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Ausbildung Hauswirt­schafter/in

Ausbildung: Du sorgst dafür, dass sich Menschen wohlfühlen

Symbolbild: Ausbildung Hauswirtschafter/in

Behältst du gern den Überblick und packst mit an? Dann ist die Ausbildung zum/zur Hauswirt­schafter/in vielleicht genau das Richtige für dich. Du organi­sierst und erledigst alle hauswirt­schaft­lichen Aufgaben in Privat­haus­halten, sozialen Einrich­tungen oder Betrieben. Du kochst, reinigst, pflegst Wäsche und planst Einkäufe. So läuft der Alltag reibungslos und Menschen fühlen sich wohl. Dafür brauchst du praktisches Geschick, Organi­sa­ti­ons­talent und Freude am Umgang mit Menschen. Hier erfährst du, was du als Hauswirt­schafter/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Hauswirt­schafter/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Landwirt­schaft
1. Jahr724 € bis 1.400 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 1979 heißt er so wie heute.

  1. 1965 bis 1972Ländliche Haus­wirt­schafts­ge­hil­fin
  2. 1979 bis 1999Haus­wirt­schaf­ter/in Schwerpunkt städtische Haus­wirt­schaft und Schwerpunkt ländliche Haus­wirt­schaft
  3. 1999 bis 2020Haus­wirt­schaf­ter/in (ohne Schwer­punkte)
  4. seit 1979Haus­wirt­schaf­ter/in

Im Alltag sagt man auch: Haushälter/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949.

Was macht ein/e Hauswirt­schafter/in?

Du managst einen Haushalt oder eine ganze Einrichtung. Du bist Koch/Köchin, Einkäufer/in, Organisator/in und manchmal auch Betreuer/in. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Verpflegung: Du planst Speisepläne, kaufst ein und kochst. Dabei beachtest du Ernährungspläne, Allergien oder religiöse Vorgaben. Du lagerst Lebensmittel richtig und hältst Hygieneregeln ein.
  • Reinigung: Du pflegst Wohn- und Arbeitsräume, Sanitäranlagen und Küchen. Du wählst passende Reinigungsmittel und Geräte.
  • Wäschepflege: Du sortierst, wäschst, trocknest, bügelst und legst Wäsche. Du kennst dich mit Textilien und Flecken aus.
  • Vorratshaltung: Du planst Einkäufe, machst Inventur und kalkulierst Kosten.
  • Garten: Je nach Einsatzort übernimmst du leichte Arbeiten im Garten und an Außenanlagen.
  • Betreuung: In Seniorenheimen, Kitas oder Privathaushalten unterstützt du Menschen im Alltag, bei der Körperpflege oder in der Freizeit.
  • Raumgestaltung: Du dekorierst und sorgst für eine angenehme Atmosphäre.
  • Dokumentation: Du führst Listen über Einkäufe, Kosten und Besonderheiten.
  • Sicherheit und Hygiene: Du achtest besonders in der Küche und beim Reinigen auf alle Vorschriften.
reinigung

Wo arbeitest du als Hauswirt­schafter/in?

Dein Arbeitsplatz ist vielfältig. Du arbeitest in Privat­haus­halten, in Senioren­heimen, Kitas oder Wohngruppen für Menschen mit Behinde­rungen. Auch Kurkliniken, Tagungs­häuser und Hotels brauchen dich. Du sorgst im Hintergrund dafür, dass alles läuft und sich Menschen wohlfühlen.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Hauswirt­schafter/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Dein Ausbil­dungs­betrieb kann ein Privat­haushalt, ein Seniorenheim, eine Großküche, ein Hotel oder ein Bildungshaus sein. Dort lernst du direkt im Arbeits­alltag. In der Berufs­schule geht es um Ernährung, Hausge­rä­te­technik, Reinigungs­chemie, Textilkunde, Hygiene, Betriebs­wirt­schaft und Kommuni­kation.

Das lernst du unter anderem:

  • Ernährung und Verpflegung: gesunde Ernährung, Lebensmittelkunde, Speiseplanung, Kochen und Lagern.
  • Reinigung und Raumpflege: Reinigungsverfahren, Mittel, Geräte und die Pflege verschiedener Oberflächen.
  • Wäsche- und Textilpflege: Textilien, Waschverfahren, Bügeln und Fleckentfernung.
  • Organisation: Arbeitsabläufe planen, Vorräte verwalten und Kosten kalkulieren.
  • Hausgerätetechnik: Haushaltsgeräte bedienen, pflegen und einfach warten.
  • Kommunikation: Du gehst auf die Wünsche von Klient/innen und Bewohner/innen ein.
  • Hygiene: Sauberkeit in Küche, Bad und allen anderen Bereichen.
  • Betriebswirtschaft: Haushaltsführung, Kalkulation und sparsamer Umgang mit Ressourcen.
  • Umgang mit Menschen: Kinder, Senior/innen und Menschen mit Beeinträchtigungen.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Hauswirt­schafter/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
  • praktisches Geschick und Freude an Hauswirtschaft
  • Sinn für Ordnung, Sauberkeit und Ästhetik
  • Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein
  • Organisationstalent und eine selbstständige Arbeitsweise
  • Freundlichkeit und Kommunikationsfähigkeit
  • Einfühlungsvermögen und Diskretion
  • körperliche Belastbarkeit für Stehen und Heben

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 724 € bis 1.400 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.520 €
3. Ausbildungsjahr 977 € bis 1.640 €

Passt die Ausbildung zum/zur Hauswirt­schafter/in zu dir?

Du hilfst gern anderen und magst es organisiert? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Für Menschen da sein: Du unterstützt Menschen aller Altersgruppen im Alltag und schaffst ein schönes Zuhause.
  • Praktisch und organisiert: Du kochst, reinigst, pflegst Wäsche und betreust Kinder oder Senior/innen.
  • Abwechslung: Jeder Tag bringt andere Aufgaben.
  • Viele Einsatzorte: Du wirst in Haushalten, Krankenhäusern, Pflegeheimen, Kitas und Schulen gebraucht.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Hauswirt­schafter/in?

Was du als Hauswirt­schafter/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer am Wochenende für alle kocht, den Vorrats­schrank im Blick behält oder die Deko für Feste übernimmt, zeigt Betrieben Ordnungssinn und Organi­sa­ti­ons­talent. Wer dazu im Seniorenheim aushilft oder beim Vereinsfest das Buffet plant, beweist Freund­lichkeit und Verläss­lichkeit. Das lesen Häuser und Einrich­tungen als echten Pluspunkt. Wenn dich die Betreuung von Familien reizt, schau dir Haus- und Famili­en­pfleger/in an. Für Arbeit in der Großküche passt Küchen­fachkraft.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • am Wochenende für Familie oder Freund/innen kochst Kochtalent
  • Einkäufe planst und den Vorrat im Blick behältst Organisation
  • für Feste die Tische und Räume dekorierst Gestaltungssinn
  • im Seniorenheim ehrenamtlich aushilfst Freundlichkeit
  • beim Vereinsfest das Buffet mitplanst Zuverlässigkeit

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Hauswirt­schaftliche Dienst­leis­tungen werden in Haushalten, sozialen Einrich­tungen und im Gastgewerbe gebraucht. Durch den demogra­fischen Wandel steigt die Nachfrage nach Betreuung. Hier kannst du arbeiten:

  • in Privathaushalten, angestellt oder über Dienstleistungsagenturen
  • in Senioren- und Pflegeheimen
  • in Kitas, Schulen und Internaten
  • in Krankenhäusern und Kurkliniken
  • in Hotels, Pensionen und Tagungshäusern
  • in Großküchen und Catering-Betrieben
  • in sozialen Einrichtungen wie Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen
  • als Selbstständige/r mit eigenem Hauswirtschafts- oder Catering-Service

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Meister/in der Hauswirtschaft: für Leitungsaufgaben in großen Einrichtungen, die Ausbildung von Nachwuchs und die Selbstständigkeit
  • Betriebswirt/in für Hauswirtschaft: für Betriebsführung, Personal und Marketing
  • Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen: für Leitungs- und Verwaltungsaufgaben in sozialen Einrichtungen
  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Diätküche, Eventcatering, Gebäudereinigung oder die Betreuung bestimmter Gruppen
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
  • Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Ökotrophologie, Haushalts- und Ernährungswissenschaften, BWL mit Schwerpunkt Hotellerie oder Soziale Arbeit studieren.

Fazit: Profis für Haushalt und Lebens­qualität

Als Hauswirt­schafter/in verbindest du praktisches Geschick, Organi­sa­ti­ons­talent und Freude am Service. Du schaffst eine Umgebung, in der sich Menschen wohlfühlen. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in werden, dich spezia­li­sieren oder studieren.

Organi­sa­ti­ons­talent? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Landwirt­schaft.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Hauswirtschafter/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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