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Ausbildung Hauswirtschafter/in
Ausbildung: Du sorgst dafür, dass sich Menschen wohlfühlen
Behältst du gern den Überblick und packst mit an? Dann ist die Ausbildung zum/zur Hauswirtschafter/in vielleicht genau das Richtige für dich. Du organisierst und erledigst alle hauswirtschaftlichen Aufgaben in Privathaushalten, sozialen Einrichtungen oder Betrieben. Du kochst, reinigst, pflegst Wäsche und planst Einkäufe. So läuft der Alltag reibungslos und Menschen fühlen sich wohl. Dafür brauchst du praktisches Geschick, Organisationstalent und Freude am Umgang mit Menschen. Hier erfährst du, was du als Hauswirtschafter/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Hauswirtschafter/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 1979 heißt er so wie heute.
- 1965 bis 1972Ländliche Hauswirtschaftsgehilfin
- 1979 bis 1999Hauswirtschafter/
in Schwerpunkt städtische Hauswirtschaft und Schwerpunkt ländliche Hauswirtschaft - 1999 bis 2020Hauswirtschafter/
in (ohne Schwerpunkte) - seit 1979Hauswirtschafter/
in
Im Alltag sagt man auch: Haushälter/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Hauswirtschafter/in?
Du managst einen Haushalt oder eine ganze Einrichtung. Du bist Koch/Köchin, Einkäufer/in, Organisator/in und manchmal auch Betreuer/in. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Verpflegung: Du planst Speisepläne, kaufst ein und kochst. Dabei beachtest du Ernährungspläne, Allergien oder religiöse Vorgaben. Du lagerst Lebensmittel richtig und hältst Hygieneregeln ein.
- Reinigung: Du pflegst Wohn- und Arbeitsräume, Sanitäranlagen und Küchen. Du wählst passende Reinigungsmittel und Geräte.
- Wäschepflege: Du sortierst, wäschst, trocknest, bügelst und legst Wäsche. Du kennst dich mit Textilien und Flecken aus.
- Vorratshaltung: Du planst Einkäufe, machst Inventur und kalkulierst Kosten.
- Garten: Je nach Einsatzort übernimmst du leichte Arbeiten im Garten und an Außenanlagen.
- Betreuung: In Seniorenheimen, Kitas oder Privathaushalten unterstützt du Menschen im Alltag, bei der Körperpflege oder in der Freizeit.
- Raumgestaltung: Du dekorierst und sorgst für eine angenehme Atmosphäre.
- Dokumentation: Du führst Listen über Einkäufe, Kosten und Besonderheiten.
- Sicherheit und Hygiene: Du achtest besonders in der Küche und beim Reinigen auf alle Vorschriften.
Wo arbeitest du als Hauswirtschafter/in?
Dein Arbeitsplatz ist vielfältig. Du arbeitest in Privathaushalten, in Seniorenheimen, Kitas oder Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen. Auch Kurkliniken, Tagungshäuser und Hotels brauchen dich. Du sorgst im Hintergrund dafür, dass alles läuft und sich Menschen wohlfühlen.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Hauswirtschafter/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Dein Ausbildungsbetrieb kann ein Privathaushalt, ein Seniorenheim, eine Großküche, ein Hotel oder ein Bildungshaus sein. Dort lernst du direkt im Arbeitsalltag. In der Berufsschule geht es um Ernährung, Hausgerätetechnik, Reinigungschemie, Textilkunde, Hygiene, Betriebswirtschaft und Kommunikation.
Das lernst du unter anderem:
- Ernährung und Verpflegung: gesunde Ernährung, Lebensmittelkunde, Speiseplanung, Kochen und Lagern.
- Reinigung und Raumpflege: Reinigungsverfahren, Mittel, Geräte und die Pflege verschiedener Oberflächen.
- Wäsche- und Textilpflege: Textilien, Waschverfahren, Bügeln und Fleckentfernung.
- Organisation: Arbeitsabläufe planen, Vorräte verwalten und Kosten kalkulieren.
- Hausgerätetechnik: Haushaltsgeräte bedienen, pflegen und einfach warten.
- Kommunikation: Du gehst auf die Wünsche von Klient/innen und Bewohner/innen ein.
- Hygiene: Sauberkeit in Küche, Bad und allen anderen Bereichen.
- Betriebswirtschaft: Haushaltsführung, Kalkulation und sparsamer Umgang mit Ressourcen.
- Umgang mit Menschen: Kinder, Senior/innen und Menschen mit Beeinträchtigungen.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Hauswirtschafter/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- praktisches Geschick und Freude an Hauswirtschaft
- Sinn für Ordnung, Sauberkeit und Ästhetik
- Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein
- Organisationstalent und eine selbstständige Arbeitsweise
- Freundlichkeit und Kommunikationsfähigkeit
- Einfühlungsvermögen und Diskretion
- körperliche Belastbarkeit für Stehen und Heben
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 724 € bis 1.400 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 € bis 1.520 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 € bis 1.640 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Hauswirtschafter/in zu dir?
Du hilfst gern anderen und magst es organisiert? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Für Menschen da sein: Du unterstützt Menschen aller Altersgruppen im Alltag und schaffst ein schönes Zuhause.
- Praktisch und organisiert: Du kochst, reinigst, pflegst Wäsche und betreust Kinder oder Senior/innen.
- Abwechslung: Jeder Tag bringt andere Aufgaben.
- Viele Einsatzorte: Du wirst in Haushalten, Krankenhäusern, Pflegeheimen, Kitas und Schulen gebraucht.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Hauswirtschafter/in?
Was du als Hauswirtschafter/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer am Wochenende für alle kocht, den Vorratsschrank im Blick behält oder die Deko für Feste übernimmt, zeigt Betrieben Ordnungssinn und Organisationstalent. Wer dazu im Seniorenheim aushilft oder beim Vereinsfest das Buffet plant, beweist Freundlichkeit und Verlässlichkeit. Das lesen Häuser und Einrichtungen als echten Pluspunkt. Wenn dich die Betreuung von Familien reizt, schau dir Haus- und Familienpfleger/in an. Für Arbeit in der Großküche passt Küchenfachkraft.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- am Wochenende für Familie oder Freund/innen kochst Kochtalent
- Einkäufe planst und den Vorrat im Blick behältst Organisation
- für Feste die Tische und Räume dekorierst Gestaltungssinn
- im Seniorenheim ehrenamtlich aushilfst Freundlichkeit
- beim Vereinsfest das Buffet mitplanst Zuverlässigkeit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 180
Betriebe bilden aus
Platz 97 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 2. Betrieb
bildet auch Pflegefachmann/frau aus.
Jeder 3. bildet auch Kaufmann/frau Büromanagement aus.
3 von 4 · Wo?
- Baden-Württemberg50
- Nordrhein-Westfalen40
- Rheinland-Pfalz20
Die meisten Betriebe: Landkreis Ludwigsburg, Berlin, Kreis Coesfeld
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Hauswirtschaftliche Dienstleistungen werden in Haushalten, sozialen Einrichtungen und im Gastgewerbe gebraucht. Durch den demografischen Wandel steigt die Nachfrage nach Betreuung. Hier kannst du arbeiten:
- in Privathaushalten, angestellt oder über Dienstleistungsagenturen
- in Senioren- und Pflegeheimen
- in Kitas, Schulen und Internaten
- in Krankenhäusern und Kurkliniken
- in Hotels, Pensionen und Tagungshäusern
- in Großküchen und Catering-Betrieben
- in sozialen Einrichtungen wie Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen
- als Selbstständige/r mit eigenem Hauswirtschafts- oder Catering-Service
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Meister/in der Hauswirtschaft: für Leitungsaufgaben in großen Einrichtungen, die Ausbildung von Nachwuchs und die Selbstständigkeit
- Betriebswirt/in für Hauswirtschaft: für Betriebsführung, Personal und Marketing
- Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen: für Leitungs- und Verwaltungsaufgaben in sozialen Einrichtungen
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Diätküche, Eventcatering, Gebäudereinigung oder die Betreuung bestimmter Gruppen
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Ökotrophologie, Haushalts- und Ernährungswissenschaften, BWL mit Schwerpunkt Hotellerie oder Soziale Arbeit studieren.
Fazit: Profis für Haushalt und Lebensqualität
Als Hauswirtschafter/in verbindest du praktisches Geschick, Organisationstalent und Freude am Service. Du schaffst eine Umgebung, in der sich Menschen wohlfühlen. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in werden, dich spezialisieren oder studieren.
Organisationstalent? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Landwirtschaft.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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