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Ausbildung Immobilienkaufmann/frau
Ausbildung: Kaufmännisch denken, Menschen ein Zuhause geben
Du suchst einen kaufmännischen Beruf mit viel Kontakt zu Menschen? Dann schau dir die Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau genauer an. Du kümmerst dich um alles, was mit Häusern, Wohnungen und Gebäuden zu tun hat. Du vermietest, verkaufst und verwaltest Immobilien und planst Bauprojekte mit. So hilfst du Menschen, ein Zuhause zu finden oder ihre Immobilie zu verkaufen. Dafür brauchst du Kommunikationsfreude, Organisationstalent und Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen. Hier erfährst du, was du als Immobilienkaufmann/-frau machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Immobilienkaufmann/frau auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2006 hieß er Kaufmann/frau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft.
- 1981 bis 2006Kaufmann/
frau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft - seit 2006Immobilienkaufmann/
frau
In der DDR hieß der Beruf: Wirtschaftskaufmann/frau (Schwerpunkt Wohnungswirtschaft)
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein Immobilienkaufmann oder eine Immobilienkauffrau?
Die Immobilienbranche ist im Wandel. Du wirst zum Profi für den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Immobilien verwalten: Du verwaltest Mietobjekte und Wohnungseigentum, rechnest Betriebskosten ab und planst Instandhaltungen.
- Nachhaltigkeit und Energie: Du berätst zu Energieausweisen, Fördergeldern und energetischer Sanierung.
- Wohnungen vermieten: Du betreust Mieter/innen, erstellst Mietverträge, organisierst Übergaben und kümmerst dich um Reparaturen. Du erstellst Nebenkostenabrechnungen und wickelst Zahlungen ab.
- Gewerbe vermieten: Du berätst Unternehmen bei der Anmietung von Büros, Läden oder Lagerhallen und verhandelst Mietverträge.
- Kaufen und verkaufen: Du ermittelst den Wert von Grundstücken und Gebäuden, erstellst Exposés und organisierst Besichtigungen. Du führst Verhandlungen und bereitest Kaufverträge vor.
- Finanzierung: Du berätst zu Finanzierungsmöglichkeiten und arbeitest mit Banken zusammen.
- Projektentwicklung: Du begleitest Bauvorhaben von der Planung bis zur Fertigstellung. Du koordinierst Architekt/innen und Bauunternehmen und behältst Kosten und Termine im Blick.
- Buchhaltung und Controlling: Du buchst Einnahmen und Ausgaben, überwachst Budgets und erstellst Wirtschaftlichkeitsberechnungen.
- Markt und Marketing: Du beobachtest den Markt und entwickelst Strategien, um Immobilien zu vermarkten.
- Recht: Du beachtest Miet-, Bau- und Immobilienrecht.
Wo arbeitest du als Immobilienkaufmann/-frau?
Du arbeitest im Büro eines Immobilienunternehmens und vor Ort bei den Immobilien. Mögliche Arbeitgeber sind Wohnungsbaugesellschaften, Immobilienabteilungen von Banken und Versicherungen, Bauträger und Haus- und Grundstücksverwaltungen. Du sorgst dafür, dass Immobilien ihren Wert behalten.
- Abwechslung: Du arbeitest im Büro und bei Außenterminen an den Objekten.
- Gesellschaftliche Bedeutung: Wohnraum ist ein Grundbedürfnis und in Städten knapp. Du hilfst mit, dass Wohnraum entsteht und gerecht verteilt wird.
- Viele Wege: Die Branche bietet Aufstiegs- und Spezialisierungsmöglichkeiten weit über das Maklergeschäft hinaus.
Wie läuft die Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Im Ausbildungsbetrieb lernst du Kundenbetreuung, Vertragsgestaltung und die Abwicklung von Geschäften. In der Berufsschule geht es um Immobilienwirtschaft, Bau- und Mietrecht, Finanzierung, Marketing, Rechnungswesen und Betriebswirtschaft.
Das lernst du unter anderem:
- Immobilienbewirtschaftung: Mietwohnungen, Gewerbeimmobilien und Wohnungseigentümergemeinschaften verwalten
- Immobilienvermittlung: An- und Verkauf, Vermietung, Exposés und Besichtigungen
- Rechnungswesen: Buchführung, Kosten- und Leistungsrechnung, Wirtschaftspläne und Abrechnungen
- Finanzierung: Finanzierungsformen, Zinsen und Tilgung berechnen
- Recht: Mietrecht, Grundstücks- und Baurecht, Vertragsrecht
- Marketing und Kommunikation: Immobilien bewerben, Gespräche und Verhandlungen führen
- Bautechnik: Grundlagen zu Bauphasen, Bauvorschriften und Sanierung
- IT: Immobiliensoftware und Office-Programme
Die Prüfung: Im schriftlichen Teil geht es um Immobilienwirtschaft, kaufmännische Steuerung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Im mündlichen Teil präsentierst du eine praxisnahe Fachaufgabe und erläuterst sie im Fachgespräch.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Immobilienkaufmann/frau?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Realschulabschluss, Fachabitur oder Abitur
- Interesse an Wirtschaft und Immobilien
- Kommunikationsfreude
- Organisationstalent und Eigenverantwortung
- Teamfähigkeit und Serviceorientierung
- gute Kenntnisse in Deutsch und Mathe
- ein sicheres und gepflegtes Auftreten
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.230 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.340 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.450 € |
Passt die Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau zu dir?
Du bist kommunikativ und denkst gern wirtschaftlich? Das spricht für die Ausbildung:
- Menschen: Du hast Freude am Umgang mit Kund/innen und bist kommunikationsstark.
- Wirtschaft und Recht: Kaufmännische und rechtliche Fragen interessieren dich.
- Verhandeln: Du arbeitest gern organisiert und hast Talent für Verhandlungen.
- Greifbares Produkt: Du arbeitest mit Häusern und Wohnungen, die du vor Ort siehst.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Immobilienkaufmann/frau?
Was du als Immobilienkaufmann/frau jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Grundrisse von Traumwohnungen anschaut, für die Familie Mietangebote vergleicht oder beim Flohmarkt geschickt verhandelt, zeigt Betrieben Interesse an Immobilien und kaufmännisches Gespür. Wer dazu als Klassensprecher/in auftritt oder die Vereinskasse führt, beweist ein sicheres Auftreten und Zahlengefühl. Das lesen Immobilienfirmen als starkes Signal. Wenn dich Finanzierung und Geldanlage reizen, schau dir Bankkaufmann/frau an. Für Organisation im Büro passt Kaufmann/frau Büromanagement.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Grundrisse und Wohnungsanzeigen gern vergleichst Neugier
- auf dem Flohmarkt verkaufst und verhandelst Verhandlungsgeschick
- als Klassensprecher/in vor anderen sprichst Auftreten
- die Vereinskasse oder Klassenkasse führst Zahlengefühl
- für Projekte Termine und Aufgaben planst Organisation
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 610
Betriebe bilden aus
Platz 41 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 6. Betrieb
bildet auch Kaufmann/frau Büromanagement aus.
Fast jeder 9. bildet auch Fachinformatiker/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen110
- Bayern70
- Baden-Württemberg70
Die meisten Betriebe: Hamburg, Berlin, Region Hannover
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Du kannst in Maklerbüros, Wohnungsbaugesellschaften, bei Projektentwicklern oder in der Immobilienverwaltung arbeiten. Mit Erfahrung kannst du dich auf Gewerbeimmobilien, Luxusimmobilien oder Immobilienfinanzierung konzentrieren.
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Immobilienfachwirt/in IHK: Der naheliegende nächste Schritt, wenn du eine Führungsposition anstrebst.
- Diplom-Immobilienwirt/in DIA: eine akademisch orientierte Weiterbildung für anspruchsvolle Managementaufgaben
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Asset Management, Facility Management oder Investment
- Studium: Mit Praxiserfahrung oder Fachabitur kannst du zum Beispiel Real Estate Management oder BWL mit Schwerpunkt Immobilien studieren.
Fazit: Mehr als Makler
Als Immobilienkaufmann/-frau bist du Verwalter/in, Berater/in und Projektentwickler/in in einer Person. Klimaschutz und digitaler Wandel verändern die Branche, und du behältst den Überblick. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Fachwirt/in werden, dich spezialisieren oder studieren.
Lust bekommen? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Kaufmännische Berufe.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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