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Ausbildung Gleisbauer/in
Ausbildung: Du legst die Spur für Millionen Menschen
Arbeitest du lieber draußen als im Büro? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Gleisbauer/in genauer an. Du baust Gleisanlagen für Eisenbahnen, Straßenbahnen und U-Bahnen. Du hältst sie instand und reparierst sie. So kommen Züge sicher und pünktlich ans Ziel. Du arbeitest mit Stahl, Schotter und schweren Maschinen, bei jedem Wetter und im Team. Dafür brauchst du Kraft, Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Hier erfährst du, was du als Gleisbauer/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Hinweis: Zum 01. August 2026 wurde der Beruf neu geordnet. Seitdem lernst du als Gleisbauer/in zusätzlich viel über Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Sanierung, also das Bauen im Bestand.
Was macht ein/e Gleisbauer/in?
Dein Alltag ist geprägt von körperlicher Arbeit im Freien, schweren Maschinen und dem genauen Ausrichten von Schienen. Du bist Tiefbauer/in, Metallbauer/in, Vermesser/in und Sicherheitsprofi zugleich. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
- Unterbau herstellen: Du hebst Erdreich aus, verlegst Drainageleitungen und verdichtest das Planum, also die ebene Fläche unter dem Schotter.
- Schotterbett einbringen: Du verteilst den Schotter genau. Er trägt später Schwellen, Schienen und Züge.
- Schwellen verlegen: Du verlegst Schwellen aus Holz oder Beton, oft mit Maschinen und im Team.
- Schienen verlegen und verschweißen: Du befestigst die Stahlschienen auf den Schwellen und verschweißt die Enden. So entsteht ein durchgehender Strang, auf dem Züge ruhig fahren.
- Weichen bauen: Du montierst und justierst Weichen und Gleiskreuzungen.
- Instandhaltung: Du tauschst verschlissene Schienen und Schwellen, stopfst den Schotter, richtest Gleise aus und beseitigst Unwetterschäden.
- Elektrische Anlagen: An Oberleitungen und Stromschienen, etwa bei der U-Bahn, achtest du besonders auf Sicherheit.
- Vermessen: Du prüfst, dass die Gleise im richtigen Abstand und in der richtigen Höhe liegen.
- Sicherheit: Du sicherst die Baustelle im laufenden Bahnbetrieb ab und hältst alle Vorschriften ein.
- Baumaschinen: Du bedienst Gleisbagger, Schotterplaniermaschinen und Stopfmaschinen.
Wo arbeitest du als Gleisbauer/in?
Du arbeitest im Freien, entlang von Bahnstrecken, auf Baustellen in der Stadt oder auf Industriegeländen. Das geht bei jedem Wetter. Oft arbeitest du nachts oder am Wochenende, damit der Bahnverkehr weiterlaufen kann. Mit deiner Arbeit hältst du die Mobilität von Millionen Menschen am Laufen.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Gleisbauer/in ab?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Im Betrieb, meist einem Gleisbauunternehmen, einem Tiefbauunternehmen oder einem Eisenbahnkonzern, lernst du auf der Baustelle und an den Maschinen. Die Berufsschule findet oft im Blockunterricht statt. Dort geht es um Baustoffkunde, Statik, technische Mathematik, Bauzeichnungen, Gleisgeometrie, Arbeitssicherheit und Umweltschutz.
Das lernst du unter anderem:
- Gleisbau: Unterbau, Schotterbett, Schwellen, Schienen und Weichen.
- Baustoffkunde: Stahl, Beton, Schotter und ihre Eigenschaften.
- Metallbearbeitung: Schweißen, Schleifen und Schneiden von Schienen und Weichenteilen.
- Vermessung: Arbeiten mit Theodolit und Nivelliergerät.
- Baumaschinen: Du bedienst Maschinen und Geräte sicher.
- Instandhaltung: Fehler erkennen und Schäden beheben.
- Sicherheitstechnik: Vorschriften im Gleisbereich, Gefahrstoffe und Unfallverhütung.
- Bauzeichnungen: Zeichnungen lesen und einfache Skizzen anfertigen.
- Umweltschutz: Vorschriften auf der Baustelle.
Was du mitbringen solltest
- einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- gutes räumliches Vorstellungsvermögen
- eine sorgfältige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise
- körperliche Fitness für Arbeit im Freien und schweres Heben
- Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
- Schwindelfreiheit, etwa bei Arbeiten auf Brücken
- Bereitschaft zu Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit
Deine Karriere nach der Ausbildung
Die Bahninfrastruktur in Deutschland muss saniert und ausgebaut werden. Deshalb werden Gleisbauer/innen gebraucht. Du trägst zu Mobilität und Umweltschutz bei. Hier kannst du arbeiten:
- bei der Deutschen Bahn und ihren Bautöchtern
- bei privaten Gleisbau- und Tiefbauunternehmen
- bei Straßenbahn- und U-Bahn-Betrieben
- bei Industriebetrieben mit eigenen Gleisanlagen
- nach einer Weiterbildung in Ingenieurbüros für Gleisbau
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Gleisbauermeister/in: Du leitest große Baustellen und bildest Nachwuchs aus.
- Techniker/in für Bautechnik: mit Schwerpunkt Tiefbau oder Gleisbau, für Planung, Statik und Bauleitung
- Vorarbeiter/in oder Polier/in: Mit Erfahrung führst du Teams oder Baustellenabschnitte.
- Schienenschweißer/in: eine spezielle Zertifizierung für das präzise Schweißen von Schienen
- Spezialisierung: auf Gleisstopfen, Weichenmontage oder Schienenschweißen oder auf U-Bahn-Bau und Hochgeschwindigkeitsstrecken
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Bauingenieurwesen mit Schwerpunkt Verkehrswegebau oder Bauwirtschaftsingenieurwesen studieren.
Auf einen Blick
Gleisbauer/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Quellen: BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit · BA, Anlage Sprachniveaus · abgerufen am 1. Oktober 2026
Gleisbauer/in in Zahlen
1 von 4 · Wie häufig?
rund 70
Betriebe bilden aus
Platz 151 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 3. Betrieb
bildet auch Baugeräteführer/in aus.
Jeder 4. bildet auch Straßenbauer/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen20
- Sachsen10
- Baden-Württemberg6
Die meisten Betriebe: Berlin, Kreis Wesel, Dresden
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Daten: dein-ausbildungsplatz.de, Ausschnitt der eingetragenen Ausbildungsbetriebe, Zahlen gerundet. Stand: 5. Oktober 2026.
Passt die Ausbildung zu dir?
Du bist gern draußen und packst mit an? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Arbeit im Freien: Du verlegst Schienen und Weichen, baust Bahnübergänge und sorgst für ein sicheres Schienennetz.
- Moderne Maschinen: Du arbeitest mit großen Spezialmaschinen und Werkzeugen.
- Starkes Team: Ihr arbeitet eng zusammen und verlasst euch aufeinander.
- Wichtige Infrastruktur: Durch deine Arbeit kommen Menschen und Güter sicher ans Ziel.
Ausbildungsvergütung als Gleisbauer/in
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.122 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.351 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.610 € |
Fazit: Präzision für reibungslose Mobilität
Als Gleisbauer/in verbindest du Anpacken, Technik und Genauigkeit. Du baust und erhältst die Strecken für einen der wichtigsten Verkehrsträger. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Vorarbeiter/in, Meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.
Bock auf Baustelle? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.
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