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Ausbildung Glasveredler/in

Ausbildung: Glas, das ins Auge fällt

Symbolbild: Ausbildung Glasveredler/in

Siehst du in einer schlichten Glasscheibe schon ein fertiges Kunstwerk? Dann ist die Ausbildung zum/zur Glasveredler/in vielleicht genau dein Ding. Du bearbeitest, veredelst und gestaltest Glas mit vielen verschiedenen Techniken. So entstehen filigrane Kunstwerke und schöne Design­objekte. Dein Glas wird zum Blickfang. Dafür brauchst du Kreativität, eine ruhige Hand und viel Genauigkeit. Hier erfährst du, was du als Glasveredler/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Was macht ein/e Glasveredler/in?

Du arbeitest filigran am Material, mit Maschinen und Werkzeugen, und verwandelst Rohglas in indivi­duelle Produkte. Du bist Künstler/in, Handwerker/in und Designer/in zugleich. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

  • Entwurf: Du besprichst Kundenwünsche und erstellst Skizzen, Muster und Zeichnungen, oft mit Designsoftware.
  • Glas vorbereiten: Du wählst Flachglas, Hohlglas oder Kristallglas aus, reinigst es, schneidest es zu und schleifst die Kanten.
  • Schleifen und Polieren: Von Hand oder mit Maschinen glättest du Kanten oder schleifst Facetten und optische Effekte.
  • Gravieren und Sandstrahlen: Du bringst Muster, Schriften oder Logos auf. Sandstrahlen erzeugt matte oder reliefartige Flächen.
  • Bemalen und Emaillieren: Du gestaltest Glas mit Farben oder Emaille und brennst sie ein.
  • Glasmalerei und Bleiverglasung: Als Spezialisierung fertigst du Glasfenster oder restaurierst historische Glasmalereien.
  • Fusing und Kaschieren: Du verschmilzt Glasstücke zu neuen Formen oder kombinierst Glas mit Folien, Stoffen oder Metallen.
  • Qualitätskontrolle: Du prüfst auf Risse, Kratzer und Mängel.
  • Reparatur und Restaurierung: Du bringst beschädigte Glasobjekte wieder in Form.
  • Beratung und Verkauf: Du berätst zu Möglichkeiten, Materialien und Preisen und zeigst Muster.
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Wo arbeitest du als Glasveredler/in?

Du arbeitest in Glasver­ede­lungs­be­trieben und Glasereien mit eigener Veredelung. Auch Hersteller von Gebrauchs- und Kunstglas, Restau­rie­rungs­werk­stätten und Betriebe der Glasmalerei brauchen dich. Überall machst du aus Glas ein einzig­artiges Objekt.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Glasveredler/in ab?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Im Betrieb, meist einem Glasver­ede­lungs­betrieb, einer Glaserei oder Kunstglaserei, lernst du an Maschinen, mit Werkzeugen und am Material. Die Berufs­schule findet oft im Blockun­terricht an spezia­li­sierten Schulen statt. Dort geht es um Glasarten, Bearbei­tungs­techniken, Design- und Farbenlehre, technische Zeichnungen, Maschi­nenkunde, Kalkulation und Arbeits­si­cherheit.

Das lernst du unter anderem:

  • Glaskunde: Flachglas, Hohlglas, Sicherheitsglas und Bleikristall.
  • Glasbearbeitung: Schneiden, Schleifen, Polieren, Bohren und Kleben.
  • Veredelung: Gravieren, Sandstrahlen, Ätzen, Bemalen, Emaillieren, Siebdruck und Fusing.
  • Design und Entwurf: Skizzen und Zeichnungen, oft auch mit CAD-Software.
  • Farb- und Formenlehre: Wie wirken Farben und Formen auf Glas?
  • Werkzeuge und Maschinen: traditionelle Werkzeuge, CNC-Schleifmaschinen und Lasergravierer.
  • Qualitätssicherung und Kundenberatung: Arbeiten prüfen, beraten und Angebote erstellen.
  • Arbeitssicherheit und Umweltschutz: sicherer Umgang mit Glas, Maschinen und Chemikalien und Entsorgung von Glasabfällen.

Was du mitbringen solltest

  • einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
  • Kreativität und Sinn für Ästhetik und Proportionen
  • eine ruhige Hand und gute Feinmotorik
  • eine sorgfältige und geduldige Arbeitsweise
  • gutes Sehvermögen und räumliches Vorstellungsvermögen
  • technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
  • Freude an Detailarbeit
  • Kommunikationsfähigkeit für die Kundenberatung

Deine Karriere nach der Ausbildung

Glasver­edelung ist ein anspruchs­volles Handwerk, das sich ständig weiter­ent­wickelt. Gefragt sind indivi­duelle Glasprodukte, Kunstobjekte und schöne Glaslö­sungen für Architektur und Einrichtung. Besonders gebraucht wirst du bei Einzel­an­fer­ti­gungen und bei der Restau­rierung historischer Gläser. Hier kannst du arbeiten:

  • in Glasveredelungsbetrieben und Manufakturen
  • in Glasereien mit eigener Veredelung
  • bei Herstellern von Gebrauchs- und Kunstglas
  • in der Bauglasbranche, etwa für Fassaden und Innenausbau
  • in Restaurierungswerkstätten für Glas und Glasmalerei
  • in der Herstellung von optischen Geräten oder Leuchten
  • als Selbstständige/r mit eigenem Atelier oder eigener Werkstatt

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Meisterprüfung: Du leitest einen Betrieb, bildest aus und kannst dich selbstständig machen.
  • Gestalter/in im Handwerk: für anspruchsvolle Designaufgaben im Kunsthandwerk
  • Techniker/in: zum Beispiel für Glastechnik oder Werkstofftechnik, für Leitungsaufgaben in der Glasindustrie
  • Spezialisierung: auf Sandstrahldesign, Ätzkunst oder Glasmalerei, auf bestimmte Glasarten oder auf Restaurierung und Architekturglas
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
  • Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Glasdesign, Produktdesign, Werkstoffwissenschaften oder Restaurierung studieren.

Auf einen Blick

Glasveredler/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr724 € bis 1.200 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Quellen: BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · BA, Anlage Sprach­niveaus · abgerufen am 1. Oktober 2026

Glasveredler/in in Zahlen

  • 1 von 3 · Wie häufig?

    7

    Betriebe bilden aus

    Platz 272 von 340 Berufen.

  • 2 von 3 · Wo?

    • Bayern2
    • Nordrhein-Westfalen2
    • Baden-Württemberg1
  • 3 von 3 · Um die Ecke

    Wer bildet bei dir aus?

Daten: dein-ausbil­dungsplatz.de, Ausschnitt der eingetragenen Ausbil­dungs­be­triebe, Zahlen gerundet. Stand: 5. Oktober 2026.

Passt die Ausbildung zu dir?

Du arbeitest gern mit Glas und hast viele Ideen? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Kreativität: Du gestaltest und bearbeitest Glas und schaffst einzigartige Stücke.
  • Feines Handwerk: Mit Blick fürs Detail und Geschick entstehen hochwertige Arbeiten.
  • Eigene Ideen: Du setzt deine Vorstellungen direkt in Glas um.
  • Tradition: Glasmalerei hat in Deutschland eine lange Tradition. Du wirst Teil davon.

Ausbil­dungs­ver­gütung als Glasveredler/in

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 724 € bis 1.200 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.230 €
3. Ausbildungsjahr 977 € bis 1.370 €

Fazit: Kunstvolle Gestaltung von Glas

Als Glasveredler/in verbindest du Handwerk, künstle­rische Leiden­schaft und Genauigkeit. Du machst aus einem vielseitigen Material einzig­artige Objekte. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezia­li­sieren, die Meister­prüfung machen oder studieren.

Lust auf Glas? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 01.10.2026 · Ausbil­dungs­ver­gütung: aktualisiert nach BERUFENET
Quellen: BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

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