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Ausbildung Industriekeramiker/in Anlagentechnik
Ausbildung: Du hältst die Keramikproduktion am Laufen
Wie entstehen eigentlich Fliesen, Waschbecken und Geschirr in großen Mengen? Mit großen Anlagen, die jemand einrichten und in Schuss halten muss. Genau das lernst du in der Ausbildung zum/zur Industriekeramiker/in Anlagentechnik. Du richtest Pressen, Öfen, Trockner und Roboter ein, wartest sie und reparierst sie. So läuft die Produktion ohne Stillstand. Du brauchst technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und einen klaren Kopf bei der Fehlersuche. Hier erfährst du, was du im Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Industriekeramiker/in Anlagentechnik auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Diese Bezeichnungen gab es früher für den Beruf.
- 1983 bis 2005Industriekeramiker/in Fachrichtung Mechanik
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Industriekeramiker/in Anlagentechnik?
Du arbeitest mit großen Maschinen, elektronischen Steuerungen und mechanischen Systemen. Du bist Mechaniker/in, Elektriker/in und Problemlöser/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Anlagen einrichten: Du montierst Pressen, Öfen, Trockner, Roboter und Förderanlagen, stellst sie ein und nimmst sie in Betrieb.
- Warten: Du prüfst die Maschinen, tauschst Verschleißteile aus und schmierst sie. So beugst du Ausfällen vor.
- Fehler suchen und reparieren: Bei Störungen findest du die Ursache. Das können mechanische, elektrische, hydraulische oder pneumatische Fehler sein.
- Prozesse verbessern: Du schlägst Verbesserungen vor, um Energie zu sparen oder effizienter zu produzieren. Du passt Maschinen an neue Produkte an.
- Produktion überwachen: Du kontrollierst computergesteuerte Abläufe und greifst bei Abweichungen ein.
- Qualität sichern: Du prüfst, ob die Maschinen genau arbeiten, und kalibrierst Sensoren und Messgeräte.
- Dokumentieren: Du pflegst Wartungspläne und Fehlerprotokolle.
- Im Team arbeiten: Du stimmst dich mit Produktion, Verfahrenstechnik und Modellbau ab.
Wo arbeitest du als Industriekeramiker/in?
Du arbeitest vor allem in den Produktionshallen der keramischen Industrie. Dort entstehen Fliesen, Sanitärkeramik, Geschirr oder technische Keramik. Du bringst die Maschinen zum Laufen und hältst sie in Betrieb.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Industriekeramiker/in Anlagentechnik ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Dein Ausbildungsbetrieb ist meist ein keramischer Produktionsbetrieb. Dort lernst du direkt an Maschinen und Anlagen. In der Berufsschule geht es um Mechanik, Elektrotechnik, Steuerungstechnik, Hydraulik und Pneumatik, Werkstoffkunde und Automatisierungstechnik.
Das lernst du unter anderem:
- Anlagentechnik: Aufbau, Funktion und Wartung von Pressen, Trocknern, Brennöfen, Förderbändern und Robotern
- Mechanische Bearbeitung: Drehen, Fräsen und Schweißen für Ersatzteile und Anpassungen
- Steuerungs- und Regelungstechnik: Pneumatik, Hydraulik, Elektropneumatik und SPS
- Elektrik: Schaltpläne, Verdrahtung, elektrische Sicherheit und Fehlersuche
- Instandhaltung: vorbeugende Wartung, Inspektion und Fehlerbehebung
- Qualitätssicherung: Maschinen kalibrieren, damit die Produktqualität stimmt
- Arbeitsplanung: Wartungen planen, Ersatzteile bestellen, Material berechnen
- Arbeits- und Umweltschutz: Sicherheit an großen Maschinen, bei Hochspannung und hohen Temperaturen
Welche Voraussetzungen brauchst du als Industriekeramiker/in Anlagentechnik?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- eine sorgfältige Arbeitsweise
- Freude am Lösen von Problemen
- Interesse an Mathe, Physik und Technik
- Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein
- Bereitschaft zur Schichtarbeit
- körperliche Belastbarkeit
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.200 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.250 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.350 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Industriekeramiker/in Anlagentechnik zu dir?
Du schraubst gern und willst verstehen, wie große Anlagen funktionieren? Dann lohnt sich ein Blick auf diesen Beruf. Das spricht für die Ausbildung:
- Technik in der Industrie: Du setzt Wissen aus Physik, Chemie und Elektrotechnik ein.
- Handwerk: Du arbeitest mit Werkzeugen und Maschinen und verstehst technische Zusammenhänge.
- Abwechslung: Du bedienst und wartest Anlagen und überwachst die Produktion.
- Verschiedene Bereiche: Du kannst zum Beispiel in der Baukeramik oder der technischen Keramik arbeiten.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Industriekeramiker/in Anlagentechnik?
Was du als Industriekeramiker/in Anlagentechnik jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer am Mofa die Kette spannt, mit Technikbaukästen Förderbänder baut oder die Ursache findet, wenn der Drucker streikt, zeigt Betrieben Technikverständnis und Spaß an Problemlösungen. Wer dazu im Verein Volleyball spielt oder einen festen Nebenjob hat, beweist Teamgeist und Zuverlässigkeit, auch im Schichtbetrieb. Wenn dich die Herstellung von Keramik selbst reizt, schau dir Industriekeramiker/in Verfahrenstechnik an. Für Maschinen in vielen Branchen passt Industriemechaniker/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- am Mofa oder Fahrrad selbst schraubst Geschick
- mit Technikbaukästen Förderbänder und Maschinen baust Technikverständnis
- bei streikenden Geräten die Ursache findest Fehlersuche
- Volleyball oder Basketball im Verein spielst Teamgeist
- einen festen Nebenjob verlässlich machst Zuverlässigkeit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 40
Betriebe bilden aus
Platz 219 von 349 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 2. Betrieb
bildet auch Industriemechaniker/in aus.
Fast jeder 2. bildet auch Elektroniker/in Betriebstechnik aus.
3 von 4 · Wo?
- Bayern7
- Niedersachsen7
- Nordrhein-Westfalen7
Die meisten Betriebe: Landkreis Osnabrück, Kreis Minden-Lübbecke, Lahn-Dill-Kreis
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Die keramische Industrie arbeitet mit stark automatisierten Anlagen. Dafür braucht sie Fachleute, die Maschinen einrichten, warten und bei Störungen schnell reagieren. Hier kannst du arbeiten:
- in der Fliesen-, Sanitär- und Dachziegelindustrie
- bei Herstellern von Gebrauchs- und Zierkeramik
- in der technischen Keramik, etwa für Isolatoren, Katalysatorträger oder Dental- und Medizinkeramik
- in der Feuerfest-Industrie
- bei Maschinen- und Anlagenbauern, die keramische Fertigungsanlagen bauen
- in der chemischen und Glasindustrie mit ähnlicher Anlagentechnik
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Industriemeister/in: etwa in Keramik, Elektrotechnik oder Metall, für leitende Aufgaben in Instandhaltung und Produktion. Du darfst dann auch ausbilden.
- Techniker/in: für Maschinen-, Elektro- oder Automatisierungstechnik, für planerische und konstruktive Aufgaben
- Spezialisierung: zum Beispiel auf bestimmte Steuerungen, Robotik, Hydraulik und Pneumatik oder Hochtemperaturöfen
- Ausbilder/in: wenn du dein Wissen weitergeben willst
- Servicetechniker/in: Wartung und Reparatur bei Kund/innen vor Ort, oft mit Reisen
- Studium: Mit Abitur, Fachabitur oder Meister- bzw. Technikerabschluss kannst du Maschinenbau, Mechatronik, Elektrotechnik oder Automatisierungstechnik studieren.
Fazit: Technik, die Keramik möglich macht
Als Industriekeramiker/in Anlagentechnik verbindest du Technik, handwerkliches Geschick und analytisches Denken. Du sorgst dafür, dass die Keramikproduktion läuft. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Danach kannst du dich spezialisieren, Meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.
Lust auf große Maschinen? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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