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Ausbildung Hochbau­fach­ar­beiter/in

Ausbildung: Stein auf Stein zum fertigen Rohbau

Symbolbild: Ausbildung Hochbaufacharbeiter/in

Willst du sehen, wie aus Plänen echte Gebäude werden? Dann ist die Ausbildung zum/zur Hochbau­fach­ar­beiter/in vielleicht genau richtig für dich. Du errichtest Rohbauten, vom Fundament bis nach oben. Du sorgst dafür, dass Wohnhäuser, Bürogebäude und andere Bauwerke stabil und sicher stehen. Du arbeitest an der frischen Luft, mit Baustoffen und Maschinen und immer im Team. Dafür brauchst du handwerk­liches Geschick, Ausdauer und Lust anzupacken. Hier erfährst du, was du als Hochbau­fach­ar­beiter/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Hochbau­fach­ar­beiter/in auf einen Blick

Dauer2 Jahre
Ausbildungdual, Handwerk und Bau
1. Jahr1.122 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie sagt man noch zu dem Beruf?

Im Alltag sagt man auch: Bauarbeiter/in

Was macht ein/e Hochbau­fach­ar­beiter/in?

Du bist Allrounder/in auf der Baustelle. Du mauerst, betonierst, baust Schalungen und Gerüste. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Baustelle vorbereiten: Du sicherst die Baustelle ab und richtest sie ein. Du misst Fundamente und Wände nach Bauplan aus und steckst sie ab.
  • Fundamente herstellen: Du hebst Gräben aus, verlegst Bewehrung aus Stahlmatten und Stahlstäben und betonierst Fundamente und Bodenplatten.
  • Wände mauern: Du mauerst Außen- und Innenwände aus Ziegeln, Kalksandstein oder Porenbeton. Du achtest auf gerade Linien, saubere Fugen und die statischen Vorgaben.
  • Betonieren: Du baust Schalungen aus Holz oder Metall für Decken, Wände, Stützen und Treppen. Nach dem Aushärten schalst du die Bauteile wieder aus.
  • Fertigteile einbauen: Du hilfst beim Einbau von Betonfertigteilen, Stürzen, Fertigteilwänden und Decken.
  • Gerüste bauen: Du baust Arbeits- und Schutzgerüste auf und ab.
  • Maschinen bedienen: Du arbeitest mit Betonmischer, Rüttelplatte, Stemmhammer und kleinen Kränen.
  • Qualität prüfen: Du kontrollierst Maße, Ebenheit und Stabilität und hältst die Bauvorschriften ein.
  • Sicherheit und Umwelt: Du hältst dich an die Sicherheitsvorschriften und entsorgst Bauschutt fachgerecht.
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Wo arbeitest du als Hochbau­fach­ar­beiter/in?

Du arbeitest auf wechselnden Baustellen im Freien, bei jedem Wetter. Jeden Tag siehst du, wie dein Gebäude Schicht für Schicht wächst.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Hochbau­fach­ar­beiter/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 2 Jahre. Im Ausbil­dungs­betrieb, meist einem Bauunter­nehmen, lernst du die Praxis direkt auf der Baustelle. In der Berufs­schule geht es um Baukon­struktion, Baustoffkunde, statische Grundlagen, Bauzeich­nungen, Vermessung, Arbeits­si­cherheit und Umwelt­schutz.

Das lernst du unter anderem:

  • Bauprozesse: die Bauphasen im Hochbau, die Abläufe auf der Baustelle und das Zusammenspiel der Gewerke
  • Baustoffkunde: Ziegel, Mörtel, Beton, Stahl und ihre Eigenschaften
  • Mauerwerk: Mauerverbände, Wände, Pfeiler und Bögen mauern und Mörtel herstellen
  • Beton- und Stahlbetonbau: Schalungen bauen, Bewehrung einbauen und richtig betonieren
  • Gerüstbau: Baustellen sichern, Gerüste auf- und abbauen und sicher in der Höhe arbeiten
  • Bauzeichnungen: Pläne, Grundrisse und Schnitte lesen und umsetzen
  • Messtechnik: ausmessen, abstecken und nivellieren
  • Baumaschinen: gängige Maschinen bedienen und warten
  • Sicherheit und Umweltschutz: Vorschriften auf der Baustelle und der Umgang mit Abfällen

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Hochbau­fach­ar­beiter/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss
  • körperliche Belastbarkeit und Ausdauer
  • handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
  • eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise
  • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
  • Schwindelfreiheit
  • Interesse an Mathe und Physik für Maße und Statik
  • Lust auf Arbeit im Freien und wechselnde Baustellen

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.122 €
2. Ausbildungsjahr 1.351 €

Passt die Ausbildung zum/zur Hochbau­fach­ar­beiter/in zu dir?

Du schaffst gern etwas mit deinen Händen? Das spricht für die Ausbildung:

  • Sichtbare Ergebnisse: Du errichtest, sanierst und modernisierst Gebäude.
  • Team und Eigenständigkeit: Du arbeitest oft im Team und organisierst dich auch selbst.
  • Abwechslung: Du arbeitest mit vielen Materialien und Techniken.
  • Schneller Einstieg: Nach 2 Jahren bist du Fachkraft und kannst weiter aufsteigen.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Hochbau­fach­ar­beiter/in?

Was du als Hochbau­fach­ar­beiter/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer im Garten eine Mauer aus Steinen setzt, beim Umbau zu Hause Säcke schleppt oder mit Freund/innen eine Rampe baut, zeigt Betrieben Kraft und praktisches Geschick. Wer dazu bei jedem Wetter Fußball spielt oder beim THW mit anpackt, beweist Teamgeist und Durchhal­te­vermögen. Das lesen Baufirmen als klares Plus. Wenn dich Wände aus Stein reizen, schau dir Maurer/in an. Für Schalung und Beton passt Beton- und Stahlbe­tonbauer/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • im Garten Steine setzt oder Beete einfasst Geschick
  • beim Umbau zu Hause mit anpackst Belastbarkeit
  • mit Freund/innen Rampen oder Hütten baust Teamgeist
  • bei jedem Wetter Fußball trainierst Durchhaltevermögen
  • beim THW technische Hilfe lernst Zuverlässigkeit

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Die Baubranche ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. Ständig werden Gebäude neu gebaut, umgebaut oder saniert. Hier kannst du arbeiten:

  • in Bauunternehmen des Hochbaus
  • in Spezialbetrieben für Beton- und Stahlbetonbau
  • in Mauerwerksbetrieben
  • bei Sanierungs- und Restaurierungsfirmen
  • im Fertighausbau
  • im öffentlichen Dienst, zum Beispiel im Bauhof

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Maurer/in oder Beton- und Stahlbetonbauer/in: Mit einem weiteren Ausbildungsjahr vertiefst du dein Wissen und schließt einen dieser Berufe ab.
  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Beton- und Stahlbetonbau, Mauerwerksbau, Trockenbau oder Sanierung
  • Werkpolier/in oder Geprüfte/r Polier/in: Du koordinierst Abläufe und führst Teams auf der Baustelle.
  • Industriemeister/in Bau: für leitende Aufgaben in Bauplanung, Qualitätssicherung oder Bauhof
  • Bautechniker/in: für Bauplanung und Bauleitung
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
  • Studium: Mit Hochschulzugang kannst du zum Beispiel Bauingenieurwesen, Architektur oder Baubetriebswirtschaft studieren.

Fazit: Grundsolide Arbeit am Bau

Als Hochbau­fach­ar­beiter/in verbindest du Tatkraft, Handwerk und Teamgeist. Du schaffst Bauwerke, die dauerhaft stehen. Die Ausbildung dauert 2 Jahre und ist dual. Danach kannst du mit einem weiteren Jahr Maurer/in oder Beton- und Stahlbe­tonbauer/in werden oder dich weiter­bilden.

Lust bekommen? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Handwerk und Bau.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Hochbaufacharbeiter/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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