Schnellstart.
11 Branchen in Handel & Dienstleister
7 Branchen in Handwerk
3 Branchen in Industrie & Logistik
Ausbildung Graveur/in
Ausbildung: Spuren, die bleiben
Hast du eine ruhige Hand und viel Geduld? Dann ist die Ausbildung zum/zur Graveur/in vielleicht genau das Richtige für dich. Du gravierst Schriften, Ornamente, Muster oder Bilder in Metall, Glas, Stein oder Holz. So bekommen Schmuck, Pokale, Schilder oder Besteck eine persönliche Note. Aus Alltagsgegenständen werden Einzelstücke. Du arbeitest mit feinen Werkzeugen und modernen Maschinen. Hier erfährst du, was du als Graveur/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Was macht ein/e Graveur/in?
Du arbeitest filigran, mit scharfen Werkzeugen und oft auch mit modernen Maschinen. Du bist Künstler/in, Handwerker/in, Techniker/in und Designer/in zugleich. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
- Entwurf: Du besprichst Kundenwünsche und erstellst Skizzen und Vorlagen, oft mit spezieller Software. Du achtest auf Material, Größe und Wirkung.
- Material vorbereiten: Du wählst Gold, Silber, Messing, Edelstahl, Glas oder Acryl, reinigst das Werkstück und spannst es ein.
- Handgravur: Mit Stichel, Meißel und Hammer arbeitest du feine Linien, Schriften und Bilder ins Material. Das braucht Konzentration und viel Übung.
- Maschinengravur: Du programmierst CNC-Gravierfräsen und Lasergravierer, richtest sie ein und überwachst die Arbeit.
- Ätzgravur: Du ätzt Muster oder Schriften chemisch in Metall und achtest dabei auf Schutzmaßnahmen.
- Oberflächenbehandlung: Du polierst, schleifst, mattierst oder schwärzt die Gravur, damit sie gut sichtbar ist.
- Reparatur und Restaurierung: Du erneuerst alte Gravuren an Schmuck, Besteck, Wappen oder historischen Objekten.
- Qualitätskontrolle: Du prüfst Tiefe, Sauberkeit und Genauigkeit.
- Beratung und Verkauf: Du berätst zu Möglichkeiten, Materialien und Preisen und zeigst Muster.
Wo arbeitest du als Graveur/in?
Du arbeitest meist in kleinen Werkstätten, bei Schmuck- und Uhrenherstellern, in der Schilder- und Stempelherstellung oder in Unternehmen für industrielle Gravuren. Überall gibst du Gegenständen eine persönliche und dauerhafte Botschaft.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Graveur/in ab?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Im Betrieb, meist einem Graveurbetrieb, Schmuckhersteller oder Industriebetrieb mit Gravurabteilung, lernst du an der Werkbank und an Maschinen. Die Berufsschule findet oft im Blockunterricht an spezialisierten Schulen statt, zum Beispiel in Pforzheim. Dort geht es um Materialkunde, Graviertechniken, Schrift und Ornamentik, Design, technische Zeichnungen, Maschinenkunde, Kalkulation und Arbeitssicherheit.
Das lernst du unter anderem:
- Graviertechniken: Handgravur mit dem Stichel, Maschinengravur mechanisch und mit Laser sowie Ätzgravur.
- Materialkunde: Wie verhalten sich Metalle, Kunststoffe und Glas beim Gravieren?
- Schrift und Ornamente: Schriftarten, Proportionen, Ornamente und Monogramme.
- Design und Entwurf: Skizzen und technische Zeichnungen, auch mit CAD-Software.
- Werkzeugkunde: Gravierwerkzeuge herstellen, pflegen und schärfen.
- Maschinenkunde: Aufbau, Bedienung und Programmierung von CNC- und Lasermaschinen.
- Oberflächenbearbeitung: Polieren, Schleifen, Mattieren und Färben.
- Qualitätssicherung und Kundenberatung: Gravuren prüfen, beraten und Angebote erstellen.
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz: sicherer Umgang mit Werkzeugen, Maschinen und Chemikalien.
Was du mitbringen solltest
- einen guten Realschulabschluss, Fachabitur oder Abitur
- Kreativität und Sinn für Ästhetik und Proportionen
- eine ruhige Hand und sehr gute Feinmotorik
- eine sorgfältige und geduldige Arbeitsweise
- gutes Sehvermögen, denn oft arbeitest du mit Lupe oder Mikroskop
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- Freude an Detailarbeit
- Kommunikationsfähigkeit für die Kundenberatung
Deine Karriere nach der Ausbildung
Gravieren ist ein Nischenhandwerk, das in vielen Bereichen gebraucht wird. Das reicht von Schmuck und Geschenken über Stempel und Schilder bis zu Präzisionsgravuren in der Industrie. Die Mischung aus Tradition und moderner Technik macht den Beruf zukunftsfähig. Hier kannst du arbeiten:
- in Graveurbetrieben und Ateliers
- bei Schmuck- und Uhrenherstellern
- in der Stempel- und Schilderherstellung
- in der Medizintechnik und im Formenbau für Präzisionsgravuren
- in der Fertigung von Pokalen und Auszeichnungen
- in der Restaurierung, zum Beispiel von historischen Waffen oder Besteck
- als Selbstständige/r mit eigenem Gravur-Service oder Atelier
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Graveurmeister/in: Du leitest einen Betrieb, bildest aus und kannst dich selbstständig machen.
- Techniker/in: für Gestaltungs- und Fertigungstechnik mit Schwerpunkt Graviertechnik
- CAD- und CAM-Spezialist/in: für computergestützte Konstruktion und Fertigung, besonders in der Industrie
- Gestalter/in im Handwerk: für anspruchsvolle Designaufgaben
- Spezialisierung: auf Glas- oder Steingravur, auf Relief- oder Wappengravur oder auf Schmuck- und Industriegravur
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Schmuckdesign, Produktdesign, Kunst oder Restaurierung studieren.
Auf einen Blick
Graveur/in auf einen Blick
Quellen: BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit · BA, Anlage Sprachniveaus · abgerufen am 1. Oktober 2026
Graveur/in in Zahlen
1 von 3 · Wie häufig?
1
Betrieb bildet aus
Platz 327 von 340 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Baden-Württemberg1
Die meisten Betriebe: Landkreis Lörrach
3 von 3 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Daten: dein-ausbildungsplatz.de, Ausschnitt der eingetragenen Ausbildungsbetriebe, Zahlen gerundet. Stand: 5. Oktober 2026.
Passt die Ausbildung zu dir?
Du achtest auf jedes Detail? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Kreativität: Du gravierst Motive in Metall, Stein, Kunststoff und andere Materialien.
- Handwerk und Technik: Du verbindest Handarbeit mit moderner Maschinentechnik.
- Verantwortung: Eine Gravur bleibt. Du stehst für deine Qualität ein.
- Tradition: Gravurkunst hat in Deutschland eine lange Tradition. Du wirst Teil davon.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Graveur/in?
Was du als Graveur/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Holzbrettchen mit dem Brandmalkolben verziert, Linolschnitte druckt oder eigene Schriftzüge entwirft, zeigt Betrieben eine ruhige Hand und ein Auge für Proportionen. Wer dazu im Makerspace am Lasercutter arbeitet oder ein Instrument übt, beweist Technikinteresse und Ausdauer. Genau das lesen Werkstätten gern. Wenn dich Schmuck reizt, schau dir Gold- und Silberschmied/in an. Für Gravuren und Muster auf Glas passt Glasveredler/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Linoldrucke schneidest und druckst Feinmotorik
- eigene Schriftzüge und Logos entwirfst Kreativität
- im Makerspace mit dem Lasercutter arbeitest Technikverständnis
- mit Lupe an kleinsten Details tüftelst Genauigkeit
- ein Instrument spielst und dranbleibst Ausdauer
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Ausbildungsvergütung als Graveur/in
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.020 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.050 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.110 € |
Fazit: Kunsthandwerk für bleibende Spuren
Als Graveur/in verbindest du Handwerk, künstlerische Präzision und Geduld. Du hinterlässt individuelle Spuren, die bleiben. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezialisieren, Meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.
Ruhige Hand? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Worauf hast du noch Lust?
Stöbere weiter in Berufen und Tipps. Oder lass den Würfel entscheiden.
BerufManufakturporzellanmaler/in
BerufAufbereitungsmechaniker/in Feuerfeste Keramische Rohstoffe
BerufTechnische/r Assistent/in für Energietechnik
BerufAufbereitungsmechaniker/in Fachrichtung Naturstein
BerufAufbereitungsmechaniker/in Fachrichtung Steinkohle
BerufVerfahrenstechnologe/in Mühlen- und Getreidewirtschaft
BerufBerg- und Maschinenmann/frau
BerufMechatroniker/inAlle anzeigen
Top 2026Pflegefachmann/frau
Top 2026Industriekaufmann/frau
Top 2026Kraftfahrzeugmechatroniker/in
Top 2026Anlagenmechaniker/in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Top 2026Fachinformatiker/in
Top 2026Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik
Top 2026Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r
Top 2026Umweltschutztechnische AssistentenAlle anzeigen
TippWelche Ausbildung passt zu dir?
TippDas Geheimnis einer einzigartigen Bewerbung
TippDie fünf Schritte des Bewerbungsgespräches
TippHard- oder Soft-Skills - Was ist wichtiger für deine Bewerbung?
Tipp2026 Jetzt für die Ausbildung bewerben
TippWie wichtig sind Englischkenntnisse für die Bewerbung?Alle Tipps







