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Ausbildung Hafenschiffer/in
Ausbildung: Dein Arbeitsplatz ist der Hafen
Liebst du das Wasser und willst mitten im Hafen arbeiten? Dann ist die Ausbildung zum/zur Hafenschiffer/in vielleicht genau dein Kurs. Du bewegst Schiffe, Schuten und andere Wasserfahrzeuge innerhalb des Hafens. So sorgst du dafür, dass Güter auf dem Wasserweg reibungslos ans Ziel kommen. Du manövrierst durch enge Hafenbecken, vorbei an großen Frachtern. Dafür brauchst du Verantwortungsbewusstsein, technisches Verständnis und Lust auf Schichtarbeit. Hier erfährst du, was du als Hafenschiffer/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Hafenschiffer/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2006 hieß er Ewerführer/in.
- 1962 bis 2006Ewerführer/
in - seit 2006Hafenschiffer/
in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Hafenschiffer/in?
Du arbeitest auf dem Wasser, bedienst Schiffe und stimmst dich eng mit der Hafenlogistik ab. Du bist Schiffsführer/in, Matrose/Matrosin und Sicherheitsprofi zugleich. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Wasserfahrzeuge führen: Du steuerst Schlepper, Festmacherboote, Schuten oder Barkassen durch enge Becken und an Kaianlagen entlang.
- An- und Ablegen unterstützen: Mit Schleppern schiebst und ziehst du große Seeschiffe oder übergibst Festmacherleinen.
- Transport: Du bringst Container auf Schuten oder Personen wie Lotsen und Hafenarbeiter/innen ans Ziel.
- Wartung: Du prüfst täglich Maschinen, Decksanlagen und Navigationstechnik und behebst kleine Störungen.
- Sicherheit: Du sicherst die Ladung und hältst die Kollisionsverhütungsregeln ein.
- Funkverkehr: Du sprichst dich per Funk mit Hafenmeisterei, Lotsen, anderen Schiffen und dem Kaipersonal ab.
- Be- und Entladen: Je nach Schiff hilfst du dabei oder überwachst es.
- Dokumentation: Du führst Logbücher über Fahrten, Wartung und Vorkommnisse.
- Notfälle: Bei Brand, Havarie oder Person über Bord reagierst du schnell und richtig.
Wo arbeitest du als Hafenschiffer/in?
Dein Arbeitsplatz ist das Wasser, bei jedem Wetter und im Schichtbetrieb. Ein Hafen schläft nie. Du sorgst dafür, dass riesige Warenmengen im Hafen dorthin kommen, wo sie hingehören.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Hafenschiffer/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Im Betrieb, meist einer Reederei, einem Schlepp- oder Festmacherbetrieb oder einem Hafenbetrieb, lernst du an Bord und im Hafenalltag. Die Berufsschule findet oft im Blockunterricht an spezialisierten Schulen statt. Dort geht es um Seerecht, Navigation, Schiffstechnik, Ladungssicherung, Wetterkunde, Kommunikation und Arbeitssicherheit.
Das lernst du unter anderem:
- Schiffskunde: Aufbau und Bedienung von Wasserfahrzeugen im Hafen.
- Navigation und Funk: Seekarten, Navigationsinstrumente, Kollisionsverhütungsregeln und Sprechfunk.
- Seemannschaft: Knoten und Stiche, Tauwerk, Festmachen und richtiges Verhalten auf dem Wasser.
- Maschinen- und Elektrotechnik: Motoren, Pumpen, Bordelektrik und einfache Wartung.
- Ladungssicherung und Gefahrgut: Ladung richtig sichern und Gefahrgut sicher transportieren.
- Sicherheit und Umweltschutz: Brandbekämpfung, Erste Hilfe und Schutz der Umwelt.
- Recht: Seerecht, Hafenordnungen und internationale Regeln.
- Wetter und Gezeiten: Wetterberichte lesen, Gezeiten und Strömungen einschätzen.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Hafenschiffer/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- Freude an der Arbeit auf dem Wasser, bei jedem Wetter
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
- Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
- eine gute körperliche Verfassung und Schwindelfreiheit
- Bereitschaft zu Schicht- und Wochenendarbeit
- gute Augen und Ohren
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Jahr | Vergütung |
|---|---|
| 1. Ausbildungsjahr | 750 EUR |
| 2. Ausbildungsjahr | 835 EUR |
| 3. Ausbildungsjahr | 920 EUR |
Passt die Ausbildung zum/zur Hafenschiffer/in zu dir?
Du bist gern draußen und körperlich fit? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Arbeit auf dem Wasser: Du manövrierst Schiffe, belädst und löschst sie.
- Technik: Du bedienst und wartest Maschinen und Geräte an Bord.
- Starkes Team: Ihr arbeitet eng zusammen und verlasst euch aufeinander.
- Mitten im Welthandel: Im Hafen erlebst du jeden Tag, wie Waren aus aller Welt ankommen.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Hafenschiffer/in?
Was du als Hafenschiffer/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Segelverein Knoten lernt, auf dem See paddelt oder bei der DLRG Rettungsschwimmen übt, zeigt Betrieben Wasserfestigkeit und Verantwortungsgefühl. Wer dazu am Moped schraubt oder beim Funken im Jugendverband mitmacht, beweist Technikverständnis und klare Kommunikation. Das lesen Häfen als gute Grundlage für Schichtarbeit auf dem Wasser. Wenn dich weite Fahrten auf Flüssen reizen, schau dir Binnenschiffer/in an. Für Arbeit an Land im Hafen passt Fachkraft Hafenlogistik.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- im Segelverein Knoten und Manöver lernst Teamgeist
- Kanu oder Kajak auf Seen und Flüssen fährst Ausdauer
- bei der DLRG Rettungsschwimmen übst Verantwortung
- am Moped oder Bootsmotor mit schraubst Technikverständnis
- im Jugendverband Funken oder Absprachen übernimmst Kommunikation
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 3 · Wie häufig?
4
Betriebe bilden aus
Platz 294 von 340 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Hamburg4
Die meisten Betriebe: Hamburg
3 von 3 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Der Hafen ist das Tor zur Welt, und du hältst ihn am Laufen. Schifffahrt und Logistik brauchen laufend Fachkräfte, besonders in großen Seehäfen wie Hamburg. Hier kannst du arbeiten:
- bei Reedereien für Schlepper, Festmacher und Hafenschifffahrt
- bei Hafenbetrieben für Werksverkehr und Spezialtransporte
- bei der Lotsenversetzung
- bei Hafenrundfahrten
- bei der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
- bei Firmen für Baggerarbeiten und Wasserbau im Hafen
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Patente und Befähigungszeugnisse: Damit darfst du größere Schiffe führen oder in anderen Fahrgebieten fahren, zum Beispiel mit dem Rheinpatent, dem Bodenseeschifferpatent oder Seepatenten.
- Schiffsführer/in: Mit Erfahrung und Patenten trägst du die volle Verantwortung für Schiff und Besatzung.
- Techniker/in für Schiffsbetriebstechnik: für anspruchsvolle Aufgaben in Wartung und Reparatur
- Spezialisierung: auf Schlepper oder Festmacherboote oder auf Gefahrgut und Spezialtransporte
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Nautik, Schiffbau oder maritime Logistik studieren.
Fazit: Seemannschaft für den Warentransport
Als Hafenschiffer/in verbindest du die Liebe zum Wasser mit Technik und seemännischem Können. Du hältst große Umschlagplätze am Laufen. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Patente erwerben, Schiffsführer/in werden oder studieren.
Leinen los? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
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Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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