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Ausbildung Industrie­me­chaniker/in

Ausbildung: Du hältst die Räder in der Produktion am Laufen

Symbolbild: Ausbildung Industriemechaniker/in

Willst du wissen, wie Maschinen und Produk­ti­ons­anlagen funktio­nieren? Dann ist die Ausbildung zum/zur Industrie­me­chaniker/in vielleicht genau richtig für dich. Du stellst Maschi­nenteile her, montierst Anlagen, wartest sie und reparierst sie. So sorgst du dafür, dass die Produktion läuft und die Anlagen einsatz­bereit sind. Du arbeitest mit Mechanik und ein bisschen Elektronik. Dafür brauchst du handwerk­liches Geschick, technisches Verständnis und eine genaue Arbeitsweise. Hier erfährst du, was du als Industrie­me­chaniker/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Industrie­me­chaniker/in auf einen Blick

Dauer3,5 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr724 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 1987 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 3 Berufen wurde einer.

  1. bis 1987Fein­me­cha­ni­ker/in
  2. bis 1987Maschi­nen­schlos­ser/in
  3. bis 19876 weitere
  4. seit 1987Indus­trie­me­cha­ni­ker/in

In der DDR hieß der Beruf: Automa­ten­ein­richter/in spanlose Fertigung, Fachar­beiter/in für automa­ti­sierte Anlagen, Instand­hal­tungs­me­chaniker/in Hydraulik und Pneumatik

Im Alltag sagt man auch: Schlosser/in, Betriebs­schlosser/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Industrie­me­chaniker/in?

Dein Alltag besteht aus Schrauben, Messen und Prüfen an modernen Fertigungs­anlagen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Bauteile herstellen und montieren: Du fertigst Maschinenteile, baust sie zu Baugruppen zusammen und setzt sie in Anlagen ein. Du arbeitest nach technischen Zeichnungen und Montageplänen.
  • Anlagen aufbauen: Du stellst Maschinen auf, schließt sie an und nimmst sie in Betrieb. Du richtest auch Steuerungs- und Regelungssysteme ein.
  • Warten und prüfen: Du kontrollierst Maschinen auf Verschleiß und Schäden und tauschst defekte Teile aus.
  • Fehler suchen und reparieren: Bei Störungen findest du mit Diagnosegeräten die Ursache. Du behebst mechanische, elektrische oder pneumatische Fehler, damit die Anlage schnell wieder läuft.
  • Verbessern: Du hilfst, Prozesse effizienter zu machen, und passt Maschinen an neue Anforderungen an.
  • Qualität kontrollieren: Du prüfst Bauteile und Anlagen mit Mess- und Prüfgeräten auf Toleranzen und Qualität.
  • Programmieren: Du arbeitest mit computergesteuerten Maschinen und passt einfache Programme an.
  • Dokumentieren: Du pflegst Wartungspläne und Fehlerprotokolle.
handwerk-12

Wo arbeitest du als Industrie­me­chaniker/in?

Du arbeitest in Produk­ti­ons­hallen, Werkstätten und in der Montage. Typische Arbeitgeber sind der Maschinen- und Anlagenbau, die Automo­bil­in­dustrie, die Metall­in­dustrie und die Lebens­mit­tel­in­dustrie. Eigentlich braucht dich fast jeder produzierende Betrieb. Du hältst die Räder am Laufen.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Industrie­me­chaniker/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Betrieb lernst du an Maschinen, in der Werkstatt und in der Montagehalle. In der Berufs­schule geht es um Mechanik, Elektro­technik, Steuerungs­technik, Werkstoffkunde, Fertigungs­ver­fahren und technische Mathematik.

Das lernst du unter anderem:

  • Bearbeitung: Feilen, Sägen, Bohren, Drehen, Fräsen und Schleifen von Metall und anderen Werkstoffen
  • Montage: Maschinen zusammenbauen, Bauteile ausrichten, Schrauben, Nieten und Schweißen
  • Steuerungs- und Regelungstechnik: Pneumatik, Hydraulik, Elektropneumatik und SPS
  • Instandhaltung: systematische Fehlersuche, Wartung und Reparatur
  • Werkstoffkunde: Eigenschaften von Metallen und Kunststoffen
  • Qualitätsmanagement: Qualitätssicherung und Umgang mit Mess- und Prüfmitteln
  • Technische Kommunikation: Zeichnungen lesen und anfertigen, Arbeitspläne und Stücklisten verstehen
  • Arbeits- und Umweltschutz: sicherer Umgang mit Maschinen und umweltgerechte Entsorgung

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Industrie­me­chaniker/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss
  • handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
  • eine sorgfältige Arbeitsweise
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • Interesse an Mathe und Physik
  • Teamfähigkeit und Lernbereitschaft
  • Freude am Lösen von Problemen
  • körperliche Belastbarkeit und Schwindelfreiheit für Montagearbeiten

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 724 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.408 €
3. Ausbildungsjahr 977 € bis 1.489 €
4. Ausbildungsjahr 1.014 € bis 1.563 €

Passt die Ausbildung zum/zur Industrie­me­chaniker/in zu dir?

Du hast Spaß an Technik und arbeitest gern mit Werkzeug? Dann solltest du dir den Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Handwerk und Technik: Du arbeitest mit Werkzeugen und Maschinen und verstehst, wie sie zusammenspielen.
  • Abwechslung: Du montierst, wartest, reparierst und nimmst neue Anlagen in Betrieb.
  • Viele Branchen: Du kannst zum Beispiel in der Automobil-, Metall- oder Elektroindustrie arbeiten.
  • Neue Technik: Die Industrie verändert sich ständig. Du lernst laufend neue Technologien kennen.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Industrie­me­chaniker/in?

Was du als Industrie­me­chaniker/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer am Fahrrad die Bremsen einstellt, mit Lego Technik Getriebe baut oder bei den Eltern die Waschma­schine mit repariert, zeigt Betrieben Geschick und Lust auf Problem­lö­sungen. Wer dazu im Verein Handball spielt oder in der Jugend­feu­erwehr mitmacht, beweist Teamgeist und Verläss­lichkeit. Das lesen Industrie­be­triebe als klares Signal. Wenn dich Elektronik in Maschinen reizt, schau dir Mechatroniker/in an. Für Präzisi­onsteile an CNC-Maschinen passt Zerspa­nungs­me­chaniker/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • am Fahrrad Bremsen und Schaltung einstellst Geschick
  • mit Lego Technik Getriebe und Motoren baust Technikverständnis
  • bei Reparaturen im Haushalt den Fehler suchst Fehlersuche
  • Handball oder Rugby im Verein spielst Teamgeist
  • in der Jugendfeuerwehr fest dabei bist Zuverlässigkeit

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 4 · Wie häufig?

    rund 3.600

    Betriebe bilden aus

    Platz 5 von 340 Berufen.

  • 2 von 4 · Plan B im selben Betrieb

    Fast jeder 2. Betrieb

    bildet auch Industrie­kaufmann/frau aus.

    Fast jeder 3. bildet auch Elektroniker/in Betriebs­technik aus.

  • 3 von 4 · Wo?

    • Nordrhein-Westfalen810
    • Baden-Württemberg790
    • Bayern670

    Die meisten Betriebe: Märkischer Kreis, Ortenaukreis, Berlin

  • 4 von 4 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Automa­ti­sierte Produktion braucht Fachleute, die Maschinen warten, reparieren und verbessern. Hier kannst du arbeiten:

  • im Maschinen- und Anlagenbau
  • in der Automobilindustrie und bei Zulieferern
  • in der Metall- und Elektroindustrie
  • in der chemischen und pharmazeutischen Industrie
  • in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie
  • bei Energieversorgern
  • in allen produzierenden Betrieben mit Fertigungsanlagen
  • bei Instandhaltungsdienstleistern

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Industriemeister/in Metall: für leitende Aufgaben. Du darfst dann auch ausbilden.
  • Techniker/in für Maschinentechnik: Weiterbildung an einer Fachschule, zum Beispiel mit Schwerpunkt Fertigungs-, Automatisierungs- oder Betriebstechnik
  • Spezialisierung: etwa auf CNC-Technik, Robotik, Hydraulik und Pneumatik oder SPS-Programmierung
  • Ausbilder/in: wenn du dein Wissen weitergeben willst
  • Servicetechniker/in: Wartung und Reparatur, oft im Außendienst bei Kund/innen
  • Betriebswirt/in: kaufmännische Weiterbildung für Führungsaufgaben
  • Studium: Mit Abitur, Fachabitur oder Meister- bzw. Technikerabschluss kannst du Maschinenbau, Mechatronik, Produktionstechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen studieren.

Fazit: Technik, die du in der Hand hast

Als Industrie­me­chaniker/in verbindest du handwerk­liches Geschick, technisches Verständnis und Freude am Tüfteln. Du sorgst dafür, dass Maschinen laufen. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Danach kannst du dich spezia­li­sieren, Meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.

Bock auf Maschinen? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Industriemechaniker/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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