Schnellstart.
11 Branchen in Handel & Dienstleister
7 Branchen in Handwerk
3 Branchen in Industrie & Logistik
Ausbildung Glasmacher/in
Ausbildung: Aus Sand und Feuer wird Glas
Wie wird aus Quarzsand, Soda und Kalk ein Trinkglas? Das lernst du in der Ausbildung zum/zur Glasmacher/in. Du stellst Glasprodukte her, mundgeblasen, geformt oder maschinell. Das reicht vom Trinkglas bis zum Kunstwerk. Du arbeitest an heißen Öfen und formst glühendes Glas mit Pfeife, Zangen und Maschinen. Dafür brauchst du Geschick, Genauigkeit und körperliche Belastbarkeit. Hier erfährst du, was du als Glasmacher/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Glasmacher/in auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1985 hieß er Hohl- und Kelchglasmacher/in.
- 1968 bis 1985Hohl- und Kelchglasmacher/
in - seit 1985Glasmacher/
in
In der DDR hieß der Beruf: Glasbläser/in (Schwerpunkt Maschinenglasbläser/in), Facharbeiter/in für Glastechnik, Glasfacharbeiter/in (Schwerpunkt manuelle Glasverarbeitung)
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Glasmacher/in?
Du arbeitest an heißen Öfen, mit glühendem Glas und formst und bläst es genau. Du bist Handwerker/in, Techniker/in und Künstler/in zugleich. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Glas schmelzen: Du bereitest Quarzsand, Soda und Kalk vor. Im Ofen schmilzt du sie bei bis zu 1.500 Grad Celsius zu einer zähen Glasmasse.
- Glasmasse entnehmen: Mit der Glasmacherpfeife holst du eine Portion glühendes Glas aus dem Ofen. Diesen Posten brauchst du für jedes Produkt.
- Blasen und Formen: Du bläst Luft in die Glasmasse und formst Vasen, Flaschen oder Trinkgläser. Du drehst und schwingst das Glas und nutzt oft Formen.
- Pressen und Ziehen: Du presst Glas in Formen oder ziehst es zu Platten und Stäben.
- Freihandformen: Im Kunsthandwerk formst du Skulpturen und Einzelstücke frei mit Zangen und Scheren.
- Kühlen: Im Kühlofen kühlt das Glas langsam ab. So baut es Spannungen ab und bricht nicht.
- Veredeln: Du schleifst Kanten, polierst, sandstrahlst, gravierst oder bemalst Glas.
- Qualitätskontrolle: Du prüfst Form, Transparenz und Stabilität.
- Wartung: Du pflegst Öfen, Pfeifen und Werkzeuge.
Wo arbeitest du als Glasmacher/in?
Du arbeitest in Glashütten, Glasmanufakturen, spezialisierten Glaswerkstätten oder in der industriellen Glasfertigung. Überall gibst du einem besonderen Material seine Form.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Glasmacher/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Im Betrieb, meist einer Glashütte, Glasmanufaktur oder Glasfabrik, lernst du am Ofen, mit der Glasmacherpfeife und an Maschinen. Die Berufsschule findet oft im Blockunterricht an spezialisierten Schulen statt. Dort geht es um Glaszusammensetzung, Glasschmelze, Ofentechnik, Materialkunde, Formenbau, Veredelung, Design und Arbeitssicherheit.
Das lernst du unter anderem:
- Glaskunde: Zusammensetzung von Glas, Glasarten und die Aufgabe der Rohstoffe.
- Glasschmelze und Ofentechnik: Schmelzprozesse, Temperaturführung und Bedienung der Anlagen.
- Formgebung: Blasen von Mund und mit Maschine, Pressen, Ziehen und freies Formen.
- Werkzeuge und Maschinen: traditionelle Glasmacherpfeifen und moderne Produktionsmaschinen.
- Veredelung: Schleifen, Polieren, Gravieren und Sandstrahlen.
- Physik und Chemie: Was passiert bei der Herstellung und Bearbeitung von Glas?
- Design: Formgebung, Farbenlehre und Gestaltung.
- Qualitätssicherung: Fehler erkennen und Produkte prüfen.
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz: sicherer Umgang mit Hitze und Maschinen und Entsorgung von Glasabfällen.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Glasmacher/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- gutes räumliches Vorstellungsvermögen
- eine sorgfältige und geduldige Arbeitsweise
- körperliche Belastbarkeit für Hitze und schwere Werkzeuge
- Kreativität und Sinn für Ästhetik
- Teamfähigkeit und Konzentration
- Robustheit gegenüber Hitze
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.200 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.230 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.370 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Glasmacher/in zu dir?
Glas fasziniert dich und du packst gern an? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Kreativität: Du stellst Glas in vielen Formen und Farben her, als Kunstwerk oder Gebrauchsgegenstand.
- Präzision: Mit Sorgfalt und Blick fürs Detail entstehen hochwertige Produkte.
- Starkes Team: Ihr arbeitet eng zusammen und verlasst euch aufeinander.
- Tradition: Glasherstellung hat in Deutschland eine lange Tradition. Du wirst Teil davon.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Glasmacher/in?
Was du als Glasmacher/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Workshop Glasperlen formt, mit Ton töpfert oder Vasen und Gläser genau anschaut, zeigt Betrieben Kreativität und Formgefühl. Wer dazu Sport treibt, bei dem man ins Schwitzen kommt, oder in der Jugendfeuerwehr mitmacht, beweist Belastbarkeit und Teamgeist. Das lesen Glashütten als gute Grundlage für Arbeit nah am heißen Ofen. Wenn dich Glas an der Flamme reizt, schau dir Glasbläser/in an. Für Glas in großen Anlagen passt Verfahrensmechaniker/in Glastechnik.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- in einem Workshop Glasperlen oder Glas gestaltest Neugier
- mit Ton Gefäße und Vasen töpferst Kreativität
- Formen und Design von Dingen genau beobachtest Formgefühl
- im Verein Boxen, Rudern oder Handball trainierst Belastbarkeit
- in der Jugendfeuerwehr mit anpackst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 3 · Wie häufig?
3
Betriebe bilden aus
Platz 316 von 344 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Baden-Württemberg1
- Bayern1
- Nordrhein-Westfalen1
Die meisten Betriebe: Hochsauerlandkreis, Ortenaukreis, Landkreis Tirschenreuth
3 von 3 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Glasmacher/in ist ein Handwerk mit langer Tradition, das sich durch moderne Technik weiterentwickelt. Glas wird für Alltagsgegenstände, Architektur und Kunst gebraucht. Gefragt bist du besonders bei Einzelanfertigungen, speziellen Glasarten und anspruchsvollen Fertigungen. Hier kannst du arbeiten:
- in Glashütten und Glasmanufakturen
- in der Glasindustrie, zum Beispiel für Flachglas oder Behälterglas
- in Werkstätten für Kunstglas und Glasdesign
- in der Restaurierung von Glasobjekten, etwa in Museen
- als Selbstständige/r mit eigener Glaswerkstatt
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Glasmachermeister/in: Du leitest einen Betrieb, bildest aus und kannst dich selbstständig machen.
- Techniker/in: zum Beispiel für Glastechnik oder Werkstofftechnik, für Leitungsaufgaben in der Glasindustrie
- Spezialisierung: auf Bleikristall oder Borosilikatglas, auf freies Glasblasen oder Lampenbläserei oder auf optisches Glas und Laborglas
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Glasdesign, Produktdesign, Werkstoffwissenschaften oder Glastechnik studieren.
Fazit: Handwerkskunst mit Glas
Als Glasmacher/in verbindest du Handwerk, Technik und körperlichen Einsatz. Du gibst Glas immer wieder neue Formen und Funktionen. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezialisieren, Meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.
Bereit für die Glashütte? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
Worauf hast du noch Lust?
Stöbere weiter in Berufen und Tipps. Oder lass den Würfel entscheiden.
BerufAufbereitungsmechaniker/in Feuerfeste Keramische Rohstoffe
BerufFachkraft Fruchtsafttechnik
BerufWerkfeuerwehrmann/frau
BerufIndustriekeramiker/in Verfahrenstechnik
BerufProduktprüfer/in Textil
BerufHolzbearbeitungsmechaniker/in
BerufLeichtflugzeugbauer/in
BerufTechnische/r Assistent/in für EnergietechnikAlle anzeigen
Top 2026Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik
Top 2026Kraftfahrzeugmechatroniker/in
Top 2026Medizinische/r Fachangestellte/r (MFA)
Top 2026Anlagenmechaniker/in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Top 2026Fachinformatiker/in
Top 2026Industriekaufmann/frau
Top 2026Kaufmann/frau Büromanagement
Top 2026Zahnmedizinische/r Fachangestellte/rAlle anzeigen
TippPraktikum und Ausbildung – Nutze die Schulzeit
TippDie fünf Schritte des Bewerbungsgespräches
TippMit der Bewerbung positiv auffallen
TippEine Ausbildung in Teilzeit absolvieren
TippHard- oder Soft-Skills - Was ist wichtiger für deine Bewerbung?
TippFünf Arten der Kündigung durch ArbeitgebendeAlle Tipps







