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Ausbildung Gesundheits- und Kranken­pfle­ge­helfer/in

Ausbildung: Für Menschen da sein

Symbolbild: Ausbildung Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in

Du packst gern an und hast ein großes Herz für Menschen? Dann ist die Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Kranken­pfle­ge­helfer/in vielleicht genau das Richtige für dich. Du bist direkte/r Ansprech­partner/in für Patient/innen in Kranken­häusern, Pflege­heimen oder bei ambulanten Pflege­diensten. Du hilfst Menschen im Alltag und trägst zu ihrer Genesung bei. Dafür brauchst du Einfüh­lungs­vermögen, Verant­wor­tungs­be­wusstsein und Freude an der Arbeit im Team. Hier erfährst du, was du als Gesundheits- und Kranken­pfle­ge­helfer/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Früher hieß dieser Beruf Kranken­pfle­ge­helfer/in.

Auf einen Blick

Gesundheits- und Kranken­pfle­ge­helfer/in auf einen Blick

Dauer1 bis 4 Jahre
Ausbildungschulisch, Medizin, Gesundheit, Pflege
Schulabschlussi. d. R. ESA
Deutsch: empfohlen B2. In Gesundheitsberufen wird meist ein Nachweis auf Niveau B2 verlangt.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Diese Bezeich­nungen gab es früher für den Beruf.

  • 1965 bis 2003Krankenpflegehelfer/in

In der DDR hieß der Beruf: Fachar­beiter/in für Kranken­pflege

Im Alltag sagt man auch: Pflege­helfer/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Gesundheits- und Kranken­pfle­ge­helfer/in?

Dein Alltag ist geprägt vom direkten Kontakt zu Menschen. Du bist Betreuer/in, Helfer/in, Zuhörer/in und Beobachter/in zugleich. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Grundpflege: Du hilfst beim Waschen, Duschen und Baden, beim An- und Auskleiden und beim Essen. Du achtest auf Sauberkeit und Hygiene.
  • Mobilisierung und Lagerung: Du hilfst beim Aufstehen, Gehen und beim Lagewechsel im Bett. So beugst du Druckgeschwüren vor und förderst die Beweglichkeit.
  • Beobachtung und Dokumentation: Du achtest auf Hautveränderungen, Schmerzen oder Verhaltensänderungen. Auffälligkeiten meldest du dem Pflegefachpersonal und dokumentierst sie.
  • Hilfe bei Ausscheidungen: Du hilfst beim Toilettengang, mit Bettschüsseln oder Kathetern und entsorgst alles hygienisch.
  • Betten und Raumhygiene: Du beziehst Betten und sorgst für Ordnung im Patientenzimmer.
  • Assistenz bei medizinischen Maßnahmen: Unter Anleitung wechselst du Verbände, legst Kompressionsstrümpfe an oder gibst Medikamente, wenn dir das übertragen wird.
  • Psychosoziale Unterstützung: Du führst Gespräche, spendest Trost und kümmerst dich um kleine Wünsche und Sorgen.
  • Begleitung: Du begleitest Patient/innen zu Untersuchungen, Therapien oder Spaziergängen.
  • Teamarbeit: Du arbeitest eng mit Pflegefachkräften, Ärzt/innen und Therapeut/innen zusammen.
health

Wo arbeitest du als Gesundheits- und Kranken­pfle­ge­helfer/in?

Du arbeitest in Kranken­häusern auf verschiedenen Stationen, in Alten- und Pflege­heimen, bei ambulanten Pflege­diensten, in Rehakliniken oder in der häuslichen Kranken­pflege. Überall erleichterst du Patient/innen den Alltag. Du gibst ihnen das Gefühl, gut aufgehoben zu sein.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Kranken­pfle­ge­helfer/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung ist schulisch und dauert in der Regel 1 Jahr. Sie findet an Berufs­fach­schulen oder Pflege­schulen statt. Du hast Unterricht an der Schule und praktische Einsätze in verschiedenen Pflege­ein­rich­tungen.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Grundlagen der Pflege: Grundpflege, Hygiene, Prophylaxen wie die Dekubitusprophylaxe und Hilfe im Alltag.
  • Krankheitslehre: Häufige Krankheitsbilder und ihre Symptome.
  • Erste Hilfe: Du lernst, in Notfällen richtig zu reagieren.
  • Anatomie und Physiologie: Aufbau und Funktionen des menschlichen Körpers.
  • Organisation und Dokumentation: Du planst Pflegemaßnahmen, dokumentierst sie und hältst Qualitätsstandards ein.
  • Kommunikation: Du sprichst respektvoll mit Patient/innen, Angehörigen und Kolleg/innen.
  • Hygiene und Infektionsschutz: Desinfektion und Sterilisation, damit sich Krankheiten nicht verbreiten.
  • Recht und Ethik: Rechtliche Rahmenbedingungen und ethische Fragen in der Pflege.
  • Bewegungslehre: Du mobilisierst und lagerst Patient/innen rückenschonend.
  • Beobachtung: Du erkennst den Zustand und die Bedürfnisse von Patient/innen.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Gesundheits- und Kranken­pfle­ge­helfer/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen Hauptschulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss
  • Empathie, Verantwortungsbewusstsein und soziale Kompetenz
  • körperliche und seelische Belastbarkeit im Umgang mit Krankheit und Tod
  • Kommunikationsfähigkeit und Teamgeist
  • eine sorgfältige und zuverlässige Arbeitsweise
  • Lernbereitschaft
  • Bereitschaft zu Schichtdienst, auch an Wochenenden, Feiertagen und nachts

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Jahr Vergütung
1. Ausbildungsjahr 1.190 EUR
2. Ausbildungsjahr 1.250 EUR
3. Ausbildungsjahr 1.350 EUR

Passt die Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Kranken­pfle­ge­helfer/in zu dir?

Du willst Menschen helfen und etwas Sinnvolles tun? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Sinnvolle Arbeit: Du pflegst und betreust Menschen und verbesserst ihre Lebensqualität.
  • Einfühlungsvermögen zählt: Du begleitest Menschen in schwierigen Situationen.
  • Starkes Team: Ihr arbeitet eng zusammen und verlasst euch aufeinander.
  • Schneller Einstieg: Nach der kurzen Ausbildung arbeitest du direkt in der Pflege und kannst später weiter aufsteigen.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Gesundheits- und Kranken­pfle­ge­helfer/in?

Was du als Gesundheits- und Kranken­pfle­ge­helfer/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer der Oma beim Einkaufen hilft, im Seniorenheim vorliest oder im Schulsa­ni­täts­dienst Pflaster klebt, zeigt Kliniken und Heimen Herz und Verant­wortung. Wer dazu in einer Mannschaft spielt oder mit einem Nebenjob früh aufsteht, beweist Belast­barkeit und Teamgeist. Genau das braucht ein Pflegeteam jeden Tag. Wenn du später mehr Verant­wortung willst, schau dir Pflege­fachmann/frau an. Für einen weiteren Schritt in die Pflege passt Pflege­fach­as­sistenz.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • Großeltern beim Einkaufen oder im Alltag hilfst Einfühlungsvermögen
  • im Seniorenheim vorliest oder Spiele spielst Soziales Engagement
  • im Schulsanitätsdienst Erste Hilfe leistest Nervenstärke
  • Basketball oder Handball in einer Mannschaft spielst Teamgeist
  • mit einem Nebenjob früh aufstehst Belastbarkeit

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Durch den demogra­fischen Wandel steigt der Bedarf an Pflege. Qualifi­zierte Kräfte werden deshalb gebraucht. Hier kannst du arbeiten:

  • in Krankenhäusern auf allen Stationen
  • in Alten- und Pflegeheimen
  • bei ambulanten Pflegediensten
  • in Rehakliniken und Kurheimen
  • in psychiatrischen Einrichtungen
  • in der häuslichen Krankenpflege
  • in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Pflegefachfrau/Pflegefachmann: Das ist der wichtigste nächste Schritt. Deine Helferausbildung kann oft angerechnet werden und die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft verkürzen.
  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Altenpflege, Psychiatrie, Palliativpflege oder die Betreuung von Menschen mit Demenz
  • Betreuungskraft nach § 43b SGB XI: für die Betreuung von Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz
  • Aufbaukurse: zum Beispiel Wundmanagement, Stomaversorgung oder Ernährungsberatung
  • Wohnbereichs- oder Stationsleitung: möglich nach der Ausbildung zur Pflegefachkraft und mit Erfahrung
  • Studium: Als Pflegefachkraft mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Pflegemanagement, Pflegewissenschaft, Gesundheitsökonomie oder Medizinpädagogik studieren.

Fazit: Nah an den Menschen

Als Gesundheits- und Kranken­pfle­ge­helfer/in verbindest du Herzlichkeit, praktische Hilfe und Teamgeist. Du stehst Menschen in schwierigen Lebens­phasen bei. Die Ausbildung ist schulisch und dauert in der Regel 1 Jahr. Danach kannst du direkt arbeiten oder die Ausbildung zur Pflege­fachkraft anschließen.

Klingt nach dir? Informiere dich bei Berufs­fach­schulen und Pflege­schulen in deiner Region über freie Plätze.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Medizin, Gesundheit, Pflege.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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