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Ausbildung Industriemechaniker/in
Ausbildung: Du hältst die Räder in der Produktion am Laufen
Willst du wissen, wie Maschinen und Produktionsanlagen funktionieren? Dann ist die Ausbildung zum/zur Industriemechaniker/in vielleicht genau richtig für dich. Du stellst Maschinenteile her, montierst Anlagen, wartest sie und reparierst sie. So sorgst du dafür, dass die Produktion läuft und die Anlagen einsatzbereit sind. Du arbeitest mit Mechanik und ein bisschen Elektronik. Dafür brauchst du handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und eine genaue Arbeitsweise. Hier erfährst du, was du als Industriemechaniker/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Industriemechaniker/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 1987 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 3 Berufen wurde einer.
- bis 1987Feinmechaniker/
in - bis 1987Maschinenschlosser/
in - bis 19876 weitere
- seit 1987Industriemechaniker/
in
In der DDR hieß der Beruf: Automateneinrichter/in spanlose Fertigung, Facharbeiter/in für automatisierte Anlagen, Instandhaltungsmechaniker/in Hydraulik und Pneumatik
Im Alltag sagt man auch: Schlosser/in, Betriebsschlosser/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Industriemechaniker/in?
Dein Alltag besteht aus Schrauben, Messen und Prüfen an modernen Fertigungsanlagen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Bauteile herstellen und montieren: Du fertigst Maschinenteile, baust sie zu Baugruppen zusammen und setzt sie in Anlagen ein. Du arbeitest nach technischen Zeichnungen und Montageplänen.
- Anlagen aufbauen: Du stellst Maschinen auf, schließt sie an und nimmst sie in Betrieb. Du richtest auch Steuerungs- und Regelungssysteme ein.
- Warten und prüfen: Du kontrollierst Maschinen auf Verschleiß und Schäden und tauschst defekte Teile aus.
- Fehler suchen und reparieren: Bei Störungen findest du mit Diagnosegeräten die Ursache. Du behebst mechanische, elektrische oder pneumatische Fehler, damit die Anlage schnell wieder läuft.
- Verbessern: Du hilfst, Prozesse effizienter zu machen, und passt Maschinen an neue Anforderungen an.
- Qualität kontrollieren: Du prüfst Bauteile und Anlagen mit Mess- und Prüfgeräten auf Toleranzen und Qualität.
- Programmieren: Du arbeitest mit computergesteuerten Maschinen und passt einfache Programme an.
- Dokumentieren: Du pflegst Wartungspläne und Fehlerprotokolle.
Wo arbeitest du als Industriemechaniker/in?
Du arbeitest in Produktionshallen, Werkstätten und in der Montage. Typische Arbeitgeber sind der Maschinen- und Anlagenbau, die Automobilindustrie, die Metallindustrie und die Lebensmittelindustrie. Eigentlich braucht dich fast jeder produzierende Betrieb. Du hältst die Räder am Laufen.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Industriemechaniker/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Betrieb lernst du an Maschinen, in der Werkstatt und in der Montagehalle. In der Berufsschule geht es um Mechanik, Elektrotechnik, Steuerungstechnik, Werkstoffkunde, Fertigungsverfahren und technische Mathematik.
Das lernst du unter anderem:
- Bearbeitung: Feilen, Sägen, Bohren, Drehen, Fräsen und Schleifen von Metall und anderen Werkstoffen
- Montage: Maschinen zusammenbauen, Bauteile ausrichten, Schrauben, Nieten und Schweißen
- Steuerungs- und Regelungstechnik: Pneumatik, Hydraulik, Elektropneumatik und SPS
- Instandhaltung: systematische Fehlersuche, Wartung und Reparatur
- Werkstoffkunde: Eigenschaften von Metallen und Kunststoffen
- Qualitätsmanagement: Qualitätssicherung und Umgang mit Mess- und Prüfmitteln
- Technische Kommunikation: Zeichnungen lesen und anfertigen, Arbeitspläne und Stücklisten verstehen
- Arbeits- und Umweltschutz: sicherer Umgang mit Maschinen und umweltgerechte Entsorgung
Welche Voraussetzungen brauchst du als Industriemechaniker/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss
- handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
- eine sorgfältige Arbeitsweise
- räumliches Vorstellungsvermögen
- Interesse an Mathe und Physik
- Teamfähigkeit und Lernbereitschaft
- Freude am Lösen von Problemen
- körperliche Belastbarkeit und Schwindelfreiheit für Montagearbeiten
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 724 € bis 1.373 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 € bis 1.408 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 € bis 1.489 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.014 € bis 1.563 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Industriemechaniker/in zu dir?
Du hast Spaß an Technik und arbeitest gern mit Werkzeug? Dann solltest du dir den Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Handwerk und Technik: Du arbeitest mit Werkzeugen und Maschinen und verstehst, wie sie zusammenspielen.
- Abwechslung: Du montierst, wartest, reparierst und nimmst neue Anlagen in Betrieb.
- Viele Branchen: Du kannst zum Beispiel in der Automobil-, Metall- oder Elektroindustrie arbeiten.
- Neue Technik: Die Industrie verändert sich ständig. Du lernst laufend neue Technologien kennen.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Industriemechaniker/in?
Was du als Industriemechaniker/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer am Fahrrad die Bremsen einstellt, mit Lego Technik Getriebe baut oder bei den Eltern die Waschmaschine mit repariert, zeigt Betrieben Geschick und Lust auf Problemlösungen. Wer dazu im Verein Handball spielt oder in der Jugendfeuerwehr mitmacht, beweist Teamgeist und Verlässlichkeit. Das lesen Industriebetriebe als klares Signal. Wenn dich Elektronik in Maschinen reizt, schau dir Mechatroniker/in an. Für Präzisionsteile an CNC-Maschinen passt Zerspanungsmechaniker/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- am Fahrrad Bremsen und Schaltung einstellst Geschick
- mit Lego Technik Getriebe und Motoren baust Technikverständnis
- bei Reparaturen im Haushalt den Fehler suchst Fehlersuche
- Handball oder Rugby im Verein spielst Teamgeist
- in der Jugendfeuerwehr fest dabei bist Zuverlässigkeit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 3.600
Betriebe bilden aus
Platz 5 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 2. Betrieb
bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
Fast jeder 3. bildet auch Elektroniker/in Betriebstechnik aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen810
- Baden-Württemberg790
- Bayern670
Die meisten Betriebe: Märkischer Kreis, Ortenaukreis, Berlin
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Automatisierte Produktion braucht Fachleute, die Maschinen warten, reparieren und verbessern. Hier kannst du arbeiten:
- im Maschinen- und Anlagenbau
- in der Automobilindustrie und bei Zulieferern
- in der Metall- und Elektroindustrie
- in der chemischen und pharmazeutischen Industrie
- in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie
- bei Energieversorgern
- in allen produzierenden Betrieben mit Fertigungsanlagen
- bei Instandhaltungsdienstleistern
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Industriemeister/in Metall: für leitende Aufgaben. Du darfst dann auch ausbilden.
- Techniker/in für Maschinentechnik: Weiterbildung an einer Fachschule, zum Beispiel mit Schwerpunkt Fertigungs-, Automatisierungs- oder Betriebstechnik
- Spezialisierung: etwa auf CNC-Technik, Robotik, Hydraulik und Pneumatik oder SPS-Programmierung
- Ausbilder/in: wenn du dein Wissen weitergeben willst
- Servicetechniker/in: Wartung und Reparatur, oft im Außendienst bei Kund/innen
- Betriebswirt/in: kaufmännische Weiterbildung für Führungsaufgaben
- Studium: Mit Abitur, Fachabitur oder Meister- bzw. Technikerabschluss kannst du Maschinenbau, Mechatronik, Produktionstechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen studieren.
Fazit: Technik, die du in der Hand hast
Als Industriemechaniker/in verbindest du handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und Freude am Tüfteln. Du sorgst dafür, dass Maschinen laufen. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Danach kannst du dich spezialisieren, Meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.
Bock auf Maschinen? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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