucht, die Gartengestaltung, den Baumschnitt, die Rasenpflege und den Winterdienst. Du arbeitest sowohl im Freien als auch in Gewächshäusern und Baumschulen.
3. Gute Zukunftsaussichten: Die Nachfrage nach qualifizierten Gartenbaufachwerkern/innen ist hoch. Du hast daher gute Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz in Gartenbaubetrieben, Kommunen, Friedhofsgärtnereien oder im Landschaftsbau.
4. Beitrag zur Verschönerung des Lebensumfelds: Als Gartenbaufachwerker/in trägst du zur Verschönerung des Lebensumfelds bei und schaffst Orte, an denen Menschen sich erholen und entspannen können.
Zusätzliche Punkte:
- Spezielle Berufsbekleidung: Als Gartenbaufachwerker/in trägst du in der Regel eine angemessene Berufsbekleidung, z. B. einen Overall und Sicherheitsschuhe.
- Gute Bezahlung: Gartenbaufachwerker/innen verdienen im Durchschnitt ein gutes Gehalt.
- Weiterbildungsmöglichkeiten: Nach deiner Ausbildung kannst du dich z. B. zum/zur Gärtner/in, zum/zur Baumkontrolleur/in oder zum/zur Meister/in im Gartenbau weiterbilden.
Vergütung: Gartenbaufachwerker/in
Jahr | Vergütung |
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1. Ausbildungsjahr | 1.015 EUR |
2. Ausbildungsjahr | 1.125 EUR |
3. Ausbildungsjahr | 1.235 EUR |
Fazit: Kreative Schöpfer*innen grüner Oasen
Wenn du eine Tätigkeit suchst, die deine Freude an der Natur mit körperlichem Einsatz, handwerklichem Geschick und der Gewissheit verbindet, sichtbare Spuren in Form von grünen und blühenden Landschaften zu hinterlassen, dann bietet dir der Beruf als Gartenbaufachwerker/in eine spannende und überaus "wachsende" Zukunft!
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