Alle Bereiche
Alle

Ausbildung Industrie­elek­triker/in

Ausbildung: Damit in der Fabrik der Strom fließt

Symbolbild: Ausbildung Industrieelektriker/in

Wie kommt der Strom in die Maschine und was tun, wenn er nicht mehr fließt? Genau das lernst du in der Ausbildung zum/zur Industrie­elek­triker/in. Du instal­lierst, wartest und reparierst elektrische Systeme in Fabriken und Produk­ti­ons­anlagen. Du verlegst Kabel, verdrahtest Schalt­schränke und findest Fehler. Du sorgst dafür, dass Anlagen sicher unter Strom stehen und Produk­ti­ons­linien laufen. Dafür brauchst du technisches Verständnis, logisches Denken und eine genaue Arbeitsweise. Hier erfährst du, was du als Industrie­elek­triker/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Industrie­elek­triker/in auf einen Blick

Dauer2 Jahre
Ausbildungdual, Elektroniker
1. Jahr1.243 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie sagt man noch zu dem Beruf?

Im Alltag sagt man auch: Betriebs­elek­triker/in

Was macht ein/e Industrie­elek­triker/in?

Du arbeitest mit Schalt­plänen, Messgeräten, Sensoren und Aktoren. Du bist Elektro­fachkraft, Fehler­sucher/in und Instand­halter/in zugleich. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Installieren und verdrahten: Du baust elektrische Anlagen und Bauteile in Maschinen und Produktionsstraßen ein. Du verlegst Kabel, schließt Schaltschränke an und verdrahtest Steuerungen nach Schaltplan.
  • In Betrieb nehmen: Du prüfst neue Systeme und stellst Steuerungssoftware und Sensoren richtig ein.
  • Warten: Du prüfst, misst und tauschst Verschleißteile, damit Anlagen erst gar nicht ausfallen.
  • Fehler suchen und reparieren: Bei Störungen bist du oft als Erste/r vor Ort. Mit Diagnosegeräten findest du Fehler in Systemen, Antrieben und Netzteilen und behebst sie.
  • Sicherheit prüfen: Du prüfst die elektrische Sicherheit, zum Beispiel nach DGUV Vorschrift 3, und achtest auf Normen und Vorschriften.
  • Dokumentieren: Du pflegst Schaltpläne, Betriebsanleitungen und Wartungsprotokolle.
  • Teamarbeit: Du arbeitest eng mit Mechaniker/innen und anderen Fachkräften zusammen.
handwerk-10

Wo arbeitest du als Industrie­elek­triker/in?

Du arbeitest in Produk­ti­ons­hallen, Werkstätten und in der Montage. Typische Arbeitgeber sind der Maschinen- und Anlagenbau, die Autoin­dustrie, Kraftwerke und viele Betriebe mit hohem Automa­ti­sie­rungsgrad. Du sorgst dafür, dass der Strom fließt und die Maschinen zuverlässig arbeiten.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Industrie­elek­triker/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 2 Jahre. Sie ist kürzer als die Elektroniker-Berufe mit 3,5 Jahren und konzen­triert sich stärker auf Instand­haltung und Instal­lation. Im Ausbil­dungs­betrieb lernst du an elektrischen Anlagen, in Schalt­werk­stätten und in der Produktion. In der Berufs­schule geht es um Elektro­technik, Messtechnik, Elektronik und Arbeits­si­cherheit.

Das lernst du unter anderem:

  • Elektrotechnik: Stromkreise, elektrische Größen, Bauteile und Schutzmaßnahmen
  • Installationstechnik: Leitungen verlegen und anschließen, Schalt- und Steuereinrichtungen montieren
  • Fehlersuche und Instandhaltung: systematisch Fehler finden, reparieren und warten
  • Mess- und Prüftechnik: Messgeräte sicher nutzen und Fehler diagnostizieren
  • Qualitätssicherung: Prüfverfahren und Normen der Elektrotechnik
  • Technische Kommunikation: Schaltpläne lesen und einfache Dokumentationen erstellen
  • Sicherheit und Umweltschutz: sicherer Umgang mit Strom und Maschinen, umweltgerechte Entsorgung

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Industrie­elek­triker/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
  • Interesse an Elektrizität und Technik
  • analytisches und logisches Denken
  • eine sorgfältige Arbeitsweise, vor allem beim Verdrahten
  • Grundkenntnisse in Mathe und Physik
  • Teamfähigkeit und Lernbereitschaft
  • Verantwortungsbewusstsein, denn es geht um Sicherheit
  • gutes Sehvermögen

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.243 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 1.298 € bis 1.408 €

Passt die Ausbildung zum/zur Industrie­elek­triker/in zu dir?

Du willst schnell in einen technischen Beruf einsteigen? Das spricht für die Ausbildung:

  • Verantwortung: Du installierst, wartest und reparierst Anlagen in der Industrie.
  • Technik anwenden: Du nutzt dein Wissen in Elektrotechnik, Elektronik und Mechanik.
  • Abwechslung: Montage, Wartung und Fehlersuche wechseln sich ab.
  • Viele Branchen: Autoindustrie, Metallindustrie oder Elektroindustrie brauchen dich.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Industrie­elek­triker/in?

Was du als Industrie­elek­triker/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer mit dem Arduino Lampen und Motoren steuert, kaputte Geräte systematisch prüft oder in der Physik-AG Stromkreise aufbaut, zeigt Betrieben Technik­ver­ständnis und logisches Denken. Wer dazu im Verein Fußball spielt oder bei der Jugend­feu­erwehr mitmacht, beweist Teamgeist und Sicher­heits­be­wusstsein. Genau das zählt an Maschinen. Wenn dich die Stromver­sorgung ganzer Anlagen reizt, schau dir Elektroniker/in Betriebs­technik an. Für Mechanik mit Elektronik passt Mechatroniker/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • mit dem Arduino Lampen und Motoren steuerst Technikverständnis
  • bei kaputten Geräten Schritt für Schritt prüfst Fehlersuche
  • in der Physik-AG Stromkreise aufbaust Logisches Denken
  • Fußball oder Basketball im Team spielst Teamgeist
  • bei der Jugendfeuerwehr Sicherheitsregeln lernst Sicherheitsbewusstsein

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Die moderne Industrie braucht eine zuverlässige Stromver­sorgung. Fachkräfte, die Anlagen instal­lieren, warten und bei Störungen schnell reagieren, werden dort gebraucht. Hier kannst du arbeiten:

  • im Maschinen- und Anlagenbau
  • in der Autoindustrie und bei Zulieferern
  • in der Metall- und Elektroindustrie
  • in der Chemie- und Pharmaindustrie
  • bei Energieversorgern und in Kraftwerken
  • in produzierenden Betrieben mit elektrischen Anlagen
  • bei Instandhaltungsdienstleistern und Elektroinstallationsbetrieben

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Elektroniker/in für Betriebstechnik: Du verlängerst deine Ausbildung und lernst mehr über komplexe Steuerungen und Planung.
  • Industriemeister/in Elektrotechnik: für leitende Aufgaben in Instandhaltung und Produktion und für die Ausbildung von Nachwuchs
  • Techniker/in für Elektrotechnik: mit Schwerpunkt Betriebstechnik oder Automatisierungstechnik, für Planung und anspruchsvolle Technik
  • Spezialisierung: zum Beispiel auf Antriebstechnik, Mess- und Regeltechnik oder speicherprogrammierbare Steuerungen
  • Servicetechniker/in: Du wartest und reparierst Anlagen, oft im Außendienst.
  • Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
  • Studium: Mit Hochschulzugang kannst du zum Beispiel Elektrotechnik, Automatisierungstechnik oder Mechatronik studieren.

Fazit: Strom, Technik und Verant­wortung

Als Industrie­elek­triker/in verbindest du Handwerk, analytisches Denken und Begeis­terung für Technik. Du hältst industrielle Prozesse am Laufen. Die Ausbildung dauert 2 Jahre und ist dual. Danach kannst du Elektroniker/in für Betriebs­technik werden, dich spezia­li­sieren oder zum/zur Meister/in aufsteigen.

Lust bekommen? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Elektroniker.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Industrieelektriker/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

PDF herunterladen

Worauf hast du noch Lust?

Stöbere weiter in Berufen und Tipps. Oder lass den Würfel entscheiden.

Copyright 2026. Alle Rechte vorbehalten.
Einstellungen gespeichert
Datenschutzeinstellungen

Notwendige Speicher nutzen wir, damit die Website funktioniert. Statistik (Google Analytics und Brevo über den Google Tag Manager) und externe Medien laden wir nur, wenn Sie zustimmen. Ihre Auswahl können Sie jederzeit über das Cookie-Symbol ändern. Mehr dazu in der Datenschutz­er­klärung.

Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert die Privacy Level Einstellungen aus dem Cookie Consent Tool "Privacy Manager".
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert die Speicherdauer der Privacy Level Einstellungen aus dem Cookie Consent Tool "Privacy Manager".
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert, dass das Popup (Inhaltselement - Popup) durch einen Klick des Benutzers geschlossen wurde.
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert, dass der Scrollscript für die Onepage Navigation gestartet wurde.
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert die Offset-Position für die Onepage Navigation.
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert, dass die aktuelle Seite eine "Onepage" Seite ist.
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert die gewählte Listen/Grid Ansicht in der CustomCatalog List.
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert den gewählten Filter des Portfoliofilters.
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert den Zustand der Hinweisleiste "Outdated Browser".
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: Bis der Browser-Tab geschlossen wird
Speicherort: Sessionstorage
Beschreibung: Ecki merkt sich den aktuellen Stand (Eingaben und Ergebnis, nie das Zeugnisfoto), damit nach dem Neuladen nichts verloren geht.
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: Bis Sie es löschen
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Nur nach Tippen auf „Merken“: die Ergebniskarten von Ecki ohne Noten, Fehltage und Hobbys.
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 2 Jahre
Speicherort: Cookie
Beschreibung: Nur nach Zustimmung zu „Statistik“: Google Analytics, unterscheidet Besucher für die Besuchsstatistik.
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 2 Jahre
Speicherort: Cookie
Beschreibung: Nur nach Zustimmung zu „Statistik“: Google Analytics, speichert den Sitzungsstatus.
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 6 Monate
Speicherort: Cookie
Beschreibung: Nur nach Zustimmung zu „Statistik“: Brevo, ordnet Besuche der Website der Marketing-Automation zu.
You are using an outdated browser. The website may not be displayed correctly. Close