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Ausbildung Gerüstbauer/in
Ausbildung: Sichere Arbeitsplätze in jeder Höhe
Höhe macht dir nichts aus, im Gegenteil? Dann ist die Ausbildung zum/zur Gerüstbauer/in vielleicht genau dein Ding. Aus Metallrohren und Bohlen baust du große Konstruktionen, die weit nach oben reichen. Auf deinen Gerüsten arbeiten Handwerker/innen und Bauarbeiter/innen sicher in großer Höhe. Erst dein Gerüst macht viele Gebäude von außen erreichbar. Dafür brauchst du Schwindelfreiheit, Fitness und viel Verantwortungsbewusstsein. Hier erfährst du, was du als Gerüstbauer/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Gerüstbauer/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
In der DDR hieß der Beruf: Gerüst- und Schalungsbauer/in
Im Alltag sagt man auch: Gerüstbaumonteur/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Gerüstbauer/in?
Du baust Gerüstsysteme auf und ab, bewegst schweres Material und arbeitest teils in großer Höhe. Du bist Planer/in, Monteur/in und Sicherheitsprofi zugleich. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Planen: Du sichtest Baupläne und Gelände, misst aus und legst fest, welches Gerüst passt. Dann belädst du den Lkw.
- Transportieren: Du bringst Rohre, Bohlen und Kupplungen zur Baustelle und lagerst sie griffbereit.
- Aufbauen: Du montierst Fassaden-, Raum-, Fahr- und Spezialgerüste. Du verbindest Rohre mit Kupplungen, legst Beläge ein und verankerst das Gerüst am Gebäude.
- Absichern: Du trägst Helm, Sicherheitsschuhe, Handschuhe und Absturzsicherung, sperrst Bereiche ab und bringst Warnschilder an. Das Gerüst muss allen Vorschriften entsprechen.
- Abbauen: Du demontierst das Gerüst Teil für Teil in umgekehrter Reihenfolge.
- Warten und lagern: Du prüfst Bauteile auf Schäden, reparierst sie und lagerst sie richtig.
- Spezialgerüste: Du baust Traggerüste für Brücken, Schutzgerüste für Kirchtürme oder freistehende Türme, etwa für Konzerte.
Wo arbeitest du als Gerüstbauer/in?
Du arbeitest fast immer im Freien, auf Baustellen jeder Größe, vom Einfamilienhaus bis zum Hochhaus. Du bist im Team unterwegs, oft bei Wind und Wetter. Mit deiner Arbeit machst du viele Bauprojekte erst möglich.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Gerüstbauer/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Dein Betrieb ist meist ein Gerüstbauunternehmen. Du lernst direkt auf den Baustellen. Die Berufsschule findet oft in Blockform statt. Dort geht es um Bauplanung, Statik, Werkstoffkunde, technische Mathematik, Befestigungstechnik, Bauvorschriften, Arbeitssicherheit und Umweltschutz.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Gerüstarten und Systeme: Fassaden-, Raum-, Schutz- und Spezialgerüste, Modul- und Rahmengerüste
- Statik: Standsicherheit und Belastbarkeit einschätzen
- Werkstoffkunde: Stahl, Aluminium und Holz
- Montage und Verankerung: Bauteile fachgerecht montieren und sichern
- Sicherheit: Arbeitsschutz, Schutzausrüstung und Gefahrenabwehr
- Arbeitsplanung: Baupläne lesen, Aufmaße nehmen und Abläufe planen
- Werkzeuge und Maschinen: Hebezeuge, Kräne und Transportfahrzeuge
- Umweltschutz: schonende Arbeitsweisen und Entsorgung
Welche Voraussetzungen brauchst du als Gerüstbauer/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen
- eine sorgfältige, verantwortungsbewusste Arbeitsweise
- körperliche Fitness, denn du trägst Lasten und arbeitest in der Höhe
- Schwindelfreiheit
- Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
- Lust auf Arbeit bei Wind und Wetter
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.125 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.300 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.550 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Gerüstbauer/in zu dir?
Du willst hoch hinaus und arbeitest gern mit den Händen? Das spricht für die Ausbildung:
- Körperlich aktiv: Die Arbeit ist anstrengend. Wenn du fit bist, ist das genau richtig.
- Echte Verantwortung: Andere verlassen sich auf deine sicheren Gerüste.
- Teamarbeit: Ihr arbeitet eng zusammen und verlasst euch aufeinander.
- Sichtbare Ergebnisse: Du siehst jeden Tag, was ihr aufgebaut habt.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Gerüstbauer/in?
Was du als Gerüstbauer/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Kletterverein klettert, beim Aufbau der Bühne fürs Schulfest mit anpackt oder große Zelte im Ferienlager aufstellt, zeigt Betrieben Schwindelfreiheit und Teamgeist. Wer dazu bei jedem Wetter Rugby oder Fußball trainiert, beweist Fitness und Durchhaltevermögen. Genau das lesen Gerüstbaufirmen in einer Bewerbung gern. Wenn dich die Fassade selbst reizt, schau dir Fassadenmonteur/in an. Für Arbeit auf dem Dach passt Dachdecker/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- in der Halle oder am Fels kletterst Schwindelfreiheit
- beim Bühnenaufbau fürs Schulfest anpackst Teamgeist
- im Ferienlager große Zelte aufbaust Räumliches Denken
- bei jedem Wetter Rugby oder Fußball trainierst Durchhaltevermögen
- beim THW technische Hilfe übst Sicherheitsbewusstsein
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 100
Betriebe bilden aus
Platz 132 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 7. Betrieb
bildet auch Kaufmann/frau Büromanagement aus.
3 von 4 · Wo?
- Bayern30
- Nordrhein-Westfalen20
- Baden-Württemberg10
Die meisten Betriebe: Rhein-Sieg-Kreis, Landkreis Göppingen, Landkreis Karlsruhe
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Viele Bau-, Sanierungs- und Wartungsarbeiten in der Höhe funktionieren nur mit Gerüst. Die Branche entwickelt ständig neue, sicherere Systeme. Hier kannst du arbeiten:
- in Gerüstbauunternehmen
- in Bauunternehmen mit eigener Gerüstbauabteilung
- in der Industrie, etwa bei der Wartung von Anlagen und Kraftwerken
- im Schiffbau
- bei Eventfirmen für Bühnen und Tribünen
- als Selbstständige/r mit eigenem Gerüstbaubetrieb
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Geprüfte/r Gerüstbau-Kolonnenführer/in: Du führst ein Gerüstbauteam.
- Gerüstbauermeister/in: Du leitest einen Betrieb, bildest aus und kannst dich selbstständig machen.
- Polier/in oder Bauleiter/in: Du koordinierst Gerüstbauprojekte.
- Techniker/in Bautechnik: für Planung, Konstruktion und Bauleitung
- Spezialisierung: etwa auf Hängegerüste, Industriegerüste oder historische Gebäude
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen weiter.
- Studium: mit Hochschulzugangsberechtigung etwa Bauingenieurwesen, Architektur oder Baumanagement
Fazit: Die Basis für Arbeit in der Höhe
Als Gerüstbauer/in verbindest du Handwerk, körperlichen Einsatz und Technik. Du schaffst die Grundlage für große Bauwerke und sichere Arbeitsplätze in der Höhe. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Kolonnenführer/in, Meister/in oder Techniker/in werden.
Bereit für die Höhe? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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