Schnellstart.
11 Branchen in Handel & Dienstleister
7 Branchen in Handwerk
3 Branchen in Industrie & Logistik
Ausbildung Industrieelektriker/in Fachrichtung Geräte und Systeme
Ausbildung: Elektronik vom Bauteil bis zum fertigen Gerät
Willst du wissen, wie Elektronik von innen funktioniert? Dann ist die Ausbildung zum/zur Industrieelektriker/in in der Fachrichtung Geräte und Systeme vielleicht genau richtig für dich. Du stellst elektronische Geräte und Systeme her, wartest sie und reparierst sie. Deine Arbeit reicht von der Leiterplatte bis zum fertigen Endgerät. Du lötest feine Bauteile, misst Signale und suchst Fehler in Schaltungen. Dafür brauchst du ein gutes Gespür für Technik, eine ruhige Hand und Geduld. Hier erfährst du, was du im Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Industrieelektriker/in Fachrichtung Geräte und Systeme auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Was macht ein/e Industrieelektriker/in für Geräte und Systeme?
Dein Alltag besteht aus Löten, Messen und Fehlersuche. Du arbeitest präzise und logisch. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Baugruppen montieren: Du bestückst Leiterplatten mit Bauteilen, lötest sie fachgerecht und verdrahtest Komponenten zu Baugruppen und Geräten. Dabei arbeitest du nach Schalt- und Bestückungsplänen.
- In Betrieb nehmen und prüfen: Du nimmst fertige Geräte in Betrieb, führst Funktionstests durch und prüfst mit Messgeräten, ob die technischen Vorgaben erfüllt sind.
- Fehler suchen und reparieren: Bei Defekten suchst du systematisch nach der Ursache in Schaltung, Bauteil oder Software. Du tauschst defekte Teile aus und reparierst die Geräte.
- Programmieren und konfigurieren: Du installierst Software, richtest Schnittstellen ein und passt Programme an. Dazu kann auch die Programmierung von Mikrocontrollern gehören.
- Qualität sichern: Du kontrollierst die Produkte während der gesamten Fertigung.
- Warten und Service: Du wartest Geräte und Systeme, damit sie lange halten. Manchmal unterstützt du auch Anwender/innen.
- Dokumentieren: Du erstellst Schaltpläne, Prüfprotokolle und Reparaturberichte.
- Entwicklung unterstützen: Du testest Prototypen und gibst Ingenieur/innen und Entwickler/innen Rückmeldung.
Wo arbeitest du als Industrieelektriker/in?
Du arbeitest vor allem in Produktions- und Prüfhallen, in Entwicklungslaboren oder im Servicebereich. Typische Arbeitgeber sind Unternehmen der Elektroindustrie, Hersteller von elektronischen Geräten und Systemen und Betriebe der Medizintechnik. Du sorgst dafür, dass moderne Technik zuverlässig läuft.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Industrieelektriker/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 2 Jahre. Sie ist damit kürzer als die Elektroniker-Berufe mit 3,5 Jahren. Der Schwerpunkt liegt auf der Praxis: Montage, Prüfung und Instandhaltung von Geräten und Systemen. Im Betrieb arbeitest du mit Lötkolben, Messgeräten und Diagnosesoftware. In der Berufsschule lernst du die Theorie zu Elektrotechnik, Elektronik, Digitaltechnik, Messtechnik und Arbeitssicherheit.
Das lernst du unter anderem:
- Elektrotechnik und Elektronik: Stromkreise, elektrische Größen, Schutzmaßnahmen und Bauteile wie Dioden, Transistoren und ICs
- Digitaltechnik: logische Schaltungen und digitale Systeme
- Mess- und Prüftechnik: sicherer Umgang mit Oszilloskop und Multimeter
- Montage und Verbindungstechnik: Leiterplatten bestücken und Löttechniken wie THT und SMD
- Systemintegration: wie Baugruppen zu einem System zusammengefügt werden
- Qualitätssicherung: Prüfverfahren, Fehlerdokumentation, Normen und Standards
- Technische Kommunikation: Schaltpläne, Datenblätter und Anleitungen lesen und erstellen
- Arbeitssicherheit und Umweltschutz: sicherer Umgang mit Strom und Gefahrstoffen, Entsorgung von Elektronikschrott
Welche Voraussetzungen brauchst du als Industrieelektriker/in für Geräte und Systeme?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- Interesse an Elektronik, Computern und Technik
- logisches Denken
- eine sorgfältige Arbeitsweise, vor allem bei feinen Lötarbeiten
- Grundkenntnisse in Mathe und Physik
- Teamfähigkeit und Lernbereitschaft
- Geduld bei der Fehlersuche
- gutes Sehvermögen und Fingerspitzengefühl
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.243 € bis 1.373 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.298 € bis 1.408 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Industrieelektriker/in zu dir?
Du tüftelst gern an Technik und willst in der Industrie arbeiten? Dann lohnt sich ein genauer Blick. Das spricht für die Ausbildung:
- Technik zum Anfassen: Du setzt Wissen aus Elektrotechnik, Elektronik und Mechanik direkt ein.
- Abwechslung: Du montierst, prüfst, programmierst und reparierst. Du testest auch Prototypen.
- Viele Branchen: Du kannst zum Beispiel in der Automobilindustrie, der Medizintechnik oder der IT-Branche arbeiten.
- Schneller Einstieg: Nach zwei Jahren bist du fertig und kannst dich danach weiter qualifizieren.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Industrieelektriker/in für Geräte und Systeme?
Was du als Industrieelektriker/in für Geräte und Systeme jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Bausätze mit Leiterplatten zusammensteckt, den Raspberry Pi einrichtet oder das alte Radio aufschraubt, um zu sehen, wie es funktioniert, zeigt Betrieben Fingerspitzengefühl und Neugier. Wer dazu in der Robotik-AG tüftelt oder im Verein Tischtennis spielt, beweist Geduld und Konzentration. Das lesen Elektronikhersteller als guten Start. Wenn dich Entwicklung und Prüfung von Geräten reizen, schau dir Elektroniker/in Geräte und Systeme an. Für große Produktionsanlagen passt Industrieelektriker/in Betriebstechnik.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Elektronikbausätze mit Leiterplatten zusammenbaust Fingerspitzengefühl
- einen Raspberry Pi einrichtest und programmierst Digitale Fitness
- alte Geräte aufschraubst, um sie zu verstehen Neugier
- in der Robotik-AG mit anderen tüftelst Geduld
- Tischtennis oder Badminton im Verein spielst Konzentration
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Elektronik steckt heute in Smartphones, Industrieanlagen und medizinischen Geräten. Überall braucht es Fachleute, die sie bauen und prüfen. Hier kannst du arbeiten:
- in der Elektro- und Elektronikindustrie
- bei Herstellern von Kommunikations-, Mess- und Regeltechnik
- in der Automatisierungstechnik und Robotik
- in der Medizintechnik
- bei Herstellern von Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik
- in Forschung und Entwicklung, etwa im Prototypenbau
- im technischen Service und Kundendienst
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Elektroniker/in für Geräte und Systeme: Du verlängerst deine Ausbildung auf 3,5 Jahre und vertiefst Entwicklung, Konstruktion und Systemintegration.
- Industriemeister/in Elektrotechnik: für leitende Aufgaben in Produktion und Qualitätssicherung. Du darfst dann auch ausbilden.
- Techniker/in für Elektrotechnik: Weiterbildung an einer Fachschule für planerische und konstruktive Aufgaben
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Medizingeräte, Automotive-Elektronik oder bestimmte Prüfverfahren
- Ausbilder/in: wenn du dein Wissen an den Nachwuchs weitergeben willst
- Servicetechniker/in: Wartung und Reparatur komplexer Geräte, oft im Außendienst
- Studium: Mit Fachabitur oder Meister- bzw. Technikerabschluss kannst du Elektrotechnik, Elektronik oder Mechatronik studieren.
Fazit: Präzise Technik mit Zukunft
Als Industrieelektriker/in der Fachrichtung Geräte und Systeme verbindest du Elektronik, logisches Denken und genaue Handarbeit. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 2 Jahre. Danach kannst du weiterlernen, dich spezialisieren oder Meister/in und Techniker/in werden.
Neugierig geworden? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
Worauf hast du noch Lust?
Stöbere weiter in Berufen und Tipps. Oder lass den Würfel entscheiden.
BerufWerkgehilfe/in Schmuckwarenindustrie, Taschen- und Armbanduhren
BerufMechatroniker/in
BerufStanz- und Umformmechaniker/in
BerufSüßwarentechnolog/in
BerufAufbereitungsmechaniker/in Fachrichtung Steinkohle
BerufIndustriemechaniker/in
BerufWerkzeugmechaniker/in
BerufVerfahrenstechnologe/in Mühlen- und GetreidewirtschaftAlle anzeigen
Top 2026Anlagenmechaniker/in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Top 2026Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r
Top 2026Kaufmann/frau Büromanagement
Top 2026Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik
Top 2026Industriekaufmann/frau
Top 2026Fachinformatiker/in
Top 2026Kraftfahrzeugmechatroniker/in
Top 2026Pflegefachmann/frauAlle anzeigen
TippDie Einstiegsqualifizierung (EQ) - dein Weg zur Ausbildung
TippWann sollte man kündigen und wie?
TippFünf Arten der Kündigung durch Arbeitgebende
TippSolltest du KI für das Schreiben deiner Bewerbung nutzen?
TippUnangenehme Fragen im Bewerbungsgespräch
Tipp2026 Jetzt für die Ausbildung bewerbenAlle Tipps







